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epa07959839 German rapper Bushido at Federal Administrative Court  in Leipzig, Germany, 30 October 2019. Federal Administrative Court  decides on an AfD complaint against the Bushido his album

Bushido: Der Rapper sagt derzeit als Zeuge im Prozess gegen Arafat Abou-Chaker aus. Bild: EPA

«Eine Ratte»: Warum Weggefährte über Bushido auspacken will

Imke Gerriets / watson.de



Vor rund einer Woche fand eine Razzia bei Arafat Abou-Chaker auf seinem Anwesen in Kleinmachnow statt. Insgesamt sollen 18 Objekte in Berlin und Brandenburg durchsucht worden sein. Auch die Wohnung von Ali Bumaye, einem Cousin von Arafat, wurde dabei gestürmt.

Nun hat sich der Rapper auf seinem Youtube-Account zu Wort gemeldet und eine eindeutige Ansage in Richtung Bushido gemacht. Schon im Vorfeld kündigte er an: «Lieber Bushido, ich habe jahrelang mein Maul gehalten und wollte mich da nie mit einmischen. Vor allem nicht öffentlich, weil ich das einfach nicht gut finde, dass man öffentlich über Freunde redet, mit denen man befreundet war.» Nun sei es allerdings an der Zeit, das Schweigen zu brechen. Dazu postete er jetzt ein Video mit dem Titel: «Ali Bumaye über den Hintergrund zum Beef mit Bushido».

Ali Bumaye wütet gegen Bushido

Ali Bumaye kündigte mit folgenden Worten das Video an: «Mein Statement, Schnuckis. Schluss mit Maul halten und ich lasse mich auch nicht einschüchtern!» Dazu setzte er den Hashtag «#unbeugsam». Kurze Zeit später folgte der zehnminütige Clip des 35-Jährigen. «Ich habe mich entschieden, dieses Statement-Video zu machen. Es gibt einen Menschen, der nicht aufhört, anderen Steine in den Weg zu legen.» Und weiter:

«Irgendwann ist auch mal genug. Ich wurde in eine Sache reingezogen, mit der ich nie was zu tun haben wollte.»

Bild

Ali Bumaye: Der Rapper richtete in seiner Instagram-Story seine Worte direkt an Bushido. bild: instagram/ ali bumaye

Bei seinem Statement stellte der Musiker klar, dass er nicht Arafat sei und auch nicht für ihn sprechen würde. «Er ist sein eigener Mensch», so Ali. Wenn über das Thema Loyalität geredet werde, könne ihm niemand das Wasser reichen: «Ich war immer korrekt zu meinen Jungs, ich war immer loyal, habe jeden Krieg geführt für meine Jungs.»

Dann erklärte er, wie es zum Bruch gekommen sei: «Es war so, dass eine gewisse Person zwei Rappern, Farid Bang und Kollegah, Ansagen gemacht hat von wegen ihr dürft den und den nicht mehr dissen, weil der zu uns gehört, obwohl die Person mit uns in Kontakt war.» Und weiter:

«Dann haben die beiden Rapper sich das nicht gefallen lassen, was ich auch verstehen kann. Wie ich bin, lasse ich dann meinen Kollegen nicht hängen. Ich habe Leute beleidigt und Ausdrücke bekommen für ihn. Mache ich gerne, gar kein Problem. Entweder wir sind ein Team oder wir sind kein Team.»

epa06691718 (FILE) - German musicians Kollegah (R) and Farid Bang (L) pose on the red carpet as they attend the 27th Echo 2018 music awards in Berlin, Germany, 12 April 2018. According to media reports on 25 April 2018, the Echo Music Awards will be abolished, according to music industry officials. Several musicians returned their Echo music awards in protest of fellow Echo prize winners Farid Bang and Kollegah. The two rappers won best album award on 12 April 2018, which caused an anti-Semitic controversy in Germany.  EPA/CLEMENS BILAN

Farid Bang und Kollegah: Diese Aufnahme stammt aus dem Jahr 2018. Ein Jahr zuvor nahmen die beiden "JBG3" auf. Bild: EPA/EPA

Anscheinend waren sie jedoch keins mehr, denn auf dem Album «JBG3» sei Ali auf fast jedem Track gedisst worden und Bushido kaum. Er sagte: «Dann wollten wir musikalisch zurückschlagen. Was macht dann aber der Häuptling? Hinterrücks kriecht er ihnen in den Arsch und klärt die Sache hinter dem Rücken. Ich schwöre bei Gott, dass das stimmt, und jeder weiss auch, dass das stimmt.» Im Anschluss daran richtete er eine klare Ansage direkt an Bushido:

«Ich führe Kriege für dich, ich lasse meine Mutter von irgendwelchen Fans beleidigen für dich, auf jedem zweiten Song wurde ich erwähnt, weil ich einfach loyal bin, und dann klärst du hinterrücks wie eine Ratte deinen Scheiss und lässt uns im Dunkeln? Das ist der Wahnsinn.»

Der Rapper erklärte, dass er bis heute eigentlich immer noch keinen Beef wolle. Doch dann sei der Polizeieinsatz gekommen. Mit 40 Mann hätten sie seine Wohnung gestürmt. «Habe ich das verdient? Für was, was habe ich getan?», fragte er. «Und dann kommt die Polizei zu mir nach Hause, zu meiner Mutter, stürmt meine Bude, als ob wir Parasiten wären. Das habe ich nicht verdient und das werde ich mir nicht gefallen lassen», meinte Ali. Dies solle allerdings keine Drohung mit Gewalt sein: «Das wirst du bereuen, Dicker, ich habe auch meine Mittel und Wege, verbal, musikalisch oder im Internet.»

Besonders bitter sei für Ali: «Als damals alles vorbei war, habe ich ihm nach ein paar Monaten geschrieben, mir fehlt die Zeit, ich vermisse dich. Wir waren alle wie Brüder. Dann hast du einen Satz gesagt: Jetzt bekommt jeder, was er verdient.» Nun würde er den Satz an den «Ronin»-Interpreten zurückgeben. Das Video beendete er mit folgenden Worten: «Macht euch jetzt auf viel gefasst, jetzt pack ich aus, aber nicht bei der Polizei.»

(iger)

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42 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Gaechter Vrenä
29.09.2020 08:05registriert August 2020
Das ist euch einen Artikel wert?
Erwachsene Männer, die sich wie Kindergärtler benehmen sollte man ignorieren.
3487
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Trasher2
29.09.2020 08:02registriert March 2016
Werdet erwachsen....
2268
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Schso
29.09.2020 08:19registriert April 2017
Was für ein Kindergarten.
2103
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42

Er war da: Vieles, was wir über Johnny Depp geschrieben haben, war wahrscheinlich deppert

Der Schauspieler redete am ZFF eine Stunde vor und mit dem Zürcher Publikum und war dabei so liebenswürdig, dass wir uns ein bisschen schämen.

Manchmal muss man selbstkritisch sein. Manchmal muss man sich die Dinge mit eigenen Augen ansehen und vor allem mit eigenen Ohren anschauen und nicht nur zusammenschreiben, was andere so finden. Egal, ob es um Menschen, Orte, Ereignisse oder Kunstwerke geht. Manchmal wäre nämlich genau das Journalismus. Das andere nicht. Und es tut auch gar nicht weh, dies zuzugeben. Ausser man hält seine eigenen Grenzen für unüberwindbar.

Gehen wir also zu Johnny Depp. Wörtlich, nicht sinnbildlich. Denn Johnny …

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