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epa06756387 A rainbow appears in the sky above the M7 motorway after a heavy shower near Nagykanizsa, some 210 kms southwest of Budapest, Hungary, 22 May 2018.  EPA/Gyorgy Varga HUNGARY OUT

Bild: EPA/MTI

watson-User glauben weniger



Im vorletzten Huber-Quiz versuchten wir euch mit einer Frage zur Religiosität von Herr und Frau Schweizer zu überlisten:

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Die korrekte Antwort (also die falsche), ist die letzte der Auswahlmöglichkeiten. Es gibt in der Schweiz weit mehr Katholiken als Reformierte.

Und die Schweizer Katholiken dürfen sich freuen: Am Donnerstag weilt der Papst in Genf – was wir zum Anlass nahmen, den watson-Usern die Gretchenfrage zu stellen: «Wie hast du's mit der Religion?»

Die, man muss es betonen, nicht-repräsentative Umfrage zeigt: watson-User glauben weniger. Und zwar signifikant. Rund 3000 User beteiligten sich an der anonymen Umfrage.

Wahrend das Bundesamt für Statistik in einer Erhebung 2014 für die Schweiz 7 Prozent Atheisten und 5,5 Prozent Agnostiker erfasste, liegen diese Anteile bei watson-Usern deutlich höher. Das Resultat mag wenig überraschen, die Ausprägung hingegen schon. Die Atheisten stellen mit 33 Prozent unter den Umfrageteilnehmern die mit Abstand grösste Gruppe.

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grafik: watson

Dementsprechend betfaul sind watson-User auch – 53 Prozent unserer Leser wenden sich nie «bewusst» einer höheren Macht zu, immerhin 12 Prozent beten täglich. Die Zahlen sind so nicht mit der Erhebung des BfS zu vergleichen.

2,879 Votes zu: Wie oft wendest du dich (zum Beispiel im Gebet oder in Gedanken) bewusst einer höheren Macht zu?

  • 12%täglich
  • 9%wöchentlich
  • 10%monatlich
  • 16%jährlich
  • 53%nie

watson.ch

Interessant aber ist: Im Schweizer Durchschnitt ist die Gruppe der «anderen evangelikalen Gemeinden» am frommsten. Rund ein Drittel der Katholiken betet mindestens einmal täglich – das ist mehr als bei den Protestanten und den Muslimen hierzulande. Die Muslime stellen ebenfalls einen hohen Anteil an Mitgliedern, die gar nie beten (40%). 

Dass der Papst die Schweiz besucht, ist den meisten watson-Lesern egal. Sehr kritsch hingegen sind sie Religionen gegenüber eingestellt. 62% finden, dass Religionen der Menschheit eher oder sehr schaden.

2,874 Votes zu: Dass der Papst die Schweiz besucht, ...

  • 9%... finde ich grossartig.
  • 19%... finde ich eher positiv.
  • 61%... ist mir egal.
  • 5%... stört mich ein bisschen.
  • 3%... finde ich schlimm.
  • 3%Ich will nur die Antwort sehen.

2,816 Votes zu: Grundsätzlich finde ich, dass ...

  • 9%... Religionen sehr wichtig für die Menschheit sind.
  • 18%... Religionen recht wichtig für die Menschheit sind.
  • 5%... Religionen für die Menschheit keine Rolle spielen.
  • 34%... Religionen der Menschheit eher schaden.
  • 28%... Religionen der Menschheit sehr schaden.
  • 6%Ich will nur die Antwort sehen.

(tog)

Engem Papst-Vertrauten wird der Prozess gemacht

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Video: srf/SDA SRF

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102Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ökonometriker 21.06.2018 02:28
    Highlight Highlight Aus statistischer Sicht wäre noch spannend gewesen, demografische Faktoren und die politische Sicht der Teilnehmer zu erfassen. Damit liessen sich konditionale Wahrscheinlichkriten errechnen.

    Der gesellschaftliche Wandel ist aber bemerkenswert. Vor 50 Jahren musste man sich rechtfertigen als Atheist, heute muss man sich als Christ rechtfertigen. Das Interessante: die Frage der Religion treibt die Menschen weiter extrem; man sehe nur wie viele Kommentare hier jeweils dazu geschrieben werden. Warum hat der Mensch stets der Glaube, dass sein Glaube der Richtige sein und alle ihm folgen sollten?
    • will.e.wonka 21.06.2018 11:36
      Highlight Highlight du regst dich ja auch über flat-earthers auf?
    • Ökonometriker 21.06.2018 11:54
      Highlight Highlight @will e wonka: nö, die flatearthers sind harmlos. Ich rege mich eher über fundamendalistische Religionsgruppen auf, die Menschen dazu bringen, sich nicht medizinisch behandeln zu lassen oder andere Menschen umzubringen.
      Aber ich sehe Deinen Punkt: jeder Mensch hat ein Sendungsbewusstsein. Auch ich. Auch wenn ich sicher nicht immer richtig liege.
  • i-Aeglos 21.06.2018 00:15
    Highlight Highlight Ich finde, dass Glaube und Religion immer noch Privatsache sind.

    Ich bin selber gläubiger Katholik, somit stimmt meine Weltanschauung für mich. Mir ist aber vollkommen bewusst, dass es Andere nicht so sehen. Religion an sich ist eine gute Sache, sie kann Vertrauen und Kraft schenken. Das Problem sind die Leute, die alles mit dem Glauben relativieren und sich durch nichts und niemanden von ihrer versteinerten Position abbringen lassen.

    So lange jeder jedem seinen Glauben oder eben seinen "Nicht-Glauben" lässt und man auf einander Rücksicht nimmt, gibt es überhaupt keine Probleme damit.
  • Hosenabe 20.06.2018 22:00
    Highlight Highlight Da frage ich mich doch glatt wwapd?!
  • Bynaus @final-frontier.ch 20.06.2018 21:49
    Highlight Highlight Wenn Kinder nicht mehr an den Samichlaus glauben (oder durchschaut haben, dass es nur der Götti oder der Nachbar ist), gilt das als ein Zeichen von Intelligenz und Reife. Genauso ist es mit der Menschheit und der Religion. Eines fernen Tages werden die Menschen nur noch ungläubig den Kopf schütteln darüber, wie wichtig sie mal war. Einige Menschen (und viele Watsonianer) sind schon heute an diesem Punkt, andere brauchen halt etwas länger.
    • Froggr 21.06.2018 00:16
      Highlight Highlight Gefährliche Aussage. Glaube ich nicht. Viele oder gar die Meisten Menschen brauchen in schwierigen Situationen im Leben etwas an was sie glauben können, sich daran festhalten können.
    • Wenzel der Faule 21.06.2018 07:19
      Highlight Highlight Im ersten Momet gibt der Glaube Kraft und Halt, doch dein Gott ändert nichts, du musst die Probleme selber lösen. Würden wir mehr handeln als beten und uns nicht mer von ein paar alten Geschichten etwas vorschreiben lassen, bin ich überzeugt, die Welt wäre ein besserer Ort.
      Die Zeit für Glauben ist vorbei..

      Amen
    • jnaKhsx6 21.06.2018 08:57
      Highlight Highlight Ich vestehe was du meinst aber ist das nicht viel zu kurzsichtig. Wenn man an etwas glauben muss um durch schwierige Situationen zu kommen?
      Es geht ja um viel mehr, die Entstehung des Universums und die ''fortsetzung'' des Lebens.
      Und natürlich der Sinn... Ich würde meinen Sinn des lebens nicht auf etwas stützen was zu 0% bewiesen ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • lilie 20.06.2018 21:48
    Highlight Highlight Es kann auch ein Stichprobeneffekt sein: Der Titel der Umfrage liess ja schon erahnen, dass das keine bierernste Angelegenheit wird - das zieht natürlich die Atheisten an wie die Schmeissfliegen. 😉
  • TanookiStormtrooper 20.06.2018 21:36
    Highlight Highlight Datenkrake watson... 🦑😳
  • Globidobi 20.06.2018 21:31
    Highlight Highlight Kann ich eigentlich die Kirchensteuer als Spende angeben, wenn ich diese als Atheist bezahle?
    • MarZ 21.06.2018 09:07
      Highlight Highlight Tritt lieber aus und spende das Geld wirklich.
  • will.e.wonka 20.06.2018 21:31
    Highlight Highlight ich behaupte, dass dieser umfrage ein grosser irrtum zugrunde liegt. die wikipediastatistik zur konfessionszugehörigkeit bewertet nach mitgliedschaft, die umfrage von watson jedoch nach glaube. ich kenne sehr viele menschen die mitglied der kirche sind aber trotzdem nicht gläubig sind. atheismus und konfessionslosigkeit sind nicht das gleiche.
    • Oh Dae-su 20.06.2018 22:45
      Highlight Highlight Ging mir ähnlich. Hatte auch Mühe die Frage zu beantworten, da ich offiziell zwar evangelisch bin, aber überhaupt nicht an Gott glaube.
    • Nate Summer-Cook 21.06.2018 07:50
      Highlight Highlight Bei mir genau andersrum. Bin zwar ohne Konfession, glaube aber trotzdem... Religion ist mir egal, der Glaube ist was persönliches... 🤷🏼‍♂️
  • Ueli der Knecht 20.06.2018 20:58
    Highlight Highlight Ich behaupte, die These, "watson-User glauben weniger", stimmt nicht. Der Irrtum liegt darin, dass (watson und) die auffällig vielen 33% Atheisten glauben, dass sie nicht glauben. In Wirklichkeit glauben sie aber, dass Gott nicht existiert.

    Beweise haben sie keine. Trotzdem glauben sie es. Sie glauben sogar, es zu wissen. Ähnlich wie religiös Verblendete.

    Man liest dann allerlei abstruse Behauptungen, wie zB. man könne die Nichtexistenz von etwas nicht beweisen, ergo sei es bewiesen.

    Im Stamm-Blog sind Atheisten sehr hartnäckig. Nur noch die Gruppe der Veganer empfinde ich noch radikaler.
    • Bynaus @final-frontier.ch 20.06.2018 21:36
      Highlight Highlight Auch der Atheist hat keinen Beweis, dass es Gott nicht gibt, richtig (und ist sich dessen bewusst). Für einen Atheisten gibt es aber schlicht keinen Grund, einen Gott zu glauben, genauso wenig wie es (aus Sicht eines gläubigen Christen) einen Grund gibt, an Zeus, Shiva, den Samichlaus, den Osterhasen oder die Zahnfee zu glauben. Kannst du beweisen, dass es die Zahnfee nicht gibt? Natürlich nicht. Das heisst aber nicht, dass du deswegen einen ausgeprägten Zahnfee-Nichtglauben hast.
    • Dumdidum 20.06.2018 22:02
      Highlight Highlight Lieber Ueli

      Aus meiner Erfahrung und vielen Gesprächen mit Atheisten kann ich dir nicht ganz beipflichten.

      Wohl gibt es auch diejenigen, die aus dem genannten Grund angeben, nicht zu glauben.

      Ich persönlich glaube, dass es mehr gibt, als wir Menschen können, was oder wer das ist, interessiert mich nicht und ich will auch keine Beweise.
      Ganz sicher glaube ich aber nicht an "den Gott" und noch viel weniger an sein Bodenpersonal.

      Darum denke ich, dass es vielen Leuten nicht um Gott geht, als eher um die Kirche. Wenn du dieser den Rücken kehrst wirst du nun mal ein Papierli-Atheist...
    • Halb Wissen 20.06.2018 22:35
      Highlight Highlight Ich behaupte, dass viele bekennende Atheisten, in Wirklichkeit Agnostiker sind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Paddiesli 20.06.2018 20:40
    Highlight Highlight Wusst ich's doch! Watson missbraucht unsere Daten und spioniert uns aus! Skandal!
    (Ich mach nur es pseudo-empörts Witzli, im Fall.) 😉
    • schuldig 20.06.2018 20:55
      Highlight Highlight keis witzli! Ich weiss jetzt gar nicht mehr, was ich glauben soll...
      Kann mich mal jemand wieder auf den richtigen
      Pfad erleuchten?
    • salamandre 20.06.2018 22:26
      Highlight Highlight @schuldig. der Papst kommt schon bald
  • Herbert Anneler 20.06.2018 19:48
    Highlight Highlight Habt Ihr bei aller methodischen Schindluderei wenigstens nach der Altersstruktur des Watson-Publikums gewichtet!
  • roebix3 20.06.2018 19:28
    Highlight Highlight If there were no god, it would have been necessary to invent him
    - voltaire
    -DeusEx 1
    • Heilandsack 21.06.2018 00:45
      Highlight Highlight Voltaire war Engländer?
  • Pana 20.06.2018 19:22
    Highlight Highlight Bei der Umfrage vermisste ich das Fliegende Spaghettimonster :/

    PS: Aber 33% atheistisch ist stark. Schön wie sich die Gesellschaft ändert. In der Primarschule war ich noch krasser Aussenseiter, weil ich als einziger nicht in den Religionsunterricht ging.
    • Ton 20.06.2018 23:26
      Highlight Highlight Im katholischen Bremgarten mussten alle in die Bibelstunde, sogar die Muslime. Religionsunterricht hatten wir ansonsten keinen. Das war um die Jahrtausendwende noch so.
    • ReziprokparasitischerSymbiont 20.06.2018 23:33
      Highlight Highlight Das hat wohl nebst der veränderten Gesellschaft auch mit dem Alter zu tun. In der Primarschule machen sich vermutlich die wenigsten Kinder ernsthafte Gedanken über ihren Glauben.

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