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Scrubs-Review: Das Revival überzeugt dank den Hauptdarstellern

Dr. Elliot Reid (Sarah Chalke), Dr. John Dorian (Zach Braff), and Dr. Christopher Turk (Donald Faison) appear in a promotional photo for Scrubs, Season 1.
Dieses Bild stammt aus dem Jahr 2001, der ersten Staffel «Scrubs». Kaum zu glauben.Bild: NBCU
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Nostalgie pur: «Scrubs» ist zurück

Es kommt nicht oft vor, dass ein Revival gelingt. Hier funktioniert es dank der phänomenalen Chemie zwischen den Hauptdarstellern.
26.03.2026, 16:3926.03.2026, 16:39

Als das «Scrubs»-Revival angekündigt wurde, war ich skeptisch. Nicht noch so eine aufgewärmte Serie, die die Welt nicht braucht. Doch dann habe ich den Fernseher eingeschaltet – und wurde zum Glück eines Besseren belehrt.

«Scrubs» war eine der beliebtesten Sitcoms der 2000er-Jahre. Zwischen 2001 und 2010 wurden insgesamt 182 Episoden produziert. Bis heute laufen regelmässig Wiederholungen im TV.

Damit wir alle auf dem gleichen Stand sind: Nicht nur die Fans, sondern auch die Serienmacher sind anscheinend keine grossen Fans der neunten Staffel. Deren Ereignisse werden komplett ausgelassen und ignoriert. Das Revival setzt direkt nach dem Finale der achten Staffel an.

Wir tauchen also über 15 Jahre, nachdem J.D. das Sacred Heart verlassen hat, wieder in das Leben von J.D. (Zach Braff), Elliot (Sarah Chalke), Carla (Judy Reyes) und Turk (Donald Faison) ein. In dieser Zeit ist einiges passiert – und das macht das Revival von Anfang an deutlich. Die Beziehungen haben sich über die Jahre entwickelt und sich zu einem gewissen Grad auch verändert. Was sich aber nie ändern wird: die geheimen Gespräche und Streitereien im Wandschrank.

Zach Braff, Sarah Chalke, Donald Faison in Scrubs: Die Anfänger (2026)
Die Hauptdarsteller von «Scrubs» sehen immer noch super aus.Bild: abc

Während aktuell gefühlt jeder Film und jede Serie eine Neuauflage erhält («Harry Potter», «13 Going on 30», «Freakier Friday», um nur einige aktuelle Beispiele zu nennen), ist es «Scrubs» gelungen, die goldene Mitte zu finden. Alle Hauptdarsteller sind zurückgekehrt, ebenso wie eine Handvoll Nebenfiguren. Einzig der Hausmeister ist bisher nicht aufgetreten – soll aber irgendwann ebenfalls noch auftauchen.

Das Revival fühlt sich so an, wie es die neunte Staffel hätte sein sollen. Die Serie konzentriert sich weiterhin auf die Originalbesetzung, schafft aber auch Raum für neue Darsteller, die glänzen und die Handlung vorantreiben.

Das Revival lebt von der Chemie der Originalbesetzung

Die Serie tut nicht so, als hätte das Leben in der Zwischenzeit stillgestanden. Stattdessen hat J.D. sein Leben weitergelebt, und das erfahrene medizinische Personal im Sacred Heart leidet unter Burnout und hat Mühe, sich an die sich rasch ändernden Regeln und Erwartungen anzupassen.

Die neuen Handlungsstränge zeigen den Druck, unter dem die moderne Medizin steht: von Patienten, die teure Medikamente rationieren müssen, bis hin zu Schwierigkeiten mit der Versicherung. In der ersten Folge bricht Turk aufgrund des Arbeitsdrucks in Tränen aus, und sogar Dr. Cox führt ein offenes Gespräch mit einem «Newbie». Ganz im Stil der alten Folgen bewegt sich das Team auch weiterhin in moralischen Grauzonen und gibt absolut alles für seine Patienten.

Zach Braff and Donald Faison in Scrubs (2026)
Das unzertrennbare Duo J.D. und Turk ist wieder vereint.Bild: disney

Es ist aber der Hauptbesetzung zu verdanken, dass sich die Welt des Sacred Heart immer noch authentisch anfühlt. Als Braff und Faison während der Pandemie den Podcast «Fake Doctors, Real Friends» starteten, führte dieser die Charts an. Ihre echte Freundschaft abseits der Kamera überträgt sich perfekt auf das Revival. Chalke, Braff und Faison finden ganz natürlich wieder zu der Energie und dem Humor ihrer jüngeren Ichs zurück – und genau dieser Funke ist es, der die zehnte Staffel so gut funktionieren lässt. Ohne ihn würde das Revival bei Weitem nicht so gut ankommen.

Am beeindruckendsten ist jedoch, dass die Neuauflage den unverwechselbaren Stil der Originalserie beibehält. Surreale Zwischenszenen, musikalische Momente und J.D.s ikonische Traumsequenzen sind nach wie vor vorhanden und werden durch herzergreifende menschliche Dramen ausgeglichen. Die Patienten wirken weiterhin wie voll ausgearbeitete Charaktere, während J.D.s sentimentale Voice-over-Kommentare die tagebuchartigen Gedanken liefern, die das Original geprägt haben.

«Scrubs» ist ab dem 25. März 2026 auf Disney Plus verfügbar. Jede Woche wird eine Folge veröffentlicht.

Trailer:

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