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«One Piece» bricht zwar Rekord – doch die Netflix-Zahlen trügen

One Piece - Staffel 1 mit Mackenyu, Emily Rudd und Iñaki Godoy
«One Piece» hat sofort die Top Ten bei Netflix erobert.Bild: netflix

«One Piece» bricht zwar Rekord – doch die Netflix-Zahlen trügen

09.09.2023, 12:2409.09.2023, 13:06
Jennifer Ullrich / watson.de
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Kürzlich hat Netflix eine Live-Action-Serie zum Manga-Hit «One Piece» veröffentlicht. Die Kultreihe hat ein grosses Fandom und ruft bei vielen mittlerweile auch nostalgische Gefühle hervor. Insoweit ist der Streaming-Dienst mit dem Projekt durchaus auch ein Risiko eingegangen, zumal es sich um die erste Realverfilmung zu «One Piece» handelt. Es allen recht zu machen, ist bekanntlich schwierig.

Nun steht fest: «One Piece» hat es am Release-Tag in 59 Ländern auf Platz eins der meistgesehenen Serien auf Netflix geschafft. Am Tag darauf war die Serie sogar in 84 Ländern auf Rang eins.

Ein neuer Rekord, den zuvor «Wednesday» hielt. Andererseits ist «One Piece» durchaus noch ein gutes Stück entfernt davon, die erfolgreichste Netflix-Serie aller Zeiten zu sein.

Ernüchternde Netflix-Zahlen zu «One Piece»

Aus den Aufruf-Zahlen seiner Produktionen macht Netflix kein Geheimnis, jedoch misst der Streaming-Dienst nun anders als früher. Die Rangliste wird anhand der Views ermittelt, dabei wird die gemessene Anzahl der gestreamten Stunden durch die Laufzeit der Staffel geteilt. Davor wurde schlicht verkündet, wie viele Stunden von jedem Titel geschaut wurden. Die jetzigen Angaben sind somit präziser.

«One Piece» verzeichnet nun für seine Startwoche 18,5 Millionen Views, was sehr ordentlich ist. Jedoch gibt es mehrere Produktionen, mit der die Realverfilmung nicht mithalten kann. Wie «Filmstarts» ausführt, startete beispielsweise «Queen Charlotte» mit rund 24 Millionen Views (hierbei wurde die Zahl der neuen Metrik angepasst).

«One Piece» lief an einem Mittwoch an, «Queen Charlotte» startete an einem Donnerstag. Obwohl die Manga-Verfilmung also einen Tag mehr Zeit hatte, um Aufrufe zu generieren, liegt der «Bridgerton»-Ableger klar vorn. Im Allzeit-Ranking von Netflix steht «Queen Quarlotte» auf Platz zehn. Um diese Marke zu knacken, muss «One Piece» also noch kräftig aufholen.

Warum «Wednesday» doch vor «One Piece» liegt

Nach Massgabe der Views ist «One Piece» übrigens auch keinesfalls stärker als «Wednesday», auch wenn der Charts-Rekord am Release-Tag natürlich erst einmal für sich spricht. Die Horror-Komödie mit Jenna Ortega sammelte gleich zu Beginn 43 Millionen Views und ist damit nach wie vor Spitze. Die 18,5 Millionen Views von «One Piece» wirken da im Vergleich dann doch relativ bescheiden.

Wednesday. (L to R) Thing, Jenna Ortega as Wednesday Addams in episode 104 of Wednesday. Cr. Courtesy of Netflix © 2022
Gegen «Wednesday» kommt «One Piece» nicht ganz an.Bild: netflix

Zu sehr klein reden lässt sich der Hype um «One Piece» aber auch wieder nicht. «One Piece 1: Das Abenteuer beginnt» belegt aktuell zum Beispiel Platz eins der Bücher-Charts auf Amazon bei den Veröffentlichungen des Carlsen Verlags. Die «One Piece»-Anime-Serie wird aktuell ebenfalls fleissig gekauft. Die Netflix-Serie scheint die Beliebtheit des Franchise also ganz neu anzukurbeln.

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17 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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no-way
09.09.2023 15:01registriert November 2016
Die Soundtrack kommt aus dem Duo Belosuova/Ostinelli, die auch schon Witcher 1 "toss a coin to your Witcher" geschrieben hat. Giona Ostinelli ist tessiner, war im Gymi mit mir und was er macht ist schlicht unglaublich! Er wird langsam den "schweizer Hans Zimmer", wird aber über seinen Erfolgen unglaublich wenig geschrieben. Bravo Giona und macht weiter so! Die Musik fèR ONe Piece ist sensationell geschrieben, und auch sehr klug! JEde character hat einen spezifische sound/instrument, wird alles klug gebaut, einfach hammer.
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Mondtänzer
09.09.2023 13:28registriert April 2018
"One Piece" hat uns sehr positiv überrascht. Humorvoll, spannend, herzlich und mit sympathischen und einmaligen Charakteren konnten wir in unserem Haushalt gar nicht anders, als sie immer schnellstmöglich weiter zu schauen, so begeistert waren wir ab der zweiten Folge. Da hat Netflix für einmal eine wirklich überzeugende Realverfilmung auf die Beine gestellt und wir können eine zweite Staffel gar nicht erwarten. Hoffen wir mal, dass der angeblich "nicht so grosse Erfolg" gleichwohl gross genug ist, um eine Fortsetzung zu rechtfertigen
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