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Dida Pelled bei Musig im Pflegidach, Muri

Dida Pelled bei Musig im Pflegidach, Muri. Bild: sophie anderhub

Sängerin Dida Pelled: Das freche Mädchen im Rampenlicht

Das aufgeweckte Quartett aus New York mit der selbstsicheren Dida Pelled als Frontsängerin überzeugte mit viel Charme und Temperament im «Pflegidach» Muri.

Céline dubach*



* Die Autorin ist Schülerin an der Kanti Wohlen. Im Rahmen ihres Deutschunterrichts verfassen die Schüler auch Konzertberichte, die in die Note einfliessen.

Mit «Got love» und einem kecken Lächeln auf den Lippen zog die 28-jährige Jazzsängerin Dida Pelled letzten Sonntag die Zuhörer des «Pflegidachs» bereits zu Beginn des Konzerts in ihren Bann. Mit ihrer verführerischen sanften Stimme und zurückgelehntem Charakter sang die junge Israelin über aufregende Nächte, betrügende Männer, und wie auch gute Mädchen manchmal schlecht sein wollten.

Um Worte war die junge Israelin definitiv nicht verlegen. Von einer nicht so geglückten Begrüssung auf Schweizerdeutsch, die für viele tüchtige Lacher sorgte, bis hin zu einer zweideutigen Anspielung auf den sich immer wieder öffnenden Knopf ihres etwas zu kleinen thailändischen Kleides, liess sie sich nichts entgehen.

Unterstützt durch ihre Bandmitglieder Yammi Wisler (Gitarre), Daniel Benhorin (Bass) und Yonatan Rosen (Schlagzeug), erzeugte Dida eine Hitze im «Pflegidach», die einem durch Mark und Bein ging. Die wiederkehrenden schnellen Musiksequenzen, in denen Dida ihren Bandmitgliedern den Vortritt gewährte, liessen das Publikum mit den Beinen zum Takt wippen. Das Solo mit der E-Gitarre von Wisler zu dem Stück «Feel like going down» konnte überzeugen.

Auch der Bassist Daniel Benhorin zeigte mit dem Song «Look at me now» sein ganzes Können. Immer wieder wurde auch zwischen den Liedern kräftig applaudiert. Die Zuhörer waren begeistert.

Dida Pelled: Didas Blues

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Dida Pelled spielt Didas Blues bei Musig im Pflegidach, Muri Video: YouTube/Stephan Diethelm

Leben im Rampenlicht

Der absolute Höhepunkt wurde mit dem Song «Jack Nice» geboten. Bei der Ankündigung ging ein erregtes Raunen durch das Publikum. Mit einem rauen Hauchen in der Stimme begann Dida über die kurze Liebesgeschichte mit einem jungen Mann namens «Jack Nice» zu singen, der ihr einfach nicht genügte. Der schnelle Rhythmus, das geschickte Gitarrenspiel und der einprägsame Refrain versetzen den Saal in helle Begeisterung. Die Blicke, die das Quartett dabei immer wieder austauschte, machten die Wirkung im Licht der Scheinwerfer nur noch intensiver.

Dass für die Gruppe kein anderes Leben, als jenes im Rampenlicht, in Frage kommt, wurde von Sekunde zu Sekunde deutlicher. Völlig fokussiert, blühten die Künstler in ihrem eigenen Element auf. «Ich kann mir kein Leben mehr vorstellen, in welchem ich keine Musik mache. Es ist das, was ich liebe», bestätigte die sympathische Sängerin am Ende des Konzerts.

Dida Pelled: Got Love

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Dida Pelled spielt Got Love bei Musig im Pflegidach, Muri Video: YouTube/Stephan Diethelm

Dass für das Quartett die Reise nach dem «Pflegidach» noch lange nicht zu Ende ist, ist offensichtlich. Durch Amerika zu reisen ist ihr grosses Ziel. Die Leidenschaft, die die vier jungen Leute miteinander verbindet ist unübersehbar und definitiv auch spürbar.

Es war nicht nur die Musik, die den Abend so erfreulich machte. Die Atmosphäre, die Witze, das gut gelaunte Publikum und die charmanten Musiker gaben dem Auftritt das gewisse Etwas. Die Melodien werden somit noch lange nachklingen.

Dida Pelled bei «Musig im Pflegidach», Muri

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Dida Pelled bei Musig im Pflegidach, Muri
quelle: christoph biegel & sophie anderhub
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Eine Mischung aus Jazz und Rock

Zum vierzehnten Mal stand «Forq» auf der «Musig im Pflegidach» – Bühne. Das Instrumentalquartett schaffte es auch dieses Mal, dem Publikum die Sprache zu verschlagen, und das ganz ohne Worte. Gitarrist Chris Mcquee. Bassist Kevin Scott, Drummer Jason «JT» Thomas und Keyboarder Henry Hey überzeugten auch dieses Mal mit ihrem dynamischen Sound und ihrer Vorliebe für die Forschung von Klängen.

Vor rund fünfzehn Jahren war «Forq» zum ersten Mal in Muri anzutreffen. Gründer und Keyboarder Henry Hey sieht «Musig im Pflegidach» schon als zweites Zuhause. Nach dem ersten Lied legte er eine kleine Pause ein und spricht zum Publikum. Mit einem warmherzigen Lächeln und einem «It’s great to be back», begrüsste er die Zuschauer. Das waren auch die einzigen, wenigen Worte an diesem Konzert. «Forq» ist dafür bekannt, ohne grossen Worte die Zuschauer umzuhauen.

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