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Es ist doch nicht die Pubertät schuld: Warum diese Pandadame rückwärts läuft

Der ungewöhnliche Gang der Pandadame Meng Meng im Berliner Zoo hat Experten monatelang vor ein Rätsel gestellt. Jetzt haben sie sich auf eine Erklärung geeinigt.

21.12.17, 11:52


Pandadame Meng Meng tapst durch ihr Gehege im Berliner Zoo. Im Rückwärtsgang. Wer denkt, es handelt sich um einen einmaligen Anblick, der glücklicherweise von einer Kamera festgehalten wurde, sieht sich getäuscht. Denn: Meng Meng läuft gerne rückwärts. So gerne, dass ihr Verhalten die Zoodirektion seit Monaten beschäftigt. 

Hier tapst Pandadame Meng Meng rückwärts

Video: YouTube/Berliner KURIER

Im Juni kam die damals vierjährige Meng Meng gemeinsam mit Pandamännchen Jiao Qing aus der chinesischen Provinz Sichuan nach Berlin. Schon bald fiel Meng Meng durch ihren komischen Rückwärts-Tick auf, den sie gemäss Tierpfleger bereits in China pflegte. 

Über das «Warum tut sie das bloss?», gab es zuerst keine Einigkeit. Für einige war es ein Zeichen, dass sich Meng Meng noch nicht in Berlin eingewöhnt hat. Wiederum andere behaupteten, der Rückwärtsgang sei ein Symptom der Panda-Pubertät.

Panda Meng Meng: Hier beim Transport zum Zoo Berlin. Bild: DPA dpa-Zentralbild

Und dann gab es noch die Tierschützer. Für die war der Fall klar: «Dieser Panda bringt offenkundig zum Ausdruck, dass er erheblich leidet und die Haltungsbedingungen vermutlich nicht den artgemässen Bedürfnissen gerecht werden», sagte Denise Ade vom Deutschen Tierschutzbund zur Presse-Agentur DPA. Und Yvonne Würz von der Tierrechtsorganisation Peta: «Der Panda im Berliner Zoo ist kein Einzelfall. Solche Verhaltensstörungen beobachten wir häufig bei Tieren in Gefangenschaft.»

Kein Grund zur Sorge, widersprach Zoo-Chef Dr. Andreas Knieriem. Meng Meng gehe es gut, beruhigte er in der «Berliner Zeitung». «Wir wünschen uns dennoch, dass diese Marotte etwas nachlässt. Wir werden ihr Verhalten wissenschaftlich untersuchen und nehmen dazu die Unterstützung von externen Experten in Anspruch.»

Diesen Experten ist es nun gelungen, das Rätsel zu lösen: Es habe sich bestätigt, was man bereits früh vermutet habe, erklärte ein Zoosprecher diese Woche auf Anfrage der dpa. «Meng Meng ist sehr menschenaffin und hat gelernt, dass sie durch ihren Rückwärtsgang bei den Menschen eine Reaktion auslösen kann, bei der sich für sie in der Regel etwas zum Positiven ändert.» Es geht der Schieber auf, der Bambus wird gewechselt und der Pfleger schenkt ihr Aufmerksamkeit.

In Rücksprache mit den Experten hat der Zoo jetzt ein «Programm zur Verhaltensanreicherung» begonnen. So wird jetzt beispielsweise das Futter zu unterschiedlichen Zeiten gegeben.

Und bereits hat sich die Situation verbessert: Meng Meng beginnt die Vorzüge des Vorwärtsganges zu erkennen. (fvo)

Der süsseste Kampf der Welt: Panda legt sich mit Schneemann an

Video: watson

Jösses, sind diese kleinen Pandas herzig!

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ökonometriker 21.12.2017 20:06
    Highlight Vielleicht hat sie sich das bei den Menschen abgeschaut? Gerade in Sichuan gehen ältere Menschen gerne rückwärts durch die Parks als Koordinationsübung. Das sieht so komisch aus dass man auch als Nicht-Panda versucht ist, mal mitzumachen.

    Wenn es die Pandabärin dann tut und alle jubeln, fühlt sie sich vielleicht bestätigt und tut es öfters?
    1 0 Melden
  • one0one 21.12.2017 14:40
    Highlight "Und dann gab es noch die Tierschützer"... Eventuell reagiere ich hier etwas duennhaeutig. Aber ich finde trotzdem dass dieser Satz abschaetzig ist.
    Tierschuetzer braucht es mehr denn je... Wir respektieren nicht mal unsere eigene Gattung, geschweige denn eine andere.
    13 5 Melden
  • aglio e olio 21.12.2017 12:16
    Highlight Das hat sie sich bei den Menschen abgeschaut. Da kommen die Ärsche am schnellsten voran.
    80 1 Melden

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