Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Also doch: Cédric Wermuth möchte Ständerat werden

Der Aargauer SP-Nationalrat wurde von seiner Bezirkspartei angefragt, ob er für den Ständerat kandidieren möchte – er hat zugesagt.

09.08.18, 08:48 09.08.18, 10:12


Der Aargauer SP-Nationalrat Cédric Wermuth will bei den eidgenössischen Wahlen im Herbst 2019 für den Ständerat kandidieren. Wermuth möchte den frei werdenden Sitz von Ständerätin Pascale Bruderer Wyss verteidigen. Das wollen auch SVP und CVP.

Die Verteidigung des Sitzes werde für die SP «eine grosse Herausforderung», teilte der 32-jährige Wermuth am Donnerstagmorgen auf seinem Facebook-Profil mit. Es brauche eine Kandidatur, welche die Bewegung einen könne und den Anspruch habe, die gesamte Partei in ihrer Breite zu vertreten.

«Nicht meine Person steht im Vordergrund, sondern die Ideen, die wir gemeinsam vertreten», schrieb Wermuth aus Zofingen weiter. Ob der Nationalrat tatsächlich für den Sitz im Ständerat kandidiert, steht noch nicht fest. Zunächst muss die SP Bezirk Zofingen über die Nomination befinden. Die Kantonalpartei wird Ende September entscheiden.

ARCHIVBILD --- ZUR STAENDERATSKANDIDATUR VON CEDRIC WERMUTH FUER DEN KANTON AARGAU AM DONNERSTAG, 9. AUGUST 2018, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Cedric Wermuth, SP-AG, spricht zur Debatte um die Selbstbestimmungsinitiative an der Sommersession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 6. Juni 2018 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Cédric Wermuth will ins Stöckli. Bild: KEYSTONE

Der frühere Präsident der Jungsozialisten (Juso) gehört seit Dezember 2011 dem Nationalrat an. Er hatte in den vergangenen vier Jahren als Co-Präsident die SP Aargau geleitet. Wermuth, der als Beruf «Nationalrat» angibt, politisiert im linken Flügel der SP.

Parteiinterne Ausmarchung

Auch Nationalrätin Yvonne Feri aus Wettingen hat ihr Interesse an einer Ständeratskandidatur angekündigt. Die 52-jährige Politikerin hatte im November 2016 für einen Sitz in der Aargauer Kantonsregierung kandidiert. Sie unterlag im zweiten Wahlgang der SVP-Kandidatin Franziska Roth. Bei den letzten Nationalratswahlen erzielte Feri leicht mehr Stimmen als Wermuth.

Für die SP wird es schwierig werden, ihren Sitz im Ständerat zu verteidigen. Die amtierende Ständerätin Bruderer, die sich als Brückenbauerin versteht, hatte den Sitz in der kleinen Kammer 2011 erobert. Damit war die SP Aargau erstmals nach 63 Jahren wieder im Ständerat vertreten.

SVP und CVP treten an

SVP und CVP haben ebenfalls den freien SP-Sitz im Visier. Die SVP wird erneut mit dem 58-jährigen Nationalrat Hansjörg Knecht aus Leibstadt ins Rennen steigen. Die wählerstärkste Partei hatte 2015 versucht, mit Knecht in den Ständerat einzuziehen. Knecht unterlag im zweiten Wahlgang jedoch dem damaligen FDP-Parteipräsidenten Philipp Müller.

Die CVP tritt mit Grossrätin Marianne Binder-Keller an, wie die Partei am Donnerstag mitteilte. Die 60-jährige Politikerin aus Baden und frühere Kommunikationschefin der CVP Schweiz ist Präsidentin der Kantonalpartei. Die CVP scheiterte bislang mit allen Versuchen, den 1995 verlorenen Ständeratssitz zurückzuerobern. (sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Ist Trump nun ein Faschist oder nicht?

Die 7 schlimmsten Momente, die du an einer Prüfung erleben kannst

Die Grünen sind die unverbrauchten Linken

Norilsk – no fun. Das ist Russlands härteste Stadt

«In einer idealen Welt wären Solarien verboten»

Diese Nachricht lässt jede Playstation 4 sofort abstürzen – so schützt du dich

30 Millionen Facebook-Profile gehackt. User-Daten weg. So merkst du, ob du betroffen bist

Diese Inder löschen Pornos und Gräuel-Bilder aus dem Netz – und leiden dabei Höllenqualen

Warum Tabubrecher triumphieren und was die Schweiz damit zu tun hat

Swisscom erhöht Abopreise um 191%: So reagieren die Kunden auf den erzwungenen Abowechsel

Mit diesen 10 Tricks und Tipps holst du das Beste aus Spotify raus

Wir haben die Kantonsgrenzen neu gezogen – so sieht die Schweiz jetzt aus

Diese 7 Frauen hätten einen Nobelpreis verdient – nur eine könnte ihn noch bekommen

GoT-Star Natalie Dormer meint: «MeToo war absolut notwendig!»

Alpentourismus kämpft mit Gigantismus um Gäste: Kann das gut gehen?

Der Staat soll Stillpausen für berufstätige Mütter bezahlen

Wie AfD-Weidel mit falschen Schweizer Asylzahlen Hetze gegen Ausländer macht

Diese Tweets zeigen dir, was mit Menschen passiert, wenn sie zu lange keinen Sex haben 😂

Sorry, Bundesrat Berset, aber es ist Freitag und wir hatten nichts Besseres zu tun ...

«Einmal Betrüger, immer Betrüger» – 7 Leute erzählen von ihrem Beziehungsende

11 Schritte für mehr Nachhaltigkeit in deinem Alltag

präsentiert von

Du denkst, du kennst die Kommaregeln? Ha!

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
17
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • chäsli 10.08.2018 10:17
    Highlight Nein, bitte nicht !
    5 1 Melden
  • mogad 10.08.2018 07:37
    Highlight Cedric will also, dass die Frau Pascale Bruderer durch einen Mann ersetzt wird? Wenn es der SP ernst ist mit mehr Frauen in Politik und Wirtschaft, darf sie den gar nicht aufstellen. Es gibt genug Frauen, die sich als kompetent für den Ständerat erwiesen haben. Abgesehen davon dass ich C.W. schätze und für sehr fähig halte.
    4 3 Melden
  • Schneider Alex 10.08.2018 06:07
    Highlight Welches ist der Schwerpunkt des Wahlkampfs 2019?
    Der Wahlkampf 2019 wird sich um die Frage drehen: «Wie hältst du’s mit der direkten Demokratie?» Die Wähler können entscheiden: zwischen den Bewahrern und den Demonteuren unserer weltweit bewunderten, einzigartigen Demokratie, in der die Bürgerinnen und Bürger das letzte Wort haben. Sollten.
    3 2 Melden
  • stamm 09.08.2018 23:56
    Highlight Das denke ich, dass er das gerne möchte....
    2 3 Melden
  • Faethor 09.08.2018 09:47
    Highlight Oh nein, bitte nicht...
    74 22 Melden
  • LifeIsAPitch 09.08.2018 09:36
    Highlight Wermuth als Ständerat? Gewagte, aber coole Idee. Bin zwar nicht immer seiner Meinung, aber der Politiker (oder die Partei!), dessen Meinung ich immer teile, muss sowieso erst erfunden werden. Ein frischer Wind täte dem angestaubten Ständerat jedenfalls gut und ein bisschen provozieren ist ja politisch momentan sehr trendy.
    25 83 Melden
  • hockeyaner 09.08.2018 09:17
    Highlight Echt!??? OMG 😱
    35 17 Melden
  • DerSimu 09.08.2018 09:17
    Highlight Wermuth wäre doch mit seiner Art besser bei der JUSO geblieben.
    66 15 Melden
  • Zauggovia 09.08.2018 09:06
    Highlight Bitte nicht noch mehr Polteris in der Chambre de Réflexion.
    132 41 Melden
  • Roterriese 09.08.2018 08:52
    Highlight Wermuth passt nicht in die kleine Kammer, er ist zu extrem, zu ideologisch und nicht kompromissbereit
    157 53 Melden
    • Randy Orton 09.08.2018 09:46
      Highlight Von wo hast die diese Infos über Wermuth? Er scheint im Nationalrat überparteilich ganz gut zu politisieren und Kompromisse zu finden.
      30 72 Melden
    • Fabio74 09.08.2018 10:59
      Highlight Blödsinn. 1. Das Volk wird entscheiden.
      2. Als SVP Groupie sollte man keine Fremdwörter wie kompromissbereit benutzen. Ideologie schon gar nicht
      25 84 Melden
    • FrancoL 09.08.2018 11:49
      Highlight @Roterriese; Beispiele aus den letzten 2-3 Jahren?
      12 28 Melden
    Weitere Antworten anzeigen

Wermuth hat ein Frauen-Problem – oder besser: die SP-Frauen haben ein Problem mit ihm

Er gilt als Frauenförderer, als Bekämpfer von Ungerechtigkeiten und Sexismus. Doch jetzt verärgert Cédric Wermuth mit seinen Ambitionen für den Ständerat die Feministinnen in der eigenen Partei. 

Bei der SP Aargau brodelt es hinter den Kulissen. Am kommenden Mittwoch treffen sich die Delegierten zum ausserordentlichen Parteitag. Dann müssen sie einen Kandidaten für die Ständeratswahlen im Herbst 2019 aufstellen. Pascale Bruderer tritt nach acht Jahren für die SP im Stöckli ab. Auch FDP-Ständerat Philipp Müller wird nicht mehr zur Wahl antreten. Somit sind es gleich beide Aargauer Sitze im Ständerat, die neu besetzt werden müssen.

Während ausser der FDP die SVP und CVP bereits …

Artikel lesen