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Das Komitee «Versicherungsspione Nein» entwarf das Plakat mit Alain Berset als Pinocchio. bild: twitter/screenshot

Berset als Pinocchio: Warum du dieses Plakat nie auf der Strasse sehen wirst



Derzeit kursiert auf Twitter ein Bild, das für Aufmerksamkeit sorgt. Es zeigt ein Plakat mit dem amtierenden Bundespräsidenten Alain Berset, dem anstatt seiner normalen Nase eine Pinocchio-Nase gewachsen ist. Das Plakat stammt aus der Feder des Bürgerkomitees «Versicherungsspione Nein». 

Die Gegner des Sozialdetektive-Gesetzes, das am 25. November an die Urne kommt, ärgern sich über die Aussagen von Berset im Abstimmungskampf. Der Bundespräsident betonte mehrfach, dass es Detektiven mit dem neuen Gesetz nicht erlaubt sei, in Privaträume wie Schlafzimmer oder Wohnzimmer zu filmen. Dimitri Rougy, SP-Politiker und Kopf des Referendumskomitees, sieht das anders. «Der Bundesrat ist dabei, 5,5 Millionen Stimmbürger willentlich falsch zu informieren», sagte SP-Politiker Dimitri Rougy gegenüber dem Tages-Anzeiger. Das neue Gesetz lege nicht klar fest, was für die Versicherungsspione erlaubt sei und was nicht. 

«Bundespräsident Alain Berset wird nicht müde zu behaupten, es sei ausgeschlossen, dass Versicherungsdetektive ins Schlafzimmer filmen dürften», echauffiert sich auch Daniel Graf, Co-Kampagnenleiter des Komitees «Versicherungsspione Nein» auf Twitter. Weil Berset falsch informiere, so Graf, habe man sich für das Motiv mit der Lügennase entschieden. Mit Unterstützung aus der Bevölkerung: «69 Prozent unserer Unterstützer hat die Idee gut gefallen», schreibt Graf. 

Doch gleichzeitig erhielt das Komitee auch viele kritische Nachrichten zum Plakat. «Einige störten sich an der Botschaft, andere daran, dass wir eine Person ins Fadenkreuz genommen haben», führt Graf aus. Deshalb habe man sich schlussendlich entschiedne, von dem Motiv abzusehen. (ohe)

Das wäre den Detektiven mit dem neuen Gesetz erlaubt

Video: watson/Angelina Graf

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9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • piatnik 01.11.2018 18:26
    Highlight Highlight 10000.- aufgewendet und 1000000.- gespart, mehr interessiert mich nicht!
  • Sophia 01.11.2018 17:37
    Highlight Highlight In anbetracht der jährlichen Steuerhinterziehung und -Betrugs von mehreren Milliarden Franken finde ich diese Detektive einen Verhältnisblödsinn, den wir nur den Rechten zulieb überhaupt machen. Ich würde dem Berset dringend raten, nicht derartig heftig für diesen Verhältnisblödsinn die Trommel zu schlagen.
    Ausserdem: Wer will denn die einmal ins Leben gerufene Versicherungsgestapo denn überhaupt im Zweifelsfalle bremsen?
  • Bert der Geologe 01.11.2018 17:12
    Highlight Highlight
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  • inmi 01.11.2018 16:27
    Highlight Highlight Bisher konnte der Bundesrat seine Aussagen gut begründen, Dani Graf und Konsorten behaupten einfach irgendwas.
    • Matti_St 01.11.2018 18:24
      Highlight Highlight Sie gehen nach dem Gesetzesentwurf. Dort steht das so, ohne was zu interpretieren. Aber wenn ich die Pressekonferenz von Berset anschaue, gibt es zu viel, wir gehen davon aus. Macht die Aussagen vom Bundesrat nicht unbedingt glaubwürdig.
      Und es wäre einfacher, wenn im Gesetz genau stehen würde, was sie dürften.
  • Pasch 01.11.2018 15:54
    Highlight Highlight Mich würde mal interessieren wenn jemand sagen wir mal zu 70% IV erhält, der Detektiv aber den Eindruck bekommt diese Person sollte doch 100% kriegen, kann er das dann auch melden? Oder wäre das übers Ziel hinausgeschossen ;-)
    • Dominik Treier 01.11.2018 16:28
      Highlight Highlight Dann wird er wohl sagen er simuliere, denn so krank könne jemand wohl kaum aussehen... Gar nicht Parteiisch das ganze, wie man sieht...
    • Garp 01.11.2018 17:06
      Highlight Highlight Bislang erhält wer 70% invalid geschrieben ist, eine volle Rente, weil es für diese Menschen einfach keine Jobs gibt, auch weil viele nicht regelmässig gleich viel arbeiten können. Das Parlament möchte auch dies ändern.
    • Pasch 01.11.2018 17:45
      Highlight Highlight Wenn man dann noch in Betracht zieht, dass die Detekteien gewinnorientiert sind. Werden wohl ähnlich dubiose Zustände werden wie bei den "psychologischen Abklärungen" bei den administrativ Massnahmen! Das sind die Orte wo die Horrorgeschichten herkommen. Für die Profiteure jedoch eine Gelddruckmaschine.

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