Schweiz
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Albert Rösti, Petra Gössi, Sandro Brotz, Gerhard Pfister, Christian Levrat (v.l.n.r). bild: Screenshot

Analyse

Sündenbock Rösti, dann die EU: So buhlten die Parteichefs in der «Arena» um letzte Stimmen

Zwei Wochen vor dem grossen Showdown kämpfen die Parteipräsidenten in der «Arena» um jede Stimme. Die SP darf dank der Performance ihres Chefs auf ein paar zusätzliche Voten hoffen, SVP-Präsident Rösti schlägt sich auch nicht schlecht.



Der Countdown läuft – nur noch zwei Wochen bis zum Wahlsonntag. Habt ihr das Wahlkuvert schon zur Post gebracht oder seid ihr noch unentschlossen?

Vor dem grossen Showdown hat das Team um Moderator Sandro Brotz gestern die Parteichefs im Leutschenbach zusammengetrommelt, um euch bei dem Entscheid zu helfen.

Als vertiefte Wahlhilfe hat die «Arena» schlussendlich nicht getaugt. Oder bestenfalls lediglich für Menschen, die das Schweizer Polit-Geschehen nur am äussersten Rand mitverfolgen. Doch schön der Reihe nach.

Mit den Präsidentinnen und Präsidenten der SVP, SP, FDP, CVP, Grünen, GLP, BDP und EVP war die Sendung personell an ihrer oberen Grenze angelangt. Die SRG ist aus Gründen der Gleichbehandlung und der politischen Neutralität so kurz vor den Wahlen dazu verpflichtet. Dafür erhielt Brotz zehn Minuten mehr Sendezeit. Wir konzentrieren uns in dieser Rezension auf die Präsidenten der vier wählerstärksten Parteien.

Sie kämpften in der «Arena» um deine Stimme:

Im Ring:
Albert Rösti, Präsident SVP
Petra Gössi, Präsidentin FDP
Gerhard Pfister, Präsident CVP
Christian Levrat, Präsident SP

In der zweiten Reihe:
Martin Landolt, Präsident BDP
Jürg Grossen, Präsident GLP
Regula Rytz, Präsidentin Grüne
Marianne Streiff, Präsidentin EVP

Für die Parteichefs war die Mission klar: Auf in den Kampf im Endspurt um die letzten Wählerstimmen. Brotz seinerseits forderte von ihnen, dass sie «Farbe bekennen»: Also kein Geplänkel, sondern klare Ansagen zu den vier Themen, die Herr und Frau Schweizer dieses Jahr bewegen: Die Gleichstellung, das Klima, die Gesundheitskosten und das Verhältnis der Schweiz zur EU.

Der Sendungsaufbau ist dazu im Grunde gut durchdacht: Nach jedem Themenblock müssen die Politiker zum hellblauen oder roten Kärtchen greifen und damit ihr Ja oder Nein zu einer bestimmten Frage aufzeigen. Das Problem: Die Protagonisten leiern ihre Parolen bereits seit Wochen in jedem Medium herunter. Neue, konkretere Aussagen kann Moderator Brotz seinen Gästen kaum entlocken.

«Frauen gehören ins Haus, [...] ins Bundeshaus.»

Sandro Brotz zitiert zu Beginn der Sendung CVP-Ikone Josi Meier.

Zur Baustelle Nummer eins ernennt er an diesem Freitagabend die Gleichstellung. Im Parlament gibt es bezüglich der politischen Vertretung der Frauen bekanntlich Luft nach oben. Nun könnte es dieses Jahr zur Frauenwahl kommen: Erstmals sind über 40 Prozent der Kandidierenden für den Nationalrat weiblich.

Die Parteipräsidenten im Studio am Leutschenbach werden an diesem Freitagabend nicht müde zu betonen, wie sehr sie alle Frauen fördern. Sogar die SVP. «Wir haben erst gerade zwei Bundesrichterinnen gestellt» (Rösti), «Die FDP hat als einzige Bundesratspartei eine Präsidentin» (Gössi), «Die Grünen haben als erste nationale Partei eine Frau an die Parteispitze gewählt» (Rytz), und CVP-Alt-Bundesrätin Doris Leuthard wurde durch Viola Amherd mit einer anderen Frau ersetzt (Pfister). Und die SP? «Wir haben im Ständerat mehr Frauen als ihr alle zusammen», kontert Parteipräsident Christian Levrat betont cool. Und sichert sich damit bestimmt einige Stimmen.

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Video: srf

Zu reden gibt anschliessend die umstrittene Aussage von Justizministerin Karin Keller-Sutter. Sie findet bekanntlich, man könne nicht alles haben: «drei Kinder, ein Verwaltungsratsmandat und eine politische Karriere». FDP-Präsidentin Petra Gössi verteidigt wenig überraschend ihre Bundesrätin.

Es folgt ein Duell zwischen SP-Levrat und SVP-Rösti, bevor sich CVP-Präsident Gerhard Pfister in die Diskussion einbringt und die drei Männer lautstark über Frauenanliegen debattieren. Bis Brotz Gössi als einzige Frau in der Hauptrunde ermuntert, etwas zum Thema Frauenquote beizusteuern. Gössi hält zunächst fest: «Ich bin die einzige Frau an der Spitze einer Bundesratspartei.» Und fährt weiter: «Man hätte meine Argumente nie ernst genommen, wenn ich diese Position mit einer Quote erreicht hätte.»

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Video: srf

Alle gegen Rösti

20 Minuten nach Sendestart ist die Zeit reif für die Klimawelle. Gleich zu Beginn liest Meeresbiologe und Fotograf Thomas Flück den Politikern im Studio die Leviten. In einem emotionalen Monolog hält er ihnen vor, seit Jahrzehnten untätig zu bleiben. Seine Kernaussage: «Sie wissen seit über 30 Jahren haargenau, was unser Tun hier auf diesem Planeten mit unserer Biosphäre anrichtet! Was machen Sie nun dagegen?»

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Video: streamable

Er verstehe seinen Standpunkt, doch die Dramatisierung bringe nichts, entgegnet ihm CVP-Präsident Gerhard Pfister.

Kurze Zeit später einigen sich die Politiker in der Runde bei diesem Thema auf einen Sündenbock: Albert Rösti. Er kündigte kürzlich das Referendum gegen das CO2-Gesetz an. Bei der Abstimmung im Studio ist er so auch der Einzige, der sich nicht dafür einsetzen will, dass es bei einem griffigen CO2-Gesetz bleibt. Laut ihm treffen die verschiedenen Massnahmen in erster Line «die Büezer». Wirklich überzeugend wirkt er nicht. Gut möglich, dass ihn diese Performance einige Stimmen kosten wird.

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Video: streamable

Rösti haben die Zuschauer jedoch kurz darauf die einzige überraschende Aussage des Abends zu verdanken. Und zwar in Bezug auf das zweite höchst umstrittene Plakat des Wahlkampfs, nämlich dasjenige des SVP-nahen Egerkinger-Komitees. Dessen Slogan lautet: «Die FDP schützt radikale Islamisten in der Schweiz». Die FDP hat dagegen geklagt und am Donnerstag Recht erhalten. Das Plakat sei «nicht von ihm», distanziert sich Rösti. Und räumt ein: «Es ist vielleicht nicht gerade die feinste Art.»

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(Zu) viel Geld für die Prämien

Bei Thema Nummer drei gibt es potenziell viele Wählerstimmen zu gewinnen: Die Krankenkassenprämie ist für Herr und Frau Schweizer heute das drängende politische Problem. Die Prämienrunde für das Jahr 2020 ist zwar weniger hoch als auch schon. Doch über die letzten Jahre hinweg gesehen gibt es bei den Prämien nur eine Richtung; nämlich gegen oben.

Umfrage

Hast du schon gewählt?

  • Abstimmen

1,848

  • Ja. 53%
  • Noch nicht, habe es aber vor. 35%
  • Ich wähle dieses Mal nicht. 3%
  • Ich habe vor, Sandro Brotz zu wählen. 8%
  • Nein, ich habe auf diese «Arena» gewartet, um mich zu entscheiden. 1%

Nur: Bisher scheint es gegen die steigenden Gesundheitskosten kein Rezept zu geben. Aktuell stehen zwei Ideen zur Debatte.

Die CVP fordert in ihrer «Kostenbremse-Initiative», dass die Gesundheitskosten – und damit die Prämien – nicht stärker wachsen dürfen als die Gesamtwirtschaft und die Löhne. Geht es nach der SP, soll in Zukunft niemand mehr als zehn Prozent des verfügbaren Einkommens für Krankenkassenprämien bezahlen müssen.

Hier punktet Rösti mit einem eingeworfenen Hinweis zur Kurzsichtigkeit dieser Massnahme: «Eine Gute Idee, aber was ist, wenn die Gesundheitskosten nicht sinken? Dann übernimmt schlussendlich der Steuerzahler und wieder die Allgemeinheit.»

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Video: srf

SP-Levrat startet daraufhin eine Tirade gegen das «mit Lobbyisten kolonisierte Parlament», das es unmöglich mache, Massnahmen durchzusetzen. Dieser Ansicht ist auch Rentnerin Theres Giger. Sie sagt: «Ich finde, die Parlamentarier, die in der Pharma- oder Versicherungsbranche Mandate haben, sollten nicht abstimmen dürfen.»

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Video: srf

Dieser Ball geht direkt an FDP-Chefin Gössi, die auf das hiesige Milizparlament hinweist und sich verteidigt, indem sie kontert: «Auf der linken Seite gibt es ganz viele Parlamentarier, die bei Gewerkschaften oder NGOs sind.»

Das Fazit nach der Diskussion fällt ernüchternd aus. «Haben Sie das Gefühl, es verändert sich jetzt etwas?», fragt Brotz Frau Giger. «Ich bin nicht überzeugt.» Lacher im Studio.

Ehevertrag oder Pokerspiel?

Der Moderator lässt den Freitagabend mit dem Verhältnis der Schweiz zur EU ausklingen: Es geht – wieder einmal – um das Rahmenabkommen.

Weiterer Abstecher ins Publikum: Wir lernen Rentner und Ex-Verkäufer Joseph Kaufmann kennen. Er ist überzeugt, die Schweiz habe in Brüssel schlecht verhandelt: «Wenn ich etwas verkaufen will, gehe ich ja auch nicht zu Herr Rösti und sage, gell, Sie brauchen nichts?»

Levrat nimmt den Bundesrat in Schutz und entgegnet: «Mit wem soll er denn verhandeln? Die EU ist momentan mit dem Brexit beschäftigt und intern bei uns laufen Diskussionen mit den Sozialpartnern.»

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Video: srf

Fakt ist: Auch bei diesem Thema sind die Positionen der Parteien bekannt – und bleiben in der «Arena» grösstenteils so stehen: Wirklich zufrieden ist mit dem unterschriftsbereiten Rahmenabkommen niemand.

Die FDP fordert verschiedene Konkretisierungen. Im Zweifelsfall würde Petra Gössi den Vertrag so wie er vorliegt – und das ist neu – aber auch so unterschreiben.

Die SVP lehnt das Rahmenabkommen grundsätzlich ab und für die SP muss zuerst der Schweizer Lohnschutz gesichert werden. Auch für die CVP sind vor Unterschrift verschiedene Punkte (staatliche Beihilfe, flankierende Massnahmen und die Unionsbürgerrichtlinie) zu klären. Gerhard Pfister bringt es gegen Ende der Sendung auf den Punkt: «Das Problem sind nicht die Arbeitgeber und nicht die Gewerkschaften, sondern die EU.»

Das Wichtigste zum Schluss sagt dann Moderator Brotz: «Gönd Si go wähle.» Und wir schliessen uns an ... nämlich hier:

#GoWote! Darum machen wir bei den Wahlen mit!

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Jans genau erklärt: Mobilisierung

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69Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • FITO 05.10.2019 20:09
    Highlight Highlight Zum Glück habe ich nur noch den Schluss gesehen, aber das hat gereicht.
    Da empören sich die zwei rechtsbürgerlichen Wendehälse vor den Wahlen über die Überwachung und Verfolgung eines Bankers und vergiessen Krokodilstränen betreffend dieser Widerwärtigkeit.
    Man erinnere sich welche Parteien sich in der vergangenen Legislatur vehement für das Überwachungsgesetz (BÜPF) und die Bespitzelung der halben Bevölkerung durch Versicherungsdetektive stark gemacht haben.
    Wird man einmal in ferner Zukunft so ein Exemplar von Politiker ausgraben, wird man anstelle seines Rückgrats eine Schwimmnudel finden.
    Benutzer Bild
  • meliert 05.10.2019 15:42
    Highlight Highlight Ich schau seit Jahren wie es immer geht mit Rücksicht auf die Umwelt zu leben. Die kleine Schweiz kann halt nicht viel bewirken ausser als Beispiel vorangehen. Wenn wir unsere Autos mit E-Fahzeugen ersetzen und die Occasionen nach Osteuropa und Afrika gehen ist der Umwelt noch nicht viel geholfen. Ein wirkliches Rezept hat keine der Parteien!
    • El Vals del Obrero 05.10.2019 16:24
      Highlight Highlight Occasionen irgendwelcher Geräte nutzen so lange sie noch funktionieren ist meistens besser, selbst wenn der Betrieb nachteiliger ist (ausser, wenn der Unterschied im Betrieb massiv ist). So geht die Herstellungsenergie nicht verloren.

      Wegen der Kleinheit: Das ist eigentlich ein Pseudo-Argument. In einem riesigem Land sagt man sich nach dieser Logik halt einfach "Unsere kleine Provinz kann nicht nicht so viel bewirken"

      Und es geht auch umgekehrt rum: Je grösser das Gebiet, auf welchem man sich bezieht, desto eher kann sich dann der einzelne sagen "Was sich mache, macht eh keinen Unterschied".
  • Makatitom 05.10.2019 14:54
    Highlight Highlight Wollt ihr eine lebenswerte, für Alle einigermassen gerechte Schweiz? dann wählt weder die Nationalblocheristen noch die neolibertären Kapitalfaschisten von der Fuck da Planet. Auch den rechten rand der Scheinheiligen solltet ihr nicht wählen, wenn ihr den Lobbyismus bekämpfen wollt
  • El Vals del Obrero 05.10.2019 14:10
    Highlight Highlight Die SVP schiebt den "kleinen Büezer" immer nur vor, wenn es gerade passt.

    Denn: «Eine Gute Idee, aber was ist, wenn die Gesundheitskosten nicht sinken? Dann übernimmt schlussendlich der Steuerzahler und wieder die Allgemeinheit.»
    Steuern wären um Gegensatz zu den Krankenkassenprämien einkommensabhängig. Der "kleine Büezer" würde davon also profitieren.
  • Fairness 05.10.2019 12:42
    Highlight Highlight Es wäre von all den Mandatsinhabern im Gesundheitswesen nicht mehr als üblich und Anstand bei Abstimmungen wegen Befangenheit in den Aussstand zu treten. Problem: Vermutlich stimmt nicht mal mehr die Hälfte ab ...
  • Black Cat in a Sink 05.10.2019 12:02
    Highlight Highlight Es ist wahrlich Zeit für einen Wandel! Niemand der „grossen“ Parteien haben annähernd ein Rezept, wie die künftige Herausforderungen begegnet werden soll. Rezepte von gestern helfen heute nicht die Probleme von morgen zu lösen. Egal ob es sich um das Verhältnis zur EU, die Krankenkassen, die Altersvorsorge oder um Frauen handelt, es besteht kein erkennbarer Wille, Veränderungen zu zulassen.
    • rodolofo 05.10.2019 13:52
      Highlight Highlight Wirklich niemand?
      Es gibt doch sehr viele Ideen!
      Nur sind diese nicht mehrheitsfähig.
      Und so lange das so ist, geschieht halt nichts!
      Dieses geduldige Aushalten gehört in der Demokratie unbedingt mit dazu!
      Du musst auch damit leben können, dass es dann irgendwann einmal zu spät ist und die Katastrophe ihren Lauf nimmt.
      Aber das muss die Leber eines Alkoholikers ja auch...
  • redneon 05.10.2019 11:47
    Highlight Highlight An den Parolen Pulten 3 Männer 1 Frau + Moderator ;) Hinten 2 Männer 2 Frauen.. Da spricht das Bild mehr als Worte.. Wenn die Herren über die Frauen Reden.. Bei allen anderen Themen hätte Protz auch die Parolen Runterlesen können nach 15 Minute wäre die Sendung zu ende gewesen. Hab es 30 Min ausgehalten...
  • Barracuda 05.10.2019 10:25
    Highlight Highlight Der Gössi kann ich nicht mehr zuhören. Sie ist während der ganzen Sendung konsequent jeder kritischen Frage ausgewichen.
  • dorfne 05.10.2019 10:04
    Highlight Highlight Die beste Idee des Abends: Nach den Wahlen gehen die Parlamentarier in eine mehrtägige Klausur mit einem Dutzend Klimaforschern aller Welt. Da kann die SVP Vertretung diesen Experten endlich ins Gesicht sagen, sie seien Ökoterroristen und die Opfer einer 16jährigen, fremdgesteuerten Autistin. Der Bullshit sollte nicht nur für den politischen Gegner reserviert sein.
  • dorfne 05.10.2019 09:59
    Highlight Highlight Den Klimawandel nicht dramatisieren, sagt Herr Pfister. Das Klima-Drama ist in vollem Gang. Da kann gar nicht mehr dramatisiert, nur noch Klartext geredet werden.
    • Fabian Müller (1) 05.10.2019 15:58
      Highlight Highlight Ähm, hätten sie es nicht tausendfach in den Medien indoktriniert bekommen, Sie hätten gar nichts davon bemerkt.
  • benn 05.10.2019 09:57
    Highlight Highlight Das korumpierte und intransparente schweizer politsystem kann resp. will keines der wirklich dringenden probleme lösen dafür zocken die politiker viel zu viel von den interessengruppen ab!
    • Fairness 05.10.2019 12:37
      Highlight Highlight Genau so ist es.
  • rodolofo 05.10.2019 09:46
    Highlight Highlight Ist doch gut, wenn Rösti auch mal erfährt, wie es ist, als Sündenbock geprügelt zu werden, wenn sonst immer seine SVP am kreativsten ist im Zeigen auf Sündenböcke und im Prügeln von Sündenböcken!
    Dass die SVP in den letzten Abstimmungen von ihrem geheiligten "Fouch" mehrere Male "Eins auf den Deckel" bekam, tut den selbsternannten "Super-Schweizern" sichtlich gut:
    Das Auftreten von Rösti gestern war "handzahm" und weniger verschwitzt, als im klimatisch zusätzlich aufgeheizten Hochsommer und SCHON BEINAHE SYMPATHISCH (Achtung: Gutmenschen-Alarm!).
    Allgemein sehr angenehme Diskussion gestern!
  • dho 05.10.2019 09:36
    Highlight Highlight «Die FDP schützt radikale Islamisten in der Schweiz». Die FDP hat dagegen geklagt und am Donnerstag Recht erhalten. Das Plakat sei «nicht von ihm», distanziert sich Rösti. Und räumt ein: «Es ist vielleicht nicht gerade die feinste Art.»

    Rösti macht man aus Kartoffeln, und Eier braucht es dazu nicht. Die bräuchte es, um die Verantwortung für die eigenen Aktivitäten zu übernehmen. Gell, Röschti???
    • Magnum 05.10.2019 13:31
      Highlight Highlight Während Ölbert der Zahme sich vom diffamierenden Plakat des Egerkinger Komitees distanziert, bekommen Wobmann und seine Fraktion der interkulturellen Brandstifter vom Oberguru der Politsekte auf Blocher-TV die Absolution: mutig sei dieses Plakat. Da kann Wobmann auch ein Gerichtsurteil ignorieren, wenn Blocher die fällige Busse bezahlt.

      Die SVP sendet sehr widersprüchliche Signale, um einerseits den rechten Rand der Gesellschaft für sich zu mobilisieren und andererseits weiterhin als gmögige, bürgerliche Partei durchzugehen. Rösti und Wobmann sind die Personifizierung dieses Widerspruchs.
  • rudolf_k 05.10.2019 09:34
    Highlight Highlight Die Gleichstellung? Wer bestimmt diese Themen?
    • dorfne 05.10.2019 10:24
      Highlight Highlight Die Hälfte der Bevölkerung. Die Frauen.
    • äti 05.10.2019 10:34
      Highlight Highlight Das Resultat einer Umfrage.
    • ZEWA Wisch und Weg 05.10.2019 11:38
      Highlight Highlight gab es da nicht einen riesigen frauenstreik dieses jahr? könnte es sein, dass sich da einige leute für gleichstellung eingesetzt haben lieber rudolf_k ?
  • Leichterbär 05.10.2019 08:40
    Highlight Highlight KK Verstaatlichen und direkt von Steuer abziehen.Zusatzversicherungen privat bezahlen.Warum ist das so schwer?Einheitskrankenkasse muss her punkt.
    • dorfne 05.10.2019 10:25
      Highlight Highlight Weil es dann keine Abzocker-Ceo's mehr braucht und keine "Versicherungs-Makler" die dicke Provisionen für das Anwerben neuer Kunden kassieren.
    • papperlapapp 05.10.2019 10:28
      Highlight Highlight Einheits KK gebe ich dir vollumfänglich recht. Absoluter Leerlauf und es ist ein Pseudo Markt. Denn wenn jeder nur das Beste will (verständlich) hören Marktgesetze auf zu spielen. ABER : die Abrechnung via Steuern ist ein Nogo, denn dann sind die Kantone zuständig für die Mittelverwendung. Was dazu führen wird das arme Kantone eine schlechtere Infrastruktur stellen. Das Vorbild wie das funktioniert haben wir schon: die SUVA. Da könnte man sogar private Kassen zulassen analog UVG.
    • FrancoL 05.10.2019 12:20
      Highlight Highlight Hätte zudem auch noch den Vorteil, dass eine Einheit-KK mehr Gewicht gegenüber der Gesundheitsbranche hätte und die einzelnen Kassen nicht x Mio pro Jahr in Werbung stecken müssten.
      Die Zusatzversicherungen wären immer noch ein genügend grosser "Spielmarkt".
    Weitere Antworten anzeigen
  • raketenpippo 05.10.2019 08:25
    Highlight Highlight Geht wählen!
  • MeinAluhutBrennt 05.10.2019 08:04
    Highlight Highlight The roast of alber rösti hätte ich mir süffisanter vorgestellt.
  • Töfflifahrer 05.10.2019 07:55
    Highlight Highlight Holt sich wirklich jemand eine Wahlempfehlung durch eine Arena Sendung?
    Entschuldigung, wenn jemand nicht die Positionen und das Verhalten von Kandidaten vor solchen Sendungen analysiert und das was an solchen Sendungen gesagt wird auch noch glaubt, dann beginne ich deren Wahlmündigkeit zu bezweifeln.
    • Dominik Treier 05.10.2019 10:05
      Highlight Highlight Die meisten kennen nur dieses Stammtischgepolter vom Rednerpult oder was glsubst du warum Menschen mit weniger als 5000.- CHF Einkommen regelmäsdig eine Partei wählen, weil die sagt sie kümmere sich um die bösen Ausländer die einem alle Sozialleistungen wegnähmen, wenn man mal was brauche, die aber bei jeder Sachfrage diese Sozialleistungen massiv abbaut, soviel es eben geht...
    • dorfne 05.10.2019 10:13
      Highlight Highlight Ich informiere mich immer unabhängig von Arena-Meinungen. Drum weiss ich dann auch oft, wer verlogene Argumente bringt, oder die Wahrheit sagt. Dann gibt es noch den Faktencheck.
    • Maracuja 05.10.2019 10:23
      Highlight Highlight @Dominik Treier: warum Menschen mit weniger als 5000.- CHF Einkommen regelmäsdig eine Partei wählen

      Kenne viele Menschen mit weniger als 5000.- Einkommen und keiner wählt svp. In meinem Umfeld haben viele Kleinverdiener gar kein Wahlrecht, der Rest teilt sich in diejenigen, die gar nicht wählen oder zähneknirschend links.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fairness 05.10.2019 07:49
    Highlight Highlight Die CVP-Initiative nützt nur etwas, wenn die Lohnerhöhung ohne die obrsten 10% berchnet wird. Unten kommt nämlich nichts an.
    • Dominik Treier 05.10.2019 10:00
      Highlight Highlight Die CVP-Initiative wird schlussendlich nur die sozialer aussehende Version der lächerlichen SVP-Kürzungsversuche sein... Irgendwo wird bei einer Kostenbremse ja gespart werden müssen und so wie ich manche CVP-Exponenten wie z.B. Humbel kenne, sicher nicht bei gigantischen Medikamentenpreisen, Verwaltungskosten oder Chefhonoraren...
  • hämpii 05.10.2019 07:43
    Highlight Highlight "Hier punktet Rösti mit einem eingeworfenen Hinweis zur Kurzsichtigkeit dieser Massnahme: [...]"
    Der Wahnsinn! Da wird über Kurzsichtigkeit bei der Senkung von Krankenkassenprämien diskutiert. Und der Klimaschutz muss wegen den "Büezern" hinten anstehen. Wenn das so weiter geht gibt es irgendwann nichts mehr zu bezahlen oder zu "büezen"...
  • Lebenundlebenlassen 05.10.2019 07:27
    Highlight Highlight Ich musste nach 20 Minuten umschalten. Es war unerträglich ständig von jedem zu hören welche Partei mehr Frauen hat welche Partei die erste Frau wo hatte.. die ganze Zeit nur profilierungs Gelaber anstatt wirklich konkret über das Thema und die Sache zu diskutieren..ganz schlimm..
  • N. Y. P. 05.10.2019 07:19
    Highlight Highlight Die Politiker wollen das Problem der Prämienlast nicht lösen. Sie weigern sich.

    Das ist leider Fakt.

    Der Anstieg beträgt 3,7% im Schnitt über die letzten Jahre. Auch das ist ein Fakt.

    Beispiel : mit 3,7% / Jahr
    2019 : 450.-
    2029 : 647.- +44% in 10 Jahren
    2034 : 776.- +72% in 15 Jahren

    Bis 2034 steigen die Prämien 72%. Die Löhne schätzungsweise 20%.

    Liebe Wählerinnen und Wähler

    Es interessiert die Politiker nicht, ob die Prämienlast euch langsam um den Verstand bringt.
    Aber lasst uns jetzt die ewiggleiche Diskussion in der Kommentsrspalte führen..
    • Juliet Bravo 05.10.2019 17:54
      Highlight Highlight Einheitskasse und gut ist.
  • Kronrod 05.10.2019 07:17
    Highlight Highlight Gössi hat das Problem des Lobbyismus nicht verstanden und das mit dem Milizparlament ist ein Scheinargument: Milizparlament bedeutet, dass eine frisch gewählte Parlamentarierin ihren Beruf nicht aufgeben muss und nicht, dass sie nach der Wahl all die lukrativen Ämtli annehmen darf, die ihr sonst gar nie angeboten worden wären.
    • Töfflifahrer 05.10.2019 07:59
      Highlight Highlight Bitte nicht das Karrierebildnis der FDP zerstören.
      Die versuchten mich mal genau so zu werben. Tritt ein, bei Interesse sorgen wir dafür, dass du gewählt wirst (sei kein Problem), dann empfehlen wir dich für verschiedene Mandate.
      Das ist ca. 17 Jahre her.
    • Thoro Z 05.10.2019 08:14
      Highlight Highlight Wunderbare Wahlwerbung für die SP von Frau Gössi. Danke!
    • Dominik Treier 05.10.2019 09:55
      Highlight Highlight Nicht nur Gössi sondern der ganze Bürgerliche Block hat dieses Problem seit jeher nicht verstanden. Die Wirtschaft und damit meine ich vor allem finanzstarke Konzerne und nicht ihr grösster Teil die KMU ist damit doppelt übervertreten. Es reicht nicht mehr, dass Leute im Parlament sitzen, die von dort kommen, man muss sich auch noch viele die nie dort gearbeitet haben hinzukaufen! Und das mit NGOs oder Gewerkschaften zu vergleichen ist hanebüchen! Die werden ja von einzelnen Individuen finanziert DAMIT! sie etwas in diese Richtung verändern. Grosskonzerne füllen nur IHRE Taschen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Antinatalist 05.10.2019 06:30
    Highlight Highlight Auf der Kostenseite anfangen zu bremsen, sagt der Rösti, und meint die Krankenkassenprämien. Ja warum lässt man dann die Leute weiterhin fast überall rauchen? Die knapp 2 Millionen, die die Raucher in die AHV einzahlen, decken die Gesamtkosten, die sie die Allgemeinheit kosten, niemals.

    Also, auf der Kostenseite anfangen zu bremsen... Ja, bitte!
    • Patrik Hodel 05.10.2019 07:21
      Highlight Highlight 2 Millionen?
    • Mugendai 05.10.2019 07:21
      Highlight Highlight Dann entfern das "fast überall" aus deinem Statement, es ist klar, dass du das Rauchen generell verbieten willst. Das Rauchen an gewissen Orten zu verbieten ist wie mit CO2 Papieren zu Handeln. Viel Spass beim Unterschriften sammeln und viel Erfolg bei weiteren Verboten.
    • Eisvogel 05.10.2019 07:32
      Highlight Highlight @Antinatalist- folgende Fragen wären gemäss deinem Argument also auch erlaubt:
      - wieso darf überall Alkohol getrunken werden?
      - wieso darf man an so vielen Orten Fett und Zucker kaufen/konsumieren?
      - wieso darf fast überall Auto gefahren werden?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tom T. 05.10.2019 05:59
    Highlight Highlight Make SVP Greta again ! Denn seit Swiss-Oil-Präsident Rösti die Partei lenkt, geht's nur noch bachab.

    Nicht so schlimm, da zusammen mit FDP und den Pfister-Boys gelingt es ihr wie anhin Kosten von Wirtschaft und Bund weg auf den Büezer abzuwälzen.

    Diese ganz und gar nicht sozialistische Umverteilung wär eine Arena wert.

Der Klimawandel macht dir Angst? Dann guck mal, wen du (nicht) wählen solltest

Der Ruf nach Umweltschutz und Massnahmen gegen den Klimawandel schallt in Hinblick auf die Nationalratswahlen im Oktober aus (fast) allen Schweizer Parteizentralen. Im Tenor unüberhörbar singt auch die FDP-Parteipräsidentin Petra Gössi mit. Sie betont in einem Interview mit Tamedia-Zeitungen, die FDP sei keine klimafeindliche Partei: «Der Umweltschutz gehört eigentlich zur DNA des Freisinns».

Gehört der Umweltschutz tatsächlich zur DNA des Freisinns? Oder handelt es sich bei der Aussage nur um …

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