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Analyse

Vor dem Abgrund: Wie weiter ohne Sommerfestivals?

Sommerfestivals sind in diesem Jahr kaum denkbar. Der Bundesrat hat mit seinem Nicht-Entscheid die Situation noch verschärft.

Stefan Künzli / ch media



Ein Sommer ohne Festivals in Nyon und Montreux, ohne Blue Balls oder das idyllische Open Air am Waldrand – wir können es uns immer noch nicht so richtig vorstellen. Denn die Sommerfestivals gehören inzwischen zur DNA des Schweizer Sommers wie das abendliche Bier in Sommerbeiz oder der Badi-Besuch. Und was jetzt?

Festival goers cheer as US singer Lizzo performing on the stage of the Auditorium Stravinski during the 53rd Montreux Jazz Festival (MJF), in Montreux, Switzerland, Thursday, July 11, 2019. The MJF runs from June 28 to July 13 and features 450 concerts. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Wann sind musikalische Grossveranstaltungen wie hier Jazzfestival Montreux wieder möglich? Bild: KEYSTONE

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, aber inzwischen ist es sehr unwahrscheinlich geworden, dass wenigstens ein Teil der sommerlichen Musikfestivals stattfinden wird. Könnten die hygienischen Vorgaben und die Abstandsregeln überhaupt eingehalten werden? Schwierig bis unmöglich!

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Es ist eine Tragödie für Publikum, Künstlerinnen und Künstler, Technikfirmen, Bühnen- und Zeltbauer und und und. Ein Drama für die Veranstalter, den kleinen, idealistischen Feierabend-Veranstalter wie den hochprofessionellen Festival-Organisator.

Rechtliche Grundlage für «höhere Macht» fehlt

Festivals brauchen Planungssicherheit, einen Vorlauf von bis gegen zwei Monaten. Der Bundesrat hat mit seinem Nicht-Entscheid die Unsicherheit, und damit das Leiden aber nur verlängert. Der Vorverkauf steht still, die hohen Kosten der Vorbereitung bleiben, die Aufbauarbeiten sind teuer. Kein Wunder haben deshalb jetzt schon Juli-Festivals kapituliert.

Die Branche hätte sich eine klare Vorgabe gewünscht. Sogar ein behördliches Verbot wäre besser gewesen. Denn sie hätte eine rechtliche Grundlage geschaffen, um gegenüber all den Forderungen, Verpflichtungen und Abmachungen «höhere Gewalt» geltend zu machen. Die Empfehlungen des Branchenverbands SMPA wurden nicht erhört.

Die Veranstalter fühlen sich dementsprechend übergangen und sprechen von «einem Supergau». Jetzt müssen ein Grossteil der Verpflichtungen erfüllt werden, ohne Aussicht, das Geld wieder eintreiben zu können. Die Regierung hat es mit seiner vertröstenden Botschaft verpasst, eine sinnvolle Exitstrategie zu präsentieren. In einer Branche notabene, die uns nicht nur mit kultureller Nahrung versorgt, sondern auch ein immer wichtigerer Wirtschafts- Tourismus- und Standortfaktor ist.

Am 8. Juni ist es zu spät. Ein Schnitt jetzt, ein konsequentes Verbot wie es andere Länder wie Belgien, Deutschland und Österreich verordnet haben, wäre definitiv die bessere Lösung gewesen.

Das behutsame Vorgehen des Bundesrats mag in anderen Branchen verständlich sein, hier ist es falsch. Denn mit dem Nicht-Entscheid des Bundesrats wird jetzt unnötig Geld verbrannt. Und das in einer Hoch-Risikobranche, die mit den kleinen Margen so oder so über dem Abgrund balanciert.

In der Schweiz, im Land mit der grössten Festivaldichte, droht der Kahlschlag. Wie viele Open Airs und Festivals aufgeben müssen, kann heute noch niemand sagen. Es hängt vom Verlauf der Pandemie ab. Erste, düstere Prognosen, die von einem Verbot für Grossveranstlungen bis Ende 2021 rechnen, lassen aber Schlimmstes erahnen. Die Festivallandschaft Schweiz wird nach Corona nicht mehr dieselbe sein.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Chilled 20.04.2020 18:55
    Highlight Highlight Ja, der Bundesrat sollte entscheiden, und trotzdem. Wenn Festival Organisatoren nicht von selbst jetzt die Notbremse ziehen muss keiner später jammern. Es ist neunmal dieses Jahr einfach so. Bläst das Zeugs ab und bietet nächstes Jahr was grandioses. Auf einen mega Festivalsommer 2021.
    • wel_hued_morn_scho_wieder_gester_isch 20.04.2020 20:25
      Highlight Highlight wenn das finanzielle nicht wäre.Gewisse Festivals werden ums überleben kämpfen und nächsted Jahr nicht ein grandioses Line-up aufstellen können um Leute anzulocken!
  • DeDanu 20.04.2020 16:10
    Highlight Highlight Funny times are over, liebe Mitmenschen. Das mag vielleicht grad für die jüngere Generation ziemlich verstörend sein, jedoch herrscht grad Krieg . Krieg auf unbestimmte Zeit, gegen die Pandemie, deren Ausmass jetzt noch nicht abschätzbar ist. Wohin uns unser way of life gebracht hat wird aktuell immer deutlicher. Rund um die Welt fliegen, Kleider und Gadgets aus dem letzten billigen Winkel der Welt nett adrett am nächsten Tag im Paket geliefert, dem Planeten die letzten Ressourcen verdreckt, ein wahres Fest für kleine gierige tödliche Viren frei Haus. Think about, before its to late.
    • Ludwig van 20.04.2020 18:11
      Highlight Highlight Es ist ja nicht so dass unsere "way of life" an der Pandemie schuld ist. In früheren Zeiten gab es ja noch schlimmere Seuchen. In gewisser Weise ist die Moderne sogar ein Vorteil, denn vieles können wir dank Technologie heute über weite Distanzen machen.
    • wel_hued_morn_scho_wieder_gester_isch 20.04.2020 20:27
      Highlight Highlight @DeDanu man kann auch alles schwarz malen! Muss man aber nicht :-)
  • invisible 20.04.2020 14:07
    Highlight Highlight Solidari- WAS?
  • TJ Müller 20.04.2020 13:48
    Highlight Highlight Schön, dass all die, welche Solidarität und füreinander da sein, propagiert haben, nun wenn es um die Musik und Unterhaltungsindustrie geht, nichts mehr davon wissen wollen und Ihre eigenen Beschäftigungen wie Gartenarbeiten und Shoppen über anderes stellen. Schön mussten die Jungen (ZURECHT) aus Solidarität zuhause bleiben, obwohl sie selber nicht wirklich betroffen sind. Nun soll ist den Alten diese Generation scheiss egal, Hauptsache sie können wieder in ihren Garten pflegen und go pöstele. Moll moll, so baut man Generationenkonflikte ab...
    • Peter R. 20.04.2020 16:26
      Highlight Highlight Sie tragen mit Ihren Aussagen jedoch keineswegs dazu bei, Generationenkonflikte abzubauen.
  • gigus 20.04.2020 13:22
    Highlight Highlight Ich finde als Veranstalter, was hier in den Kommentaren los ist, unterste Schublade!

    Es geht nicht um Festivals, sondern um Existenzen. Und um nichts anderes. Unmenschlich was hier teils rausgelassen wird.

    Im übrigen probiert jeder in unserem Wirtschaftssystem sein Überleben zu sichern. Veranstalter sind aber immer geldgeile Geier. Banker natürlich nicht. Wir fahren keinen Maybach, eher Bus

    Die meisten von euch Laien haben 0 Plan, was fürne Organisation hinter einem Event steckt, welche Auflagen teuer zu erfüllen sind, was dann wiederum dem 'Bier ist zu teuer' Konsumenten gegenübersteht.
    • Elmas Lento 20.04.2020 13:48
      Highlight Highlight Was macht es denn für einen Unterschied ob der BR diese Veranstaltungen jetzt verbietet oder nicht? Mit den jetzt verfügbaren Informationen ist absehbar das die meisten Festivals nicht stattfinden werden. Wenn es nicht die Veranstalter trifft dann trifft es einfach den nächsten in der "Nahrungskette", sprich die Bands, Bühnenbauer etc.
      Nicht falsch verstehen, ich mag Festivals und fände es sehr schade wenn manche nicht überleben würden, mir kommt das aber etwas wie ein "schwarzer Peter" Spiel vor, alle wissen das es jemanden erwischt und alle hoffen das es jemanden anderes trifft und nicht sie
    • gigus 20.04.2020 13:57
      Highlight Highlight Der Unterschied liegt in der Begründung der Absage. Wenn wir jetzt eigenständig absagen, ohne Weisung des Bundes, sind wir rechtlich selber Schuld. Wenn der Bund das Verbot verhängen würde - was aus meiner Sicht die einzige realistische Option ist - ists höhere Gewalt.
    • gigus 20.04.2020 13:58
      Highlight Highlight Ich weiss natürlich selber, dass Grossveranstaltungen 2020 utopisch sind. Deshalb fordern alle Branchenverbände ein Verbot.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tigger622 20.04.2020 11:51
    Highlight Highlight An den Festivals, allgemein an der Eventbranche, hängen viele Jobs.Die Branche, war die erste, die von den Maßnahmen direkt betroffen war und wird die letzte sein, die wieder rauskommt. Es geht hier um Messen,Festivals,Konzerte,Theater,Dorffeste etc. Die Maßnahmen reichen bei weitem nicht aus, um eine ganze Branche über Monate hinweg am Leben zu erhalten. Veranstalter,Techniker,Eventfirmen,Catering,Messebau,Musiker,Hallenbetreiber,Clubs, etc. haben schon deutlich länger als alle andern null Umsatz.Viele der Maßnahmen,sind viel zu kurz gedacht. Selbst gut aufgestellte, werden es schwer haben.
  • solani 20.04.2020 11:35
    Highlight Highlight Also angenommen der BR würde Grossveranstaltungen im Sommer verbieten wäre der Fall klar.
    Würde der BR diese aber erlauben, kann es gut sein, dass sie dann trotzdem noch verboten werden. Man weiss halt nicht wie sich die Lockerungen auswirken. Das ist der einzige Fakt, der klar ist.
    Alsooo bleibt wohl nichts anderes übrig als damit zu rechnen, dass sie nicht stattfinden können..
  • PlayaGua 20.04.2020 11:28
    Highlight Highlight Wenn solche Kleinigkeiten ein Problem darstellen, sieht man, dass es uns so schlecht nicht geht.
  • 34RS90 20.04.2020 11:22
    Highlight Highlight First World Problem: Sommerfestivals
    Uns geht es definitiv immer noch zu gut.
    • dorfne 20.04.2020 12:08
      Highlight Highlight Weniger Festivals der Umwelt zuliebe wären immer noch genug. Unzählige Grossevents locken die Menschen weg von ihren Wohnorten, in denen dann nichts mehr los ist. Stattdessen verstopfte Strassen und Züge, weil man ja dauernd unterwegs sein muss, um ja nichts zu verpassen.


    • Bartli, grad am moscht holä.. 20.04.2020 12:49
      Highlight Highlight Sehen sie es bitte nicht aus sicht der besucher sondern aus der der veranstalter, foodstandbetreibern etc. Aus sicht der besucher klar ein luxusproblem. Aus der anderen sicht existenzbedrohend.
    • TJ Müller 20.04.2020 13:10
      Highlight Highlight First World Problem: Kein Gartencenter offen, kein Coiffeur, kein Detailhandel, kein sinnloses Waren kaufen.
      Aber ne, dass ist dann meeega wichtig, gell? Sicherlich wichtiger als Musik, welche ja erst eine neue Erfindung ist und nicht vielviel älter als all der Scheiss welcher heutzutage immer konsumiert werden muss.
  • CalibriLight 20.04.2020 11:17
    Highlight Highlight Ich finde, der BR sollte, informieren, dass diesen Sommer keine Grossanlässe mehr stattfinden.
    Ich kann mir vorstellen, was nachher abgehen würde, aber es wäre für alle besser und ein mutiger Entscheid.
    Und es wäre finanziell sehr schlimm für alle betroffenen Branchen, aber auch traurig für alle, die sich auf ihre OpenAirs und Festivals gefreut haben. Was man immer von solchen Anlässen halten mag, es geht doch dabei um Sommergefühl und Musik und Freude und zusammen feiern. Das nicht zu haben ist nicht schön!

    • Kak Attack 20.04.2020 14:07
      Highlight Highlight naja, ich denke es wäre für die betroffenen Branchen finanziell eher entlastend, wenn der BR Klartext reden würde. Stichworte Versicherungen und höhere Gewalt.

      Aber offensichtlich haben die Versicherungen die besseren Lobbyisten als die Gastrobranche ;-)
    • Lichtblau550 20.04.2020 22:20
      Highlight Highlight Aus der Sicht der Veranstalter: alles begriffen. Die Sicht der Besucher hat mir aber erst Calibri vermitteln können: Sommergefühl, Feiern, Freude. Schön beschrieben.
  • n3rd 20.04.2020 11:17
    Highlight Highlight Warum wird hier immer so auf das "Klartext-Reden" gepocht? Alle Veranstalter sind mündige Menschen (hoffe ich zumindest) und sollten selber in der Lage sein eine Risikoabschätzung zu machen und darauf basierend das weitere Vorgehen bestimmen.

    Tipp dazu: Sobald unerwartet R0 wieder hochgeht (kann ja div. Gründe dafür haben) dann können dann plötzlich kurzfristig wieder Massnahmen angeordnet werden. Klar reden heute bringt nicht automatisch die Sicherheit von morgen.
    • Liselote Meier 20.04.2020 11:40
      Highlight Highlight Ähm Nein. Wenn man nicht selber entscheiden kann ist man nicht mündig, das ist dir schon klar?

      Der Staat sagt ob es solche Veranstaltungen geben kann oder nicht und nicht die eigene Risikoabschätzung. Und da ist der Staat schwankend unterwegs, was nun mal Unsicherheiten produziert.
    • n3rd 20.04.2020 12:26
      Highlight Highlight Du kannst dich basierend auf dem Risiko entscheiden, deine Vorbereitungen für das Festival voran zu treiben. Du kannst dich aber auch entscheiden, jetzt auszusteigen und abzusagen. Your choice, da redet dir niemand rein.

      Schwankend unterwegs sein produziert keine Unsicherheiten, sondern eine erhöhte Eintretenswahrscheinlichkeit für einen Ausfall. Du entscheidest ob du das tragen willst.

      Ehrlich gesagt hätte ich an Stelle der Veranstalter schon längstens alles abgesagt. Sich verzweifelt an einen Strohhalm zu klammern hat noch nie geholfen.
    • Liselote Meier 20.04.2020 12:55
      Highlight Highlight @n3rd; Dir ist schon klar, dass bei grösseren Festivals das Line-Up jeweils im Dezember/Januar steht?

      Bricht man es von sich auch ab, ist ein Teil der Gagen fällig. Das ist ja gerade das Problem, weil der Bund in dieser Frage schwankt. Würde er sagen es gibt keine Festivals bis Oktober 2020, ist der Zustand der "höheren Macht" eingetreten und man kann es absagen ohne Gagen zu zahlen.
  • malu 64 20.04.2020 10:55
    Highlight Highlight Ich kann mir gut vorstellen, dass es dieses Jahr keine Großveranstaltungen geben wird. Vielleicht sogar, bis ein Impfstoff flächendeckend verabreicht wurde. Das wäre circa Ende 2021.
  • Füdlifingerfritz 20.04.2020 10:54
    Highlight Highlight Ja, es git Schlimmeres als mal ein Jahr ohne Festivals.
    Ja, Priorität hat die Gesundheit und der Schutz der Bevölkerung.
    Ja, der Bund sollte langsam Klartext reden was die Grossanlässe angeht.
    Ich möchte aber gleichwohl sagen dürfen: Das wird ein scheiss Sommer und das zieht mich schon jetzt ziemlich runter..
    • Bartli, grad am moscht holä.. 20.04.2020 12:55
      Highlight Highlight Es wird kein scheiss sommer. Wir werden nur daran erinnert, dass all das selbstverständliche, die freiheit alles tun zu können, eben nicht selbstverständlich ist. Und wir es viel mehr schätzen sollten. Andere können dies nicht mal in corona-freien zeiten. Wir können uns glücklich schätzen, dass es eine extremsituation braucht um uns einzuschränken und nicht normalzustand ist. Etwas demut und dankbarkeit würde vielen nicht schaden.
    • Füdlifingerfritz 20.04.2020 14:21
      Highlight Highlight @bartli
      Sicher sollte man dankbar sein für das Leben, das wir hier führen dürfen aber wenn für Sie alles Luxus ist, was die meisten anderen nicht haben, ist das Intetnet vielleicht der falsche Ort für diese Aussage. Ist nämlich ebenfalls nicht selbstverständlich. Ja, wir leben in der sogenannten 1. Welt und könnten oftmals genügsamer sein, aber sehe nicht den Sinn darin jede Errungenschaft oder Annehmlichkeit deswegen gleich zu verteufeln und Leuten ein schlechtes Gewissen einreden zu wollen. Für mich wird es ein harter Sommer. Schön, wenn es bei Ihnen anders ist.
  • Faktenchecker 20.04.2020 10:49
    Highlight Highlight Im Nachhinein wenn der BR alles an die Wand gefahren hat, wird man dessen Rolle in diesem Trauerspiel äußerst kritisch betrachten müssen.
    Warum man den diversen Branchen keine Rechtssicherheit und Planungssicherheit gibt ist nicht nur total unverständlich sondern gerade fahrlässig. Schlimm.
    • marsen 20.04.2020 12:47
      Highlight Highlight tja, hätten SIE sich um diese Rechtssicherheit gekümmert hätten wir das Problem nicht Mr. Checker...
    • Faktenchecker 20.04.2020 13:30
      Highlight Highlight Das kann ich bestätigen.
  • Raphael Stein 20.04.2020 10:45
    Highlight Highlight Die Regierung hat es mit seiner vertröstenden Botschaft verpasst, eine sinnvolle Exitstrategie zu präsentieren.

    Das behutsame Vorgehen des Bundesrats mag in anderen Branchen verständlich sein...

    Pure Inkompetenz, nicht mehr und nicht weniger.
  • lilie 20.04.2020 10:42
    Highlight Highlight "Denn sie hätte eine rechtliche Grundlage geschaffen, um gegenüber all den Forderungen, Verpflichtungen und Abmachungen «höhere Gewalt» geltend zu machen".

    Das verstehe ich nicht. Veranstalter können doch für ausgefallene Veranstaltungen Corona-Geld beantragen, ebenso die Künstler etc.

    Oder habe ich etwas falsch verstanden?
    • Aglaya 20.04.2020 12:01
      Highlight Highlight Viele Festivals haben Künstler aus dem Ausland engagiert, die bei einer "freiwilligen" Absage unter Umständen trotzdem auf ihre Gage bestehen. Tickets müssen aus dem eigenen Sack zurückbezahlt werden, wenn man "freiwillig" das Festival absagt zahlt keine Versicherung. Da kommen je nach Grösse des Anlasses ein paar Hunderttausend oder gar Millionen zusammen, da hilft das kleine "Corona-Geld" nicht viel. Wenn das Festival aber durch die Regierung verboten wird, zahlt (hoffentlich) die Versicherung oder die Verträge besagen, dass der Veranstalter die Gage nicht zahlen muss.
    • Tigger622 20.04.2020 12:13
      Highlight Highlight Ohne ein Verbot, muss man theoretisch davon ausgehen, dass es stattfindet, auch wenn es unrealistisch ist. Somit liegt noch keine höhere Gewalt vor.Ergo, zahlt die Versicherung auch noch nicht und man kann auch kein Geld beantragen.Mit jedem Tag, fallen allerdings weitere Kosten an z.B. steigen die Reisekosten der Künstler, weil sie durch die Verbote in den anderen Ländern, exklusiv in die Schweiz geholt werden müssen.Denn so wird weiter auf die Verträge bestanden.Ein Verbot würde für klare Verhältnisse sorgen.
    • gigus 20.04.2020 13:13
      Highlight Highlight Nein, du kannst leider kein 'Corona-Geld' - was immer das sein mag - beantragen. Es gibt Notkredite, es gibt Kurzarbeit, es gibt Taggelder für Selbstständige. Die Hürden für deren Beantragung sind jedoch nicht niederschwellig, des weiteren ist man in diesem Geschäft saisonbedingt immer an diversen Projekten beteiligt, welche dann wiederum ihre Ansprüche auf Staatshilfe gegenseitig aufheben. Ich hab nen fixen Jöbli, auf welchem ich jetzt Kurzarbeit habe, und alle anderen Projekte sind somit von Entschädigungen ausgeschlossen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Peter R. 20.04.2020 10:35
    Highlight Highlight Es ist eine Tragödie wenn Menschen massenweise sterben wegen einem solchen idiotischen Virus.
    Aber wenn die ach so geliebten Sommerfestivals einmal nicht stattfinden, ist dies sicher keine -Tragödie- - zugegeben es ist schade, aber man sollte doch bei den Relationen bleiben.
    • TJ Müller 20.04.2020 13:13
      Highlight Highlight Aber wenn die ach so geliebten Frisuren nicht frisch beim Coiffeur gemacht werden können, wenn all die Hobbygärtner nicht ihre Tomaten anpflanzen können, wenn all die Hobbymodels nicht ihre neusten Kleider im Laden anprobieren können, ist dies sicher keine -Tragödie- - zugegeben es ist schade, aber man sollte doch bei den Relationen bleiben.

      Es ist immer einfach über das zu Urteilen, was einen selber nicht so gross betrifft, wenn es einen aber betrifft ists auf einmal viel wichtiger als alles andere. Höch doch auf mit deiner Heuchelei
  • Dave1974 20.04.2020 10:24
    Highlight Highlight Man könnte doch auch mal darüber berichten, was wirklich alles hinter solchen Veranstaltungen (auch Sport) steckt, denn dieses Bewusstsein scheint vielen zu fehlen.

    Fast nur "Zum Glück, weniger Müll, weniger Lärm, etc. etc." und ähnliche jetzt schon abgedroschene Schlagwörter kann man lesen. Dass davon vielleicht sogar der Beck ihres Vertrauens um die Ecke profitieren könnte und jetzt auf eine regelmässige Einkommensquelle verzichten muss, darauf kommen wenige.

    Der Beck war nur ein Beispiel. Ich weiss von einem Bekannten, wie es z.B. in einer Druckerei aussehen kann.

    Viel Ungewissheit.
  • dorfne 20.04.2020 10:22
    Highlight Highlight Politik und Medien betonen nonstop, das Virus mache die Jungen nur sehr selten krank. Da kann ich es den Jungen nicht verübeln, wenn sie sich spätestens im Sommer die Seeufer und Liegewiesen zurückerobern und wieder Party machen wollen.
    • Everyday Robot 20.04.2020 10:41
      Highlight Highlight Ja, aber höchstwahrscheinlich verübelt das Grosi dann dem Jungen, wenn er ihr beim nächsten Besuch nicht nur Blüemli, sondern auch noch ein tödliches Virus mitbringt... Aber hey, Hauptsache Paaaartyyyy!
    • Frausowieso 20.04.2020 11:13
      Highlight Highlight Ehm das wird so nicht gesagt. Kinder werden selten krank. Erwachsene erkranken sehr wohl, sterben jedoch seltener. Es war nie die Rede, dass man nicht erkrankt.
    • dorfne 20.04.2020 12:04
      Highlight Highlight @Everyday. Weil Sie recht haben frag ich mich jetzt umso mehr warum Politik und Medien immer darauf hinweisen müssen, dass die Jugend kaum gefährdet ist, obwohl es nicht stimmt, wie Sie ja schreiben. Übrigens gehöre ich selber zur Risikogruppe und halte mich seit 5 Wochen strikt an die behördlichen Anweisungen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • mrgoku 20.04.2020 10:21
    Highlight Highlight Zum ersten Mal bin ich an Tomorrowland Tickets gekommen. Nach dem Motto 1x im Leben muss du es dir mal anschauen. Nun ist es abgesagt. Ist es halt nächstes Jahr soweit...so what?

    Niemand hat ein schlechteres Leben wenn nun diesen Sommer die Anlässe abgesagt sind. Ich sehe es so.

    Nächstes Jahr wird Tomorrowland umso monumentaler. 1 Jahr mehr Zeit zur Vorbereitung und da 2020 ausfällt ein umso härteres Comeback. BOOOOM
    • neutrino 20.04.2020 10:43
      Highlight Highlight Es geht gar nicht so sehr darum, dass niemand verzichten kann - vielmehr, um Gewissheit, dass jetzt mal definitiv nichts stattfindet.
    • mrgoku 20.04.2020 11:00
      Highlight Highlight so what...
    • skisandtrail 20.04.2020 11:10
      Highlight Highlight Es geht nicht um den Verzicht und auch nicht um die Gewissheit darüber. Es geht um 1000e Arbeitsstellen
    Weitere Antworten anzeigen
  • IMaki 20.04.2020 10:20
    Highlight Highlight Es ist ein bisschen wie mit den Beizen. Es gibt viel zuviele davon und die Beizer wissen das selber am besten. Diese 'Phase des Verzichts' (sagt Frau Keller-Suter) sollte doch eigentlich genutzt werden, um sich auf das Notwendige zu besinnen. In der Gastronomie, im Unterhaltungsbusiness, in der Fliegerei (keine erschöpfende Liste). Wenn jetzt aus all den übersättigten Märkten nach Subventionen gerufen wird, ist das zwar aus der Sicht des einzelnen Anbieters verständlich, aber diese Gelder würden lediglich Strukturen stärken, die sowieso nicht überlebensfähig sind.
  • Klirrfactor 20.04.2020 10:19
    Highlight Highlight Fehlt dem BR irgend eine Grundlage um jetzt scho sagen zu können, dass während dem Sommer keine Veranstaltungen grösser X Personen stattfinden dürfen? Geht es evtl drum, dass die Zulieferer der Festivals sich gegen den BR-Entscheid wehren, weil der Entscheid zu früh gefällt wurde?

    Ich meine, es macht ja keinen Sinn X-Massnahmen zu treffen im März April Mai Juni, um dann im August innert zwei Wochen eine Streetparade und zwei Grosse OpenAirs durchzuführen.
    • lilie 20.04.2020 10:35
      Highlight Highlight @Klirrfaktor: Tatsächlich scheint der BR "auf Zusehen hin" zu entscheiden. Das ist gut für die Bekämpfung der Epidemie und schlecht für fast jedes Business (und für die Psyche der Leute).

      Ich persönlich glaube, dass der BR unter Druck kommen wird, das Versammlungsverbot zu lockern, wenn die Schulen wieder aufgehen.

      Das grösste Problem aber ist, dass wir nicht wissen, wie sich die Pandemie entwickelt, wenn wir jetzt auftun. Auch unsere Nachbarländern sind nicht weiter.

      Trotzdem: Veranstaltungen ü1000 halte ich für unrealistisch dieses Jahr. Wäre super, der BR würde das klar so kommunizieren.
  • dorfne 20.04.2020 10:09
    Highlight Highlight Ich wohne nah einem Erholungsgebiet, auf dessen Gelände jedes Jahr eine Festival stattfindet. Die Belastungen für Umwelt und Bewohner*Innen während dreier Wochen (inkl. Auf- und Abbau) sind enorm. In der Badi z.B. stürzen sich während einer Woche verschwitzte Besucher* innen ungeduscht in die Pools und vertreiben die andern Gäste. Wenns vorbei ist liegt der Abfall inkl. Sperrmüll auf einer Fläche von 10 Fussballfelder in Schichten übereinander, der Rasen ist komplett zerstört und muss neu angesetzt werden. Ich gönn den Leuten die Openairs, aber weniger wär auch genug.
  • Xonic 20.04.2020 10:03
    Highlight Highlight Wo etwas stirbt wächst auch etwas neues.

    Dann gibt es einfach nicht mehr so viele Festivals 🤷‍♂️
    • bonpris 20.04.2020 10:29
      Highlight Highlight Meinst Du die Blumen auf meinem Grab?
  • amazonas queen 20.04.2020 10:03
    Highlight Highlight Ich würde es noch etwas weiter spannen und nicht nur auf Festivals gehen. An Veranstaltungen wie der Fantasy Basel, die letztes Jahr gegen 50'000 Besucher hatte und die sich als Forum für Fantasy Künstler etabliert hat, hängen indirekt hunderte Existenzen dran. Wenn jetzt einfach nicht klar ist, wie es weitergeht, ist das eine Katastrophe. Klar, die sind in der Wandelhalle nicht so präsent und keiner der Milizpolitiker (mit vielleicht einer Ausnahme) hängt in der Branche drin, aber der Impact ist riesig.
  • Leckerbissen 20.04.2020 10:02
    Highlight Highlight Tragödie. Okay, übertreibt nicht. Es ist schade und ärgerlich, aber ich denke keiner wird deswegen in ein Loch fallen, wenn er/sie ein Jahr kein Festival besuchen kann. Bitte behält die Kirche im Dorf, in anderen Ländern ist seit Jahren dieser Zustand und nur schon das Denken an ein Festival findet nicht mal ansatzweise Raum in deren Alltag.
    • Hamudi Dudi 20.04.2020 10:16
      Highlight Highlight Dir ist aber bewusst, dass die Zuschauer nicht der einzige Akteur im Festivalkosmos sind? Für alle anderen beteiligten Akteure wie Veranstalter, Künstler, Zulieferer, Personal, etc. ist der abgesagte Festivalsommer tatsächlich eine Tragödie, welche zum einen oder anderen Konkurs führen wird.
    • bonpris 20.04.2020 10:31
      Highlight Highlight Ein Unglück wird nicht kleiner, weil es anderswo ein grösseres gibt.
    • TJ Müller 20.04.2020 13:15
      Highlight Highlight Tragödie. Okay, übertreibt nicht. Es ist schade und ärgerlich, aber ich denke keiner wird deswegen in ein Loch fallen, wenn er/sie ein Jahr nicht die neusten Kleider kaufen kann, sich nicht ihren Garten pflegen kann, sich nicht die schönsten Frisuren machen lassen kann.

      Es ist immer einfach über das zu Urteilen, was einen selber nicht so gross betrifft, wenn es einen aber betrifft ists auf einmal viel wichtiger als alles andere. Höch doch auf mit deiner Heuchelei
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gubbe 20.04.2020 10:00
    Highlight Highlight Bei diesen ach so traurig abgesagten 'Musikfestivals' ist doch nur einer der Gewinner. Der Organisator. Überall kann Musik gehört werden, es muss ja nicht auf nassem Gras sein. Den meisten der Besucher solcher Openairs geht es um das Rudelvergnügen, nicht um die eigentliche Musik. Ich bin Blues-Rock-Hörer, dies im freien zu hören, ist wie Folter für meine Ohren. Zu laut und bei Wind verschwinden die Töne.
    • Vintage 20.04.2020 10:36
      Highlight Highlight Oh je, wie traurig...
    • Butch Cassidy & Sundance Kid 20.04.2020 11:14
      Highlight Highlight Du hast es eigentlich erfasst, bei Openairs geht es um viel mehr als nur die Musik..
      Und das macht ein OpenAir auch so toll!! :D
    • dorfne 20.04.2020 13:45
      Highlight Highlight @Butsch..Das gute Alte "Sex and drugs and rockn roll". Die heutigen Omas und Opas waren da schon vor 50 Jahren voll drauf!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Denk-mal 20.04.2020 09:59
    Highlight Highlight @PC Principal Mein lieber du bist weiterbildungsfähig:-) Schaue dir auf YouTube von Prof. Dr. Jürgen Renn, das Antropozän an... Und ja, geh noch "feiern"! Falls du Nachkommen willst, überlege dir das gut!
    • PC Principal 20.04.2020 10:25
      Highlight Highlight Schmeissen wir jetzt mit völlig diffusen Beleidigungen um uns? Ich werd diesen Typen nicht googlen, du kannst mir auch direkt sagen warum ich keine Kinder haben sollte.
    • dorfne 20.04.2020 13:49
      Highlight Highlight @PC. Wer austeilt wie Sie muss auch etwas einstecken können. Aber nur zur Erinnerung: gegen die Folgen des Klimawandels wird Corona ein Placebo-Chügeli gewesen sein.
  • Chrigu91 20.04.2020 09:57
    Highlight Highlight Einige alte werden vielleicht verschwinden. Neue werden wieder kommen. Auch bei den Restaurants
  • bonpris 20.04.2020 09:56
    Highlight Highlight Sie werden Wege finden, so richtig abzufeiern.
    Bloss ohne Veranstalter und teure Tickets.

    Wie beim Kiffen: "Legal, illegal, scheissegal."
    • Junge Schnuufer 20.04.2020 11:14
      Highlight Highlight Ganz schwacher vergleich. Wenn du kiffst schadest du Grundsätzlich niemandem sonst, mit dem Virus kannst du aber durchaus für Lebensgefahr sorgen wenn du damit Personen aus der Risikogruppe ansteckst.
    • bonpris 20.04.2020 12:06
      Highlight Highlight @Junge Schnuufer
      Da hattest Du wohl eine zuviel geraucht. Ich verglich überhaupt nicht die Gesundheitsrisiken von Kiffen und Corona.
    • Red4 *Miss Vanjie* 20.04.2020 15:49
      Highlight Highlight Happy 420 :D
  • Der Buchstabe I 20.04.2020 09:56
    Highlight Highlight Naja, immerhin kann das Greenfieldfestival für 2021 das LineUp überdenken. Das diesjährige wäre echt nur Mist gewesen.
    • WhyNotX? 20.04.2020 10:14
      Highlight Highlight Ich mochte das diesjährige Line Up sogar! Ich wundere mich aber wieso das Greenfield immernoch keine Absage bekannt gegeben hat.
  • Satan Claws 20.04.2020 09:56
    Highlight Highlight Das einzig gute, die Polizei muss jetzt bei Rechtsrock Konzerten wirklich etwas tun.
    • bonpris 20.04.2020 10:23
      Highlight Highlight Nein!
      Rechtsrockkonzerte sollte man sofort erlauben. Dann coronadezimieren sie sich selbst.
    • Satan Claws 20.04.2020 12:02
      Highlight Highlight @Chrigi-B

      Dann stand die Polizei beim Konzert in Unterwasser nicht einfach nur rum?

      Ah doch:
      https://www.srf.ch/news/schweiz/unterwasser-war-ein-test

      Ich fasse sinngemäss zusammen:
      "Wir haben uns ins Höschen gepullert es waren echt viele Nazis."

    • Satan Claws 20.04.2020 15:43
      Highlight Highlight @Chrigi-B

      Mit dem Konzert wurden 200000 Euro erwirtschaftet. Dieses Geld gelante in NSU nahe Kreise. Was mit diesem Geld gemacht werden kann sollte allen klar sein.

      https://www.watson.ch/international/schweiz/333296224-nazi-konzert-im-toggenburg-wohin-die-einnahmen-tatsaechlich-fliessen

      Ausserdem, weshalb soll es zu Ausschreitungen kommen wenn die Nazis doch immer höflich, lieb und sauber sind?

      Solange ein Fakelmarsch im Ku-Klux-Klan-Tenue keine Rassendiskriminierung darstellt stimmt unsere sicht auf solche Personen nicht.

      Ich bashe niemanden der es nicht absolut verdient hat.
  • Seth 20.04.2020 09:54
    Highlight Highlight Der Bundesrat könnte immer noch dieser Tage mit einer ergänzenden Erklärung Schadensbegrenzung betreiben. Einfach, so hart es halt ist, klare Ansagen machen. Ist mir als Veranstalter lieber, als konstant so ein bisschen in der Schwebe zu bleiben. Soll man im Herbst was planen oder nicht, oder gar nicht mehr die Hoffnung aufkommen lassen, das da noch was geht dieses Jahr und auf 2021 hoffen...
    • Klirrfactor 20.04.2020 10:23
      Highlight Highlight Okay, innerlich wissen wir, da geht nix mehr dieses Jahr. Ausser du hast ein Festival mit vielleicht 2000 Personen (inkl. Arbeiter) auf dem Gelände, dann gibt es noch Hoffnung. Egal was für ein Veranstalter du bist, ich hoffe für dich und deine Gleichgessinnten, dass ihr das Ganze ohne grösseren Schaden übersteht.
    • bonpris 20.04.2020 10:24
      Highlight Highlight Mein Rat: Konkurs gehen und sich dann vom Sozialamt durchfüttern lassen.

      Berset will es so haben.
    • Seth 20.04.2020 10:39
      Highlight Highlight Vielen Dank. Ja insgeheim wissen oder ahnen wir es. Wir machen ein kleines Festival mit weniger als 500 Gästen inkl. Bands und Helfer... Aber ohne eine Ahnung wie es aussieht mit Flügen, Reisen und allfälligen Beschränkungen oder Auflagen wie max. 1000 Leute was auch immer, ist es einfach mega schwierig. Das hoffen wir alle, als Veranstalter und Gäste gleichermassen ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Satan Claws 20.04.2020 09:53
    Highlight Highlight "ohne Blue Balls"

    Mein Tipp: Treten.
  • Neruda 20.04.2020 09:52
    Highlight Highlight "Und das in einer Hoch-Risikobranche, die mit den kleinen Margen so oder so über dem Abgrund balanciert."
    Kennsch dann können die Veranstalter ja von sich aus absagen? Muss der Bund wirklich alles immer hinscheissen? Es ist nun mal so, dass man nicht langfristige Voraussagen machen kann, darum macht ein Verbot bis Ende August auch kein Sinn. Das ist einfach so ein random bestimmer Zeitraum.
    • Zaungast 20.04.2020 10:27
      Highlight Highlight Hier geht es um rechtliche Fragen...
    • remim 20.04.2020 10:56
      Highlight Highlight Wenn der Veranstalter von sich aus absagt kommt ihn das teuer zu stehen.
      Mit allen Künstlern und Zulieferern existieren Verträge, bei einer Absage werden wegen nichteinhaltung der Verträge Konventionalstrafen fällig, die den Veranstalter schnell in den finanziellen Ruin treiben können.
    • fidget 20.04.2020 11:22
      Highlight Highlight Einerseits verstehe ich die Veranstalter. Ohne behördliches Verbot sind sie an vertragliche Verpflichtungen gebunden und es hat Geld zu fliessen. Aber wie Du sagst, ist eine langfristige Prognose kaum möglich und auch wenig seriös. Würde jetzt ein Veranstaltungsverbot bis Ende Jahr ausgesprochen und dann im Verlauf des Sommers auf Grund neuer Erkenntnisse widerrufen, wäre der Aufschrei der Veranstalter bereits abgesagter Festivals ungemein grösser.
  • contrarian 20.04.2020 09:50
    Highlight Highlight cry a river
    build a bridge
    get over it
    • bonpris 20.04.2020 10:26
      Highlight Highlight Ich würde lieber am Fluss fischen.
  • Vecchia 20.04.2020 09:49
    Highlight Highlight "Es ist eine Tragödie für Publikum, Künstlerinnen und Künstler, Technikfirmen, Bühnen- und Zeltbauer und und und. Ein Drama für die Veranstalter, den kleinen, idealistischen Feierabend-Veranstalter wie den hochprofessionellen Festival-Organisator."

    Klar ist es nicht lustig, aber "Tragödie"...?

    Für rund 50% der erstgenannten sollte es verkraftbar sein. Nicht wenige von ihnen finden ja auch, dass es sich in Syrien, Jemen, Libyen oder auf Lesbos "ganz ohne Festivals" gut leben lässt...


  • Madison Pierce 20.04.2020 09:48
    Highlight Highlight Wir haben weit grössere Probleme als unser Lieblingsfestival mal ein Jahr auszulassen.

    Aber der Bundesrat sollte Grossveranstaltungen verbieten, um den Veranstaltern zu helfen. Wenn sie jetzt weiter organisieren und es dann doch verboten wird, oder es nicht verboten wird, aber aus Angst niemand kommt, werden viele Veranstalter in den Konkurs getrieben.
    • Scaros_2 20.04.2020 11:21
      Highlight Highlight Ich finde es ist auch die Pflicht der Veranstalter zu entscheiden ob sie wollen oder nicht. Ich finde es nicht in Ordnung, dass der BR jetzt schon eine Entscheidung für etwas abwägen muss das er noch nicht abwägen kann/will. Willst du den eine Prognosse für Juli/August heute setzen oder lieber von Zeit zu Zeit für die nächsten 2-4 Wochen schauen? Ich wähle letzteres lieber aber das bedeutet, dass der eine oder andere Veranstalter halt auch sagen müsste "OK das jahr ist so oder so kacke, wir sagen ab". Die ersten haben das ja schon gemacht. Finanziell ist beides so oder so ein Desaster.
    • 7immi 20.04.2020 11:22
      Highlight Highlight @madison
      Die Veranstalter könnten aber auch einfach Verantwortung übernehmen und absagen. So hat es z.B das Albanifest gemacht, gleich zu Beginn der ganzen Sache. Auch andere Veranstaltungen folgten diesem Beispiel... Dass der Bund sich noch nicht festlegt ist richtig, da noch nicht klar ist, was die Zukunft bringt.
  • Capslock 20.04.2020 09:45
    Highlight Highlight macht doch nichts, denn viele der sog. "Festivals" kratzen eh jedes Jahr am Abgrund entlang und so ist eine Flurbereinigung hochst willkommen.
  • Faceoff 20.04.2020 09:45
    Highlight Highlight "Denn sie hätte eine rechtliche Grundlage geschaffen, um gegenüber all den Forderungen, Verpflichtungen und Abmachungen «höhere Gewalt» geltend zu machen."

    ...und damit den schwarzen Schulden-Peter auf die Zulieferer und Dienstleister abzuschieben. Ja, Events sind ein Hochrisiko-Geschäft. Der Staat soll jetzt nicht dafür herhalten, riskante Geschäftsmodelle zu versichern. Dafür gibt es Versicherungen.

    Ansonsten stehen der Eventbranche alle Mittel zur Verfügung, die auch andere haben: Kurzarbeit, Taggelder, Kredite.
    • bonpris 20.04.2020 10:27
      Highlight Highlight Ein Mittel fehlt in der Liste: Strick.
    • supremewash 20.04.2020 10:33
      Highlight Highlight Auf die höhere Gewalt könnten sich ja auch die Zulieferer und Dienstleister berufen, wenn das Einhalten unterschriebener Verträge durch einen entsprechenden Entscheid verunmöglicht wird. Dann wird auch der Anspruch gegenüber derVersicherung gerechtfertigt (Rechtsgrundlage!) und der Schwarze Peter würde gerade nicht der Allgemeinheit zugeschoben.
    • Faceoff 20.04.2020 11:02
      Highlight Highlight @Adam Smith: Geht mir gar nicht darum. Der Staat soll die Events verbieten und dann können sich alle bei der Versicherung melden. Gut und recht. Das tut der Staat ja auch für andere. Mehr soll dann aber auch nicht drin sein, das ist alles. Also keine Extra-Töpfe und sonstiges.

      Weiter wollte ich darauf hinweisen, dass es in der Branche mehr Akteure gibt als bloss Veranstalter.
  • catta22 20.04.2020 09:42
    Highlight Highlight Merci Stefan!

    Es ist schön zu sehen, dass man einen solchen Artikel auf der Mainpage ganz oben sieht. Danke, schreibst du was alle in unserer Branche denken und immer noch nicht war haben können. Schade um den "Festivalsommer", unsere Jobs und allen Freelancer welchen eine schwierige Zeit bevorsteht...

    Bon courage
  • Dummbatz Immerklug 20.04.2020 09:40
    Highlight Highlight Mich wundert, dass die Festivals immer noch über eine Durchführung diskutieren. Realistisch gesehen, ist das ja völlig undenkbar. Leider...
    • fidget 20.04.2020 11:27
      Highlight Highlight Ich habe auch noch Konzerrttickets für Ende Juli. Realistisch gesehen, habe ich dieses Konzert für mich bereits abgeschrieben, auch wenn es offiziell noch nicht abgesagt wurde. Aber weshalb sollten innerhalb der nächsten Monate Grossveranstaltungen mit tausenden Zuschauern durchgeführt werden? Es wäre unverantwortlich. Die Enttäuschung ist mMn geringer, wenn man nicht bis zuletzt hofft.
  • sheshe 20.04.2020 09:39
    Highlight Highlight https://www.vice.com/de/article/jgek57/coronavirus-festivals-sommer-party

    Vice halt, hat aber ein paar spannende Gedanken darüber, wie die Gesellschaft ohne Festivals auskommen kann und dafür andere Werte wieder in den Vordergrund rücken sollten.
  • champedissle 20.04.2020 09:35
    Highlight Highlight Ich verstehe die Frage nicht. Kein Lärm, kein Abfall, keine absurden Eintrittspreise. Ist doch alles Bestens.
    • auloniella 20.04.2020 09:43
      Highlight Highlight Gibt auch kleinere Festivals wo es noch wirklich um Musik geht!

    • Nick nolte 20.04.2020 09:45
      Highlight Highlight Ignoranten, die schlimmsten Zeitgenossen schlechthin!
    • Unicron 20.04.2020 09:50
      Highlight Highlight Zwingt dich ja niemand hin zu gehen.
      Und nicht alle Festivals sind gleich.
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  • PC Principal 20.04.2020 09:32
    Highlight Highlight Die Bünzlis dürfen sich jetzt frohlocken dass anderen die Freude verdorben ist. "Das Ende der Spassgesellschaft" hoffen sie. Doch nächstes Jahr wird es abgehen, noch mehr als zuvor🤘
    • mrmikech 20.04.2020 09:39
      Highlight Highlight Wie alt bist du? 14? Im ernst, denkst du jetzt wirklich dass es menschen gibt die auf "Das Ende der Spassgesellschaft" hoffen??
    • Super8 20.04.2020 09:40
      Highlight Highlight Ja, manche lernen es einfach nie.
    • Firefly 20.04.2020 09:45
      Highlight Highlight Naja ein "Bünzli" ist je gerade jemand der schlecht mit Veränderungen umgehen kann und seinen Lifestyle als Gottegebenes Recht betrachtet.
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