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Bild: mascotte

Bern, Luzern, Zürich: Wie lange die Clubszene noch überleben kann

Die Schweizer Clubszene wird besonders hart vom Shutdown getroffen. Bereits vor der Schliessung haben viele Lokale mit erhöhter Konkurrenz und schwindenden Margen gekämpft. Branchenvertreter fordern nun erweiterte Hilfsmassnahmen.



Stickige Kellerräume, pumpende Bässe und schwitzende Menschen, die auf kleinem Raum zu den Beats von DJs aus aller Welt tanzen: Die Schweiz, allen voran Zürich, ist ein kleines Party-Mekka. Zumindest war sie das bis Anfang März. Dann machte das Coronavirus den hiesigen Hedonistentempeln einen Strich durch die Rechnung.

Alles nicht so schlimm, mag man behaupten. Die Schweiz hat momentan grössere Probleme als ausbleibende Endorphin-Ekstasen von Neo-Erwachsenen.

«Wir sind die Ersten, die betroffen waren, und die Letzten, die es nicht mehr sein werden.»

Alexander Bücheli

Doch die Schliessung aller nicht-essentiellen Geschäfte trifft die Clubbranche besonders hart. Vor allem weil man sich auch bei einer Lockerung der Massnahmen nur schwer vorstellen kann, wie ein Club unter Einhaltung der Social-Distancing-Massnahmen operieren soll.

«Wir sind die Ersten, die betroffen waren, und die Letzten, die es nicht mehr sein werden», sagt Alexander Bücheli, Pressesprecher der Bar & Club Kommission Zürich. Das stelle die Clubbetreiber vor enorme Herausforderungen. «Es wird Betriebe geben, die schliessen müssen.»

«Clubs können ihren Umsatz nicht einfach verdoppeln»

Um Arbeitsplätze zu sichern, müsse die Hilfe für Bars und Clubs aufgestockt werden, sagt Bücheli. Der Bund hat bereits für den Kultursektor neben den gesamtwirtschaftlichen Massnahmen zusätzliche Hilfestellungen erarbeitet. So können Kulturbetriebe Ausfallentschädigungen für abgesagte Events anfordern. Dafür zuständig sind die Kantone, welche auch 50 Prozent der Entschädigung mittragen müssen.

Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat dafür 20 Millionen Franken gesprochen, doch dieser Betrag ist nur für gemeinnützige Institutionen vorgesehen. Bis jetzt ist unbekannt, wie hoch das kantonale Budget für die Entschädigung von Kulturunternehmen ausfallen und an welchen Richtlinien sich diese orientieren wird. Von welcher Dimension man hier spricht, zeigt sich am Beispiel des Zürcher Nachtlebens.

Dieses generiert etwas mehr als 20 Millionen Franken pro Monat. «Rechnet man die finanziellen Hilfen aus der Kurzarbeitsentschädigung mit ein, so braucht es immer noch jeden Monat 10 Millionen Franken, um die Nachtkulturunternehmen für den durch den Lockdown entstandenen Ausfall zu entschädigen», so Bücheli.

Natürlich gibt es auch Clubs, die eine Betriebsausfallversicherung haben. Dies ist jedoch die Ausnahme. «Für alle anderen gibt es nur eine Option: Schulden machen.»

«Die Besucher wären nicht bereit, plötzlich 50 Franken Eintritt oder 15 Franken für ein Bier zu bezahlen.»

Alexander Bücheli

Genau das sei aber für die umkämpfte Nachtkulturbranche nicht nachhaltig, da sich der Umsatz nicht einfach beliebig steigern lässt. Ein Club hat nur eine vorgegebene Kapazität, «auch wären die Besucher nicht bereit, plötzlich 50 Franken Eintritt oder 15 Franken für ein Bier zu bezahlen», sagt Bücheli.

Die Konsequenz einer Kreditaufnahme wäre also simpel: «Kredite würden in vier oder fünf Jahren nicht zurückgezahlt werden können, es handelt sich um einen Konkurs auf Raten.»

Das Miet-Problem

Es sind jedoch nicht nur die fehlenden Einnahmen, die die Clubbesitzer um ihre Existenz kämpfen lässt. Auch die laufenden Kosten stellen sie vor eine riesige Herausforderung. Allen voran die Mieten, die oft einen Grossteil der Fixkosten ausmachen.

«Die meisten Clubinhaber kriegen von ihren Vermietern nur Angebote für Stundungen», sagt Bücheli. Stundungen führten aber zum gleichen Schuldenproblem wie Kredite und sind deshalb keine nachhaltige Lösung.

Bücheli sieht hier die Verantwortung beim Bund, der den Lockdown ausgerufen hat. Weder Mieter noch Vermieter seien an der jetzigen Situation Schuld. «Wir hoffen weiterhin auf eine konkrete Ansage durch den Bundesrat. Zum Beispiel dass bei geschlossenen Betrieben der Mietzins um 90 Prozent reduziert werden muss.»

Neben dem Kanton und dem Bund müsse es auch der Stadt Zürich ein Anliegen sein, dass sich das Nachtleben weiterhin auf europäischem Top-Niveau bewege. Als Vorschlag nennt Bücheli einen Nachtkultur-Fonds, wie er bereits in Hamburg und Berlin existiert.

watson hat verschiedene Clubs kontaktiert und gefragt, wie sie die Krise erleben.

Dominik Müller: Zukunft, Exil und weitere, Zürich

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Der Club «Zukunft» bleibt vorerst geschlossen. Bild: florian kalotay / zukunft

Herr Müller, wie steht es um Ihre Clubs?
Dominik Müller: Naja, sie sind zu. Wir gehören jedoch zu den Glücklichen, die eine Betriebsausfallversicherung haben.

Also alles im Butter?
Nicht wirklich. Die Versicherung bezahlt nur für drei Monate. Was danach passiert, weiss ich noch nicht. Das kommt auf die laufenden Kosten an. Die Taktik momentan ist jedoch simpel: Alle Kosten soweit wie möglich reduzieren oder eliminieren. Die Diskussion bezüglich Mietzins ist in vollem Gange, die Mitarbeiter erhalten Kurzarbeitsentschädigung.

Wann, denken Sie, können die Clubs wieder öffnen?
Das ist sehr schwierig zu sagen. Die Fallzahlen müssten gegen Null sinken, damit man den Clubbetrieb mit begleitenden Massnahmen wieder verantworten könnte. Sommer wäre also schon zu optimistisch. Ich sehe kein Szenario, in dem sich die Situation bis dahin so drastisch verändert. Da bräuchte es schon eine Impfung.

Sind Sie zufrieden mit der Reaktion des Bundes?
Es ist immer einfach, im Nachhinein zu kritisieren. Klar, in gewissen Sachen war man vielleicht schlecht vorbereitet oder hat über’s Ziel hinausgeschossen. Bei uns war die Situation jedoch klar: Die Menschen kommen sich sehr nahe, das macht einen Club ja auch aus. Social Distancing ist schlicht nicht möglich. Abstand wird aber das Hauptkriterium bei allen Lockerungen sein, egal wieviele Personen sich am selben Ort aufhalten.

Marco Liembd: Schüür Luzern

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In der Schüür finden auch Konzerte statt. Bild: schüür

Herr Liembd, wie steht es um das Konzerthaus Schüür?
Marco Liembd: Zustand: Geschlossen, Patient am Leben (lacht). Die Meisten haben gerade Kurzarbeits-Urlaub, aber ein kleiner Teil bereitet schon die Events für den Herbst vor.

Sie sind zuversichtlich.
Wir können momentan nicht sagen, was die Zukunft bringt. Wenn wir uns jetzt nicht vorbereiten, hätten wir im Falle einer Lockerung im Herbst nichts. Wir haben zudem das Glück, keinen Mietzins bezahlen zu müssen. Dementsprechend könnten wir diesen Lockdown bis Ende Jahr überleben.

Sie glauben also, dass sie im Herbst wieder öffnen können?
Mit einer Öffnung rechne ich bereits früher, jedoch mit reduzierter Kapazität. Wir hätten theoretisch Platz für 700 Leute. Ich rechne aber nicht damit, dass Grossveranstaltungen noch dieses Jahr wieder stattfinden dürfen.

Wird sich das Partyverhalten der Leute nach dieser Krise ändern?
Nein. Wir sprechen vor allem ein jüngeres Zielpublikum an. Wenn wir wieder vollumfänglich öffnen könnten, dann wäre es am ersten Tag «pumpenvoll».

Dave Naef: Bierhübeli, Bern

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Bild: Bierhübeli

Herr Naef, wie steht es um das Bierhübeli?
Dave Naef: Es steht noch, das Bierhübeli. Wir haben einfach geschlossen momentan, wie alle anderen Clubs auch. Kurzarbeit wurde bewilligt, die erste Zahlung ging sogar schon raus. Auch die Mieten sind momentan gestundet.

Wann, denken Sie, können Sie wieder öffnen?
Unsere Aufgabe ist es nicht, Prognosen zu machen, sondern lediglich, die Massnahmen umzusetzen. Wir warten momentan auf einen Entscheid des Bundesrates. Wir gehen jedoch davon aus, dass wir im Mai noch nicht offen haben werden.

Wie lange würde das Geld sonst noch reichen?
Bis Ende Mai. Wir versuchen jedoch, dieses Datum so gut wie möglich hinauszuschieben. Die Situation wird jeden Tag neu beurteilt. Klar ist: Wir werden die Letzten sein, die wieder öffnen dürfen.

Werden die Menschen nach Corona noch Party machen wollen?
Wir werden sehen. Gewisse Dinge werden sich bestimmt ändern. Die Leute bleiben uns aber auch während der Coronazeit treu: Wir haben kürzlich ein Crowdfunding gestartet und konnten so in bloss 10 Tagen 40'000 Franken sammeln.

Marc Blickenstorfer: Mascotte, Rimini-Bar und weitere, Zürich

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Nicht der stickige Keller, der eingangs beschrieben wurde: Das Mascotte. Bild: mascotte

Herr Blickenstorfer, wie steht es um ihre Clubs?
Marc Blickenstorfer: Naja, die Parole lautet momentan: Durchhalten. Die Clubs werden die Letzten sein, die wieder öffnen dürfen. Und dann wahrscheinlich auch nur mit einer begrenzten Anzahl Gäste. Wir sind aber zuversichtlich, dass das Ganze irgendwann vorbei ist, und hoffen, dass wir im Mai wieder aufmachen können.

Wie lange können Sie den Lockdown noch finanziell verkraften?
Zwei bis drei Monate, danach müssen wir kreativ werden. Zum Glück haben wir ein gutes Verhältnis zu unseren Vermietern. Diese haben uns zum Teil Reduktionen gewährt, zumindest aber überall die Miete gestundet. Uns ist es auch wichtig, alle Mitarbeiter halten zu können. Die Kurzarbeit hilft hierbei extrem.

Wie steht es mit der Solidarität unter den Clubs?
Die Solidarität ist riesig. Mit der Bar & Club Kommission Zürich konnten sich viele Clubs zusammenschliessen. So können wir geeint auftreten und auch gegenüber der Politik Forderungen stellen. In der jetzigen Situation sind auch alle willkommen, die nicht Mitglied der Kommission sind. Es herrscht ein reger Austausch.

Gibt es noch etwas, das der Staat machen könnte?
Gratis-Bier für alle wäre nicht schlecht, damit es zu Hause auch weiterhin schön bleibt.

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    Alle Leser-Kommentare
  • El Dudo 16.04.2020 09:14
    Highlight Highlight Lustig: alles Experten über Kosten- und Gewinnstruktur im Nachtleben, aber von CHF 50.- Eintritt und 15.- für Bier schreiben.
    Der durchschnittliche Eintritt in einen Zürcher Club beträgt CHF 20.-, man kann dann zw. 6 und 10 Stunden dort tanzen, so lange hat es bezahlte Künstler die Musik spielen (Bands & DJs), Securities die Lohn bekommen, es hat Toiletten die benutzt werden und in guten Clubs permanent gereinigt werden. Ja, das kostet halt ein bisschen... und das Bier kostet übrigens - wie überall in Zürich - zw. 6 und 8 Franken.

    aber hauptsache bitzli gebasht..
    • BöserOnkel 16.04.2020 10:45
      Highlight Highlight Dem ist so. Aber müssen die wirklich gerettet werden? Von den Klubbesitzern die ich kenne hat ja mal keiner Geldprobleme. Gut einer schon, aber der ist ein Poser und steckt seine Nase zu oft ins Pulver. Aber sonst? Sorry, die gehen in Konkurs und eröffnen vier Wochen später einen neuen Klub. Das ist dann jammern auf sehr sehr hohem Niveau!
  • kliby 16.04.2020 08:27
    Highlight Highlight Ich kenne einen Klubbetreiber, der hat sich über die Jahre dumm und dämlich verdient und auch gleich ein Schlösschen in Frankreich gekauft. Wenn man bei den Selbständigen schon knausert aus Angst, es könnten die Falschen Geld erhalten, dann bitte erst recht bei den Klubbetreibern.
  • manhunt 16.04.2020 08:14
    Highlight Highlight jammern auf sehr hohem niveau. die erfolgreichen bar- und clubbetreiber, was dann wohl die meisten wären, haben sich in den letzten jahren eine goldene nase verdient.
  • Schneider Alex 16.04.2020 06:17
    Highlight Highlight Coronavirus zeigt: Wahlbedarf ist riesig!

    Die Mobilitäts-, Konsum- und Aktivitätseinschränkungen zeigen deutlich, welch grosser Anteil der Wahlbedarf in unserer westlichen Gesellschaft unterdessen eingenommen hat. Unsere Gesellschaft funktioniert grundsätzlich auch ohne grosse Wahlbedarfsdeckung weiter. Probleme gibt es natürlich hauptsächlich für jene, die in Wahlbedarfsbereichen tätig sind, zum Beispiel die Club-Szene!
  • Der Rückbauer 16.04.2020 01:19
    Highlight Highlight Der Letzte löscht das Licht.
  • mukeleven 16.04.2020 00:45
    Highlight Highlight ich glaube bevor man jetzt die à-fonds-perdu zahlungen fuer zuercher-hipster clubs „aufstockt“, sollten die selbständig-erwerbenden, welche bis anhin total durch alle „rettungsmaschen“ fielen prioritär berücksicht werden. diese klein-unternehmer sind genuin und haben bis anhin keinen cent erhalten und ziemlich bittere ostertage verbringen müssen.
    dann sollen die bereits prä-defizitären clubs halt in gottes namen schliessen!
    sorry to say...
    • mukeleven 16.04.2020 14:59
      Highlight Highlight hallo blitzer.
      ich glaube wir brauchen nun die mittel richtig eingesetzt und es gibt zur zeit wichtigeres als in euren clubs rumzuhängen und party zu machen!
  • ostpol76 16.04.2020 00:21
    Highlight Highlight Ich weiss nicht, aber sollte man als Clubbetreiber oder sonst als Unternehmer nicht eine Rückstellung haben um in schlechten Zeiten 1 bis 2 Monate zu überleben?
  • murrayB 16.04.2020 00:14
    Highlight Highlight "Sonst müsste man 50.- Eintritt und 15.- für ein Bier verlangen..."

    Ähm, das ist in Zürich bereits eher die Norm...

    Diese hohen Getränkepreise haben den Clubbesitzer eine goldene Nase beschert!

    Von dem her: Sicher keine weitere Unterstützung!
    • hansguckindieluft 16.04.2020 09:30
      Highlight Highlight ja genau. 15 für ein Bier. Das ist absolut standard in Zürich. Momoll
    • Purscht 16.04.2020 10:21
      Highlight Highlight Ich weiss ja nicht wo in Zürich du in den Ausgang gehst. Aber wenn du diese Preise bezahlst (was nach meiner Erfahrung nicht die Regel ist) dan bist du selber schuld.
  • WHYNOT 15.04.2020 23:39
    Highlight Highlight Bitte Strategie überdenken und rasch zur Eigenverantwortung - bevor es zu spät ist - es geht nicht (nur) um die Clubs sondern um die Existenz Hunderttausender...
  • Smeyers 15.04.2020 23:16
    Highlight Highlight Ich habe nur begrenzt Mitleid. Es gibt gute Clubs die haben sich eine goldene Nase verdient und einige nicht. Viel Geld das nicht 100% korrekt versteuert wird und praktisch keine Festanstellungen, sondern Stundenlohn.
  • Yankee25 15.04.2020 23:16
    Highlight Highlight Bei gewissen Clubs & Bars kommt bei mir grosse Schadenfreude raus, wenn man bedenkt dass man heute mit seinem besten Kumpel fast nirgends rein kommt, um Samstagabend ein Bierchen zu trinken. Für mich bis zum heutigen Tag immer noch diskriminierend und unerklärlich. Heute wären die froh um jedes Bier, das ich die letzten 10 Jahre konsumiert hätte. Und ja, selbstverständlich tut mir aber das Personal leid, woch ich befürchte, dass sie künftig vorerst noch mieser bezahlt werden.
  • Michael Heldner 15.04.2020 22:50
    Highlight Highlight «Die Besucher wären nicht bereit, plötzlich 50 Franken Eintritt oder 15 Franken für ein Bier zu bezahlen.»

    Komisch viel tiefer waren die Preise aber vor Corona in Zürich auch nicht 😂
  • Marco Rohr 15.04.2020 22:13
    Highlight Highlight Mascotte: 'Wir sind aber zuversichtlich, dass das Ganze irgendwann vorbei ist, und hoffen, dass wir im Mai wieder aufmachen können.'

    Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
    • mukeleven 16.04.2020 00:37
      Highlight Highlight die mascotte-boys haben mehrere lokalitäten und teilw noch ganz andere jobs, zudem wurde fuer das mascotte eine pandemie-insurance abgeschlossen.
      denen gehts prima. rsp klöhen auf hohem niveau.
  • 45rpm 15.04.2020 22:07
    Highlight Highlight Wenn ein Restaurant, Cafe, Bar, Club usw. schliesst, dann ein anderes Lokal auf. Das Angebot ist meistens grösser als die wirkliche Nachfrage.
    Das war schon vor Corona so und wird danach auch so sein.
    Da die hiesigen Zürcher Clubs meistens auf Mainstream setzen und für uns alternative Musiker, DJs usw. nicht offen sind, hält sich mein Mitleid in Grenzen... :P
    • dechloisu 15.04.2020 22:40
      Highlight Highlight D, D oder S
      weiss ja nicht wer von euch dreien es ist.

      du hast natürlich recht, es gibt ein Überangebot.

      Aber bezüglich Mainstream darf man nicht vergessen dass der Kunde dies offensichtlich so wünscht, sonst würde man mehr auf die Alternative setzen.

      Und wenn nur noch auf die Alternative gesetzt werden würde, dann wäre es Mainstream.

      Grundsätzlich sind (fast) alle Anbieter wichtig, denn sie fördern Kultur.

      Aber natürlich gebührt euch dreien eine grössere Bühne, ihr macht das super.
      Sonst hättet ihr es auch nicht bis zum SRF3 geschafft.
      (ist übrigens schwer Mainstream)

      😘
    • mrmikech 15.04.2020 22:58
      Highlight Highlight Stimmt. Die Aargauer müssen ihren eigenen spass machen. Zürich wieder für die Zürcher.
    • Demian (45rpm.ch) 16.04.2020 16:31
      Highlight Highlight @dechloisu Ich habe intern nachgefragt und das war definitiv keiner von uns. Da scheint einfach jemand zufällig einen ähnlichen Namen zu verwenden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 15.04.2020 21:51
    Highlight Highlight So langsam frage ich mich, was diese Unternehmer und Betreiber eigentlich glauben. Sie haben nun mal auf's falsche Pferd gesetzt. Diese Situation wird es irgendwann allen ermöglichen, die etablierten zu attackieren, was frischen Wind in die verhockte Wirtschaft bringt. In diesem Fall werden einfach neue Clubs eröffnet, statt dass die immer gleichen Alten Betreiber die Szene beherrschen. Vielleicht mal die Hirnzellen aktivieren und sich neu orientieren?

    Sorry Jungs, kein Mitleid. Insbesondere wenn man das Gehabe vieler Clubs kennt, wie sie z.B. Kunden den Einlass verweigerten. Weint bei Mama.
    • greeZH 15.04.2020 22:09
      Highlight Highlight Was wäre dann in der aktuellen Situation das richtige Pferd gewesen?
    • Helvetia87 15.04.2020 22:10
      Highlight Highlight Soso aufs falsche Pferd gesetzt - weil
      man ja von einer Zangsschliessung wegen einer Virus-Pandemie rechnen musste, und wir einen solchen Zustand seit 1945 nicht mehr hatten? Haben also auch alle Restaurant, Hotel, Kino und Bar Betreiber aufs falsche Pferd gesetzt?
      Was wäre Ihrer Meinung nach das Richtige Pferd gewesen, alle zusammen in Immobilien investieren, damit wir am Schluss alle Immobilien Besitzen wären, aber niemand mehr diese Immobilien mieten würden da keine Restaurant und Club Betreiber existieren würden? Ersparen Sie uns ihre Besserwisserei.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 15.04.2020 22:46
      Highlight Highlight @Eidgenosse87: Davon auszugehen, dass garantierte Sicherheit herrscht, weil seit 1945 in Helvetia kein grösserer Ausnahmezustand eingetreten ist, ist schlicht nicht vorausschauend. Sie können Clubs betreiben, aber sich können sich auch gegen "höhere Gewalten" versichern. Ist nicht ganz billig, aber das müssen sie dann halt mit ihrere Klientel ausmachen.
      Ein Blick in andere Länder hätte gereicht, um zu wissen, dass es ewige Sicherheit nicht gibt. Nun zu erwarten, dass die Allgemeinheit das Portemonnaie zückt, ist gelinde gesagt, oberdreist. Sie haben spekuliert und verloren. Geht vielen mal so.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rüpelpilzchen 15.04.2020 21:38
    Highlight Highlight Die einzige Schweizer Stadt mit einer Clubszene ist Basel. 😂
    • greeZH 15.04.2020 21:43
      Highlight Highlight Ja glaub au :D pfff
    • rüpelpilzchen 15.04.2020 22:37
      Highlight Highlight hahaha
  • DJ77 15.04.2020 21:22
    Highlight Highlight Vielen Dank für diesen Beitrag. Leider sind fast nur vergleichbare Clubs gefragt worden.
    Es besteht aber einen Unterschied zwischen einer Jazzbar mit 2mal Live Musik in der Woche und Platz für 40 Leute und einem Mascotte. Das einzige was alle in der Nachtszene verbindet ist, dass sie seit dem Lockdown alle Mitarbeiter ein Berufsverbot haben und das betrifft, nicht so wie viele meinen nur bekiffte Freelancer oder Abräumer, die einen "so aus Langweile Job" haben! Sondern extrem viele Leute die ohne dieses Einkommen nicht überleben können. (Mich seit 25 Jahren einbezogen).

  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 15.04.2020 21:21
    Highlight Highlight Der Eintritt kostete ja vor Corona schon oft CHF 50 und je nach Bier konnte es auch CHF 15 sein. Fühlte mich immer abgezockt und verstehe nicht wieso die jetzt so jammern.
    • phreko 15.04.2020 21:49
      Highlight Highlight Es musste ja auch immer das Saint Germain sein, nicht?
    • DJ77 15.04.2020 22:53
      Highlight Highlight Krass das du gezwungen wurdest in diesen Club zu gehen und gezwungen wurdest ein Bier zu kaufen. Ich dachte immer in der Freizeit kann man machen was man will.
  • SIEGLINDE 15.04.2020 20:48
    Highlight Highlight Bah ich kann die Schei**e schon langsam nicht mehr hören jeder will Staatshilfe und die Krise hat noch nicht mal begonnen..
    Wir mussten auch ohne Staatshilfen immer durch...was soll die Schei**e wenn die jetzt keine Kohle mehr haben nach geradee 4 Wochen ab i n die INSOLVENZ und wenn fahrlässig dann ne Anzeige oben drauf
    • Juliet Bravo 15.04.2020 21:08
      Highlight Highlight Du unterstellst so wie ich es heraushöre eine Mitschuld der Betreiber.
      Und die Aufregung ist auch nicht gesund.
    • phreko 15.04.2020 21:52
      Highlight Highlight @Sieglinde, wo musstest du denn durch? den Lockdown vor wievielen Jahren?
    • Helvetia87 15.04.2020 21:52
      Highlight Highlight Wo musstest du ohne Staatshilfe durch? Durch den zweiten Weltkrieg? Da war das letzte mal, dass wir in einem solchen Zustand wie jetzt waren, wo Geschäfter ZWANGSGESCHLOSSEN wurden! Also hör auf hier Räuber Geschichten zu erzählen, ich bezweifle dass du Jahrgang 1920 oder darunter hast....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Panic4Clicks 15.04.2020 20:47
    Highlight Highlight In den Clubs sind junge, vitale Gäste.

    Lasst uns durchseuchen, inmunisieren und party on!
    • Juliet Bravo 15.04.2020 21:09
      Highlight Highlight Bis dein erster Freund daran zu Grunde geht.
    • poltergeist 15.04.2020 21:45
      Highlight Highlight Drogenkonsumenten, vor allem Kokser, haben ein geschwächtes Immunsystem. Würde ich nicht unterschätzen.
    • mrmikech 15.04.2020 23:04
      Highlight Highlight @Panic4Clicks: immunität bei jüngere ohne symptomen dauert nur sehr kurz. Infizieren ihre eltern und grosseltern also immer wieder.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schluch 15.04.2020 20:37
    Highlight Highlight und wenn.... falls die einen dicht machen, eröffnen andere. wohl sogar in der gleichen location. arbeitsplätze gehen somit keine verloren. die szene wird höchstens bizli durchgeschüttelt.
    • Darkside 15.04.2020 23:28
      Highlight Highlight So wird es kommen. Ich hab schon mit Sven Väth und DJ Hell im Hive gefeiert als es noch Katakombe hiess. Ist schon ein paar Wochen her. Und der Laden hat seither mindestens zweimal den Namen gewechselt, ist aber immer noch ein Technoclub und immer noch da.
  • Sarkasmusdetektor 15.04.2020 20:19
    Highlight Highlight Ich denke, was bei den Vermietern noch nicht angekommen ist, ist die Tatsache, dass sie in ein paar Monaten überhaupt keine Einnahmen mehr haben werden, wenn sie jetzt nicht auf einen Teil verzichten.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 15.04.2020 21:53
      Highlight Highlight Irrtum. Es werden andere die Chancen nutzen. Das ist wie ein Waldbrand. Nach einem solchen schiesst frisches Grün regelrecht aus dem Boden. So wird das auch mit der Wirtschaft sein. Wenn man nun alte Hasen rettet, bleibt die Chance auf Rejuvenation aus.
    • Vintage 16.04.2020 08:10
      Highlight Highlight @Antinatalist Das mit dem Waldbrand solltest du nochmals nachlesen. Man meint, irrtümlicherweise, ein Waldbrand sei für die Natur ein Neuanfang.
  • Myk38 15.04.2020 20:08
    Highlight Highlight Oh je, überall das gejammer. Die Fitness und Clubbetreiber sind doch sonst die ersten, die mit ihren Porsches und Rolexuhren protzen.
    • Vintage 16.04.2020 08:10
      Highlight Highlight Wie viele Clubbetreiber kennst du denn?
  • ruvos 15.04.2020 19:59
    Highlight Highlight Wir brauchen keine Clubs! Warum soll Steuergeld dafür verschwendet werden???
    • Mizzi 15.04.2020 20:08
      Highlight Highlight Egoist
    • ulmo 15.04.2020 20:14
      Highlight Highlight Weil da Menschen Arbeiten und Auftreten und Lieferanten diese beliefern. Zudem tanzen Menschen gerne.


      Hast du ein Grundsätzliches Problem mit Musik und Tanz?
    • Randy Orton 15.04.2020 20:18
      Highlight Highlight Clubs sind ebenso Arbeitgeber und generieren Umsatz wie Migros, Coop, die Swiss, ein Coiffeurgeschäft oder die SBB.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hierundjetzt 15.04.2020 19:57
    Highlight Highlight Na ja... wenn man für einen „DJ“ 10‘000.- an einem Abend bezahlen kann (den ausserhalb der Blase niemand kennt),, kann das mit den kleinen Margen nicht so ganz stimmen.

    Zudem haben die Mitarbeiter selten eine Festanstellung sondern eher Arbeit auf Abruf oder Temporär.
    • atorator 15.04.2020 20:11
      Highlight Highlight Die Gagen für DJs sind extrem runtergekommen. Oftmals reichen ein paar hundert Franken plus Spesen. Nicht jeder DJ ist Sven Väth.

      Aber zu Absatz zwei kann ich nur zustimmen. Barpersonal, Security, Putzpersonal. Das ist alles auf Stundenbasis geregelt. Keine Arbeit, kein Lohn. Getränke müssen nicht eingekauft werden. Kaum Kosten für Strom.
    • Hierundjetzt 15.04.2020 20:27
      Highlight Highlight Es ist eher das Problem, dass man wegen Corona kein Geld für die Sommerpause erwirtschaften konnte.

      Aber auch hier: Das jetzt plötzlich das Hive zumachen müsste, ist eine urban legend.

      Newcomer habens schwer, klar, da spielt auch das überrissene Schlüsselgeld in Zürich eine grosse Rolle.

      Aber wie gesagt, ob man im 2020 immer noch „Acts“ aus London einfliegen „muss“, sollte dann halt schon sehr gut überlegt sein.

      Um 0300 oder um 1000 stelle ich eigentlich keine grosse Musikalische Unterschiede fest.

      Es sei den, ich trinke nur Sirup
    • Snowy 15.04.2020 20:50
      Highlight Highlight Prost!
    Weitere Antworten anzeigen
  • rburri68 15.04.2020 19:56
    Highlight Highlight Das Bierhübeli, dass seit 1878 existiert, gehört nicht dem Bierhübeli? Erstaunt mich doch. Ich denke, das Bedürfnis nach Party und kollektives Betrinken wird sehr sehr gross sein, wenn Bars und Clubs wieder eröffnen :)
    • Scaros_2 15.04.2020 20:59
      Highlight Highlight Wie kommst du darauf, dass es nach der Krise grösser ist als vorher?

      Ich war vor der Krise nie in Clubs und Bars und geniesse meinen Gin lieber zuhause.

      Warum also sollte ich jetzt explizit rausgehen? In eine Welt die mich noch nie interessiert hat.
    • rburri68 15.04.2020 21:15
      Highlight Highlight Alle die wollen gegen auf einen schlag, und vermutlich länger und mit mehr konsum.
  • Erklärbart. 15.04.2020 19:56
    Highlight Highlight «Wir sind die Ersten, die b̶̶e̶̶t̶̶r̶̶o̶̶f̶̶f̶̶e̶̶n̶ besoffen waren, und die Letzten, die es nicht mehr sein werden.»

    Passt irgendwie besser 😅

    Clubs sind überbewertet. Lieber Bars mit guter Musik in angenehmer Lautstärke.
    • ulmo 15.04.2020 20:20
      Highlight Highlight Also meidest du Orte in denen Künstler auftreten und getanzt wird?

      Ich schätze ja auch eine Bar in der man in angenehmer Lautstärke miteinander reden kann.

      Aber immer nur rumsitzen und trinken ist auch langweilig.

    • ponebone 15.04.2020 20:35
      Highlight Highlight Ist ja schon ein bisschen eine Frage des Alters oder nicht?
    • Snowy 15.04.2020 20:48
      Highlight Highlight Lass mich raten: Du findest auch als Ü30 sollte man nicht mehr tanzen gehen?
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  • bcZcity 15.04.2020 19:56
    Highlight Highlight Irgendwie würde es doch zu Zürich passen dass man nur noch eine begrenzte Anzahl Leute - zu vorher - in den Club lässt. Nur noch Guestlist, viel Platz, Drinks teurer, Club Machos spendabler, Frauenanteil höher, alle fühlen sich als V.I.P.

    Alles exklusiver, weniger Massenabfüll....eh, fertigung.

    „Bisch inne cho?“ oder „Chasch Eus mit inne näh!?“ würde wieder vermehrt die Phrase auf der Gasse sein.
    • ponebone 15.04.2020 20:36
      Highlight Highlight Sagte der mit dem Logo des UG's als Profilbild 😜
    • bcZcity 16.04.2020 00:21
      Highlight Highlight Was hät das mit em UG ztue? Aber immerhin, mind. 49 Personä händ da pfoll kei Humor und Gfühl für Satire 😆
  • Schönbächler 15.04.2020 19:52
    Highlight Highlight In Bern ist die Klubszene sowieso schon tot. Angefangen mit dem Einsiedeln von reichen Bünzlieinwohnern in die Stadt weiter ging es nur noch mit kleinen "Shishabars" und Trinklokale.
    Mit einem richtigen Nachtklub wo Shows und Konzerte stattfinden hat dass was sich in Bern abspielt alles schon lange nichts mehr zu tun. Selbst in der Reithalle geht es nurnoch um Politik.
    • rburri68 15.04.2020 20:08
      Highlight Highlight Gibt schon ein paar gute Sachen, auch in der Reithalle. Dann das Kapitel, im Gaskessel gibts auch hin und da gute Partys. Was Mosaik Organisiert macht jeweils auch Spass (Ein Rave beim Glasbrunnen wäre mal wieder toll), auch der Rave in der Turnhalle im März wäre sicher super gewesen. Aber ja,, Bern hat einige tolle sachen verloren in den letzten Jahren.
    • Zinni 15.04.2020 21:09
      Highlight Highlight Mich machte die schliessung des oxa clubs in zürich etwas fertig. Ist heute halt nicht mehr wie in den 90ern und anfang 2000. Aber ich glaube, es gibt wieder mehr gute parties as ls auch schon 😊
    • Magenta 15.04.2020 22:50
      Highlight Highlight @Zinni, ja, das OXA war toll... 😔

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