DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Ganz normal wird der Besuch beim Coiffeur, bei der Fusspflege oder im Tattoo-Studio nicht. Derzeit arbeiten Bund und Branchenverbände an Schutzkonzepten. bild: keystone / montage watson

So gehen wir demnächst zum Coiffeur, in die Kosmetik oder zur Physio

Ab Ende April dürfen wieder Haare geschnitten, Nägel lackiert und Tattoos gestochen werden. Vorausgesetzt die Studios verfügen über ein Schutzkonzept. So wollen die Coiffeure & Co. sich und ihre Kunden schützen.



In etwas mehr als einer Woche ist Schluss mit langen Haaren, ungemachten Nägeln und halbfertigen Tattoos – Coiffeursalons, Tattoo-Studios und Physiotherapeutinnen dürfen ihre Türen ab dem 27. April wieder öffnen.

Doch damit sie wieder Kundinnen und Kunden begrüssen dürfen, brauchen sie ein Schutzkonzept. In diesem wird festgehalten, wie das Übertragungsrisiko für Kunden sowie für die Mitarbeitenden minimiert werden kann.

Aber wie müssen wir uns den Besuch beim Coiffeur oder im Kosmetik-Studio ab Ende April vorstellen? So sehen die Schutzkonzepte der Branchenverbände bislang aus:

Mit Maske und Schutzanzug beim Coiffeur

Der Verband der Coiffeure und Coiffeusen, Coiffure Suisse, hat bereits ein Konzept erarbeitet. Gegenüber SRF erklärte Zentralpräsident Damien Ojetti, wie dieses aussehen könnte:

So sieht es in Holland beim Coiffeur aus:

Am Freitag hat der Verband zudem ein Dokument online geschaltet mit Informationen für Coiffeursalons, wo das Schutzmaterial bezogen werden kann.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Bund bereitet Schutzkonzepte vor

Der Bund wird bis nächste Woche Modelle für Schutzkonzepte für verschiedene Tätigkeiten veröffentlichen. Dabei handelt es sich um Grobkonzepte. Branchenverbände können dann darauf basierend Feinkonzepte erstellen. Die Betriebe müssen diese schliesslich implementieren. Diese Grobkonzepte sollen etwa Grundregeln wie das Tragen von Handschuhen und Schutzmasken beinhalten. Für die Kontrolle seien dann die kantonalen Arbeitsinspektorate zuständig. Der Bund werde keine Branchenkonzepte bewilligen oder nicht bewilligen.

Gesichtsschutz in Kosmetik-Studios

Keshtjella Pepshi, candidate for the National Council, works as medical cosmetician in Heimberg, Switzerland, on July 24, 2015. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Keshtjella Pepshi, Nationalratskandidatin CVP-BE, arbeitet als medizinische Kosmetikerin, am 24. Juli 2015, in Heimberg. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Bild: KEYSTONE

Auch der Schweizer Fachverband für Kosmetik hat ein Konzept erarbeitet. Es beinhaltet folgende Punkte:

Pedicure

Bild

bild: shutterstock

Der Verband der Fusspflegerinnen und Fusspfleger arbeitet derzeit noch am Schutzkonzept. Bereits vor dem Coronavirus habe man ein Hygienekonzept gehabt, das Mundschutz und Handschuhe beinhaltet, teilt der Verband auf Anfrage von watson mit. Das Arbeitsmaterial sowie die Oberflächen sollen nach jedem Kunden desinfiziert werden. Da sich die Kundinnen während der Behandlung auf einem Stuhl befinden würden, läge der Abstand bereits bei fast zwei Metern.

Es würde jedoch empfohlen, den Stuhl noch etwas mehr zu kippen, damit der Kunde noch mehr gegen oben schaut. Auch nach der Behandlung sollen die zwei Meter Abstand eingehalten werden. Für die Kunden soll die Maske vorerst nicht Pflicht sein, ausser es würde offiziell vorgeschrieben.

Tattoo- und Piercing-Studios

Bild

bild: shutterstock

Der Verband Schweizerischer Berufstätowierer teilt mit, dass er aktuell mit dem Erarbeiten des Schutzkonzeptes beschäftigt sei. Das Tattoo- und Piercing-Studio Giahi mit fünf Standorten in der Schweiz geht davon aus, dass die Tätowierer künftig Schutzmasken und Handschuhe tragen müssen. Zumindest Handschuhe seien schon vorher Pflicht gewesen. Ausserdem dürften die Studios vermutlich nur eine beschränkte Anzahl Kunden bedienen.

Physiotherapeuten noch ohne Schutzkonzept

Die Physiotherapie-Praxen durften auch während des Lockdowns weiterarbeiten. Sie mussten sich jedoch auf die nötigsten Behandlungen beschränken. Ab dem 27. April dürfen sie wieder alle Patienten behandeln, falls ein Schutzkonzept vorliegt. Auf Anfrage teilte Physio Swiss mit, dass noch kein fertiges Schutzkonzept vorliege. Man mache die Mitglieder des Verbandes auf bisherige Empfehlungen aufmerksam. Darin zählt der Verband lediglich die Punkte «Hygiene, Wartezeiten, Information und telefonische Triage der Patienten» auf.

Es bleibe die zentrale Frage: «Wie kann sichergestellt werden, dass alle Unternehmungen mit personenbezogenen Dienstleistungen, die ab 27. April ihre Aktivitäten wieder aufnehmen, über genügend Schutzmaterial verfügen?», schreibt Physio Swiss auf Anfrage.

mit Material von keystone-sda

Was du zum Coronavirus wissen musst:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

15 Quarantäne-Haarschnitte des Grauens

1 / 18
15 Quarantäne-Haarschnitte des Grauens
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

«Masken für alle? Ein Witz»

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Der Bund stoppt den Genderstern: «Bürger*innen» wird nicht amtlich

Die Bundesverwaltung schafft Fakten: Der Genderstern und ähnliche Schreibweisen werden bei den Behörden untersagt. Sie führten zu «einer ganzen Reihe von sprachlichen Problemen», heisst es in einer neuen Weisung.

Es ist ein Reizthema. Sollte man in der deutschen Sprache verschiedene Geschlechter besser berücksichtigen? Immer mehr Unternehmen, Hochschulen und Organisationen verwenden neue sprachliche Formen – allen voran den Genderstern. Bürger*innen, heisst es dann. Oder Wähler*innen.

Damit werde niemand ausgeschlossen, finden die einen: Frauen ebenso wenig wie Menschen, die sich weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zugehörig fühlen. Die anderen befürchten, dass damit das Deutsche …

Artikel lesen
Link zum Artikel