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Duro-Sanierung verzögert sich – weil der Lieferant selbst zum Sanierungsfall geworden ist



ARCHIV --- ZUR DISKUSSION IM PARLAMENT UEBER DEN DURO STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Ein Bucher Duro leicht Lastwagen der Schweizer Armee, aufgenommen in Hinwil, am 17. Juli 2014. (KEYSTONE/Gaetan Bally) *** NO SALES, NO ARCHIVES ***

Lastesel der Schweizer Armee: Der Duro.  Bild: KEYSTONE

Die Sanierung der Armee-Transporter Duro stockt. Grund dafür ist, dass der Hersteller der neuen Lastwagenmotoren selber zum Sanierungsfall geworden ist. Nun werden Pläne für eine Übernahme gemacht.

Die Probleme hatten sich schon Ende letzten Jahres abgezeichnet. Im November teilte die Firma GDELS-Mowag in Kreuzlingen TG mit, dass die Produktion wegen Lieferengpässen beim Motorenlieferanten ins Stocken geraten sei. Nach Plan hätten pro Monat 48 Fahrzeuge fertiggestellt werden sollen. Damals hoffte Mowag noch, der Armee ab Januar weitere Lastwagen übergeben zu können.

Daraus wurde nichts: Wie die «Handelszeitung» sowie «Bund» und «Tages-Anzeiger» berichten, steht die Duro-Produktion bei Mowag derzeit still. Wegen Liquiditätsproblemen habe der Motorenlieferant Steyr Motors im Spätherbst ein Sanierungsverfahren einleiten müssen, teilte das Unternehmen mit. Mowag erhalte im Moment keine neuen Motoren. Ende Februar, so die Hoffnung, soll die Produktion wieder hochgefahren werden.

Übernahme-Pläne

Voraussetzung dafür ist eine Sanierung der österreichischen Firma Steyr Motors, die der chinesischen Investorengruppe Phoenix Tree HSC Investment gehört. Nach Angaben von Mowag verhandeln die vier grössten Kunden – darunter Mowag selber – über eine Übernahme. Das sei zwar nicht nicht die bevorzugte Variante, aber eine Option, um die Lieferkette zu erhalten, schreibt der Fahrzeugbauer. Entscheide sollen bis Ende Februar fallen.

Die Exportschlager der Schweizer Rüstungsindustrie

Die Pleite des Motorenlieferanten setzt auch Mowag unter Druck. Das Unternehmen hat mit dem Bundesamt für Rüstung (armasuisse) einen Vertrag über die Sanierung von 2200 Duro-Lastwagen. Bisher wurden jedoch erst rund 240 Fahrzeuge ausgeliefert. Nach Angaben des Unternehmens beträgt die Verzögerung derzeit zwei Monate bei einer Gesamtlaufzeit von vier Jahren.

Umstrittene Sanierung

Kritiker der Duro-Sanierung dürften sich dadurch bestätigt fühlen. Im Parlament war der Plan nämlich heftig umstritten gewesen. Nicht wenige Ratsmitglieder hätten lieber neue Fahrzeuge gekauft, statt die über 20-jährigen Mannschaftstransporter zu sanieren. Die Kosten belaufen sich pro Fahrzeug auf rund 250'000 Franken, insgesamt über 500 Millionen Franken.

Die Arbeiten umfassen unter anderem die Sanierung des Grundfahrzeuges, einen neuen Motor und neue Fahrzeugelektrik, ein Antiblockiersystem (ABS), einen neuen Mannschaftsaufbau mit Überrollschutz und ein Gurtensystem. (sda)

Viola Amherd besucht am WEF eine Truppe der Armee

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hallo I bims. Ein AfterEightUmViertelVorAchtEsser 07.02.2019 15:07
    Highlight Highlight Sprechen wir hier etwa über die Sanierung von Fahrzeugen, die doppelt so teuer kommt wie die Neubeschaffung dergleichen???
    • 7immi 07.02.2019 15:36
      Highlight Highlight @Hallo
      180000 ohne ABS/ESP und sicherheitseinrichtungen vs. 250000, wo siehst du da den Faktor 2?
  • Lowend 07.02.2019 14:54
    Highlight Highlight Für 250‘000.- bekommt die beste Armee der Welt also nun ein altes Chassis, das damals 140‘000.- gekostet hat mit vielen ganz neuen Anbauten und die Armee muss sich die österreichische Firma Steyer kaufen, damit sie überhaupt die Motoren für ihre Luxussanierung kriegt?

    Da stellt sich echt die Frage, was für tolle Luxusgeräte man sich statt diesem Sanierungsfall hätte leisten können?

    Wenigstens sieht man da mal, wie «verantwortungsvoll» die bisherige Armeeführung unter SVP Ägide mit unseren Steuergeldern umgegangen ist.
    • 7immi 07.02.2019 15:35
      Highlight Highlight @lowend
      die damals 140000 sind heute 180000 wert (Inflation). Ausserdem hatten sie kein ABS, ESP und andere Sicherheitseinrichtungen. Die Alternative wäre ein unterlegener Unimog à 190000 - Ohne Ersatzteilgarantie und Aufbau. Es gab diese zwei Varianten, da die Duros nach 20 Jahren an ihrem Lebensende angekommen sind.

      Diese Motoren sind übrigens in vielen Militär- und Feuerwehrfahrzeugen verbaut aufgrund ihrer Robustheit. Von der drohenden Pleite sind also auch andere Hersteller betroffen.
    • Lowend 07.02.2019 17:38
      Highlight Highlight Berechnen Sie bei Ihren virtuellen Wertberechnungen aber bitte auch noch die Abschreibung nach 20 Jahren, damit wir die korrekten Zahlen haben. Dann kommt vielleicht noch ein fiktiver Buchwert von 1.- raus!

      So oder so wäre alles billiger als dieses Duro-Recycling der Feldgrünen und der staatsnahen MOWAG, der dann halt auch noch eine marode steyrische Motorenfabrik gehören wird und die dann fremde Armeen mit Material beliefert.

      Jedem wehrhaften Nationalisten müssten die kurz geschorenen Nackenhaare zu Berge stehen!
    • 7immi 07.02.2019 22:29
      Highlight Highlight @lowend
      wenn man Preise von vor 29 Jahren mit heute vergleicht, dann macht man das so, um einen Vergleich zu haben. Abgeschrieben sind die Duros (20 Jahre). Nun hat man sich für einen Ersatz entscheiden müssen: Sanierung oder etwa gleich teures aber unterlegenes Fahrzeug (Unimog) beschaffen. Ein neuer Duro gibts nicht, da nicht mehr produziert. Es wäre also nicht günstiger (zu den 190000 des Unimogs kommen noch ersatzteilgarantie und Aufbau), somit ist deine Aussage falsch. Ists jetzt angekommen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Phipsli 07.02.2019 14:41
    Highlight Highlight Frage mich gerade wie man das Geld am wenigsten Schädlich vernichten könnte....die altbekannten Sprichwörter sind leider auch nicht weiter hilfreich: "das Geld aus dem Fenster werfen" dann liegt es draussen in der Natur herum und wird möglicherweise noch von einer Kuh oder so gefressen... "das Geld verbrennen" ist auch nicht wirklich CO2 neutral, mit all den Farben, Metallstreifen usw. welche auf den Scheinen aufgedruckt werden. Mannmannmann echt eine verzwickte Situation...
  • Sauäschnörrli 07.02.2019 13:55
    Highlight Highlight 3/4 der Duros könnte man bestimmt durch Fahrzeuge der Sprinterklasse ersetzen. Meines Wissens ist der Grossteil der ungepanzerten Sanitätsfahrzeuge schon auf Sprintern aufgebaut. Gerade die Fahrzeuge die m.M.n. zur Personenrettung am weitesten ins Gelände sollten vordringen können. Ich weiss auch nicht, wie schlau es ist, dass die Truppentransporter stellen erreichen, die die Sanität nicht mehr erreichen würde.
    • fidget 07.02.2019 15:02
      Highlight Highlight Nein, Sprinter können die Duros nicht ersetzen. Schon alleine der Mannschaftstransport ist nicht ohne massiven Fahrzeugeinsatz zu bewältigen. Für einen vollbesetzten Duro müssten 2 Sprinter fahren. Und viel Platz für Material (auch Gefechtspackung der Soldaten) hat der Sprinter auch nicht. Hinzu kommt noch, dass es mehr Fahrer braucht. Wir hatten immer etwas Mangel an genügend Fahrern, da macht es wenig Sinn einen künstlichen Mehrbedarf zu schaffen.
    • Sauäschnörrli 07.02.2019 16:07
      Highlight Highlight Sprinter lang mit Fahrerhaus 5500kg

      Länge: 6864mm
      Länge Ladefläche: 4162mm
      Breite: 2241mm
      Höhe: 2371mm
      Wendekreis: 14.2m
      Leergewicht: 2356kg
      Nutzlast: 3144kg

      https://www.mercedes-benz.ch/vans/de/sprinter/cab-chassis/technical-data

      Duro 4x4

      Länge: 6030mm
      Länge Ladefläche: 3708mm
      Breite: 1960mm
      Höhe: 2650mm
      Wendekreis: 16m
      Leergewicht: 3700kg
      Nutzlast: 2200kg

      http://www.militaerfahrzeuge.ch/unterkategorie_11_21_198.html

      Natürlich würde es gehen.
    • kobL 07.02.2019 16:55
      Highlight Highlight Am Duro kannst du nochmals 2.2 Tonnen anhängen und hast Allrad. Beides geht beim Sprinter "lang" laut deinem Link nicht. Ach ja, einen entsprechenden, universellen Aufbau müsstest du auch zuerst noch entwickeln. So günstig würde das auch nicht werden.

      Wegen den geländegängigen Sanitätsfahrzeugen: du weisst schon, dass es noch die 40 San Piranhas und noch 4 Mowag San Duro gibt (gepanzert)?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Räuber&Liebhaber 07.02.2019 11:01
    Highlight Highlight Und ich hoffte noch in meinem letzten WK-Jahr einen "modernen" Duro fahren zu dürfen. *sad*
    Ist es zu spät um Zivi zu beantragen? ;)

    Als Input (Erfahrung als C1 Fahrer im DD und WK) : der Duro wird haupsächlich auf der Autobahn, bzw. Kantonsstrassen gefahren. Das Automatik(!)-Getiebe hat aber nur vier Gänge. Ab 50 km/h wird die Tourenzahl die Geschwindigkeit bestimmt. Ziemlich schlecht für einen Dieselmotor! Der Verbrauch enorm.
    • MeineMeinung 07.02.2019 14:17
      Highlight Highlight Ich kann dich beruhigen, du verpasst nicht viel.
      Andere Verpackung selber Mist.
      ABS und ESP tragen sicher enorm zur Fahrsicherheit bei und auch der Überrollschutz ist sinnvoll. Das Gurtsystem ist gut gemeint wird aber schlussendlich wohl kaum gebraucht werden (leider)
      Was den Motor/Getriebe betrifft: das neue Getriebe ist zwar ein 8-Gang ZF Getriebe, aber es ist m.M.n. einfach zu wenig abgestuft. Bei ca. 60 km/h ist der Duro bereits im 8ten Gang. Dadurch läuft der Motor bei 80km/h bei ca. 3000-3200/min
      Und die Spiegel sind noch immer der selbe Mist (aber neu mit Heizung)
    • kobL 07.02.2019 14:33
      Highlight Highlight Kannst du mir bitte erklären, was an dem Getriebe so schlecht sein soll? Wandlerautomatik mit 3-4 Gängen war vor DSG der Standard bei Autos mit Automatikgetriebe. Und der Duro stammt nun mal aus dieser Zeit. Das einzige Problem war, dass der Wandler überhitze, falls der Fahrer unfähig war und nicht "runtergeschaltet" hat. Bei mir hat das Ding jedenfalls nie überhitzt, auch nicht auf Bergstrecken mit > 1000 hm.
      Was meinst du mit "Ab 50 km/h wird die Tourenzahl die Geschwindigkeit bestimmt."? Und was soll daran schlecht sein für einen Dieselmotor?!
    • Räuber&Liebhaber 07.02.2019 14:42
      Highlight Highlight Der Verbrauch mein lieber kobL.. Zudem ist der Wirkungsgrad bei hohen Touren viel schlechter. Kommt der Windwiderstand hinzu, welcher im quadrat wirkt. Und bleib bitte Fokussiert. nur weil du mal mit dem Duro über einen Pass gefahren bist.. *gähn* träumst du davon, dass du der einzige gute Fahrer der Schweizer Armee bist? Muss ehrlich sagen, dass ich noch nie einen überhitzten Duro gesehn habe.
      * weil der 4-Gang bereit mit 50 km/h geschaltet wird.
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