Schweiz
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Der Armeechef ist froh über den SVP-Abgang im VBS



Armeechef Philippe Rebord hofft mit CVP-Bundesrätin Viola Amherd an der Spitze des Verteidigungsdepartements auf eine stärkere Akzeptanz des Militärs im Bundesrat. Er sieht dank der neuen Chefin zudem eine Chance für eine sachlichere Diskussion über die Armee.

Korpskommandant Philippe Rebord, Chef der Schweizer Armee, spricht waehrend einer Medienkonferenz von die ersten 100 Tage als Chef der Schweizer Armee, am Montag, 10. April 2017 in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Armeechef Philippe Rebord. Bild: KEYSTONE

Nach dem Abgang von SVP-Bundesrat Guy Parmelin im Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) sei es im Gesamtbundesrat denkbar, dass die Akzeptanz der Armee gestärkt werde, sagte Rebord in einem am Donnerstag publizierten Interview der «Neuen Zürcher Zeitung».

Man habe bislang ab und zu einen gewissen Abwehrreflex gegen die SVP erlebt. «Ich glaube, dass die Diskussion über die Armee jetzt an Sachlichkeit gewinnen kann.»

Mit der Walliserin Viola Amherd wird erstmals in der Geschichte des Verteidigungsdepartements eine Frau der Armee politisch vorstehen. «Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihr», sagte Rebord, der ebenfalls aus dem Wallis stammt.

Er sieht es als Vorteil an, dass eine Frau ohne militärische Erfahrung ins Amt kommt. «Sie kann ohne Vorurteile das Amt antreten. Ich kann mir vorstellen, dass es eine sehr sachliche Zusammenarbeit wird. Und das ist sehr gut so.»

Die neugewaehlte Bundesraetin Viola Amherd kommt wahrend einer Medienkonferenz, am Mittwoch, 5. Dezember 2018 in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Neue Departementsvorsteherin: Viola Amherd. Bild: KEYSTONE

Im Interview bekräftigte Rebord, dass angesichts von Negativschlagzeilen etwa wegen Helikopterflügen für Partnerinnen hoher Militärs oder Alkohols auf Kosten der Steuerzahler ein Kulturwandel im Umgang mit Spesen nötig sei. «Wir haben uns zwar an den Budgets orientiert, aber nicht gefragt, wie die innerhalb dieser Budgets getätigten Ausgaben auf das Image der Armee zurückwirken.»

Seit Juli gebe es ein neues Spesenreglement, das konsequent umgesetzt werde. «Mittlerweile leuchtet mir ein, dass zum Beispiel die Helikopterflüge für die Bevölkerung nicht akzeptabel sind.»

Der 61-jährige Rebord ist seit Anfang 2017 Chef der Schweizer Armee. Der Vertrag des Historikers und jahrzehntelangen Berufsmilitärs wurde laut eigenen Angaben bis Ende 2020 verlängert. «Ich diene, ich habe gedient. Und ich bin auch motiviert zu bleiben.» (sda)

Amherd hat mit mehr als einem Wahlgang gerechnet

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Video: srf

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34Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • fidget 13.12.2018 12:14
    Highlight Highlight Helikopterflüge und ausufernde Schnapsorgien kommen also beim Steuerzahler nicht gut an? Mittlerweile leuchtet das dem CdA ein. Das sollte jedem klar sein, dass so etwas von der Öffentlichkeit nicht goutiert wird. Eigentlich heisst das nur, dass sich ohne Aufdeckung dieser Spesengeschichte nie etwas geändert hätte. Es wäre immer noch der gleiche Selbstbedienungsladen wie vorher. Ich hoffe mal, dass Frau Amherd aufräumt.
  • Theor 13.12.2018 11:25
    Highlight Highlight Die sollen mal ihre Flugzeuge "im Budget" kaufen. Mehr Geld haben wollen weil sie das vorhandene lieber mit Exzessen verprassen! Zum Kotzen dieser Verein!
  • Hallo I bims. Ein AfterEightUmViertelVorAchtEsser 13.12.2018 11:07
    Highlight Highlight «Wir haben uns zwar an den Budgets orientiert, aber nicht gefragt, wie die innerhalb dieser Budgets getätigten Ausgaben auf das Image der Armee zurückwirken.»

    Heisst das jetzt, dass das Armeebudget zu gross ist?
  • Ueli Blocher 13.12.2018 10:56
    Highlight Highlight Was soll der Armee Chef auch anderes sagen?
    Soll er sagen: Eine Frau? lehnen wir alle ab!
    Eine der CVP, können wir nicht ernst nehmen.
    Was die sagt geht uns allen am Allerwärtesten Vorbei!
    Die kann Tun und Erlassen was sie will, wir Ziehen unser Ding durch!
    Nee dann ist er den Posten Los. Also schön sagen alles ist so gut, alles kommt noch besser. Wir sind alle mit dem Entscheid super Glücklich und alle Fehler werden NIEMALS wieder geschehen.
    Das ist halt Pressearbeit aber wie es in deren Köpfen Aussieht wissen wir nicht. Aber das Verhalten wird bald Antwort geben.
  • Zeit_Genosse 13.12.2018 10:35
    Highlight Highlight Da hat Amherd eine Personalie zu lösen. Das bringt ihr Glaubwürdigkeit, wenn sie am Kopf beginnt. Ich traue ihr einiges zu und die C-Partei kann Profil mit ihr gewinnen. Verlieren kann man nach dem was Parmelin zurücklässt fast nicht.
  • RichPurnell 13.12.2018 09:49
    Highlight Highlight Der Typ sieht also echt nicht, dass nicht irgendein Bundesrat für das Imageproblem verantwortlich ist, sondern er selbst?

    Er ist Verantwortlich für die Spesenexzesse, dann er ist der Chef. Das ist nunmal der Sinn des Chefs. Wie soll ich so jemanden ernst nehmen?

  • raues Endoplasmatisches Retikulum 13.12.2018 09:23
    Highlight Highlight Wie der Bundesrat seine Posten aufgeteilt hat wurde in den Medien zurecht kritisiert, wie auch das Parmelin nach drei Jahren, in denen er nichts zustandebekommen hat, schon wieder geht. Allerdings schätze ich es sehr, dass das VBS endlich mal aus den Händen der SVP ist und jetzt hoffentlich mit dem dortigen Filz aufgeräumt wird.
  • Hattori_Hanzo 13.12.2018 09:12
    Highlight Highlight Bezüglich Budget Aussage ist die Sachlage eigentlich klar: Solche Spesenexzesse (und dann nicht mal mit Stil wie eure Haus eigenen Spesenritter @Watson) sind also noch im Budget? Dann ist wohl einfach zu viel Budget da. Da könnte man kürzen. Korrekt liebe Volksparteivertreter, Verfechter der einfachen Lösungen? Ist schliesslich das Geld des Volles das hier verprasst wird.
  • Matrixx 13.12.2018 09:06
    Highlight Highlight Vielleicht schafft es eine Frau im VBS endlich, dass mehr Gleichberechtigung bezüglich Wehrpflicht herrscht...
    • Xonco aka. The Muffin Man - the muffin man 13.12.2018 09:37
      Highlight Highlight Du Frauenverachtendes .... hat sich wohl der Blitzer gedacht...

      Aus welchem Grund auch immer.
    • Cédric Wermutstropfen 13.12.2018 09:51
      Highlight Highlight Wehrpflicht ist, wie es das Wort schon suggeriert, eine Pflicht und kann somit auch nichts direkt mit Gleichberechtigung zu tun haben. Ich bin dezidiert gegen die Wehrpflicht für Frauen. Man muss nicht immer alles gleichmachen.
    • Eh Doch 13.12.2018 10:10
      Highlight Highlight Dazu gibt es eine elegante Lösung:
      Wehrpflicht einfach abschaffen.
      So einfach ist das
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alice36 13.12.2018 08:57
    Highlight Highlight "Seit Juli gebe es ein neues Spesenreglement, das konsequent umgesetzt werde".

    Was heisst hier neu, bisher gab es gar keines.
    • the Wanderer 13.12.2018 09:14
      Highlight Highlight eben, deshalb neu :-)
    • Master_ J 13.12.2018 09:36
      Highlight Highlight Ein NEUES
    • Xonco aka. The Muffin Man - the muffin man 13.12.2018 10:19
      Highlight Highlight Korrekt müsste es dann denke ich mal heissen, Neu gibt es seit Juli ein Spesenreglement.

      Seit Juli gibt es ein neues Spesenreglement klingt stark danach, als hätte es schon eines gegeben.

      However.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Philboe 13.12.2018 08:41
    Highlight Highlight Und da fragt man sich wieso die Armee eine schlechte Akzeptanz hat wenn nicht einmal der CDA himself seinen Kopf einschaltet. Stichwort Helikopterflug und Einleuchten. Wie war das noch mit XMV oder Vorbild sein?
  • dan2016 13.12.2018 08:40
    Highlight Highlight Wenn die Budgets massgebend sind und nicht auch gesundes Gerechtigkeitsempfinden, dann sind die Budgets nochmals massiv zusammenzustreichen.
  • Posersalami 13.12.2018 08:32
    Highlight Highlight «Wir haben uns zwar an den Budgets orientiert, aber nicht gefragt, wie die innerhalb dieser Budgets getätigten Ausgaben auf das Image der Armee zurückwirken.»

    Klar, das war natürlich alles nur ein grosses Missverständnis!
  • Schluch 13.12.2018 08:23
    Highlight Highlight Das schlechte Image kam von der SVP (klar, nicht die Armee ist unattraktiv).
    Die Unerfahrene hat keine Vorurteile (keine schlechten Erfahrungen).
    Im Rahmen des Budgets kann man saufen und sichs gut gehen lassen. (Ok, zukünftig nur noch so, dass es gut fürs Image ist. Kein Wort von Sinn, Vernunft oder Verantwortung für die anvertraute Kohle. Ist ja im Budget).

  • kontos 13.12.2018 08:18
    Highlight Highlight «Mittlerweile leuchtet mir ein, dass zum Beispiel die Helikopterflüge für die Bevölkerung nicht akzeptabel sind.»
    Hat der Mann eigentlich ein Granatsplitter anstelle des Hirns, wie kann der Armeechef als höchster Angestellter in der Armee der Schweiz so kurzsichtig sein und erst jetzt nach dem auffliegen der ganzen Spesenaffäre so einen Satz raushauen?
    Da wird gejammert die Akzeptanz in der Schweiz fehle für die Armee und dann bewegen sich die Männer in Grün ja nur im vorgegebenen Budget... geht's noch!
    Brecht mal eure veralteten Strukturen auf und startet die stärkste Waffe des Menschen "das Hirn"!
    • Ich weiss ja ned, aber... 13.12.2018 10:37
      Highlight Highlight Du hast schon Recht - aber immerhin steht er dazu Fehler gemacht zu haben und hat seine Sicht auf die Dinge revidiert. Dies öffentlich so zu sagen ist ja schon mal was.
    • TanookiStormtrooper 13.12.2018 11:59
      Highlight Highlight Also ganz ehrlich, mich hat die Sache mit den Flügen noch am wenigsten gestört. Wenn sie nämlich nicht ihre Ehefrauen durch die Gegend fliegen, dann fliegen sie nämlich leer durch die Gegend. Das Kerosin will verbraucht werden, aus Angst es gäbe dann nächstes Jahr weniger. Immer wieder sehe ich wie sie täglich mit ihren Radschützenpanzern durch die Strassen gurken. Granaten und Munition werden aus demselben Grund sinnlos verballert. Wenn man da ansetzt, spart man richtig viel Geld.
    • dan2016 13.12.2018 12:04
      Highlight Highlight @Ich weiss ja ned,... nein, er ist ja nicht einsichtig. Sondern er hat eingesehen, dass solche Dinge -
      falls an der Öffentlichkeit - eventuell schaden können. Vielleicht steht im Spesenreglement neu, dass dies unter 'streng geheim' behandelt werden muss.
  • Freilos 13.12.2018 08:14
    Highlight Highlight Der grosse Vorteil der Armee wird sein, dass mit Maurer und Parmelin zwei ehemalige VBS Chefs im Bundesrat sitzen, welche zusammen mit Amherd und den FDP Bundesräten Mehrheiten bilden können was Armeefragen betrifft.

    Beim Volk wird die Armee aber immer kritisch gesehen, egal was entschieden wird.
    • Beni Ingold 13.12.2018 08:38
      Highlight Highlight Hatten wir nicht vor ein paar Jahren eine Abstimmung über die Abschaffung der Armee? Soweit ich mich erinnern kann sehen 67% des Volkes die Armee als notwendig an... Sprechen Sie doch nicht für das ganze Volk wenn Sie Ihre Meinung kundtun
    • ScottSterling 13.12.2018 09:15
      Highlight Highlight @Beni: 'Notwendig ansehen' und 'kritisch sehen' schliesst sich nicht aus.
    • OSB1 13.12.2018 09:27
      Highlight Highlight @Beni Ingold
      Ich bin auch gegen eine Abschafung der Armee und trotzdem, oder gerade deswegen sehe ich die Armee kritisch. Nicht zuletzt, weil ich in meiner Dienstzeit viel gesehen habe, was gegen jede Vernunft geht, insbesondere bezüglich Budget. Das eine schliesst das andere nicht aus, im Gegenteil. Wenn wir eine effiziente Armee wollen, ist ein kritischer Blick notwendig.
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