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Der Armeechef ist froh über den SVP-Abgang im VBS

13.12.2018, 07:4313.12.2018, 08:36

Armeechef Philippe Rebord hofft mit CVP-Bundesrätin Viola Amherd an der Spitze des Verteidigungsdepartements auf eine stärkere Akzeptanz des Militärs im Bundesrat. Er sieht dank der neuen Chefin zudem eine Chance für eine sachlichere Diskussion über die Armee.

Armeechef Philippe Rebord.
Armeechef Philippe Rebord.Bild: KEYSTONE

Nach dem Abgang von SVP-Bundesrat Guy Parmelin im Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) sei es im Gesamtbundesrat denkbar, dass die Akzeptanz der Armee gestärkt werde, sagte Rebord in einem am Donnerstag publizierten Interview der «Neuen Zürcher Zeitung».

Man habe bislang ab und zu einen gewissen Abwehrreflex gegen die SVP erlebt. «Ich glaube, dass die Diskussion über die Armee jetzt an Sachlichkeit gewinnen kann.»

Mit der Walliserin Viola Amherd wird erstmals in der Geschichte des Verteidigungsdepartements eine Frau der Armee politisch vorstehen. «Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihr», sagte Rebord, der ebenfalls aus dem Wallis stammt.

Er sieht es als Vorteil an, dass eine Frau ohne militärische Erfahrung ins Amt kommt. «Sie kann ohne Vorurteile das Amt antreten. Ich kann mir vorstellen, dass es eine sehr sachliche Zusammenarbeit wird. Und das ist sehr gut so.»

Neue Departementsvorsteherin: Viola Amherd.
Neue Departementsvorsteherin: Viola Amherd.Bild: KEYSTONE

Im Interview bekräftigte Rebord, dass angesichts von Negativschlagzeilen etwa wegen Helikopterflügen für Partnerinnen hoher Militärs oder Alkohols auf Kosten der Steuerzahler ein Kulturwandel im Umgang mit Spesen nötig sei. «Wir haben uns zwar an den Budgets orientiert, aber nicht gefragt, wie die innerhalb dieser Budgets getätigten Ausgaben auf das Image der Armee zurückwirken.»

Seit Juli gebe es ein neues Spesenreglement, das konsequent umgesetzt werde. «Mittlerweile leuchtet mir ein, dass zum Beispiel die Helikopterflüge für die Bevölkerung nicht akzeptabel sind.»

Der 61-jährige Rebord ist seit Anfang 2017 Chef der Schweizer Armee. Der Vertrag des Historikers und jahrzehntelangen Berufsmilitärs wurde laut eigenen Angaben bis Ende 2020 verlängert. «Ich diene, ich habe gedient. Und ich bin auch motiviert zu bleiben.» (sda)

Amherd hat mit mehr als einem Wahlgang gerechnet

Video: srf
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31 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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kontos
13.12.2018 08:18registriert Januar 2014
«Mittlerweile leuchtet mir ein, dass zum Beispiel die Helikopterflüge für die Bevölkerung nicht akzeptabel sind.»
Hat der Mann eigentlich ein Granatsplitter anstelle des Hirns, wie kann der Armeechef als höchster Angestellter in der Armee der Schweiz so kurzsichtig sein und erst jetzt nach dem auffliegen der ganzen Spesenaffäre so einen Satz raushauen?
Da wird gejammert die Akzeptanz in der Schweiz fehle für die Armee und dann bewegen sich die Männer in Grün ja nur im vorgegebenen Budget... geht's noch!
Brecht mal eure veralteten Strukturen auf und startet die stärkste Waffe des Menschen "das Hirn"!
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Posersalami
13.12.2018 08:32registriert September 2016
«Wir haben uns zwar an den Budgets orientiert, aber nicht gefragt, wie die innerhalb dieser Budgets getätigten Ausgaben auf das Image der Armee zurückwirken.»

Klar, das war natürlich alles nur ein grosses Missverständnis!
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Schluch
13.12.2018 08:23registriert Mai 2014
Das schlechte Image kam von der SVP (klar, nicht die Armee ist unattraktiv).
Die Unerfahrene hat keine Vorurteile (keine schlechten Erfahrungen).
Im Rahmen des Budgets kann man saufen und sichs gut gehen lassen. (Ok, zukünftig nur noch so, dass es gut fürs Image ist. Kein Wort von Sinn, Vernunft oder Verantwortung für die anvertraute Kohle. Ist ja im Budget).
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