Schweiz

Kasachstan-Affäre: Strafverfahren auch gegen Ex-Diplomat Thomas Borer 

Kasachstan-Affäre: Strafverfahren auch gegen Ex-Diplomat Thomas Borer 

12.09.2018, 15:2812.09.2018, 15:31

In der Kasachstan-Affäre eröffnet die Bundesanwaltschaft gegen alt Nationalrat Christian Miesch (SVP/BL) und auch gegen Ex-Botschafter Thomas Borer ein Strafverfahren. Sie verdächtigt Borer der Bestechung und der Vorteilsgewährung, wie sie am Mittwoch mitteilte.

Die Bundesanwaltschaft kann auch gegen den ehemaligen Baselbieter SVP-Nationalrat Christian Miesch ermitteln. Die zuständigen Kommissionen des Parlaments haben entschieden, seine Immunität aufzuheben.

Borer: Irrtümliche Zahlung

Miesch wird verdächtigt, Geld für die Einreichung einer Interpellation angenommen zu haben. Ihm wird passive Bestechung vorgeworfen. Die Immunitätskommission des Nationalrates hat mit 5 zu 3 Stimmen beschlossen, Mieschs parlamentarische Immunität aufzuheben, wie Kommissionspräsidentin Mattea Meyer (SP/ZH) am Mittwoch vor den Bundeshausmedien sagte.

Miesch soll dem Lobbyisten Thomas Borer 2015 als Sekretär der Gruppe Schweiz-Kasachstan 4635 Franken für ein Senioren-Generalabonnement 1. Klasse in Rechnung gestellt haben. Als Nationalrat hatte Miesch damals bereits ein GA.

Die Bundesanwaltschaft verdächtigt Miesch, das Geld für die Einreichung einer Interpellation kassiert zu haben. Es geht um passive Bestechung und Vorteilsannahme. Vor der Immunitätskommission des Nationalrats hatte Miesch geltend gemacht, er habe die Interpellation aus eigenem Antrieb eingereicht. Laut Borer wurde der Betrag an Miesch irrtümlich aufgrund eines Fehlers in der Buchhaltung bezahlt. Miesch habe das Geld zurückerstattet.(whr/sda)

SBB-Sparbillette sind massiv günstiger

1 / 6
SBB-Sparbillette sind massiv günstiger
Wer von Luzern nach Bern fährt, bezahlt aktuell 39 Franken in der zweiten Klasse.Bild: Screenshot SBB-App
quelle: screenshot sbb app
Auf Facebook teilenAuf X teilen

Die Bundesverfassung wird heute 170 Jahre alt

Video: srf/SDA SRF
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Themen
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Juliet Bravo
12.09.2018 16:09registriert November 2016
Diese ganze Kasachstan-Geschichte, da würde ich gern mehr erfahren. Wofür lobbyiert denn Borer genau für Kasachstan und machte Miesch zu seinem politischen Komplizen?
00
Melden
Zum Kommentar
4
So stimmt Verleger Peter Wanner bei der Halbierungsinitiative ab
Was soll die SRG tun, was nicht? Ist der Rundfunk regional präsent? Wieso hat ihn Beni Thurnheer aufgeregt? CH-Media-Präsident Peter Wanner erklärt, was er von der 200-Franken-Vorlage hält.
Was fällt Ihnen auf im Abstimmungskampf um die 200-Franken-Vorlage?
Peter Wanner: Die Debatte wird zunehmend emotional und polemisch geführt. Leider verlässt man die Ebene der Sachlichkeit. Beide Lager übertreiben massiv. Die Befürworter zeichnen das Bild eines linken Medienmolochs, die Gegner beschwören das Ende der Demokratie und der Meinungsfreiheit herauf. Besonders negativ aufgefallen ist mir Bernard Thurnheer.
Zur Story