DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Nike-Turnschuhe Sneaker

Der Wunsch, teure Markenprodukte zu besitzen, sei vor allem bei Jugendlichen mit schlechtem Selbstwertgefühl ausgeprägt, sagt die Psychiaterin. Bild: Shutterstock.com

Nike-Schuhe gegen Sex – Mann nach Oralsex mit 14-Jährigem verurteilt

Neue Sneakers im Wert von 150 Franken versprach ein 49-Jähriger einem Teenager als Gegenleistung für Oralsex. Nun wurde der Mann verurteilt. Die beiden hatten sich online verabredet – laut Fachleuten nehmen solche Fälle zu.



«Diese Minderjährigen fühlen sich nicht viel mehr wert als ein Paar Markenturnschuhe», sagt Cornelia Bessler, Chefärztin am Zentrum für Kinder- und Jugendforensik an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich, in der SonntagsZeitung. Sie bezieht sich auf Fälle wie jenen, der sich im März 2016 in der Ostschweiz abgespielt hat. 

Ein 14-Jähriger traf sich in einer Waldhütte mit einem Mann, den er nie zuvor gesehen hatte. Die beiden hatten sich im Internet kennengelernt. Der Erwachsene versprach dem Jugendlichen, ihm im Internet neue Nike-Schuhe für 150 Franken zu bestellen – als Gegenleistung für Oralsex.

Der Teenager gab gegenüber dem 49-Jährigen an, bereits 16 Jahre alt und damit aus dem Schutzalter heraus zu sein. Der Mann, ein Angestellter eines staatsnahen Betriebes, verlangte keinen Ausweis. 

Weitere Fälle bekannt

Ende März verurteilte die Zürcher Staatsanwaltschaft den Mann zu einer Geldstrafe von 27'200 Franken – wegen sexueller Handlungen mit einem Minderjährigen gegen Entgelt sowie wegen Pornografie.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit noch in einem weiteren ähnlich gelagerten Fall, wie die «SonntagsZeitung» schreibt. Auch Bessler, die Jugendforensikerin, kennt das Muster. Das Angebot «Sex gegen Geld» sei für einzelne Kinder eine Möglichkeit, um an Geld zu kommen, lässt sie sich im Artikel zitieren.

Oft seien Schulden das Motiv oder der Gruppendruck, teure Markenprodukte zu besitzen. «Der Wunsch kann besonders bei im Selbstwert verunsicherten Jugendlichen hoch sein», so Bessler.

Laut einer Studie des Instituts für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich soll sich jeder 14. Jugendliche in der Schweiz bereits einmal mit einem Wildfremden aus dem Netz getroffen haben. Davon gab knapp jeder Dritte an, «eine beunruhigende Erfahrung» gemacht zu haben.

(jbu)

Aktuelle Polizeibilder: Auto landet im Greyerzersee

1 / 95
Aktuelle Polizeibilder: Lagergebäude durch Brand beschädigt
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Das könnte dich auch interessieren:

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Urteil gegen Ex-Polizist wegen Tötung George Floyds

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

S-Bahn kracht in Ballwil in Baumaschine ++ Rega fliegt Arbeiter ins Spital

Ein Baufahrzeug, ein sogenannter Dumper, ist am Freitagvormittag in Ballwil unter einen Zug geraten. Der 51-jährige Dumperfahrer verletzte sich dabei erheblich, er wurde von der Rega in ein Spital geflogen. Der Zug sprang aus den Schienen, was die Bergungsarbeiten aufwendig machte.

Der Mann befuhr gegen 10.50 Uhr mit dem Dumper den Bahnübergang Richtung Kieswerkstrasse, als er von einem Zug der S9 erfasst wurde, der von Eschenbach in Richtung Hochdorf verkehrte, wie die Luzerner Polizei …

Artikel lesen
Link zum Artikel