Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa06998589 Policemen remove rental electric scooters in Valencia, Spain, 05 September 2018. Valencia's City Council is removing Lime's electric vehicles as the US company failed to meet the deadline 05 September. According to authorities Lime does not have the required authorization and in not paying the fee to carry out such lucrative activity.  EPA/Kai Försterling

In Valencia zogen im September 2018 Polizisten die E-Scooter ein.  Bild: EPA/EFE

Lime-Trottis – das könnte der Grund für die Unfallserie in der Schweiz gewesen sein

500 E-Trottis musste Lime in der Schweiz nach einer Unfallserie mit mehreren Verletzten aus dem Verkehr ziehen. Die 5 wichtigsten Fragen und Antworten.  



Was ist passiert?

Die Leih-Scooter von Lime bringen einige Nutzer statt von A nach B ins Spital: Nach einer Serie von Unfällen hat das Tech-Unternehmen am Dienstag alle 500 E-Trottis in Zürich und Basel aus dem Verkehr gezogen.

Wegen Softwareproblemen blockierten bei 25 km/h urplötzlich die Bremsen, wie watson-Recherchen aufdeckten. Mehrere Nutzer flogen so kopfvoran auf den Asphalt. Die Folge: Gebrochener Ellbogen, ausgekugelte Schulter, Schürfwunden. «Menschen können so bei einem Unfall sterben», so ein Opfer. 

Gibt es weitere Fälle?

Aufgrund der Berichterstattung haben sich auf der watson-Redaktion weitere Opfer gemeldet, die das identische Crash-Muster schildern. 

Was sagt Lime zur Unfallursache ?

Techniker und Software-Teams aus der Schweiz und den USA durchleuchten derzeit die 500 eingesammelten Scooter auf «Herz und Nieren», wie es Roman Balzan, Kommunikationschef von Lime Schweiz, ausdrückt. Es gibt eine erste Spur: «Nach ersten Hinweisen überprüfen wir aktuell, ob ein Software-Update die Diebstahlsicherung ausgelöst hat». 

Pro Tag zählte Lime in der Schweiz bis 6000 Fahrten. Noch sei unklar, wann die E-Trottis wieder durch Zürich und Basel flitzen können. «Die Sicherheit geht vor. Wir sind aber zuversichtlich, dass wir bald eine Lösung finden und Lime die Scooter wieder freigeben kann.»

Bild

Lime-Sprecher Roman Balzan. zvg

Sind weitere Städte betroffen?

Beim fehlerhaften E-Scooter handelt es sich um das Modell «Ninebot» des Herstellers Segway, das mit einer Software-Bremse ausgestattet ist. Dieser Typ wird von Lime in der Schweiz seit September eingesetzt. Ebenso ist es in LissabonWarschau und in Wien unterwegs. Auch dort würden die E-Scooter nun überprüft, so Balzan. 

Bild

Der Ninebot von Segway.  zvg

Was ist eigentlich Lime? 

Das US-Startup wurde 2017 im Silicon Valley  gegründet und expandiert seither wie wild. In den USA, Europa und Asien sind in 120 Städten über 60'000 Lime-Velos unterwegs. Dazu kommen tausende E-Trottis, die man wie die Bikes per App freischalten kann. In Zürich flitzen die flinken Scooter seit Sommer 2018 durch die Strassen, in Basel seit Herbst. Die Limmatstadt war die erste City ausserhalb der USA, in der die E-Scooter verkehrten. 

Die Firma kann mit der richtig grossen Kelle anrichten: Im Juli 2018 butterten Uber und der Google-Mutterkonzern Alphabet satte 335 Millionen Dollar in die Sharing-Firma, welche mittlerweile über eine Milliarde Wert ist. Die Investoren wittern das grosse Geschäft: Denn Lime verfolgt nicht weniger als das Ziel, mit den Scootern die innerstädtische Mobilität zu revolutionieren. 

«Aktuell geht es Lime darum, den Markt so rasch als möglich zu besetzen. Nachhaltigkeit und die Qualität kommen dadurch erst an zweiter Stelle. Denn es ist ein Wettlauf gegen andere Anbieter wie Bird», sagt der Micromobility-Berater Philip James Douglas zu watson. 

epa06471076 A bike detail of a rent-a-bike of the startup group 'LimeBike' in Frankfurt/Main, Germany, 24 January 2018. The company said that it has some 500 Limebike's running in Frankfurt/Main.  EPA/ARMANDO BABANI

Bild: EPA

Nico testet den E-Scooter in der watson-Redaktion

abspielen

Video: watson

Augenblicke – Bilder aus aller Welt

Das könnte dich auch interessieren:

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

Du bist ein Schwing-Banause? Wir klären dich rechtzeitig fürs Eidgenössische auf

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

Vorsicht, jetzt kommt die Wohnmobil-Rezession!

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

Apples Update-Schlamassel – gefährliche iOS-Lücke steht zurzeit wieder offen

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Zug steckt während 3 Stunden zwischen Grenchen und Biel fest – Passagiere wurden evakuiert

Link zum Artikel

«Es ist absurd» – der Chef erklärt, was er vom Feminismus hält

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

15
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lexxus0025 10.01.2019 16:47
    Highlight Highlight Da es ein US-Unternehmen ist sollten die Betroffenen schadensersatzforderungen stellen. Für sowas kanns ein hübsches sümmchen geben. Mit „es tut und leid, wir arbeiten dran“ sollte man sich nicht zufrieden geben. Schliesslich handelt es sich um ein Verkehrsmittel welche sicher zu sein hat wenn man es anbietet.
    • blamethecondom 10.01.2019 18:55
      Highlight Highlight Du wenn es darauf wenigstens eine Antwort gäbe von Lime. Ich hab jedenfalls nie eine gekriegt auf meinen Fastunfallbericht. Aber keine Antwort ist bekanntlich auch eine Antwort...
  • Felipe88 10.01.2019 10:16
    Highlight Highlight Das ist einem Kollegen genau auch in Wien passiert - lag sogar im Spital.. Diese Trottis sind gefährlich.
  • Siebenstein 10.01.2019 02:45
    Highlight Highlight Bireweicher Ingenieurshirnfu.z die Blockiervorrichtung auf das Vorderrad wirken zu lassen...war wahrscheinlich kostengünstiger zu realisieren...🙊
  • Thomas Bollinger (1) 09.01.2019 23:07
    Highlight Highlight Für einmal ein guter Artikel aus der TA Media Küche dazu: https://m.tagesanzeiger.ch/articles/5576916a87da8bbf59000001

    „Ein erwachsener Mann kann auf einem Rollbrett durchaus eine Falle machen – auf einem Trottinett oder, bewahre, einem fahrenden Koffer niemals. Nie. Ich wiederhole es sicherheitshalber noch einmal: nie.“
  • Til 09.01.2019 20:39
    Highlight Highlight Toll finde ich, wie die Firma scheinbar nicht auf Beschwerden reagiert. Schöne neue Welt: Kundenservice ist viel zu teuer.
  • Büsichätzlisuperflausch 09.01.2019 20:12
    Highlight Highlight Wie kann man schon so doof sein und pro km bezahlen? Habe einmal 1200. - bezahlt für mein e twow der fährt sogar bis 45 kmh ( ja ist nicht erlaubt mimi) mit 30 kmh bergauf, hat 40 km Reichweite, macht verdammt spass und sieht auch nicht so bekloppt aus. Und ja ich benutze den veloweg oder die Strasse ( mimimi)
  • Mia_san_mia 09.01.2019 19:33
    Highlight Highlight Watson-User Manuel ist krass 😎
    • esmereldat 09.01.2019 21:38
      Highlight Highlight Bist du das etwa? 😝
  • hodeha 09.01.2019 18:57
    Highlight Highlight Also ich hab so einen Blockadeunfall gesehen, war nicht toll. Runter von der Dutweilerbrücke und zack Räder blockiert. Das Mädel hatte aber eine gute Reaktion!
  • blamethecondom 09.01.2019 18:44
    Highlight Highlight An der Lime Firmware programmieren echt nur Banausen. Mein Lime Scooter hat sich mal mitten auf einer Quartierkreuzung selbst blockiert, also Antrieb und Bremse abgeschaltet. Ich bin mehrere Meter gefahren bis ich gecheckt habe was grad passiert ist und dann meinen Fuss so umgestellt habe dass ich mit der hinteren Fussbremse bremsen konnte. Zum Glück ist nichts passiert und ich musste einfach den QR Code neu scannen für die Weiterfahrt, aber sowas darf echt nicht passieren mitten während der Fahrt!
  • My Senf 09.01.2019 18:27
    Highlight Highlight Dinge die die Welt nicht braucht
    Dafür gibt’s wieder mehr Schrott
  • aglio e olio 09.01.2019 18:25
    Highlight Highlight Bisher nur Männer als Opfer? Fahren Frauen damit nicht?
    • welefant 09.01.2019 19:11
      Highlight Highlight hatte auch einen miesen unfall so. zum glück ist nix passiert. habs gemeldet - ohne feedback. hab die limes sehr oft benutzt, da ich die philosophie geil (horny) finde.

      hat jemand eine ahnung ob sich sowas für ne schweizer firma rentieren würde? aufwand/ertrag. wäre was schlaues für den bund. gibt ja genug velowege und mobilisiert einige menschen die nicht so gern rad fahren.

      alles in allem - hoffe den verletzten geht es bald gut!
    • Red4 *Miss Vanjie* 09.01.2019 19:16
      Highlight Highlight Eventuell fahren Sie nur 20km/h oder vielleicht merken sie wie deppert man damit aussieht 🤷‍♀️

Tiere «schwerwiegend vernachlässigt» – Strafanzeige wegen Tierquälerei gegen Zürcher Bauer

Einem Bauern im Zürcher Oberland wird Tierquälerei vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren eröffnet. Eine Tierschutzorganisation spricht von einem «extremen Fall».

Zentimeterhoch türme sich der Mist, der Boden sei mit Kot und Urin bedeckt, die Tiere würden vernachlässigt: Es sind happige Vorwürfe, welche die Organisation «Tier im Fokus» (TIF) gegen Landwirt H.M.* erhebt. Dieser führt in einer Gemeinde im Zürcher Oberland einen Mutterkuh-Betrieb. Bilder aus dem Innern des Rinderstalls von Bauer H.M. sollen die Vorwürfe belegen. Sie stammen laut Angaben von «Tier im Fokus» aus dem Juni 2019 und wurden der Organisation auf einem USB-Stick zur …

Artikel lesen
Link zum Artikel