Schweiz
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Lea Steinle sorgte für Tumulte im Basler Grossrat.  screenshot: telebasel

Wutbürger nehmen Grossrätin wegen Baby ins Visier– und so reagiert der Grossvater 

Wegen ihres zehn Wochen alten Kindes flog die Basler Grossrätin Lea Steinle aus dem Basler Grossrat. Jetzt wendet sich der Grosspapa an die Öffentlichkeit. 



Dutzende Hassmails, Medienrummel und Anschwärzungen. Die Basler Grossrätin Lea Steinle (Grüne) hätte wohl kaum gedacht, dass ein Ausflug mit ihrem Baby ins Rathaus dermassen hohe Wellen schlägt. 

Die 31-jährige Mama hatte am Mittwoch ihr zehn Wochen altes Kind in einem Tuch dabei, um an einer wichtigen Abstimmung teilzunehmen. Der Ratspräsident warf sie wegen des Babys aus dem Saal. Es kam zur Rudelbildung. Nach Protesten von Parlamentskollegen durfte Steinle später zurückkehren. 

Ausgestanden ist die Sache aber noch nicht: Wutbürger decken die junge Mutter seit dem Vorfall mit frauenfeindlichen Hassmails ein. Damit nicht genug. «Eine anonyme Person hat meine Tochter ‹angezeigt›, weil sie angeblich trotz bezahltem Mutterschaftsurlaub Sitzungsgeld bezogen haben soll. Jetzt muss sie sich sogar noch damit herumschlagen», sagt ihr Vater Paul Müller zu watson. Die Ausgleichskasse habe entsprechende Nachforschungen bei der Ratskanzlei gemacht. 

Ein kurze Nachfrage bei den Parlamentsdiensten zeigt: Steinle hat kein Sitzungsgeld erhalten, da sie im Protokoll als «abwesend» aufgeführt ist. Ein Sprecher der Ausgleichskasse erklärt auf Anfrage, eine entsprechende Meldung eines Bürgers sei aktuell nicht bekannt. 

Die ganze Hasswelle hat den Grossvater nachdenklich gestimmt. Er wendet sich darum mit einem Brief an die Öffentlichkeit: 

Das schreibt der Grossvater an sein Enkelkind

«Was für ein Wirbel hat dein erster unvorhergesehener Auftritt im Basler Grossrat verursacht! Dabei musste doch deine Grossmutter, die dich hütet am Grossratstag, nur schnell ein paar Minuten weg. Und du hast nur geschlafen während deinem Auftritt.

Nun bist du das Grosskind, das gestillt wurde im Grossrat. Nun bist du das Grosskind, an dem die hässigen Grummeli ihre Wut auslassen können. In den Zeitungskommentaren und direkt mit Hassmails. Eigentlich wollen sie ja deine Mutter treffen, die sich in unserer Männerwelt erlaubt, als demokratisch gewählte Frau ihre Stimme im Grossrat abzugeben.

Und auch, wenn deine Grossmutter mal kurz weg ist. Da nützt es auch nichts, dass der Grossratspräsident sich entschuldigte und deine Mutter zur Abstimmung zuliess. Das wäre dann erledigt gewesen. Aber nein, wir hatten unser Thema und es ging los, so los, dass eben noch am Tag darauf die Diskussion ums Stillen sich drehte. Und was wirklich war, spielt keine Rolle mehr.

Deine Mutter erhielt auch viele Hassmails, da wollten hässige Grummelis mal zeigen, wo Gott hockt. Aber dass sich Menschen dann überlegen, ob sie überhaupt noch so ein Amt haben wollen, überlegen die Hassmailschreiber nicht. Am Schluss werden nur noch unempfindliche Roboter überhaupt in der Lage sein, ein demokratisches Amt zu übernehmen. Oder eben Trumps.

Nun, liebes Grosskind, wenn du gross bist, ist vielleicht alles anders. Da werden alle Menschen am gleichen Strick ziehen, da wirst du Spass haben an deinen Kindern und viel Zeit mit ihnen verbringen und deine Frau kann auch ihre Talente ausserhalb brauchen, ohne angemotzt zu werden. Ich jedenfalls freue mich jedes Mal, mit dir Zeit zu verbringen, und wer weiss, bring ich dich nächstes Mal in die Grossratssitzung (in den Vorraum natürlich), wenn du Hunger hast.

Alle Gute, dein Grossbabbe

Tausende Kolumbianerinnen stillen in der Öffentlichkeit

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • Zat 25.11.2018 12:49
    Highlight Highlight Schöne Geste des Grossvaters. Schlimm finde ich jedoch, dass man sich für alles und jedes jederzeit rechtfertigen muss. Als ob man alle Gründe für sein jeweiliges Verhalten immer öffentlich machen müsste.
  • rodolofo 24.11.2018 19:10
    Highlight Highlight Eine moderne Mutter will eben nicht wegen ihrem Baby in der sozialen Versenkung verschwinden, sondern kämpft sich beherzt und gegen patriarchale Widerstände zurück in ihr früheres Leben MIT Öffentlichkeit!
    Wenn sie das geschafft hat, wird sie auch erst richtig Freude an ihrem Baby haben und keinen Latschen mehr machen (und sich deswegen Selbstvorwürfe machen), trotz Mutterglück!
    Achtung! Achtung!
    Dies ist ein Love-Mail eines Mut-Bürgers ohne Hut!
    Bei Nebenwirkungen wie Erleichterung und Wohlfühlen müssen Sie weder zum Arzt, noch zum Apotheker.
  • drüber Nachgedacht 24.11.2018 17:03
    Highlight Highlight Mal von der ganzen Diskussion vom Kind abgesehen, frage ich mich, ob diese Sitzungen überhaupt nötig sind.

    Einfach kurz vorbei gehen zur Abstimmung und gut ist.

    Was machen denn all diese Ratsmitglieder an diesen Sitzungen jeweils 3 Stunden am Morgen und 3 Stunden am Nachmittag?

    Sind diese Diskussionen überhaupt noch nötig, sind bei den Ratsmitgliedern die Meinungen nicht bereits schon gemacht?


  • Samurai Gra 24.11.2018 13:20
    Highlight Highlight Ich denke es geht ein paar Ewiggestrigen gegen den Strich das Frauen das Passive und Aktive Wahlrecht haben und das auch nutzen.

    Das sind wohl auch jene Ewiggestrigen die sich über die Ewiggestrigen Wahabitischen und Salafistischen Steinzeitislamisten Aufregen obwohl die eine ähnlich Ewiggestrige Einstellung in Bezug auf Frauen haben

    Hatte eine Urschweizer Verwandschaft, die war eine Frau und sagte das Frauen kein Passiv/Aktives Wahlrecht haben sollten
    • manhunt 24.11.2018 15:03
      Highlight Highlight danke, du bringst es auf den punkt.
  • P1erre991 24.11.2018 09:24
    Highlight Highlight Gut gemacht "Mami"!

    Das normalste der Welt wird zum Politikum!
    Alle die das negativ betrachten sollten sich schämen!
  • So en Ueli 24.11.2018 09:20
    Highlight Highlight Ich würde nie auf die Idee kommen ein Baby an ein Arbeitsplatz mitzunehmen. Dorthin gehören keine Kinder und sowieso kein Baby.
    • ingmarbergman 24.11.2018 15:59
      Highlight Highlight willkommen im 21. Jahrhundert. ich als Mann werde mein Kind sicher kurz reinnehmen auf Arbeit, wenn die Grossmama kurz verhindert ist.

      Wie lebt es sich eigentlich so im Mittelalter?
    • Enzasa 24.11.2018 21:09
      Highlight Highlight Arbeitsplatz ist nicht Arbeitsplatz, manchmal kann man ein Baby mitbringen, manchmal nicht.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 24.11.2018 23:06
      Highlight Highlight @So en Ueli
      Leiste zuerst mal das selbe wie sie, und dann kannst du immer noch heulen und dich benachteiligt fühlen.
  • Follower 24.11.2018 09:12
    Highlight Highlight Kinder haben in unserer Gesellschaft keinen Platz. Auch nicht, wenn sie noch klein sind, Schutz benötigen und obendrein ruhig schlafen. Ein werdender Vater wird angegriffen, weil er bei der Geburt des Kindes dabei ist und nicht bei einem Halbfinal spielt, eine Mutter wird aus dem Grossratssaal geschmissen, weil ihr Baby dabei war, stillende Mütter werden weggewiesen, Kinder werden von der Erwachsenenwelt getrennt. Dann gibt’s ab Mittelstufe 1 x pro Jahr einen Zukunftstag. Wie wäre es, wenn Kinder Teil unseres Alltags werden könnten, damit aus ihnen reife, verantwortliche Erwachsene werden?
  • wolge 24.11.2018 08:57
    Highlight Highlight Viele argumentieren dass der „Rausschmiss“ aufgrund eines veralteten Weltbildes erfolgte. Dabei verfügen sie selbst über ein romantisches Bild der Familie, dass so nicht mehr stimmt.

    Früher war es wichtig, Nachkommen zu zeugen und Familien zu gründen. Heute leben wir in einer explosionsartig ansteigenden Überbevölkerung, in Umweltverschmutzung und einer rapid abnehmenden Artenvielfalt.

    Fakt ist, Familien lohnen sich ökonomisch nicht für den Staat. Gleichzeitig sind sie massgeblich für Überbevölkerung, Konsum, Unweltverschmutzung und Artensterben verantwortlich. Mehr Menschen = Mehr Probleme.
    • ClownNr 24.11.2018 14:56
      Highlight Highlight Genau!! Lieber gleich erwachsene Fachkräfte aus dem Ausland reinholen. Die Kinder welche schliesslich in einem 3. Weltland aufwachsen, verursachen 5mal weniger CO2 beim aufwachsen!
      Dass ich nicht lache...
    • Keller101 24.11.2018 16:04
      Highlight Highlight Du hättest wohl sehr gerne eigene Kinder?
    • Nevermind 24.11.2018 16:35
      Highlight Highlight Dann wäre es an der Zeit mit gutem beispiel voranzuschreiten. Ich überlasse dir gern den vortritt.
      Oder gilt das nur für die anderen und deine Existenz ist unentbehrlich?
    Weitere Antworten anzeigen
  • wolge 24.11.2018 08:05
    Highlight Highlight Ja ganz nett aber wo war denn der Vater? Oder der Grossvater? Die hätten sich eben so gut um das Kind kümmern können. Warum muss es Mutter oder Grossmutter sein?
    • rodolofo 24.11.2018 19:12
      Highlight Highlight Die geben halt keine Milch...
      Mach Dir nichts draus!
      Mir geht es auch so.
      Ich gebe auch keine Milch.
    • Enzasa 24.11.2018 21:16
      Highlight Highlight Wo waren die Kita oder die Tagesmutter?
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 24.11.2018 23:07
      Highlight Highlight Weder Tagesmutter noch Kitas nehmen zehn Wochen alte Säuglinge auf.
    Weitere Antworten anzeigen
  • walsi 24.11.2018 07:17
    Highlight Highlight Die Frau war offizielle abwesend und ging dann trotzdem in den Saal und wollte abstimmen. Interessant. Da stellt sich mir die Frage, ob das überhaupt rechtens ist?
    • ChlyklassSFI 24.11.2018 08:50
      Highlight Highlight Und warum stellst du dir ernsthaft diese Frage?
    • do u know Xonco The Muffin Man -The Muffin Man 24.11.2018 10:32
      Highlight Highlight Du kritisiert, eine gewählte Frau, die in Ihrem Kanton keine Stellvertretung mit dem Wählen beauftragen kann, weil Sie sich erlaubt hat mit einem nicht störendem, schlafenden Baby aufzutauchen und zu wählen? Du hättest Sie auch kritisiert hätte Sie das nicht gemacht und gesagt wo bleib die Pflicht gegenüber ihren Wählern.

      Du bist offiziell was deine Empathie betrifft beeinträchtigt, du darfst aber Abstimmen obwohl du unter Beweis stellst das dir Logik, Pflichtbewusstsein und Empathie egal sind.

      Ist deine Stimmberechtigung denn rechtens?
    • Me, my shelf and I 24.11.2018 11:30
      Highlight Highlight Ja, issed.
    Weitere Antworten anzeigen
  • kvinne aka white milk aka MC Pleonasmus 24.11.2018 06:35
    Highlight Highlight Toller Mann, der Grossbappe!! Mehr davon bitte. Und ich schäne mich richtig für all die negativen Kommentare und dass es überhaupt eine Diskussion wert ist! Kinder, Babies und Stillen sind das natürlichste der Welt. Oh Schweiz du Liebe, wie hinken deine Bewohner teils hinterher... wirklich tragisch!
  • leu84 24.11.2018 05:50
    Highlight Highlight Auch in Basel gibt es Leute, die mehr Zeit mit Tippen ohne nachzudenken haben, als einer sinnvolleren Tätigkeit wie Arbeiten nachzugehen.
  • Fumia Canero 23.11.2018 23:57
    Highlight Highlight An der Situation sind Medien mit der Art der Aufmachung der Artikel nicht ganz unschuldig. Watson machte da keine Ausnahme. Wenn ich die Überschriften lese verstehe ich es so, dass die Mutter während einer ganzen Ratssitzung ihr Baby stillte (was für ein Süffel). Warum sollte sonst erwähnt werden, dass sie stillend war? Dass sie am Nachmittag abstimmen ging, betrachtete ich als Teil des ganzen Sitzungstages, sonst hätte der Titel einfach lauten können: "Mutter nimmt Baby mit zur Abstimmung".
  • Pirat der dritte 23.11.2018 23:41
    Highlight Highlight Diese Geschichte ist ein Zeugnis unserer Zeit. Jeder nimmt für sich in Anspruch, punkto Moral und Ethik alleinherrschend zu sein. Es fehlt an Toleranz, Offenheit für andere Meinungen, Lebensweisen und Einstellungen. Dies prägt alle Generationen vom linken zum rechten Spektrum in diesem zunehmend menschenfeindlichen Land.
  • Sherlock_Holmes 23.11.2018 23:20
    Highlight Highlight Ich schliesse mich allen positiven Feedbacks an.
    Eigentlich zeigt dies sehr schön, was erreicht werden könnte, wenn alle zusammen – und aufstehen würden, welche das Herz auf dem rechten Fleck haben.
    Unsere Gesellschaft wäre menschlicher und wärmer – abgesehen davon, dass sich das eigentlich jeder wünscht – würden dadurch vielleicht sogar die missgünstigen, kleingeistigen Herzen wärmer und weiter.
    Und das stimmt doch hoffnungsvoll.
    Die Geschichte passt übrigens im Kleinen wie im Grossen zu jener von Harry Leslie Smith.
    Es braucht vielmehr solche Meldungen.
    Vielen Dank an die Redaktion.
  • Der kleine Finger 23.11.2018 22:17
    Highlight Highlight Mich würde interessieren, was die Beweggründe waren, das Baby mitzunehmen. Hat sie keinen Babysitter gefunden? Wollte Sie Aufmerksamkeit? Wollte Sie provozieren? Wollte Sie etwas verändern? Kann nur die Grossmutter das Baby hüten oder war der Grossvater auch verhindert? Wo war der Vater?
    • Astrogator 23.11.2018 22:25
      Highlight Highlight Text lesen, verstehen und die Fragen sind beantwortet.
    • Nik G. 23.11.2018 22:50
      Highlight Highlight Text nicht gelesen? Eigentlich wäre die Grossmutter da gewesen um auf den oder die kleine aufzupassen. Nein der Mann muss arbeiten weil er nur ein paar Tage Vaterschaftsurlaub kriegt in der ach so moderenen Schweiz
    • Caerulea 23.11.2018 22:51
      Highlight Highlight Wenn die Grossmutter spontan weg muss, kann diverse Gründe geben, wird es schwierig.
      Spontan auf ein Baby aufzupassen kann meistens niemand.
      Nehme an der Vater kann auch nicht einfach von der Arbeit weg. Der Grossvater hatte sicher auch Termine, arbeitet noch oder wer weiss was.....

      Wieso kommt man auf die Idee das sie Aufmerksamkeit wollte?? Tzzzzz

      Als Mutter mit berufstätigen Grosseltern fallen mir so viele Gründe ein wieso es nicht anderst ging.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Töfflifahrer 23.11.2018 21:00
    Highlight Highlight Hassmails? Was zum Teufel sind das denn für Zurückgebliebene?
    • x4253 23.11.2018 22:09
      Highlight Highlight Zurückgebliebene eben.
    • do u know Xonco The Muffin Man -The Muffin Man 24.11.2018 10:33
      Highlight Highlight die Wählen dürfen...
    • rodolofo 24.11.2018 19:16
      Highlight Highlight Die leben nach dem Motto "Hass macht Spass".
  • Snowy 23.11.2018 20:49
    Highlight Highlight Grossartig Grossbappe!
  • nokom 23.11.2018 20:17
    Highlight Highlight Was für Menschen sind das, die all die positiven, unterstützenden Kommentare über den Grossbabbe blitzen?
    Gebt euch doch zu erkennen und schreibt, was genau euch stört.
    • Powerbar 24.11.2018 08:48
      Highlight Highlight Die waren wohl nie Babys.... Wahnsinn, diese Frustation der „Blitzer“
      Besser mal zurück lehnen und tief durchatmen 😄
  • nick11 23.11.2018 20:15
    Highlight Highlight Ich schiebe dabei einen Grossteil auf die Medien. In keinster Weise wurde darauf hingewiesen, dass das Baby ruhig war, dass sie nur für die Abstimmung dort war, dass sie sonst als abwesend gilt und den Mutterschaftsurlaub einhält.
    Ein Pessimist geht davon aus, dass das Baby schrie (könnte ja gut sein), die Mutter länger mit dem Baby dort war und auch sonst ihren Mutterschaftsurlaub im Parlament verbringt, zudem sogar noch Sitzungsgeld bezieht. Die Meldung liess eine solche Interpretation zu.
    Da kann ich verstehen, dass er sich darüber brüskiert.
    Hassmails gehen natürlich trotzdem nicht!
    • Olifant 23.11.2018 20:41
      Highlight Highlight Sorry, das stand alles im Artikel, zumindest hier bei Watson. Das Baby schlief. Aber wer liest schon einen ganzen Artikel, wenn er nur mal kurz wütend kommentieren will. Wirklich traurig.
    • Lami23 23.11.2018 21:02
      Highlight Highlight Wenn man will kann man sich brüskieren, aber zuerst muss man sich informieren, nicht umgekehrt.
    • Citation Needed 23.11.2018 21:33
      Highlight Highlight Doch, es stand im Artikel, dass das Baby nicht weinte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Trouble 23.11.2018 20:00
    Highlight Highlight Ich finde, man soll daraus nicht ein solches Theater machen. Soll sie doch ihr Baby mitnehmen. Andererseits, einfach aus Prinzip: In welchem Beruf darf man seinen Nachwuchs zur Arbeit mitbringen (Zukunftstag ausgenommen)? Babies auf dem Bau, Babies im OP, Babies im Tower am Flughafen? Bei mir wäre das im normalen Schichtbetrieb nicht möglich. Das geht nur, wenn der Chef weg ist und ich abends noch fünf Minuten im Büro sitzen muss. Ich würde meinen ja gerne mitnehmen, aber er würde einfach nur stören - mich und meine Kollegen/innen. Deshalb geht er zur Kita und ist dort gut aufgehoben.
    • Trouble 23.11.2018 20:57
      Highlight Highlight Also, Umfrage:
      Herz: Ich darf mein Kind zur Arbeit mitnehmen
      Blitz: Mein Kind muss sich anderweilig vergnügen.
    • gubster 23.11.2018 21:20
      Highlight Highlight Stillende Mütter dürfen ihre Kinder am Arbeitsplatz stillen. Dies ist per Gesetz verankert. Dies wurde zur Stillförderung unternommen. Kleine Babies brauchen Muttermilch.
    • nödganz.klar #161 23.11.2018 21:31
      Highlight Highlight Das schöne an Berufen ist ja, dass jeder Beruf gewisse Vor- und Nachteile mit sich bringt.
      Klar, ein Baby auf dem Baugerüst wäre wohl keine gute Idee, bei Berufen mit hohen Konzentrationsanforderungen wärs ebenfalls schwierig, aber warum ein schlafendes Baby nicht kurz im Ratssaal sein kann, erschliesst sich mir nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • CH-Bürger 23.11.2018 19:59
    Highlight Highlight Alle hassmailer sollen sich in Grund und Boden schämen.
    Ich frage mich schon irgendwie ob bei denen im oberen Stüblein alles ok ist und die Mutter mit ihrem Baby nun für alle Frustbolzen herhalten soll.
    Also Frustbolzen jetzt habt ihr die Gelegenheit euch zu entschuldigen.
    Marsch! Aber dalli!
    • Selbst-Verantwortin 23.11.2018 22:18
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • äti 24.11.2018 00:25
      Highlight Highlight .. Hassmailer schämen sich grundsätzlich nicht. Würde das passieren, gäbe es keine.
  • Thu 23.11.2018 19:57
    Highlight Highlight Sind wir denn von allen guten geistern verlassen? Und haben wir wiklichs nicht grössre Probleme als eine Stillende Mutter! Kommt doch bitte auf den Boden ihr griesgrämigen Leute, welch solche Dinge brauchen um sich darüber aufzuregen.
    Übrigens, Grossbabbe alle Hochachtung von mir! Nicht nur wegen den schönen Worten, nein auch weil du und dein Grussmutti eure Tochter so gut erzogen habt!!!
  • KeWin 23.11.2018 19:57
    Highlight Highlight „Deine Frau“ was für eine Aussage, dieser Heteronomativismus ist einfach toxisch.

    (Achtung Ironie)
  • arriving somewhere but not here 23.11.2018 19:53
    Highlight Highlight „Grummelis“ für Wutbürger find‘ ich super. Das deklassiert diesen Menschenschlag doch glatt zu so kleinen, wadenbeissenden, nervigen, hässigen, stämpfelnden Kobolden in meiner Fantasie. Daher ab jetzt nur noch: Grummelis!!! 😂👍🏻👍🏻👍🏻
    • Arthur Philip Dent 23.11.2018 20:38
      Highlight Highlight Word! 😁
    • Gurgelhals 23.11.2018 21:04
      Highlight Highlight Passt.

      Ganz am Anfang, als der Begriff "Wutbürger" im Zusammenhang mit den Stuttgart 21-Protesten erstmals einschlägig verwendet wurde, war er ja noch irgendwie passend. Aber so wie er inzwischen verwendet wird – als Bezeichnung für AfD-Pöbler, Leute, die an öffentlichen Podien Bundesrätinnen ausbuhen, etc. – passt er einfach nicht mehr. Der Wortteil "Bürger" verfehlt die Sache, denn Zivilität ist da keine mehr vorhanden und auch gar nicht mehr als staatsbürgerliche Tugend erwünscht. Darum: "Grummelis" triffts schon mal viel besser.
    • Selbst-Verantwortin 23.11.2018 22:20
      Highlight Highlight Dein Kommentar enthält aber auch alle Zutaten eines Wutbürger-Kommentars - so von wegen respektlos über andere Meinungen herziehen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Drummer 23.11.2018 19:53
    Highlight Highlight Menschen die Hassmails schicken, haben zu viel Zeit. „Wer immer motzt, ist mit sich sebst unzufrieden“ ist selbst verletzt und verletzt daher andere. Es geht immer so weiter. Hass wird uns nie weiterbringen, sondern Menschen zerstören. Love Your Neighbour!!
  • MetalUpYour 23.11.2018 19:42
    Highlight Highlight Es ist wahnsinnig beschämend, dass die Frau Hassmails erhält. Was denken sich die Leute nur!? Echt traurig.
    • nödganz.klar #161 23.11.2018 20:07
      Highlight Highlight Passt zur heutigen Zeit, das versammelte Wutbürgertum möchte jeden niederschreien, der nicht in ihr Schema passt. Dank Internet, Social Media und Kommentarsektionen ist die eigene „Meinung“ schnell, anonym und unkompliziert verbreitet.
      Man stelle sich vor, Hansruedi vom Stammtisch im Leue, müsste seine Hassrede per Stift auf Papier bringen... oder gar seine Meinung an einer Demo kundtun - niemals würden dabei diese Flut an Hass generiert.
      Aber ja, denken tun diese Leute nicht viel, und eine Lösung ist auch nicht in Sicht.
      🤷🏾‍♀️
  • sunnigs Türkis 23.11.2018 19:42
    Highlight Highlight Wunderbar!!! Lieber Grossbabbe so ein berührender Brief! Grossartig <3
  • Tanea 23.11.2018 19:32
    Highlight Highlight Da zeigt sich, warum die Schweiz in Sachen Vereinbarkeit von Familie und Beruf so meilenweit hinterherhinkt...
    Die ganzen Kommentare sind unter aller Sau und zum Fremdschämen. Ich hoffe, diejenigen, die sich so herablassend ausdrückten, kommen nie selbst in so eine Situation.
  • Rasta281 23.11.2018 19:32
    Highlight Highlight Können nicht alle ein bisschen mehr wie Grossbabbe sein..
  • loquito 23.11.2018 19:29
    Highlight Highlight Ich feiere gerade den Grossbabbe! Es ist kein Jung vs Alt, sondern wie immer schon um Bünzlig stock im Allerwertesten gegen normal und offen Denkende, wie dieset Opa eben...
  • Arthur Philip Dent 23.11.2018 19:18
    Highlight Highlight Ein Hoch auf diesen Grossvater! :-)
  • bebby 23.11.2018 19:14
    Highlight Highlight Einfach spitze, der Grossbabbe!!!
    • rodolofo 25.11.2018 09:59
      Highlight Highlight Und seine Tochter ist auch nicht ganz ohne!
      (Und damit meine ich nicht nur die Milch, sondern auch den Grips!)

Interview

«Ich habe nie damit gerechnet, dass so eine Abstimmung zu meinen Lebzeiten durchkommt»

Ernst Ostertag, der bekannteste Schwulenaktivist der Schweiz, erlebt mit der Annahme des Diskriminierungsgesetzes «ein starkes neues Stück» der Schwulengeschichte. Am Abstimmungssonntag erzählt er im Gespräch, warum er an dieses Resultat geglaubt hat und wieso er die Gegner nie verurteilen würde.

Herr Ostertag, vor kurzem feierten Sie Ihren 90. Geburtstag. Ist das Abstimmungsresultat nun ein verspätetes Geschenk an Sie? Ernst Ostertag: Das ist es! Und es ist das schönste Geschenk, das man mir zu meinem 90. Geburtstag machen konnte. Ich bin heute am Abstimmungsmorgen aufgestanden und war ziemlich angespannt. Ich war mir nicht sicher, ob das Gesetz angenommen wird. Denn so viele Menschen sind heimlich gegen uns – da weiss niemand, was schliesslich in die Urne geworfen wird. Doch als …

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