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Schüsse in die Luft, Scherze mit Kettensägen – diese Typen nahmen Halloween zu ernst 



Sachbeschädigungen, Ruhestörungen und Randalierer – Halloween hat die Schweizer Polizeikorps gut beschäftig. Ein kleiner Überblick:

Die Kantonspolizei Zürich und die Kommunalpolizeien sind in der Nacht auf Donnerstag zwischen 18 Uhr und Mitternacht wegen Halloween rund 40 Mal ausgerückt. Ein Jugendlicher erschreckte in Bülach Leute mit einer Motorsäge, wobei die Kette nicht eingesetzt war. Er wurde von der Polizei festgenommen. 

epa07134462 A person dressed in a costume marches during the 45th annual Greenwich Village Halloween Parade in New York, New York, USA, 31 October 2018.  EPA/JASON SZENES

Schweizweit musste die Polizei an Halloween einige Mal ausrücken. (Symbolbild) Bild: EPA/EPA

Die Einsätze – ein Grossteil davon betrafen das Werfen von Eiern gegen Fassaden, Fensterscheiben und fahrende Autos – waren über das ganze Kantonsgebiet verteilt, wie die Kantonspolizei am Donnerstag mitteilte. Zudem schoben die Unbekannten Einkaufswagen, Abfallcontainer und Baustellenmaterial auf die Strasse.

Weiter wurden in zwei Fällen Abfalleimer an- und an drei Orten Knallkörper gezündet. Die Feuerwehr musste jedoch nicht ausrücken. Jugendliche verfolgten zudem Passanten mit Baseballschlägern oder verschmierten Fassaden mit Kunstblut.

Sachschaden unklar

Wie hoch der Sachschaden ist, kann noch nicht beziffert werden. Die Polizei rechnet ausserdem mit weiteren Meldungen über Sachbeschädigungen in Zusammenhang mit Halloween.

Die Stadtpolizei Zürich ist an Halloween deutlich weniger ausgerückt als in den Vorjahren, wie sie mitteit. Es waren rund 20 Einsätze. «Die meisten Fälle betrafen auch dieses Jahr das Werfen von Eiern gegen Hausfassaden.» Auch der Sachschaden dürfte dieses Jahr deutlich tiefer liegen.

Zu unschönen Vorfällen kam es dennoch: Im Kreis 2 wurden mehrere Scheiben durch Steinwürfe beschädigt. Im Kreis 3 an der Friesenbergstrasse wurde die Scheibe eines VBZ-Busses durch Unbekannte beschädigt. In den Stadtkreisen 2.3 und 6 wurden zwei Container und ein Abfalleimer in Brand gesetzt. Alle Brände konnten durch die Stadtpolizei und die Feuerwehr von Schutz & Rettung rasch gelöscht werden. Im Kreis 3 besprayten unbekannte Jugendliche eine Hausfassade. Weitere Meldungen betrafen das Abfeuern von Feuerwerk und Böllern.

Im Kreis 11 warfen mehrere Personen Eier und Flaschen gegen eine Hausfassade, wodurch ein Rollladen und Gartenmöbel beschädigt wurden. Als ein Bewohner draussen nachschaute und die Täter zur Rede stellen wollte, wurde er durch diese tätlich angegriffen, geschlagen und verletzt. Dabei wurde er mit einer Faustfeuerwaffe bedroht. Einer der Beteiligten gab dabei einen Schuss in die Luft ab.

Danach flüchteten die Täter. Der 20-jährige Hausbewohner musste vorübergehend in Spitalpflege gebracht werden. Erste Abklärungen der Stadtpolizei Zürich führten auf die Spur zu drei im Kreis 11 wohnhaften jungen Männern im Alter von 19 und 20 Jahren. Alle drei konnten an ihren Wohnorten festgenommen werden. Ebenfalls konnte die mutmassliche Tatwaffe, eine Gasdruckpistole, sichergestellt werden

Eierwerfer im Kanton Aargau

Bei der Kantonalen Notrufzentrale im Aargau gingen an Halloween über 25 Meldungen ein, wie die Kantonspolizei auf Twitter mitteilt. Meistens handelte es sich um Eierwerfer in Wohnquartieren. Die Zahl der Vorfälle entspricht in etwa jenen vom Vorjahr. 

Im Kanton Solothurn verlief die Halloween-Nacht dagegen sehr ruhig. «Es gingen 8 Meldungen wegen Unfug, Ruhestörungen und geringfügigen Sachbeschädigungen durch Eierwürfe ein», sagt Mediensprecher Thomas Kummer.

Die Polizeikorps in der ganzen Schweiz nahmen präventive Massnahmen gegen Sachbeschädigungen vor. Ein Hingucker ist in diesem Zusammenhang das Themenbild der Kantonspolizei St. Gallen: 

Bild

Bild: Kapo St.Gallen

Die Kantonspolizei St. Gallen schrieb vor der Halloween-Nacht, dass sie wieder mit mehreren zusätzlichen zivilen und uniformierten Patrouillen in allen Regionen präsent sein werde. Geschäfte wurden schriftlich dazu aufgefordert, mit dem Verkauf von Eiern, Rasierschaum, Mehl und ähnlichen Artikeln an Jugendliche zurückhaltend zu sein. Die Eltern von Oberstufenschülern wurden in einem Brief über die Auswirkungen von Sachbeschädigungen durch Jugendliche aufmerksam gemacht. (sda/chm/mlu)

Hunderte Zombies marschierten durch Santiago

Video: srf

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