Schweiz
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[Stockbild]  Pedestrian. Fussgaenger. Watches. Uhren. Jewelry. Juwelier. Schmuck. Shop. Boutique. Beyer. City. Stadt. Zurich. Zuerich. Switzerland. Schweiz.  (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Juweliere an der Bahnhofstrasse in Zürich.  Bild: KEYSTONE

Bewaffnete Überfälle auf Juweliere sind sprunghaft angestiegen – Polizei rätselt warum



In der Schweiz sind in diesem Jahr die bewaffneten Raubüberfälle auf Juweliere sprunghaft angestiegen. Bislang wurden bereits 22 Bijouterien überfallen. Im ganzen vergangenen Jahr waren es zwölf, 2015 waren es gar nur deren zehn.

Damit wurde in diesem Jahr im Schnitt jede zweite Woche eine Bijouterie in der Schweiz überfallen. Das Bundesamt für Polizei (fedpol) bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda eine entsprechende Meldung des «Sonntags-Blicks».

Überfälle auf Schmuck- und Uhrengeschäfte werden beim Bund erfasst, weil die Ermittlungen meistens eine interkantonale und internationale Komponente haben, wie fedpol-Sprecherin Lulzana Musliu sagte.

Da auch in der EU die Raubüberfälle auf Juweliere zugenommen haben, hat die europäische Polizeibehörde Europol das Projekt «Diamond» ins Leben gerufen, um diese Form der Kriminalität besser zu bekämpfen. Die Schweiz sei daran beteiligt, sagte Musliu.

In der Schweiz läuft zudem das nationale Projekt «Armed Jewel Robbery», dass sich auf die Juwelenräuber konzentriert. Damit unterstütze das fedpol die Strafverfolger der Kantone. «Wir leiten ihnen neue Erkenntnisse und Hinweise aus dem Ausland weiter», sagte die fedpol-Sprecherin.

Gefahr für Angestellte und Kunden

Zuletzt hatten vor zehn Tagen zwei Räuber an der Zürcher Bahnhofstrasse die Bijouterie «Bucherer» überfallen und zahlreiche teure Uhren gestohlen. Die Täter hatten das Personal mit Faustfeuerwaffen bedroht. Die Stadtpolizei konnte einen der Täter verhaften. Er trug Diebesgut im Wert von über 100'000 Franken bei sich.

Im September hatten zwei bewaffnete Räuber die Bijouterie «Gübelin» am Luzerner Schwanenplatz überfallen und Uhren, Schmuck und Bargeld erbeutet. Eine Person wurde dabei verletzt.

In Genf gelang es im Februar einem Räuber, einen ganzen Koffer mit Schmuck zu füllen. Der Mann hatte mitten im Stadtzentrum ein Juweliergeschäft überfallen und die Verkäuferin gezwungen, den Safe zu öffnen. Darauf fesselte er die Frau und machte sich davon. Da es der Frau lange nicht gelang, sich nicht zu befreien, blieb der Überfall stundenlang unentdeckt.

Ebenfalls in Genf waren bei einem Raubüberfall auf ein Schmuckgeschäft mitten auf der noblen Seepromenade «Quai des Berges» an einem Samstagvormittag im Mai mehrere Schüsse abgegeben worden. Verletzt wurde dabei zum Glück niemand. Die mutmasslichen Täter wurden verhaftet. Die Seepromenade, die normalerweise an einem Samstagmorgen überquillt, wurde von der Polizei komplett abgeriegelt. (sda)

Aktuelle Polizeibilder: Starke Rauchentwicklung nach Brand

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    Alle Leser-Kommentare
  • Staatsgebeutelter 05.11.2017 16:29
    Highlight Highlight Werfen wir doch einmal einen Blick auf die ungefälschten Statistiken welche die Arbeitslosigkeit, das durchschnittliche Einkommen der unteren Schichten aufzeigt und ein Versuch diese Zunahme zu erklären wird einfach. Wenn sich Arbeit nicht mehr lohnt und selbst Doppelverdiener unter dem Strich gerade so knapp durch kommen, so muss man sich nicht fragen wieso solche Entwicklungen zunahmen. Vielleicht dringen solche Erkenntnisse in 20 bis 30 Jahren auch einmal in die Politik durch und man hat einen AHA Effekt.
    • Gogl Vogl 07.11.2017 11:57
      Highlight Highlight Wir freuen uns über sinkende Arbeitslosenzahlen und merken dabei nicht, dass viele sichere Arbeitsplätze längst durch befristete Zeitarbeit ersetzt wurden. Bald herrschen hier Zustände wie in Deutschland: Europas grösster Niedriglohnsektor und wirtschaftlich stärkste Macht in der EU. Alle malochen, wenige verdienen. Es ist himmelschreiend klar, dass unser Kapital-System so nicht weiterbestehen kann. Das europäische Wirtschaftswachstum baut seit Jahren auf dem sozial schwachen Teil der Bevölkerung und frisst sich dabei das eigene Fundament weg. Der Kollaps folgt.
  • _kokolorix 05.11.2017 15:22
    Highlight Highlight Waren da nicht stark gestiegene Waffenverkäufe anfang Jahr?
    Dadurch hat sich doch die Sicherheit erheblich verbessert, oder etwa doch nicht? 🤔
  • Gummibär 05.11.2017 15:09
    Highlight Highlight Die eine oder andere Luxusuhr könnte man sicher mit einem Sender ausrüsten damit man ihre Weiterreise bis zum Hehler weiter verfolgen kann.
    Gross-Juweliere können sich auch dir Tatsache zunutze machen, dass auch Kriminelle sich nicht mehr von ihren Smart-und i-phones trennen können. Alle im Geschäft befindlichen Apparate können automatisch registriert werden. Gehören die Apparate normalen Kunden werden die Daten nach 30 Minuten automatisch gelöscht. Sind es Räuber, werden diese weiter verfolgt.
  • Angelo C. 05.11.2017 14:04
    Highlight Highlight Pink Panthers haben offensichtlich Hochkonjunktur 🤔 !

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Pink_Panthers

  • Mugendai 05.11.2017 13:22
    Highlight Highlight Naja, seit man im den Zeitungen las, dass sich Juweliere nicht mehr mit Waffen zur wehr setzen dürfen, haben Diebe auch keine Gegenwehr zu erwarten. Das macht das ganze natürlich etwas einfacher. Und daas sich ein Banküberfall nicht lohnt, dürften den meisten "Profis" auch bekannt sein.

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