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Berset will Bundesrat bleiben – über 2023 hinaus

Berset will Bundesrat bleiben – über 2023 hinaus

14.12.2022, 06:4012.01.2023, 14:50
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Trotz eines schlechten Ergebnisses bei der Wahl zum Bundespräsidenten und Aufrufen von bürgerlichen Politikern zum Rücktritt will Alain Berset Bundesrat bleiben.

Er habe wichtige Projekte, die bei weitem noch nicht abgeschlossen seien. Er wolle über 2023 hinaus weiterarbeiten und seine Dossiers vorantreiben, sagte Berset in einem Interview mit dem «Blick».

Der neu gewaehlte Bundespraesident Alain Berset spricht nach Wahl durch die Vereinigte Bundesversammlung, am Mittwoch, 7. Dezember 2022 im im Nationalratssaal in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Alain Berset spricht nach der Wahl zum Bundespräsidenten, 7. Dezember 2022.Bild: keystone

Er werde ab 2023 der Amtsälteste und zugleich der Jüngste sein. Er sei noch voller Energie und habe Lust, weiterzumachen. Man müsse aber auch bescheiden bleiben. Das Leben könne sich rasch ändern. Das habe man jüngst bei Simonetta Sommaruga gesehen.

Gerüchte, wonach er bei der jüngsten Neuverteilung der Departemente nicht ins Finanz- oder Aussendepartement habe wechseln dürfen, kommentierte der SP-Bundesrat nicht. Der Bundesrat habe die Pflicht, das Team so aufzustellen, dass es für das Land am besten sei.

Seine Leidenschaft für das Innendepartement (EDI) sei unverändert gross. Er sei dort sehr glücklich. In der Gesundheitspolitik gebe es viele Baustellen, wie die einheitliche Finanzierung von ambulanter und stationärer Leistungen. Das sei ein Generationenprojekt, das Fehlanreize beseitige. Zudem seien zwei Volksinitiativen zu den Gesundheitskosten mit Gegenvorschlägen hängig.

In der Altersvorsorge gehe es um die Reform der zweiten Säule und die Verbesserung der Renten von Frauen und Personen mit niedrigem Verdienst. Was der Ständerat wolle, sei weit weg von dem, was der Bundesrat vorschlage. Das werde kein Spaziergang.

Berset relativierte Befürchtungen, wonach mit der Übernahme des UVEK durch SVP-Bundesrat Albert Rösti die Energiewende rückgängig gemacht werden könnte. Ein Departements-Chef habe zwar einen gewissen Einfluss. Doch folge dann in der Regierung und im Parlament immer eine offene Debatte. Um den eingeschlagenen Weg der Energiewende zu verlassen, müsste der gesamte Bundesrat seine Meinung ändern. Das halte er nicht für realistisch.

(yam/sda)

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70 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Ogden
14.12.2022 09:16registriert Februar 2020
Berset sagt, er ist gerne Bundesrat und möchte weiterhin seinen Job machen. Ich denke, wir alle können froh sein, dass er diese Einstellung kurz vor seinem Präsidialjahr hat. Denn alles andere (kei Luscht....) wäre keine gute Ausgangslage.
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Lolli
14.12.2022 08:35registriert Juni 2021
Recht so! Ich finde ihn korrekt und gut. Er hatte Augenmass in der Krise. Hätte ihm ein Wunschdepartement gegönnt.
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