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Jositsch zum zweiten – der Zürcher SP-Mann will Berset ablösen

Daniel Jositsch, SP-ZH, spricht waehrend der Sommersession der Eidgenoessischen Raete, am Donnerstag, 8. Juni 2023 im Staenderat in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)
SP-Ständerat könnte Bundesrat werden: Daniel Jositsch. Bild: keystone

Jositsch bestätigt Interesse an Bundesratssitz – auch aus Basel und Genf gibt es Interesse

Letztes Mal war er nicht der Wunsch-Kandidat der Parteileitung, da diese eine Nachfolgerin suchte für Simonetta Sommarugas Sitz. Nun könnte sich das Blatt wenden: Daniel Jositsch sei einer Kandidatur nicht abgeneigt, sagt er gegenüber watson.
21.06.2023, 13:4821.06.2023, 17:17
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Der Zürcher SP-Ständerat Daniel Jositsch stellte sich vergangenes Jahr als Kandidat für die Nachfolge von Simonetta Sommaruga in den Bundesrat auf. Auf Anfrage von watson bestätigt Jositsch, dass er nun sechs Monate später «nicht abgeneigt sei», wieder zu kandidieren. «Es wäre komisch, wenn ich jetzt sagen würde, ich hätte kein Interesse», sagt Jositsch am Telefon.

Doch die Frage, ob er sich zur Verfügung stelle, müsse er zuerst mit seinem privaten Umfeld und der Parteileitung absprechen.

Zu Alain Bersets Rücktritt sagt er: «Ich bedaure seinen Rücktritt, er war ein hervorragender Bundesrat und hat seine Dossiers stets gut gemeistert.»

Eva Herzog denkt über Kandidatur nach

Bundesratskandidatin Eva Herzog, spicht an einem Point de Presse am Samstag, 26. November 2022, in Bern. Herzog wurde zusammen mit Elisabeth Baume Schneider von der Fraktion nominiert. Die Wahl zur Na ...
Eva Herzog.Bild: keystone

Die Basler Ständerätin Eva Herzog will eine erneute Kandidatur als Bundesrätin nicht ausschliessen. «Ich habe Zeit, mir das zu überlegen», sagte sie.

Die Ständerätin und frühere baselstädtische Finanzdirektorin war im vergangenen Dezember als Favoritin in das Rennen um die Nachfolge von Bundesrätin Simonetta Sommaruga gestartet. Überraschend musste sich die weit über ihre Parteigrenzen hinaus geschätzte Sachpolitikerin aber gegen Elisabeth Baume-Schneider aus dem Kanton Jura geschlagen geben.

Auch Carlo Sommaruga wäre ein Kandidat

Auch der Genfer SP-Ständerat und Präsident des Schweizer Mieterverbandes Carlo Sommaruga hat sich gegenüber watson zur Nachfolge von Alain Berset geäussert.

Carlo Sommaruga, SP-GE, spricht waehrend der Sommersession der Eidgenoessischen Raete, am Dienstag, 6. Juni 2023 im Staenderat in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)
Seit 2003 im Parlament: SP-Ständerat Carlo Sommaruga.Bild: keystone

Zu seinen eigenen Ambitionen sagt er: «Wenn sich so eine Tür öffnet, muss man sich Zeit nehmen, zu überlegen, ob man diesen Schritt macht.» Im Fokus stehe nun zuerst, die eidgenössischen Erneuerungswahlen im Herbst zu gewinnen. Wenn er dann wiedergewählt werde, dann würde er kommunizieren, ob er als Bundesrat kandidiere.

Zum abtretenden Alain Berset sagt er: «Das war eine grosse Überraschung auch für mich. Bundesrat Berset ist viel zu verdanken und er hat seinen Rücktritt im passenden Moment gemacht, weil die Partei nun genug Zeit hat, sich zu organisieren.»

(mit Material der Nachrichtenagentur sda)

Mögliche Bundesratsnachfolge für Alain Berset

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Diese SPler wollen für Alain Berset in den Bundesrat
Evi Allemann, Berner Regierungsrätin, kandidiert bereits das zweite Mal. Sie wollte bereits 2022 als Nachfolgerin von Simonetta Sommaruga kandidieren, landete jedoch nicht auf dem Wahlvorschlag der SP. Allemann erreichte den dritten Platz und wurde nicht nominiert. Die ausgebildete Juristin hat zwei Kinder.
quelle: keystone / peter klaunzer
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Sommaruga-Nachfolge: Diese Kandidatinnen und Kandidaten wollen in den Bundesrat
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Sommaruga-Nachfolge: Diese Kandidatinnen und Kandidaten wollen in den Bundesrat
Evi Allemann ist 44, sass bis 2018 im Nationalrat für den Kanton Bern und amtet für diesen nun als Justizdirektorin in der Regierung.
quelle: keystone / peter schneider
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159 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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trichie
21.06.2023 14:05registriert Mai 2017
Bin schon gespannt wie sich die SP-Spitze diesmal positioniert. die relativ zur kürzlichen Sommaruga-Nachfolge konsequente Haltung wär jetzt ja eigentlich "wir suchen primär einen Mann" aber das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen dass sie das machen 😉
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Elmas Lento
21.06.2023 14:21registriert Mai 2017
Rein von der Logik her müsste jetzt ein deutschweizer Mann vorgeschlagen werden. Dann hoffe ich mal, dass sie da noch ein paar gute Kandidaten finden, denn Jositsch hat meiner Ansicht nach mit dem Verhalten in letzter Zeit selbst disqualifiziert.
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Truth Hurts
21.06.2023 14:40registriert Mai 2016
Alle, nur nicht Jositsch. Da wäre mir sogar ein Grünliberaler noch lieber, und zwar aus Sicht eines SP Wählers.
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In Basel soll es keine Bezahlkarte für Asylsuchende geben – SVP enttäuscht

Der Basler Grosse Rat hat sich am Mittwoch deutlich gegen die Einführung von Bezahlkarten anstelle von Bargeldzahlungen für Asylsuchende ausgesprochen. Eine entsprechende Motion von SVP-Grossrat Joël Thüring wurde nicht an die Regierung überwiesen.

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