Schweiz
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An elderly couple sitting on a bench at a lake near

Rentnerinnen und Rentner werden alle als Teil der Risikogruppe angesehen. Bild: KEYSTONE

«Alter ist keine Krankheit»: Jetzt wehren sich die Senioren

Die Behörden dürfen nicht alle über 65 Jahren zur Risikogruppe zählen, fordern Senioren-Organisationen. Senioren seien fähig, eigenverantwortlich die Risiken abzuschätzen. Ob der Bundesrat auf die Kritik eingeht, zeigt sich am Montag: Dann werden geänderte Empfehlungen vorgestellt.

maja briner / ch media



Ab Montag kehrt trotz Coronavirus ein Stück Normalität zurück: Schulen, Läden und Restaurants dürfen wieder öffnen. Für Personen über 65 Jahren und solche mit gewissen Vorerkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes gilt jedoch nach wie vor die Empfehlung, möglichst zu Hause zu bleiben. Das ändere sich auch mit den Lockerungen vom 11. Mai nicht, stellte das Bundesamt für Gesundheit Ende April klar.

Senioren sollten also weiterhin darauf verzichten, einkaufen zu gehen oder den öffentlichen Verkehr zu benutzen. Wer das trotzdem tut, riskiert böse Blicke oder Anfeindungen. «Ältere Personen werden etwa beschimpft, wenn sie einkaufen gingen – auch wenn sie die Abstandsregeln einhalten», erzählt Bea Heim, Co-Präsidentin des Schweizerischen Seniorenrats und ehemalige SP-Nationalrätin. Sie erhalte viele solcher Meldungen.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

«Zum ersten Mal ist in der Schweiz Altersdiskriminierung in grossem Ausmass sichtbar geworden», sagt der Gesundheitssoziologe Peter C. Meyer. Das 65. Lebensjahr sei zu einer Art Schwelle geworden. «Dabei geht gerne vergessen, wie viele Ü65-Jährige noch aktiv tätig sind – häufig auf freiwilliger Basis», sagt Meyer, Co-Präsident der Seniorensektion der Zürcher Grünliberalen. Sie engagierten sich in Vereinen, pflegten Angehörige, betreuten Kinder oder seien noch berufstätig.

«Viele fühlen sich ungerechtfertigt ausgeschlossen»

Meyer kritisiert die starre Definition der vulnerablen Bevölkerungsgruppen. Vorerkrankungen seien viel wichtiger: «Alter ist keine Krankheit, es korreliert nur mit Krankheit.» Auch Pro Senectute findet es ungenügend, «eine kalendarische Altersgrenze zu ziehen, die einen grossen Teil der Bevölkerung in eine Risikogruppe einteilt».

Seniorinnen und Senioren seien heute länger gesund und nehmen an der Gesellschaft teil: «Viele Menschen fühlen sich mit den bisherigen Empfehlungen ungerechtfertigt von der Gesellschaft ausgeschlossen», so Sprecherin Tanja Kistler

Tatsächlich ist das Coronavirus für ältere Personen besonders gefährlich. Unklar ist, ob das Risiko wegen des Alters höher ist – oder wegen der Vorerkrankungen, die in der älteren Altersgruppe häufiger vorkommen. Die wissenschaftliche Task Force des Bundes schrieb kürzlich, es sei unklar, ob das Alter für sich ein Risikofaktor sei.

Senioren sollen selbstverantwortlich entscheiden

Für Gesundheitssoziologe Peter C. Meyer wäre es deshalb sinnvoll, wenn der Bundesrat die Senioren dazu aufrufen würde, sich beim Arzt auf mögliche Risikofaktoren überprüfen zu lassen.

Auch für Pro Senectute geht es bei den Lockerungen der Corona-Präventionsmassnahmen darum, differenziert zu überlegen, wer zur Gruppe der besonders zu schützenden Menschen gehöre, sagt Sprecherin Kistler: «Wie alle anderen sollen auch Seniorinnen und Senioren in Selbstverantwortung das Risiko einer Ansteckung abwägen und über ihre Teilnahme am öffentlichen Leben entscheiden» – unter Einhaltung der Hygieneregeln und Verhaltensempfehlungen des Bundes.

Am Montag gibt es neue Richtlinien

Diese sollen bald angepasst werden. «Wir sind daran, die Empfehlungen für die Risikogruppen zu überarbeiten», sagte Daniel Koch, Delegierter des Bundes für Covid-19, am Donnerstag in einem Interview mit der NZZ. «Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass auch diese Personen wieder zurück zu einem normalen Leben finden.» Ob der Bund auch bei der Definition der Risikogruppen über die Bücher geht, ist unklar.

Die neuen Empfehlungen sollen am Montag publiziert werden, heisst es beim Bundesamt für Gesundheit. Möglicherweise wird sich auch Gesundheitsminister Alain Berset heute Freitag nach der Bundesratssitzung dazu äussern. Auf allzu grosse Änderungen in den Empfehlungen sollten die Senioren aber nicht hoffen. Gemäss einem Insider ergänzt der Bund die Empfehlung zwar um Hinweise, mit welchen Vorsichtsmassnahmen und unter welchen Umständen Risikogruppen ihr Zuhause verlassen können. Die Empfehlung, möglichst zuhause zu bleiben, soll aber weiterhin in bestehen bleiben.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Mia Mey 09.05.2020 08:59
    Highlight Highlight Für mich haben die ganzen Massnahmen nichts mit dem Alter zu tun. Wir schützen unser ganzes Gesundheitssystem vor der totalen Überlastung. Menschen, die ein erhöhtes Risiko haben stark zu erkranken, sollten sich schützen indem sie vermehrt zu Hause bleiben. Keiner weiss wie sein Körper auf den Virus reagiert, auch wenn er fit ist oder schon manch anderes überlebt hat. Ich bin vorsichtig weil ich meine Liebsten nicht anstecken möchte und den Virus nicht an meinen Arbeitsplatz bringen will.
  • In vino veritas 08.05.2020 17:42
    Highlight Highlight Also bitte. Wenn ich das Gejammere der Senioren höre könnte man meinen, dass man sie in Internierungslager gesteckt hätte. NEIN. Es gab im Café lediglich kein Seniorentreff mehr, bei dem man den aktuellen Status von Hildegard's Gürtelrose erfahren hätte. Auch waren im Frühling keine Wanderungen möglich. Die gibt es jetzt halt erst im Sommer. Und der fünfjährige Enkel stirbt jetzt nicht, weil Oma ihn nicht umarmen konnte. Diese Massnahmen dienten und dienen übrigens zum Schutz von Leben, besonders jener von Senioren (neben der Abflachung der Kurve). Jeder muss kleine Opfer bringen...
    • ThePower 08.05.2020 19:39
      Highlight Highlight Oh, bist du gemein😛Danke für den Lacher mit Hildegards Gürtelrose, der war gut🤣👍
  • ThePower 08.05.2020 13:26
    Highlight Highlight Also, nach anfänglichen Problemen haben die Senioren ja gut mitgemacht. Finde auch, diese Gruppe hat sich die Lockerungen ebenso verdient wie wir jüngeren Semester. Bitte einfach nicht gleich wieder zu Stosszeiten einkaufen, übermässig rumreislen, um zu wandern oder zu zehnt an einem Tisch ein Jass klopfen. Aber Zuhause isolieren ist jetzt wirklich nicht mehr nötig. Einfach etwas nachdenken, dann kommts gut. Nicht dass wir in ein paar Wochen mit der ganzen Übung wieder von vorne beginnen können..
  • Jo Blocher 08.05.2020 13:13
    Highlight Highlight Ich, 67ig, gehe einkaufen, wenn ich will, benutze wie üblich die ÖV und gehe raus zu jeder Zeit! Immer mit Maske, aber das ists dann auch. Man kanns auch übertreiben!
    • Jo Blocher 09.05.2020 07:55
      Highlight Highlight Herrlich die kleinen reaktionären Blitzer hier😂😂😂
    • Jo Blocher 10.05.2020 06:16
      Highlight Highlight 😂😂😂😂😂Blitzerli😂😂😂😂😂
  • fools garden 08.05.2020 12:15
    Highlight Highlight Ihr könnt einfach nicht die Leute einsperren Risikogruppe hin oder her. Mein Alter ist 85 und fit wie ein Turnschuh, was sich natürlich von einem Tag auf den Andern ändern kann.
    Wir verbieten auch das Motorrad oder Autofahren nicht, haben aber Weltweit 1.3 mio
    Opfer Jährlich, Quelle Who,
    Das Übrige nenn ich dann Eigenverantwortung.
    An all die Jungen hier, mit etwas Glück, das ich Euch sehr wünsche, werdet auch Ihr mal Alt.
    • T13 08.05.2020 13:15
      Highlight Highlight Es ist kein Verbot!!!
      Es ist eine Empfehlung.
      Einzig gruppenbildung unter der nicht Einhaltung vom mindestabstand wurde verboten.

      Es ist aber auch verständlich das Leute die nun mal nicht in gewisse Risikogruppen gehören, sich an "Empfehlungen" halten, sich aufregen wenn die ausm altenheim nebenan wie Touristengruppen durch die Stadt watscheln und sich allem Anschein einen Dreck um andere scheren.
  • Chey123 08.05.2020 12:14
    Highlight Highlight Manche sind froh haben sie jetzt Kontakt zu Menschen, da es Freiwillige gibt die für sie Einkaufen gehen, etc... Es wird nie 100% für alle passen....
    Und ganz ehrlich, wegen einer Empfehlung so einen Aufriss, jeder ist Eigenverantwortlich aber ich kenne eine liebe ältere Frau, die trotz sehr gebrechlichen Knochen auf sehr wackligen Leitern rumturnt, ist genau so eine Person die Probleme damit hat das ihre Arbeitsstätte, wo sie servicemässig arbeitet, vorübergehend geschlossen werden musste! Ja sie ist der Meinung das sie sehr gut selber entscheiden kann. Das gibt mir dann schon zu denken🙄
  • Kari Baldi #WirAlleSindCorona 08.05.2020 11:37
    Highlight Highlight Ich spreche es mal deutlich aus: wenn ich als Ü65 in den letzten zwei Monaten vier Jahre älter geworden bin, dann wegen der das Alter diskriminierenden Scheissdiskussion.

    Ich frage mich, ob diese über die älteren Menschen herziehenden Jungen keine Eltern oder Grosseltern haben?

    Offenbar sind für Viele die Gräben, die durch unsere Gesellschaft gehen, noch nicht Spaltung genug.
  • Rellik 08.05.2020 10:42
    Highlight Highlight Liebe Rentner,
    bei allem Respekt lasst uns klar Text reden: Wir machen die ganze Übung hier damit ihr (und sonstige Risikogruppen) nicht in Spitalgängen kläglich verreckt weil die Betten und Beatmungsgeräte fehlen. Einige jüngere Leute (ich persönlich zu meinem Glück nicht) opfern gerade echt viel aus Solidarität mit euch. Dann bleibt verdam** nochmal so viel ihr könnt zu Hause. Es ist dem Sch**ss Virus egal ob ihr euch fühlt als wärt ihr noch 50. Ihr seid alt. Ihr seid eine Risikogruppe dieses Virus.
    • Tisch 08.05.2020 13:16
      Highlight Highlight Lieber Rellik, auch du wirst einmal alt. Auch du hast dann Respekt verdient und willst nicht, dass man dich mit so abschätzigen Worten anspricht. Und nein, wir machen die Übung nicht nur für die Älteren, sondern auch für uns Jüngere. Denn wären die Spitäler überfüllt, könnte man auch Junge nicht mehr angemessen behandeln.
    • Rellik 08.05.2020 14:31
      Highlight Highlight Zeig mir bitte auf was an meinem Kommentar abschätzig sein soll. Die Wahrheit ist halt manchmal hart. Das Alter einer der Hauptrisikofaktoren des Virus ist, ist einfach so. Kann gut sein, dass es in der nächsten Pandemie genau umgekehrt ist.
    • PaLve! 10.05.2020 09:52
      Highlight Highlight Sorry Tisch, sollte ein Herz werden
  • Rundlauf 08.05.2020 10:41
    Highlight Highlight Alter ist wirklich keine Krankheit. Und niemand kann was dafür, dass er alt ist. Es ist verständlich, hat man mit der Zeit Sehnsucht nach etwas Lockerung - auch wenn man zur Risikogruppe gehört.

    Auch wenn gerade alle von Solidarität schwafeln ist es mit einem Blick nach draussen bei weitem nicht so, dass sich alle für die Senioren zu Hause asketisch verbarrikadieren. Insofern haben auch die Senioren etwas Spielraum punkto Solidarität verdient.

    Senioren werden kaum Superspreader sein. Insofern geht's bei ihnen primär um Selbstschutz, und weniger um die Ansteckung anderer.
  • Klirrfactor 08.05.2020 10:27
    Highlight Highlight Jajaja... Wir bleiben wegen euch zu Hause... Wir müssen Risikogruopen schützen...

    Der Grossteil dieser Kommentatoren haben Kack selber in der Hose.

    Hört mit mit dieser Scheinheiligkeit auf!
  • Posersalami 08.05.2020 10:05
    Highlight Highlight Die Alten können ja eigenverantwortlich eine Patientenverfügung unterschreiben, das sie keinen Platz im Krankenhaus blockieren wollen wenn sie krank werden.

    Dann hätte ich auch kein Problem damit, wenn sie sich nicht an die Regeln halten (wie so oft in den letzten 2 Monaten!). Verdammt, ich bleibe wegen EUCH Zuhause und ihr jammert rum wegen einer angeblichen Diskriminierung. Unfassbar.
    • Kari Baldi #WirAlleSindCorona 08.05.2020 10:30
      Highlight Highlight Alleine schon "die Alten" zeugt davon, wie wenig Respekt du vor älteren Menschen hast.

      Ab wann ist man denn alt?
    • Kriss 08.05.2020 10:57
      Highlight Highlight Finde ich auch. Risiko zu tragen heisst auch, sich mit den Folgen zu beschäftigen und eine Patientenverfügung zu haben
    • Cat‘sName 08.05.2020 14:40
      Highlight Highlight 50% der Infizierten war älter als 52 und 50% war jünger als 52 Jahre alt. Nachzulesen unter SRF/ Testen Sie Ihr Wissen/ Kommentar zu Frage 1. Im Übrigen ist Ihr Kommentar arrogant und überheblich. Dies von einer Alten Ü-65, Hochrisiko und seit dem 5.3. mehr oder weniger zu Hause, weil diese Alte weiss, was ihre Verantwortung ist. Und eine Patientenverfügung habe ich auch ausgefüllt und unterschrieben. Ihr Gejammer ist ausserdem noch kindisch und MiMiMi, es ist ja nicht so, dass Sie alleine betroffen sind. Es geht um alle, fifty-fifty wie wir nun wissen. Schönes Wochenende zuhause.
  • Monstermayer 08.05.2020 10:04
    Highlight Highlight Manche Senioren haben bis heute nicht kapiert, dass wir hauptsächlich wegen ihnen dieses ganze Theater veranstalten. Unser Land steht/stand wochenlang still, die Wirtschaft und Staatsfinanzen pfeifen aus dem letzten Loch und viele Menschen haben deswegen ihren Job verloren bzw. dieser ist gefährdet. Aber eben, das alles ist blosse Altersdiskriminierung...
    • Peter R. 08.05.2020 17:21
      Highlight Highlight Von was für einem Theater reden Sie.
  • piranha 08.05.2020 09:38
    Highlight Highlight Ja klar, viele 65 Jährige stehen noch voll im Leben und da ist nichts von Alter zu spüren. Aber es gibt eben auch die anderen.
    Irgendwo muss man ja eine Grenze festlegen, und da ist 65, sprich das RENTENalter halt naheliegend.

    Und es sind ja immernoch Empfehlungen, also kriegt euch wieder ein.
    • Kari Baldi #WirAlleSindCorona 08.05.2020 10:26
      Highlight Highlight Ü65 ist deshalb das Referenzalter, weil man ab diesem Zeitpunkt in der Regel nicht mehr arbeitet und Zuhause bleiben kann.
      Der Gesundheitszustand ist fliessend und kann man nicht einfach an der Zahl 65 fest machen.
  • homo sapiens melior 08.05.2020 09:37
    Highlight Highlight Bitte korrigiert den Titel! Hier und auf der Startseite. Das tut ja schon fast weh! Danke.

    Dieser Kommentar hier braucht keine Veröffentlichung. Er dient nur eurer Information.
    • homo sapiens melior 08.05.2020 09:53
      Highlight Highlight wow - Kommentar freigeschaltet, aber Titel nicht korrigiert. Hat hier jemand nicht ausgeschlafen?
    • ThePower 08.05.2020 13:09
      Highlight Highlight Fail🤣
  • Hardy18 08.05.2020 09:25
    Highlight Highlight So, da haben wir's. Es gab ein Diktat von der Regierung, dass eine bestimmte Bevölkerungsgruppe zu Hause bleiben sollen, zu ihrem Schutz. Die ganze Bevölkerung bekommt das Diktat mit, und steinigt diese, die es wagen(!) dem Diktat nicht nach zukommen.
    Diese Gruppe wieder rum möchte dass garnicht und ihr Leben selber entscheiden.

    Ich bin gespannt wann Bügelbilder mit Seestern, hier der Renner werden. 🙄

  • Rikku 08.05.2020 09:21
    Highlight Highlight Ich habe beruflich viel mit Senioren zu tun und alle in einen Topf schmeissen geht nicht. Da radelt der 85jährige durch die Gegend, geistig und körperlich topfit, und nebenan humpelt der 70jährige am Rollator.
    Da sind Kunden, die von sich aus Termine absagen, weil es ihnen zu riskant ist, und andere die nicht verstehen, wieso sie bei uns eine Maske tragen müssen, weil "ich habe keine Angst". Zum Glück aber Ausnahmefälle.
    Jeder ist anders, sowohl was die Gesundheit angeht als auch das Verstehen und die Einstellung zum Corona. Da kann man in keiner Weise pauschalisieren.
  • Kari Baldi #WirAlleSindCorona 08.05.2020 09:11
    Highlight Highlight Es ist nicht richtig, dass nur alte Menschen vulnerabel sind, auch wenn man dies dauernd wiederholt.

    Es gibt viele jungen Menschen, die ebenso zur Risikogruppe gehören. Junge mit hohem Blutdruck, starke Raucher, Voroperierte, solche die happige Medis nehmen müssen und deren Immunsystem alles andere als intakt ist. Medizinische Akteneinsicht würde da Transparenz schaffen!

    Das Alter sieht man einem Menschen an - seinen Zustand in der Regel nicht. Alle diese jungen Risikokandidaten müsste man fairerweise auch aus dem Verkehr ziehen!

    Nur auf das Alter zu zielen ist pure Diskriminierung!
  • IMaki 08.05.2020 09:08
    Highlight Highlight Es soll ja Neoliberale - auch in der Schweiz - geben, die damit liebäugeln, das Pensionsalter auf 70 heraufzusetzen. Komisch, jetzt hört man davon plötzlich nichts mehr. Offenbar sind ältere Menschen zu einer beliebigen Manövriermasse geworden, die man je nach politischem Gusto (ver)braucht.
  • Dr no 08.05.2020 09:08
    Highlight Highlight Eigenverantwortliches Handeln wäre konsequent wie folgt: Jeder Alte der sich nicht an die Empfehlungen halten will, soll sich verpflichten dann auf medizinische Behandlung zu verzichten, wenn er sich ansteckt.
    • Tagedieb 08.05.2020 12:16
      Highlight Highlight Das Wort "Alte" kannst du streichen, dann könnte man drüber reden. (genau das entscheidet ob's Diskriminierung ist oder nicht). Und: ich denke alte Leute haben im Schnitt häufiger eine Patientenverfügung. Meine Eltern hatten schon vor Corona eine, weil sie sich vor gewissen Lebenserhalteneden Massnahmen fürchten. Und ansehen tut man das ihnen nicht. (und trotzdem halten sie sich ganz gut an die Massnahmen!)
    • Dr no 08.05.2020 12:29
      Highlight Highlight Hör doch auf mit dieser übertriebenen politischen Korrektheit. Ich darf nicht mehr "alte" sagen ? lächerlich. "Junge" darf man auch sagen oder ? Oder wäre dir der Terminus "vom Bund definierte Risikogruppen lieber " ?
    • Tagedieb 09.05.2020 10:51
      Highlight Highlight Du bist lustig! - Ich verbiete dir doch keine Wörter. Mir geht's um deine Aussage, nicht um die Formulierung- Ich versuchs nochmals:

      Ich seh keinen Grund, warum deine Forderung an's Alter geknüpft sein soll? Entweder für alle oder für niemand. Wieso soll sich ein Junger ohne Konsequenzen scheren können und ein alter nicht? DAS wär in meinen Augen nicht fair.
      Und ich find's generell heikel und unnötige Gesetzte die nur für eine bestimmt Gruppe erwachsener Menschen gelten zu machen.
      Aber egal. Ein schönes Wochende dir!
    Weitere Antworten anzeigen
  • paule 08.05.2020 08:59
    Highlight Highlight Das Alter ist für die Medizin ganz klar eine Krankheit, oder Korrekt gesagt ein Geschäftsmodell.
    Es gibt keine gesunden Alten, sondern nur zu wenig Untersuchte!
    Ich werde oft kritisiert, weil nicht durchgeröngt und ohne Hausarzt, für mich Logisch, fühle mich gesund, arbeite zum Spass noch mit und treibe viel Sport.
    Aber ich bin für die Medizin kein Gewinn, also muss mein Verhalten falsch sein.
    Übrigens auch Sterben vor Alter gibt es nicht für die Medizin, das muss man herauszögern, nur so rollt der Rubel.
  • CalibriLight 08.05.2020 08:56
    Highlight Highlight Alle diejenigen, die Panik wegen der Wirtschaft schieben, könnten sich noch wundern was passiert, wenn die im Schnitt ziemlich kaufkräftige Schicht der über 65Jährigen weiterhin kaum konsumiert.
    Justsayin.
  • Powy 08.05.2020 08:54
    Highlight Highlight Natürlich sind Senioren eigenverantwortlich - sie müssen sich aber bewusst sein, dass sie das Virus auch weitergeben können. Und diese Information scheint bei bei dieser Generation zum Teil immer noch nicht angekommen zu sein. Das zeigt sich auch darin, dass erstaunlich viele zu Stosszeiten ihren Tageseinkauf erledigen und sich dann enorm daran stören, wenn einmal an Kind an ihnen vorbei läuft. Eigenverantwortlich zu sein heisst auch Verantwortung zu übernehmen - in jedem Alter.
  • Ortega Peru 08.05.2020 08:49
    Highlight Highlight Nicht das Alter ist die Krankheit, sondern das Leben. Das Leben ist eine sexuell übertragbare Krankheit, die immer mit dem Tod endet.
    • Lucida Sans 08.05.2020 10:09
      Highlight Highlight Traurig, wenn man das Leben als Krankheit versteht.
    • Ortega Peru 08.05.2020 10:36
      Highlight Highlight Das war ein Witz. Ich bin davon ausgegangen, dass dies nicht noch extra erwähnt werden muss.
  • rueditri 08.05.2020 08:48
    Highlight Highlight Ü65 = Risikogruppe = zu Hause bleiben?
    Es wäre höchste Zeit hier ganz klar zu differenzieren.
    Mit Ü65 wird immer gleich auf Altersheime und wirklich "ältere Leute, zB Ü80" hingewiesen.
    Was ist dann mit den 66, 67, 68 usw jährigen? Fit und leistungsfähig, voll im Leben. Wer das nicht glaubt kann gerne mit mir diskutieren, 69 Jahre, aktiver Triathlet auf Wettkampf-Level.
    Und was ist den mit den U65 und Risiko? Starke Raucher, stark übergewichtige, und ähnliches?
    Also hören wir auf mit dieser unseligen Ü65 Diskriminierung. http://IT
    • Irene Adler 08.05.2020 09:16
      Highlight Highlight Wer diskriminiert dich? Es gibt nur Empfehlungen, du musst nichts machen.
  • Irene Adler 08.05.2020 08:38
    Highlight Highlight 1. Die Wissenschaftler wissen nicht, ob das Alter eine Rolle spielt, oder es korreliert nur.
    2. Aber die Senioren müssen ihre Hausärzte fragen, wie riskant für sie Corona ist.
    • rueditri 08.05.2020 11:59
      Highlight Highlight Klar sind es " nur " Empfehlungen.
      Aber es nervt doch sehr immer wieder die pauschalen Ü65 Hinweise/Empfehlungen zu lesen, zu hören.
      Und die Praxis auf der Strasse zeigt dann halt schon auch konkrete Auswirkungen von Seiten vermeintlich Jüngeren. Und daraus gibt es dann Ü65 die sich kaum mehr getrauen sich ein bisschen zu bewegen. Einschüchterung, Angst etwas falsch zu machen....
      Na ja also, alle erlassenen Verordnungen korrekt einhalten und weiter aktiv Leben.


  • Borki 08.05.2020 08:20
    Highlight Highlight "Altersdiskriminierung in grossem Ausmass"???

    Wir machen diese ganze verdammte Übung in erster Linie, um unsere Alten zu schützen, und die (besser gesagt ein paar von denen) fühlen sich diskriminiert? Wohlgemerkt durch Empfehlungen, nicht durch rechtlich verbindliche Weisungen!

    Ich glaube, die Special Snowflakes sind keine Erfindung unserer Generation. Höchstens der Name.
    • Peter R. 08.05.2020 08:31
      Highlight Highlight Und die Alten machen diese ganze verdammte Uebung in erster Linie um Alle zu schützen auch die Jungen.
    • Tagedieb 08.05.2020 08:43
      Highlight Highlight Borki : das Nadelöhr ist die medizinische Versorgung. Du genauso wie alte Leute machen die "verdammte Übung" in erster Linie für's Gesundheitspersonal- weil man keine Überlastung will. Oder man kann auch sagen um den Politiker, welche die ganze Medizin zusammengespart haben, den Arsch zu retten.
    • De-Saint-Ex 08.05.2020 09:17
      Highlight Highlight „Wir machen diese ganze verdammte Übung in erster Linie, um unsere Alten zu schützen“... immer noch nichts begriffen und die Bestätigung, dass „die Alten“ mit ihrem Diskriminierungsvorwurf nicht ganz unrecht haben.
      Wie wär‘s mit Stigmatisierung der Blutgruppe A, die ja überdurchschnittlich betroffen sein soll... ?
    Weitere Antworten anzeigen
  • RichiZueri 08.05.2020 08:15
    Highlight Highlight Der Topf ist halt einfach sehr gross.
    Mit 65, kurz nach der Pensionierung kann ich verstehen, dass sie sich benachteiligt fühlen, wenn der 64 jährige ehemalige Arbeitskollege noch alles darf.
    Mit 85 im Altersheim ist die "Einsperrung" korrekt. Nur weil jemand selber kein Problem mit dem Tod durch Corona hätte, ist es nicht richtig, wenn diese Person dann jenen Tod den andern ins Altersheim bringt, welche gerne noch etwas leben würden.
    • nst 08.05.2020 08:58
      Highlight Highlight Aber der 64-jährige ehemalige Arbeitskollege DARF doch genau gleich viel wie der/die ü65-jährige...
    • Garp 08.05.2020 09:05
      Highlight Highlight Du musst einsperren nicht in Gänsefüsschen setzen. Viele sind in den Alters- und Pflegeheimen eingesperrt und dürfen nicht mal auf einen Spaziergang raus. Das ist Freiheitsberaubung.
    • paule 08.05.2020 09:18
      Highlight Highlight Die "Eingesperrten" warten auf den Tod, das ist Fakt und werden grösstenteils auf Kosten der Jungen möglichst lange am Leben erhalten.
      Das ist nicht Fakt, sondern ein Geschäftsmodell!
    Weitere Antworten anzeigen
  • koalabear 08.05.2020 08:07
    Highlight Highlight Vielr ältere Menschen wollen auch gar nicht geschützt werden. Gerade die stark gefährdeten Personen (über 80) sind sich ihrer Endlichkeit sehr bewusst. Für sie ist diese Isolation schlimmer, als ein baldiges Ende des Lebens.
    • Helvetiavia Philipp 08.05.2020 08:16
      Highlight Highlight Das habe ich in meinem Umfeld auch so wahr genommen. Viele verstehen nicht, weshalb sie ihr möglicherweise letztes Jahr zu Hause absitzen sollen, statt es zu geniessen.
    • Borki 08.05.2020 08:50
      Highlight Highlight Deshalb sind es ja auch Empfehlungen. Niemand, der durch sein Verhalten nicht andere gefährdet (Altersheim!) ist gezwungen, sich daran zu halten.

      Konsequenterweise dann bitte einfach ganz hinten anstellen, sollten sich in einer zweiten Welle doch noch lange Schlangen bilden vor der Notaufnahme.
    • Faceoff 08.05.2020 09:11
      Highlight Highlight Trotzdem landen sie im Spital und besetzen dort ein Bett, wenn sie sich anstecken. Das ist ja der Punkt. Es geht nicht in erster Linie um die eigene Haut, sondern um Solidarität.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Yogi Bär 08.05.2020 07:38
    Highlight Highlight Zwischen den Zeilen lesen und beobachten... Spätestens dann wird jedem klar, dass es auch jüngere Menschen treffen kann.. Was aber hier bei uns abgeht ist einfach nur noch peinlich! Aussagen gegen Aussagen, Behauptungen die jeglicher Logik widersprechen seitens Politiker und Fachwelt! Wem soll man da noch trauen? Zudem zuviel Ungeduld seitens der Bevölkerung, die wohl nur noch ihre Befriedigung im Shopping und Konsumation sieht, arme Schweiz!
  • WID 08.05.2020 07:15
    Highlight Highlight Nein, ALter ist keine Krankheit aber eine gefärdete Gruppe welche bei vielen Infektionen mit schwerem Verlauf das Gesundheitssystem überlasten würde. Darum macht es Sinn Senioren und andere Risikogruppen anders zu behandeln.
  • Laut_bis_10 08.05.2020 06:56
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • DrDeath 08.05.2020 06:51
    Highlight Highlight "Uns nur wegen unseres Alters schützen zu wollen, das ist Diskriminierung, jahwoll!!!"

    Dass wir unsere gesamte Wirtschaft an den Rand des Ruins treiben um die Senioren zu retten ist also diskriminierend. Dümmer geht's nicht mehr.

    Merke: Es sind die Lobbyorganisationen, die so reden, nicht die betroffenen selbst. Das Öhmsi um die Ecke ist sicher dankbar, dass wir sie schützen wollen.

    Liebe Senioren, ich weiss nicht, wie ich es euch sagen soll: Eure Lobbyorganisationen würden für ihre Publicity über eure Leichen gehen.
    • Lucida Sans 08.05.2020 10:26
      Highlight Highlight Ihrer Ansicht nach können also junge Angesteckte munter weiterleben, ohne ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen. Ja. Eventuell werden sie ja gar nicht krank. Corona, eine seltsame Krankheit, die nur ältere Personen betrifft, die die Krankheit auch weiterverbreiten, junge aber verschont? Völlig überflüssige Massnahmen, da es den „nützlichen Teil“ der Bevölkerung sowieso nicht trifft? Oder wie sonst soll ich Ihren Beitrag verstehen?
    • karl_e 08.05.2020 11:11
      Highlight Highlight Ups, jetzt hab ich dir aus Versehen ein Herzchen gegeben.
      "Ihr" treibt gewiss nicht die "gesamte Wirtschaft an den Rand des Ruins um die Senioren zu retten". So selbstlos seid ihr nicht. Ich erinnere an die Klagen über die Kosten der Ueberalterung (AHV! Pensionskassen! Altenpflege!) die vor Corona Alltag waren. Und jetzt soll man uns plötzlich hegen und pflegen?
    • DrDeath 08.05.2020 14:04
      Highlight Highlight Anscheinend verstehst du ihn gar nicht. Hast du ihn gelesen? Irgendwie fehlt mir der Zusammenhang zwischen deinem und meinem Geschreibsel.
  • Hummingbird 08.05.2020 06:44
    Highlight Highlight Ist ja schon krass, wie eine ganze Altersgruppe in einen Topf geworfen wird/wurde, ohne wissenschaftliche Belege. Dann stimmt evtl. die Vermutung auch nicht, dass es am älteren Immunsystem liegt, dass es Senioren häufiger auf schlimme Art erwischt?
    • Jein 08.05.2020 07:07
      Highlight Highlight Lese bitte ein paar wissenschaftliche Studien zum Thema, niemand vermutet etwas vonwegen "älteres Immunsystem" sondern es geht um Vorerkrankungen.

      Komplett gesunde ältere Leute haben tatsächlich gute Überlebenschancen also werden die 'in den gleichen Topf geworfen', nur macht es aufgrund der hohen Verbreitung an für die Corona-Sterblichkeit relevanten Vorerkrankungen (z.B. Bluthochdruck) in der Altersklasse 75+ Sinn diese als besonders exponiert zu bezeichnen und entsprechend zu schützen.
    • Glenn Quagmire 08.05.2020 07:10
      Highlight Highlight Passiert doch immer, dass Generationen in einen Topf geworfen werden. „Die Jugend von heute ist bla bla bla“, „als wir noch so jung waren, gabs bla bla bla“ „eure Generation ist Schuld am Klima...“ etc.
    • Hummingbird 08.05.2020 07:19
      Highlight Highlight Mag sein, dass in wissenschaftlichen Studien nichts steht übere schwächere Immunsysteme bei älteren Menschen, in den Newsmedien wird jedoch genau dies als mögliche Erklärung, sprich Vermutung, beigezogen. Es macht keinen Sinn, eine ganze Altersgruppe als Ganzes zu stigmatisieren, nur weil in dieser die Risikofaktoren viel häufiger vorkommen. Angemessen wäre, älteren Menschen eine Untersuchung auf diese Risikofaktoren zu empfehlen, und sich dann den Resultaten entsprechend zu handeln.
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