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Wegen Corona erleben viele Musiker dunkle Momente. bild: zvg

Dieses Schweizer Festival hat schon 15'000 Tickets verkauft – obschon es gar nicht steigt

Tristesse pur herrscht seit gut einem Jahr bei allen Konzertbesucherinnen. Besonders leiden aber die Bands, die mangels Auftritten darben. Das «Ghost Festival» sammelt Geld für die gebeutelte Branche. Die Solidarität ist gross.



Ob Lo&Leduc, Anna Rossinelli oder Hecht: Sie alle stehen auf dem Line-Up des Ghost-Festivals, das am kommenden Wochende steigt. Bisher sind rund 15'000 Tickets verkauft worden, wie die Veranstalter auf watson-Anfrage mitteilen. Dies obschon das Openair gar nicht stattfindet.

Der imaginäre Event ist eine Solidaritätsaktion für die Schweizer Musik- und Kulturbranche, die wegen Corona seit fast genau einem Jahr stillgelegt ist. Wer Tickets für das Ghost-Festival kauft, spendet damit Geld an die 295 teilnehmenden Schweizer Acts beziehungsweise 1278 Musikschaffenden. «Wir möchten allen Teilnehmenden eine satte Gage auszahlen können», sagt Festivalsprecher Dominik Gysin.

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Merchandise-Warewie die «Ghost-»Kappen sollen zusätzliche Einnahmen generieren. bild: zvg

Ein Tagespass kostet 20 Franken, ein Zweitagespass 50 Franken und das VIP-Ticket gibt es für 100 Franken. Dafür kriegt man einen Festivalbändel und das fantastische Gefühl, die Kultur- und Musikbranche in miesen Zeiten unterstützt zu haben. Wer will, kann zudem eine eigens kreierte CD kaufen.

Michael Egger (31) von der Elektro-Pop-Crew «Jeans for Jesus» ist beeindruckt von der grossen Solidarität der Leute: «Die Menschen gewöhnen sich nie daran, keine Konzerte zu besuchen. Das ist ein gutes Zeichen und freut mich sehr.» Nun hofft Egger, dass die Festival-Saison 2021 nicht komplett ins Wasser fällt. Sein nächster Auftritt ist am Openair St. Gallen vorgesehen – so Corona will.

Wer nun für das kommende Weekend auf spontane Online-Gigs von diversen Schweizer Bands hofft, guckt in die Röhre. Der Bildschirm bleibe schwarz, so Gysin. «Die Situation für viele Musiker und Technikerinnen desaströs. Wir wollen ihnen mit der Solidaritätsaktion Hoffnung machen», so der Berner weiter.

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