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epa08415202 A man exercises at the Activ Fitness gym in Zurich, Switzerland, 11 May 2020. Shops, markets, museums, libraries, gyms and restaurants reopen in Switzerland under strict compliance with precautionary measures against the spread of the coronavirus COVID-19 disease.  EPA/GAETAN BALLY

Der Besucheransturm im Fitnesscenter bleibt aus. Viele Kundinnen und Kunden halten sich noch zurück. Bild: EPA

Weniger Besucher, höhere Kosten – auch für Fitnesscenter rechnet sich Wiedereröffnung kaum

Neben den Gastrobetrieben müssen sich auch die Fitnesscenter an strenge Hygienemassnahmen halten. Auch für sie rechnet sich das Geschäft aktuell kaum – trotz Grundfinanzierung durch Jahresabos.



«Duschen Sie wenn möglich zuhause, halten Sie in den Garderoben immer zwei Meter Abstand.» So und ähnlich lasen sich die Informationsmails der hiesigen Fitnesscenter. Seit rund zwei Wochen darf in den Studios wieder geschwitzt werden. Doch wie auch in den Restaurants rechnet sich das Geschäft seit der Wiedereröffnung kaum. Die Schutzvorkehrungen sind strikt und Herr und Frau Schweizerin halten sich mit den Besuchen noch zurück.

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«Die maximale Anzahl an Personen, die in die Studios dürfen, wurde in den vergangenen zwei Wochen so gut wie nie erreicht», heisst es auf Anfrage beim Migros-Genossenschafts-Bund. Der orange Riese ist mit den Activ-Fitness-Ketten und den Fitnessparks der grösste Player im Schweizer Fitnessgeschäft. Er gewährt seiner Kundschaft einen Time-Stop des Abos von acht Wochen.

Wer auch weiterhin noch nicht in die Studios will, kann den Time-Stop zudem verlängern. «Rund 25 bis 30 Prozent unserer Kundschaft macht von der Verlängerung bis zum 7. Juni Gebrauch», so die Kommunikationsmanagerin Ariane Lang.

Auch in den Studios des NonStopGyms habe es deutlich weniger Besucherinnen und Besucher, sagt Sprecherin Ellen Berg. Das wirke sich auch auf den Geschäftsgang aus. «Wir haben weniger Besucher und höhere Kosten, weil wir mehr Material und Personal brauchen.»

Bei der Migros klingt es ähnlich: «Auch wenn es eine gewisse Grundfinanzierung durch Jahresmitgliedschaften gibt, spielt der Verkauf von Personal Trainings, Massagen oder Produkten wie Sportriegeln eine grosse Rolle», so Lang. Hinzu komme ein Rückgang an gelösten Abos, da während der Shutdown-Phase gar kein Verkauf stattfinden konnte.

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Weniger Kundschaft bedeutet auch weniger Buchungen von Personal Trainings: Das hat Einfluss auf den Geschäftsgang der Fitnesscenter. bild: shutterstock

Einen Lichtblick gibt es jedoch: Dass die Besucherinnen und Besucher auf den Geschmack des Hometrainings gekommen sind und den Muckibuden gänzlich den Rücken zudrehen, davor fürchten sich die Fitnessstudios nicht. Der Grossteil der Mitglieder kenne den Vorteil des geführten Trainings, sagt Lang vom Migros-Genossenschaftsbund. «Und viele wollen das motivierende Erlebnis durch eine Kursinstruktorin nicht missen.» Und auch bei NonStopGym ist man überzeugt, dass viele Kundinnen und Kunden in Zukunft wieder im Studio erscheinen werden.

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