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Schweiz
Coronavirus

Corona Schweiz: Kanton Uri verschärft die Massnahmen

Der Urner Gesundheitsdirektor und Regierungsrat Christian Arnold anlaesslich einer Medienkonferenz zur aktuellen Coronalage und Corona Massnahmen im Kanton Uri vom Montag, 12. April 2021 in Altdorf. ( ...
Der Urner Gesundheitsdirektor und Regierungsrat Christian Arnold am Montag in Altdorf.Bild: keystone

Corona-Hotspot Uri verschärft die Massnahmen – so steht der Kanton im Vergleich da

12.04.2021, 17:2713.04.2021, 15:10

In dem vom Coronavirus besonders stark geplagten Kanton Uri werden die Massnahmen gegen die Pandemie ausgedehnt: An den Schulen wird mehr getestet, der Skibetrieb wird vorzeitig beendet und am Kantonsspital werden nicht dringliche Operationen verschoben. Zudem baut Uri das Contact Tracing auf 72 Stunden aus.

«Wir mussten feststellen, dass der Kanton Uri nicht nur bei den bereits verabreichten Impfungen in der Schweiz auf Platz eins liegt, sondern leider nun auch bei den Fallzahlen», sagte Uris Gesundheitsdirektor Christian Arnold (SVP) am Montagnachmittag an einer Medienkonferenz in Altdorf.

Die Corona-Fälle seien an unterschiedlichen Orten aufgetaucht. Ein einheitliches Muster gebe es keines, sagte Arnold. Aber man habe beispielsweise festgestellt, dass die Fälle in den Schulen zugenommen hätten, ebenso im privaten Bereich. Und auch in Heimen habe es zwei weitere Fälle gegeben.

Der Urner Landammann Urban Camenzind (CVP) bezeichnete die Situation in Uri als angespannt, die Belegung der Intensivstation des Kantonsspitals gebe Anlass zu Besorgnis. «Mir macht vor allem auch die Geschwindigkeit des Anstiegs Sorgen», sagte der Landammann.

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Um das Virus einzudämmen, prüfte die Regierung diverse mögliche Verschärfungen in seiner Zuständigkeit. Drei präsentierten sie am Montag. Mit den getroffenen Massnahmen beschreite sie einen Mittelweg zwischen epidemiologisch angezeigten und von der Bevölkerung akzeptierten Massnahmen, hielt die Regierung fest.

Konkret wird nun an den Schulen mehr getestet, der Skibetrieb wird per sofort beendet und am Kantonsspital werden nicht dringliche Operationen verschoben.

Für Kinder und Jugendliche sowie Lehrpersonen und weiteres Personal der Oberstufe, des Obergymnasiums sowie des Berufs- und Weiterbildungszentrums Uri muss wöchentlich ein Covid-Speicheltest angeboten werden. Damit sollen weitreichende Quarantänemassnahmen verhindert und der Präsenzunterricht aufrechterhalten werden können.

Die sofortige Schliessung der Skigebiete sei ein Entscheid für genügend Spitalkapazität, sagte Gesundheitsdirektor Arnold. Dort hätten die Schutzkonzepte eigentlich gut funktioniert. Im Spital erforderten die steigenden Fallzahlen eine Priorisierung von Operationen, sagte Georg Mang, Chefarzt Kantonsspital Uri, vor den Medien.

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Ausbau des Contact Tracing

Die Gründe für die rasante Zunahme sind für die Verantwortlichen in Uri nicht eindeutig. Der Landammann aber sagte, man habe in der Bevölkerung in den vergangenen Tagen und Wochen eine gewisse Nachlässigkeit festgestellt. Er appellierte an die Bevölkerung, die Massnahmen wieder konsequent einzuhalten. Also Hände gründlich zu waschen und die nötigen Abstände einzuhalten. «Und vielleicht auch auf die ganz grossen Familienfeste zu verzichten», sagte Camenzind.

Nachlässigkeit stellte auch das Contact Tracing fest. Und zwar würden Infizierte ihre engen Kontakte nicht mehr konsequent angeben, wie Emil Kälin, Leiter des Urner Covid-19-Sonderstabs, sagte. «Vielleicht, um gewisse Personen vor dem Gang in die Quarantäne zu schützen.» Doch Uri setzt auf das Contact Traicing, intensiviert es gar: Künftig sollen die engen Kontakte nicht mehr nur 48 Stunden zurückverfolgt werden, sondern 72 Stunden.

Die angespannte Situation im Kanton Uri hatte sich bereits in der vergangenen Woche abgezeichnet. Kein Kanton hatte am Freitag gemessen an der Bevölkerung so viele laborbestätigte Corona-Fälle wie Uri. Die angespannte Corona-Lage bewog die Urner Kantonspolizei auch, für Samstag zu einem Verzicht auf Kundgebungen aufzurufen.

Dennoch versammelten sich am Samstag in Altdorf trotz Kundgebungsverbot mehrere hundert Kritikerinnen und Kritiker der Coronapolitik zu einer nicht bewilligten Kundgebung in Altdorf. Die Polizei griff zwar ein, konnte die Demonstration aber nicht verhindern. (cma/sda)

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33 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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UrGamer
12.04.2021 17:40registriert Juni 2016
Leider gibt es viele Urner*Innen, welche sich trotz Symptomen nicht testen lassen und falls sie sich testen lassen, die Kontaktpersonen verschweigen...
Das kann ich als Urner absolut nicht verstehen.
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Tatwort
12.04.2021 17:38registriert Mai 2015
"Die Polizei griff zwar ein, konnte die Demonstration aber nicht verhindern."
So ein Pech aber auch. Trudeln 300 bis 800 Leute angekündigt dort ein, klopfen die Damen und Herren Polizisten denen freundlich auf die Schulter und ziehen dann von dannen.

Man sollte eine Klima-Demo in Altorf abhalten. Unbewilligt. Jede Wette, dass die "Freunde und Helfer" dann ganz eifrig ihr altes Spiel "Knüppel aus dem Sack" spielen können, weil: Demo unbewilligt...
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Kruk
12.04.2021 18:42registriert April 2019
Jetzt haben mir SVPler erzählt Ausländer seien Schuld an den noch geschehenden Ansteckungen und jetzt ist der Kanton Uri, mit nur halb soviel Ausländer wie der schweizer Durchschnitt, ein Hotspot...

Missbrauchen da etwa wieder einige das Geschehen für üble Stimmungsmache.
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