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Die Intensivstationen der Schweiz dürften nach Einschätzung der Task Force bald an ihre Grenzen stossen.
Die Intensivstationen der Schweiz dürften nach Einschätzung der Task Force bald an ihre Grenzen stossen.Bild: Shutterstock

«In 2 bis 3 Wochen sind Intensivstationen voll»: Task Force fordert diese 10 Massnahmen

Martin Ackermann, Leiter der Science Task Force, spricht am Freitagnachmittag Klartext: Gemäss ihren Szenarien sind die Plätze auf den Intensivstationen spätestens am 18. November voll – wenn sich an der Zunahme nicht grundsätzlich etwas ändert.
23.10.2020, 18:59
Reto Fehr
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Die 3 Szenarien

Die Task Force rechnet konkret mit drei Szenarien für die Belegung der Intensivstationen (blau, rot und gelb). Im roten Szenario entwickeln sich die Einweisungen in die Intensivstationen wie aktuell, das heisst, dass sie sich innert sieben Tagen verdoppeln. Das blaue Szenario geht von 5 Tagen aus, beim gelben sind es deren 10.

Es zeigt sich, dass die Intensivstationen im schlechtesten Fall etwa am 5. November ausgelastet sein werden, im besten berechneten Fall am 18. November:

Die Berechnungen gehen von einer konstanten Belegung der Nicht-COVID19-Betten (dunkelgrau) und nicht-notfallmässigen Eingriffen (hellgrau) aus.

bild: science task force

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Aktuelle Massnahmen reichen bei weitem nicht

Martin Ackermann, Professor an der ETH Zürich.
Martin Ackermann, Professor an der ETH Zürich.Bild: keystone

An der Pressekonferenz wählte Martin Ackermann, der Leiter der Science Task Force, deutliche Worte. Ob die aktuellen Massnahmen nicht ausreichen, wurde er gefragt. Seine Antwort:

«Aus unserer Sicht nicht, nein. Bei weitem nicht.»

Die Task Force hat deshalb – gestützt auf ihren aktuellen Lagebericht – einen Massnahmenkatalog aufgestellt.

Das sind die 10 Massnahmen, die die Task Force fordert:

  • Das Tragen von Masken durch Jugendliche und Erwachsene in allen Innenräumen und in überfüllten Aussenbereichen (Strassenmärkte usw.).
  • Telearbeit (Homeoffice) für alle Mitarbeitenden, für die dies möglich ist.
  • Die Schliessung von Unterhaltungs- und Erholungsstätten in engen und schlecht belüfteten Innenräumen, wo die Bedingungen die Übertragung des Coronavirus zwischen Menschen in engem Kontakt erlauben.
  • Beschränkung privater Zusammenkünfte, z. B. auf weniger als 10 Personen.
  • Beschränkung öffentlicher Versammlungen, z. B. auf weniger als 50 Personen.
  • Beschränkung der Öffnungszeiten von Restaurants und Bars, z. B. auf 21.00 Uhr.
  • Einstellung von Aktivitäten mit einem hohen Risiko der Übertragung des Coronavirus, z. B. Sportarten mit direktem Kontakt, Gesang oder mit Blasinstrumenten.
  • Umstellung auf ausschliessliche Online-Bildung in allen sekundären und höheren Bildungseinrichtungen, für die eine solche Bildung möglich ist.
  • Erhöhung der Zahl der Coronavirus-Testzentren und der Zahl der Contact-Tracer.
  • Regelmässige Tests von Arbeitnehmenden in Hochrisiko-Umgebungen.

Ackermann ergänzt an der PK: «Wir empfehlen die Massnahmen bis im März oder April umzusetzen, damit auch der Jojo-Effekt umgangen werden kann.»

Der gesamte Lagebericht der Task Force:

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