Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Zoom-Konferenz statt Klima-Demo: Die Klimajugend streikt derzeit nur virtuell. bild: zvg

«Unsere Bewegung ist lahmgelegt» – so leidet die Klimajugend unter der Coronakrise

Über ein Jahr lang hat Greta Thunberg mit «Fridays for Future» die Schlagzeilen dominiert. Aus, vorbei: Die Coronakrise trifft auch die Schweizer Klimastreik-Bewegung schwer. Nun bereitet die Klimajugend das grosse Comeback vor.



Die Klimastreikenden mobilisierten die Massen wie nie zuvor eine Jugendbewegung in der Schweiz, dominierte die Schlagzeilen über ein Jahr lang. Greta & Co. sind nun praktisch verstummt. Die Corona-Pandemie hat die Klimakrise auf einen Schlag aus der Öffentlichkeit gefegt.

«Unsere Bewegung ist total lahmgelegt»

Der Lockdown trifft auch die Schweizer Klimajugend hart. Denn der Kern ihrer Kampagne baut auf Demonstrationen und neuerdings Klima-Versammlungen in Gemeinden auf. Also auf grossen Menschenansammlungen, die sich verbinden. In Corona-Zeiten ein absolutes No-Go.

Bereits jetzt ist klar: Der von langer Hand geplante nationale Klimastreik vom 15. Mai fällt vorläufig ins Wasser. «Unsere Bewegung ist faktisch lahmgelegt», sagt Klimastreiker Jonas Kampus zu watson.

Jonas Kampus, Klimastreiker, Zürcher

Jonas Kampus (rechts): In der Online-Bubble kann man keinen Druck wie auf der Strasse erzeugen. Bild: zvg

Nun versucht die Klimajugend mit Online-Meetings, Web-Seminaren und Social-Kampagnen dafür zur sorgen, dass die Bewegung wegen der Coronakrise nicht komplett einschläft. «In der Online-Bubble kann man aber keinen richtigen Druck erzeugen, dazu braucht es Strassenaktionen», schildert Kampus weiter.

Ganz untätig bleiben die Klimastreikenden aber nicht. Unter dem Hashtag #keepitgrounded haben sie an die Adresse von Wirtschaftsminister Guy Parmelin eine Petition gegen Corona-Subventionen für den Luftverkehr gestartet. Bislang wurde sie knapp 8000 mal unterzeichnet. «Staatshilfen für Airlines wie die Swiss wären ein Super-GAU», so Kampus. Dies wäre ein fatales Zeichen des Bundesrates gegen den Klimaschutz. Ziel sei, dass auch nach der Coronakrise möglichst viele Flugzeuge am Boden blieben. «Natürlich braucht es eine faire Lösung für alle betroffenen Arbeitenden, bis sie einen neuen Job haben», so Kampus.

Diese Airlines sind wegen Corona gegroundet

Nun bleibt also den Klimastreikenden viel Zeit, sich Gedanken über die Folgen der Corona-Pandemie und die Zukunft des Klimastreiks zu machen. Wir haben Lena Bühler, Saskia Rebsamen und Jonas Kampus einige Fragen gestellt:

Was bedeutet die Coronakrise für den Klimaschutz?

Bild

Lena Bühler.

Saskia: Man sollte ja nicht die Coronakrise und die Klimakrise gegeneinander ausspielen. Wichtig ist jetzt, dass auf der ganzen Welt den Menschen in Not sofort geholfen wird. Wenn der Corona-Notstand vorbei ist, werden wir die Aufmerksamkeit für die Klima-Debatte wieder zurückerlangen. Da bin ich sicher. Wir haben jetzt viel Zeit, uns darauf vorzubereiten.

Lena: Die Coronakrise ist sicher nicht die Art von Klimaschutz, die uns vorschwebt oder uns weiterbringt. Denn es sterben gerade tausende Menschen. Der aktuelle Rückgang der Treibhausgasemissionen ist wohl nur eine kurze Delle und nicht nachhaltig. Ein Ziel muss sein, dass die Menschheit die Klimakrise so ernst nimmt wie die Coronakrise. Die Auswirkungen der heutigen Klimapolitik sind erst einige Jahre später spürbar. Bei der Coronakrise sind es nur einige Tage oder Wochen. Das ist der grosse Unterschied.

Jonas: Ich bin mir überhaupt nicht sicher, ob die Debatte um den Klima-Notstand wegen der Cornakrise einfacher wird. Aber die aktuelle Situation zeigt auf, dass es durchaus möglich ist, grosse gesellschafliche Veränderungen in kurzer Zeit zu realisieren. Das muss bald auch zu Gunsten des Klimaschutzes passieren.

Wie trifft Corona die Klimastreik-Bewegung?

Lena: Die Corona-Pandemie hat unsere Pläne über den Haufen geworfen. Wir treffen uns nun mittels Zoom-Meetings, aber das ist nicht dasselbe. Mir fehlen die persönlichen Kontakte. Immerhin können wir uns etwas vom grossen Effort erholen, den wir in den letzten Monaten für die Klimastreik-Bewegung geleistet haben. Gleichzeitig sehen wir es als essentiell, Einfluss auf die wirtschaftspolitischen Entscheidungen, die gefällt werden müssen, zu nehmen. Diese werden die Klimapolitik entscheidend prägen.

Saskia: Wir haben deutlich weniger zu tun, weil die öffentlichen Anlässe wegfallen. Wir nutzen die Zeit, um uns mit Web-Seminaren intern weiterzubilden. Als Bewegung machen wir weiter und stellen unser Online-Netzwerk für die Corona-Hilfeleistungen zur Verfügung. Nach zwei Wochen Lockdown zeigt sich: Ein Call ist nicht dasselbe wie eine richtige Sitzung. Es ist weniger motivierend, wenn man die Menschen nicht direkt treffen kann. Aber ich bin auch etwas froh, dass sich das Leben gerade total entschleunigt. Ich war vorher manchmal schon am Limit und frage mich inzwischen, wie ich das alles vorher geschafft habe. Ich bin froh, wenn wir dann mit vollgetankten Batterien wieder auf die Strasse gehen können.

Jonas: Es ist schon etwas hart, dass wir in der medialen Öffentlichkeit über mehrere Wochen lang praktisch nicht mehr stattfinden. Das ist schon ein Problem für uns. Wir versuchen, uns nun international noch stärker zu koordinieren. Wir sind bereit, nach dem Ende der Coronakrise sofort wieder auf die Strasse zu gehen.

Bild

Saskia Rebsamen.

Was kann der Bund in der Coronakrise für den Klimaschutz tun?

Lena: Der Bund soll die vielen Milliarden Franken in erneuerbare Energien und den Ausbau des ÖVs stecken. Das nützt allen Bürgern etwas. Der Bund soll nicht den Luftverkehr subventionieren, sondern beispielsweise den Ausbau der Nachtzug-Verbindungen fördern. Es bietet sich die Chance, einen «Green New Deal» für die Schweiz zu starten, der die Klimabewegung zusammen mit WissenschaftlerInnen am ausarbeiten ist.

Saskia: Es ist zwingend, die wirtschaftlichen Unterstützungsprogramme ökologisch auszurichten. Die Schweiz ist ein reiches Land und kann sich dies erst recht leisten. Wir müssen diese Chance nutzen und das Land im grossen Stil ökologisch umbauen.

Jonas: Die Corona-Pandemie zeigt eindrücklich, wie der Staat und der Markt in der Vergangenheit teilweise versagt haben. Bei den Protesten gegen die Abbaumassnahmen des Kantons wurden wir fast ausgelacht, als wir gegen den weiteren Abbau im Gesundheitswesen protestierten. Nun werden Privatkliniken innert Tagen in öffentliche Corona-Spitäler umgewandelt. Das ist schon sehr spannend zu beobachten. Ich hoffe, dass die Menschen solche Systemfehler künftig auch beim Klimaschutz im Hinterkopf behalten.

Und was macht eigentlich Greta?

Klima-Ikone Greta Thunberg bleibt derzeit nichts anders übrig, als den Klimastreik vom Sofa aus fortzuführen:

Auch sie hat ihre Aktivitäten zurückgefahren: Ihren letzten Tweet setzte sie etwa vor drei Tagen ab. Nach ihrer Rückkehr von einer Europareise isolierte sie sich zuletzt in einer Wohnung. Sie glaubte, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben. «Ich habe mich müde gefühlt, hatte Kälteschauer, Halsschmerzen und habe gehustet», schrieb sie. «Mein Vater hatte dieselben Symptome, aber viel intensiver und mit Fieber.»

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Die besten Schilder des Klimastreiks

Wie Greta Thunberg zum Vorbild einer Generation wurde

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

86
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
86Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • hänes 03.04.2020 00:27
    Highlight Highlight Wieso werden ,Komentare welche der Regeln entsprechen nicht veröffentlicht? Bizäli Zensur auf watson???
  • cdrom 02.04.2020 21:53
    Highlight Highlight Ich weiss gar nicht was die haben. Es wird praktisch nicht mehr geflogen und, und, und...
    So in 3 oder 4 Jahren wenn die grosse Finanzkrise vorüber ist, könnte das Klima wieder aktuell sein.
  • DomKi 02.04.2020 19:37
    Highlight Highlight Wann entsagt die Klimajugend ihrer Smartphones, für deren Herstellung seltene Metalle verwendet werden und Sondermüll ist?
  • rodolofo 02.04.2020 07:57
    Highlight Highlight Na gut, das Coronavirus übernimmt jetzt die Drecksarbeit für die Klimajugend, da diese eh nur streiken und demonstrieren kann...
    Das war jetzt ziemlich hart und sarkastisch gesagt.
    Aber auch jugendliche IdealistInnen kommen um die wichtige Lebenserfahrung nicht herum, dass sich das Leben selten an unsere Pläne hält und sie im Gegenteil meistens durchkreuzt und zerreisst. Es kommt IMMER anders, als wir uns das in unseren Fantasien ausgemalt haben.
    Und meistens ist das wohl auch gut so, denn sonst wären wir ja TOTALITÄRE DIKTATOREN! ... ;)
  • Allion88 02.04.2020 02:55
    Highlight Highlight Die haben momentan keine zeit. Sind alle am netflixen/youtuben.
    Nicht wenige werden in dieser zeit einen kurzstreckenflug streamen (CO2-technisch)
  • Hanjo 01.04.2020 21:45
    Highlight Highlight Delfine in Venedig, blauer Himmel über Peking... wirklich übel, wie schädlich die Corona-Krise für die Umwelt ist!
    • Kerzenständer*in 01.04.2020 22:27
      Highlight Highlight Es geht ihnen um Aufmerksamkeit, nicht um Umweltschutz...
  • TJ Müller 01.04.2020 19:47
    Highlight Highlight Interessant wie gross die Schnittmenge zwischen den Schreiberlingen hier und denen die vor 4 Wochen Covid19 noch als Grippe bezechnet haben ist. Endlich könnt ihr wieder kommentieren, was?
    • Rabbi Jussuf 02.04.2020 09:56
      Highlight Highlight TJ
      Ja, man kann den "neuen" Virus mit einer Grippewelle vergleichen, wobei die Sterblichkeit ziemlich sicher sogar geringer ist, ebenso ist der Krankheitsverlauf allgemein nicht so heftig.

      Hyperventilieren nützt imfall nichts gegen eine Ansteckung.
  • skisandtrail 01.04.2020 18:39
    Highlight Highlight Das erstaunlichste am ganzen: die Landwirtschaft produziert genau gleich weiter, und alle schlechten Werte sind trotzdem MASSIV gesunken, obwohl -gemäss vielen Grünen und Klimastreikenden- die Landwirtschaft einer der grösste Sünder sei. Aber es ist halt einfacher einem Bauern den Traktor zu verbieten, als uns modernen Jungen das Flugzeug, um weltoffen die Welt zu bereisen.
    Natürlich kann jede Sparte etwas dazu beitragen, aber die Lebensmittelproduzenten immer als Dämonen hinzustellen, hilft dieser Bewegung nicht.
    • leu84 01.04.2020 21:03
      Highlight Highlight Man will nicht das Fleisch verbieten. Warum soll es Rindfleisch aus Brasilien oder Lamm aus Neuseeland sein? Zusätzlich importieren wir Unmengen an Soja für die Rinder aus Brasilien, weil wir keinen Platz dafür in der Schweiz haben. Dafür wird der grösste Teil vom Amazonas-Regenwald brandgerodet. Rinder brauchen grundsätzlich auch kein Soja oder anderes "Kraftfutter". Besser mal ein Stück Fleisch von der Dorfmetzg oder vom Bauern. Auch einmal Leberli oder Sülze versuchen.

      Ein moderner und noch knapp junger Mann ;)
    • Saerd neute 01.04.2020 22:29
      Highlight Highlight Sogar die Methankonzentration hat sich halbiert obwohl immer noch genau gleich viele Kühe am rülpsen sind wie vor Corona.
      Interessant wie schnell manchmal Behauptungen der "Wissenschaftler" und Grünen sich auflösen.
    • Gringo99 01.04.2020 23:02
      Highlight Highlight Jaja diese "Wissenschaftler"..grad hofft die ganze Welt auf ihre Erkenntnisse, aber dann bitte wieder abfahren..
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pisti 01.04.2020 18:03
    Highlight Highlight Auch in Zeiten von Corona gibt es noch Good-News. 😀
  • Power # Point 01.04.2020 17:47
    Highlight Highlight Der absolute Albtraum ist nicht Lockdown, sondern wenn resigniert u. Klima-Jugend aufgibt, denn da braucht es diverse spezielle Blog die erstellt werden müssen, um auf jegliche Art von sozialen Interessen darauf anzusprechen.

    Da wäre Watson das geeignete Netzwerk, wo die Klima-Jugend ihren Platz hat.
    • ostpol76 01.04.2020 18:36
      Highlight Highlight Bitte nicht! Etwas positives soll die Coronakrise ja auch haben.
    • Power # Point 01.04.2020 19:16
      Highlight Highlight Auf ein Nachher nach dem Lockdown, sich online vernetzt auf News Aktion vorzubereiten, u. zu organisieren ist eine besser statt alles still-zulegen, um zur gegebenen Zeit, besser strategisch ausgerüstet, weiter für die Klima-ziele sich einzusetzen, mit wirksameren Mittel.
  • 7immi 01.04.2020 16:47
    Highlight Highlight "Lena: Die Corona-Pandemie hat unsere Pläne über den Haufen geworfen. Wir treffen uns nun mittels Zoom-Meetings, aber das ist nicht dasselbe. Mir fehlen die persönlichen Kontakte. "

    Ist das nicht genau das, was man von den Unternehmen mit ihren "unnötigen" Geschäftsflügen fordert? Videokonferenzen können ergänzend eingesetzt werden, physische Treffen sind, wie Lena selber feststellt, auch wichtig und können nicht einfach ersetzt werden...
  • Beeee 01.04.2020 15:55
    Highlight Highlight Können wir Klima mit Umwelt ersetzen ?
  • Robsi60 01.04.2020 15:49
    Highlight Highlight Man kann mit Sarkasmus antworten, oder einfach es differenzierter kommentieren. Die Jugend wird nicht nur die Bürde des Klimawandels zu tragen haben, sondern auch die Schulden der Corona Krise zurückzuzahlen haben. Wie Ueli Maurer sagte letzten Sonntag: Schulden sind unbezahlte Steuern. Sie stehen vor einer beinahe unlösbaren Aufgabe, auf jeden Fall werden Sie es schwerer haben als die Generationen vor ihnen. Ich wünsche ihnen alles Gute dabei!
  • 3klang 01.04.2020 15:37
    Highlight Highlight Wie äussert sich denn der Schulstreik bei geschlossenen Schulen? Geht man einfach trotzdem hin?
    • Rabbi Jussuf 01.04.2020 16:41
      Highlight Highlight Ein Streik in diesen Zeiten wäre es, wenn man am Freitag doch zur Schule ginge.
    • leu84 01.04.2020 21:05
      Highlight Highlight Beim Webex fernbleiben oder anwesend sein mit einem entsprechenden Profilbild.
  • Sauäschnörrli 01.04.2020 15:31
    Highlight Highlight Schade berichtet ihr über Bewegung die aufgrund Corona stillstehen und nicht über solche, die erst durch Corona entstanden sind. Zum Beispiel MakerVsVirus.
    • rodolofo 02.04.2020 11:15
      Highlight Highlight Was ist denn DAS?
    • Sauäschnörrli 02.04.2020 12:30
      Highlight Highlight Menschen aus der Makerszene die mit ihren 3d-Druckern, Plottern und CNC-Fräsen Schutz- und Medizinalprodukte herstellen und diese an die Krankenhäuser und Ärzte verteilen.
    • rodolofo 02.04.2020 18:57
      Highlight Highlight Ach so!
      Macher versus Virus also.
      Und ich dachte schon "SVP-Macker mit Maske versus Virus".
  • Leckerbissen 01.04.2020 15:16
    Highlight Highlight "Es ist weniger motivierend, wenn man die Menschen nicht direkt treffen kann."

    Und genau das meine lieben Klimaschützer IST Klimaschutz. Nicht notwendige physische Businesskontakte können problemlos per Videokonferenz durchgeführt werden.
  • Pointer 01.04.2020 15:16
    Highlight Highlight Das Coronavirus wurde sicher von der Ölindustrie in die Welt gesetzt, um die Klimajugend zu stoppen. Hat leider etwas zu gut funktioniert. 😉
  • champedissle 01.04.2020 15:11
    Highlight Highlight Eines muss sich die Klimajugend hinter die Ohren schreiben. Solche Einschränkungen wie sie zur Zeit wegen des Virus gelten würde die Bevölkerung niemals zugunsten des Klimas akzeptieren. Da würde man einen Bürgerkrieg anzetteln.
    • Rethinking 01.04.2020 18:02
      Highlight Highlight Leider ist die Bevölkerung so kurzfristig denkend / egoistisch / blöd , ja...
    • xHascox 01.04.2020 18:04
      Highlight Highlight Naja, die Klimajugend wollte ja nie ein Social Distancing einführen 😂😂😂
      Ich als klimastreikender möchte nicht Freiheiten einschränken, sondern nur das Mittel dazu einschränken. Du willst fliegen? Nimm CO2 neutrales Kerosin (kann man bei der Swiss sogar). Du willst Strom? Produzier ihn erneuerbar. Etc...
    • Bündn0r 01.04.2020 21:58
      Highlight Highlight CO2 neutrales Kerosin?
      Das Verbrennen einer Kohlenstoffverbindung mit Sauerstoff wird nicht auf magische Weise CO2 neutal, weil du Myclimatekompensationsabgaben bezahlst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Anselmo 01.04.2020 15:03
    Highlight Highlight Ja dann kann ja der Papa von Jonas Kampus oder alle anderen Eltern der Klimajugend die Löhne der Airline Mitarbeiter zahlen bis sie einen anderen Job gefunden haben.
    • Aurum 02.04.2020 08:41
      Highlight Highlight Buuhuu, die armen armen Mitarbeiter der Airlines. Das errinnert mich gerade sehr an Herrn Bigler, der mit der Geschichte eines Familienvaters, der die Arbeit in der Rüstungsindustrie verlieren würde wenn die Waffenexporte beschränkt werden würden, in der SRF-Arena Mitleid erregen wollte.
      Natürlich ist es schlimm, wenn jobs verloren gehen! Natürlich muss man das Minimieren! Aber wenn jeder mit solchen Argumenten kommt, wären wir noch im Mittelalter.
      Oder wie viele Fässler/Sülzer/Bader/Barden/Ritter kennst du?
  • Dr no 01.04.2020 15:02
    Highlight Highlight Die klimajugend wird wahrlich hart getroffen: sie bekommen keine Medienaufmerksamkeit mehr. Wenn ich dann mal etwas zeit habe werde ich sie bemitleiden,
  • Claude Möll 01.04.2020 15:01
    Highlight Highlight
    Das ist wirklich schlimm, dass im Moment das Klima kein Thema ist. Für mich absolut unverständlich.
    • Aurum 02.04.2020 08:42
      Highlight Highlight So ironisch das bei dir klingt, ich glaube du meinst es ernst oder? Ich für meinen Teil halte es definitiv weiterhin für wichtig.
  • Cirrum 01.04.2020 14:50
    Highlight Highlight Obwohl die Klimaveränderung viel mehr Opfer fordert und fordern wird, wird da nichts unternommen. Verrückt, wenn es um die direkte Gesundheit geht, kann man die ganze Welt still legen, aber für unsere Natur, welche das Leben lebenswert macht, wird nichts unternommen.. erst wenn wir wohlhabenden die Konsequenzen spüren, auch wenn es dann schon längst zu spät ist, dann wird evenutell etwas unternommen..
    • Diavolino666 01.04.2020 15:23
      Highlight Highlight @Cirrum
      Wir wissen nicht einmal, wie wir den Corona-Virus effektiv bekämpfen können. Wie können wir uns anmassen, dass wir eine Ahnung davon haben, wie viel Einfluss wir auf das Klima haben oder nehmen können? Korrelation und Kausalität ist NICHT dasselbe.

      Und Greta ist keine Fachkompetenz - sie ist lediglich ein Sprachrohr.

      Umweltschutz JA, "Klimaschutz" ist nichts weiter als ein Schlagwort, wovon die wenigsten etwas verstehen.
    • Rethinking 01.04.2020 18:04
      Highlight Highlight Ganz deiner Meinung
    • Rabbi Jussuf 01.04.2020 18:59
      Highlight Highlight Wird doch schon viel gemacht "für die Natur"! Da werden unter anderem ganze Landschaften mit Windrädern vollgemüllt.

      Aber wenn dann die längeren Blackouts kommen, wird man sich die Viruskrise zurückwünschen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Brockoli 01.04.2020 14:44
    Highlight Highlight "Natürlich braucht es eine faire Lösung für alle betroffenen Arbeitenden, bis sie einen neuen Job haben." Jo guet, irgendwelche Ansätze von Seiten Kampus diesbezüglich? Kaputt machen kann jeder, da brauchts kein Talent. Aus den Trümmern was formen ist da schon eher eine Kunst.
  • Tapatio 01.04.2020 14:43
    Highlight Highlight Ich habe gedacht der Schulstreik ist v.a. dazu da, dass man am Freitag auf die Strasse kann um zu demonstrieren. Was macht man denn nun an so einem Online-Schulstreik?? Steht man da mit dem Schild auf den Balkon? ..ich frage für einen Freund. Merci
  • Buck32 01.04.2020 14:42
    Highlight Highlight Die Klimajugend war vor Corona wirklich sehr aktiv. Gepredigt wurde Alle für-miteinander Save the Planet . Ich persönlich fand das gut. Nur frage ich mich, wie wird sich die Menschheit nach Ende der Pandemie sowie Ende der Quarantäne verhalten?Meines Erachtens werden alle in die Ferien fliegen, mit dem Auto hunderte kilometer fahren etc. Nur schon die Hamsterkäufe haben gezeigt, wie egoistisch und asiozal Teile unsere Gesellschaft sein kann! Werden die Menschen das Leben geniessen und keinen hohen Wert mehr auf die Umwelt legen? Fraglich, ob die Klimabewegung nach der Pandemie überleben wird?
    • Rethinking 01.04.2020 18:05
      Highlight Highlight Leider wirst du recht haben...
  • Goldjunge Krater 01.04.2020 14:34
    Highlight Highlight „ Ziel sei, dass auch nach der Coronakrise möglichst viele Flugzeuge am Boden blieben. «Natürlich braucht es eine faire Lösung für alle betroffenen Arbeitenden, bis sie einen neuen Job haben», so Kampus.“

    Wahnsinn dass man solchen Leuten eine Plattform bietet!!
    • ninolino 01.04.2020 15:22
      Highlight Highlight Zwar auf der gegenteiligen Seite des Spektrums, aber du gehörst unzweifelhaft, nein, du bist die Bilderbuchdefinition von 'solchen Leuten'.
    • Basti Spiesser 01.04.2020 21:59
      Highlight Highlight Ich glaub das war dein Herzerekord 😉

      Corona stellt schon alles auf den Kopf.
  • Rabbi Jussuf 01.04.2020 14:26
    Highlight Highlight Nachdem ich das gelesen habe, muss ich sagen: Die Corona-Krise hat auch was Gutes. Hoffentlich dauert sie noch eine Weile.
    • Stogge 01.04.2020 18:13
      Highlight Highlight Sorry, wie verbittert muss man sein. Du wünschst dir, dass weiterhin tausende Leute sterben. Momol, super Typ!
    • Rabbi Jussuf 01.04.2020 19:09
      Highlight Highlight Tja Stogge
      Du hast anscheinend weder den Witz, noch den Sinn der Quarantäne mitbekommen.
      Die Viruskrise wird ja schon künstlich verlängert, DAMIT weniger Menschen sterben!
      Hätte man bequem mitbekommen können, wenn man die Nachrichten nur am Rande verfolgen UND auch verstehen würde.
    • Stogge 01.04.2020 22:36
      Highlight Highlight Ach, dein "Witz" in Ehren, aber es ist doch so: Wenn du dir wünschst, dass es noch eine Weile dauert, dann bessert sich ja die Situation nicht = mehr sterben.

      Ich sehe aber ein, dass du dies nicht so gemeint hast. Verstehen und verstanden werden, ist so eine Sache. Jetzt kannst du auch wieder vom hohen Ross steigen, dann wird alles gut.
  • Pafeld 01.04.2020 14:23
    Highlight Highlight Der motorisierte Verkehr sowie die Schwerindustrie sind stark reduziert, der Flugverkehr sogar praktisch komplett down. Der gesellschaftliche Hedonismus ist ebenfalls eingeschränkt. Ich würde es als wohlverdiente Pause betrachten. Wenn es wieder losgeht, sind sich viele Leute nun Entbehrungen wieder mehr gewohnt und wahrscheinlich eher dazu bereit, Verzicht zu üben, als vorher.
    • Cirrum 01.04.2020 15:43
      Highlight Highlight Ich denke eher, sie werden über die Stränge schlagen und alles nachholen, was sie jetzt verpassen.
    • Rethinking 01.04.2020 18:06
      Highlight Highlight Ich denke nicht dass die Leute daraus viel lernen...
    • MaskedGaijin 01.04.2020 18:43
      Highlight Highlight Also wenn das ganze vorbei ist, gehe ich zuerst mal in eine Beiz.
  • Bits_and_More 01.04.2020 14:07
    Highlight Highlight Aber spannend die Erkenntnis: "Ein Call ist nicht dasselbe wie eine richtige Sitzung".
    Gerade geschäftlich wird für Sitzungen sehr viel geflogen und zu Recht auch kritisiert. Dafür merken nun aber auch die Kritiker, dass es schon Unterschiede zwischen vor-Ort Meetings gibt und Online Meetings.
    Auf der anderen Seite merken viele Firmen, dass erstaunlich viel auch Online geht, ohne direkten Kontakt.

    Ich denke beide Seiten können aus der aktuellen Krise viel lernen.
  • Locutus70 01.04.2020 14:07
    Highlight Highlight "Was kann der Bund in der Coronakrise für den Klimaschutz tun?
    Lena: Der Bund soll die vielen Milliarden Franken in erneuerbare Energien und den Ausbau des ÖVs stecken"

    Na klar, damit sich noch mehr anstecken. Ich frag mich manchmal, ob ich in meiner Jugend genauso dumm gewesen bin :xD

    • reactor 01.04.2020 16:00
      Highlight Highlight Vermutlich, aber es sieht so aus, als hätten sie seit damals kein mü dazugelernt
    • Locutus70 01.04.2020 17:46
      Highlight Highlight @3599bb39-26f6-4967-9cc6-f5f72d5a2c56 - Bei mir verhält es sich wohl ähnlich. Der große Unterschied zu heute ist nur: Unsere Eltern und Großeltern haben uns damals dann wieder geerdet - heute werden sie von den Jungen an den Pranger gestellt und einige fühlen sich da sogar noch ganz toll.
    • Basti Spiesser 01.04.2020 22:02
      Highlight Highlight @Locutus70

      Ja waren wir doch alle 😂 wie ging das damals noch, bei Sokrates?
  • hänes 01.04.2020 13:47
    Highlight Highlight good news
  • David2000 01.04.2020 13:46
    Highlight Highlight Das gefällt mir. Ich finde die Klimabewegung gut, aber sie sollte eben nicht omnipräsent in den Medien sein.
  • Nullarbor 01.04.2020 13:35
    Highlight Highlight Der ganze Lockdown wird der Bewegung bestimmt schaden. Wenn jeder nach Wochen Verboten und Verzicht endlich wieder machen kann was sie/er will hört man bestimmt nicht auf einige junge Leute die einem zu weiterem Verzicht ermutigen wollen. Ausserdem wirds der Wirtschaft schlecht gehen was Investitionen verzögern wird. Ausserdem ist Öl wieder billig
  • maylander 01.04.2020 13:29
    Highlight Highlight Homeoffice hat Dank dem Coronavirus massiv an Akzeptanz gewonnen. Da gibt es auch in Zukunft viel Potential und wird den Verkehr entlasten.
    Flugreisen sind fast zum Stillstand gekommen. Europaflüge nur um ein paar Hände zu schütteln werden hoffentlich weiterhin durch Videokonferenzen ersetzt.
    Viel Freizeitverkehr kann man sich auch sparen.
  • Toerpe Zwerg 01.04.2020 13:26
    Highlight Highlight Kurzarbeit, Kredite und Subventionen! Sofort!
    • aglio e olio 01.04.2020 13:48
      Highlight Highlight Hihi, schön nachtreten. 🙄
      So offenbart sich ein grosser Charakter. Bleib' gsund...
    • Toerpe Zwerg 01.04.2020 13:52
      Highlight Highlight Och, ein bitzli Humor kann nie schaden.
    • d.studer 01.04.2020 14:50
      Highlight Highlight Genau Toerpe, und wo du recht hast hast du recht
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chrigi-B 01.04.2020 13:22
    Highlight Highlight Viel Spass beim Comeback während einer Rezession....
  • Mehmed 01.04.2020 13:21
    Highlight Highlight Tja, schätze die Hetze der Klimajugend gegen alte Menschen ("Umweltsau") oder alte Männer ist erstmal vorbei. Und das ist gut so.
  • Faethor 01.04.2020 13:19
    Highlight Highlight Das tut mir jetzt aber leid...
  • Anluma23 01.04.2020 13:15
    Highlight Highlight Ich bin auch jung und absolut dafür, dass sich im Bezug auf die Umwelt etwas tut. ABER, im Moment haben wir eindeutig andere und wichtigere Probleme als diese...
    • Cirrum 01.04.2020 15:41
      Highlight Highlight Nein, wir haben keine wichigeren Probleme.

Wer rettet das Klima? Nicht Petra Gössi – das zeigte sich in der Wahlen-«Arena»

Wer dieses Jahr Wähler für sich gewinnen will, muss gute Lösungen in der Klimapolitik vorlegen. In der SRF-«Arena» strahlte Grünen-Politiker Balthasar Glättli um die Wette, während sich FDP-Chefin Petra Gössi ins Abseits manövrierte.

In acht Monaten geht es um die Wurst: Am 20. Oktober sollen die National- und Ständeräte für die nächste Legislaturperiode gewählt werden. Das Seilziehen um die Machtverhältnisse im Parlament hat bereits begonnen. Das SRG-Wahlbarometer prophezeit im Herbst einen Rutsch nach links. Gemäss der Umfrage werden die SVP, SP, CVP und BDP Verluste einfahren müssen, während vor allem die Grünen und die Grünliberalen zu den Gewinnern gehören werden.

Wie sind die Parteien aufgestellt? Gelingt es ihnen, in …

Artikel lesen
Link zum Artikel