Schweiz
Coronavirus

Der Bundesrat hebt alle Corona-Massnahmen für die Schweiz auf

Alle Corona-Massnahmen aufgehoben – das hat der Bundesrat heute entschieden

Die Schweizer Bevölkerung ist zu einem hohen Grad immunisiert. Der Bundesrat hebt darum auch die letzten Corona-Massnahmen auf. Allerdings will er wachsam bleiben.
30.03.2022, 14:3030.03.2022, 14:36
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Die letzten Corona-Massnahmen aufgehoben

Ab Freitag, 1. April 2022, werden die letzten Massnahmen in der Covid-19-Verordnung unter der besonderen Lage aufgehoben: die Isolationspflicht für infizierte Personen sowie die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr und in Gesundheitseinrichtungen fallen. Damit erfolgt die Rückkehr in die normale Lage, und die Hauptverantwortung für Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung liegt nun wieder bei den Kantonen.

Bundesrat Alain Berset spricht waehrend einer Medienkonferenz ueber die Aenderung des Bundesgesetzes ueber Filmproduktion und Filmkultur (Lex Netflix), am Dienstag, 8. Maerz 2022, in Bern. (KEYSTONE/A ...
Alain Berset.Bild: keystone

Bis im Frühling 2023 ist eine Übergangsphase mit erhöhter Wachsamkeit und Reaktionsfähigkeit angezeigt. Die Ziele und die genaue Aufgabenverteilung in dieser Phase hat der Bundesrat in einem Grundlagenpapier festgehalten, das bis am 22. April 2022 in Konsultation geht.

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Übergangsphase bis Frühling 2023

Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli, Mitte links, spricht mit Gregor Zuend, Vorsitzender der Spitaldirektion des Universitaetsspital Zuerich, links, Rolf Zehnder, Spitaldirektor, Kantonsspital Winter ...
Bild: keystone

Bund und Kantone planen eine Übergangsphase bis zum Frühling 2023, in der eine erhöhte Wachsamkeit und Reaktionsfähigkeit notwendig bleiben. Strukturen müssen soweit erhalten bleiben, dass die Kantone und der Bund rasch auf neue Entwicklungen reagieren können. Dies gilt insbesondere für das Testen, das Impfen, das Contact-Tracing, die Überwachung und die Meldepflicht der Spitäler.

Zurück zur normalen Aufgabenteilung von Bund und Kantonen

Mit dem Wechsel in die normale Lage wechseln die meisten Aufgaben in der Bewältigung der Covid-19-Pandemie zurück in die Hauptverantwortung der Kantone, so wie es das Epidemiengesetz vorsieht; grundsätzlich sind die Kantone zuständig dafür, Massnahmen zur Bekämpfung von übertragbaren Krankheiten anzuordnen und untereinander zu koordinieren. Der Bund hat ein Grundlagenpapier erarbeitet, das die Ziele und die Aufgabenverteilung in der Übergangsphase festhält. Es ist bis am 22. April 2022 bei den Kantonen, den Sozialpartnern sowie den Parlamentskommissionen in Konsultation.

SwissCovid-App wird vorübergehend deaktiviert

Vier deutsche Politiker setzen sich in einem Brief an EU-Kommissionspr
Bild: sda

Der Bundesrat hat auch beschlossen, die SwissCovid-App vorübergehend zu deaktivieren. Mit der Aufhebung der Isolationspflicht sind die Voraussetzungen für eine wirksame Weiterführung der App nicht mehr gegeben. Der Betrieb der SwissCovid-App kann aber rasch wieder aufgenommen werden, falls die epidemiologische Situation dies erfordert. Deshalb werden die notwendigen Informatik-Infrastrukturen im Hintergrund weiterhin aufrechterhalten. Die auf den Systemen des Bundes befindlichen Benutzerdaten werden vernichtet.

Anpassungen in der Covid-19-Verordnung 3

Der Bundesrat hat zudem mehrere Anpassungen in der Covid-19-Verordnung 3 beschlossen. Dazu gehört die Einstellung der Kostenübernahme repetitiver Tests in Lagern und die Erleichterung des Zugangs zu Arzneimitteln für gewisse schwer immunsupprimierte Personen.

(aeg)

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199 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Sitzplätzler
30.03.2022 14:38registriert April 2017
Keine Isolation mehr für positive... das könnte "lustig" werden bei dem Verantwortungsbewusstsein der Schweizer Bevölkerung.
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Sarah_Löchlinger
30.03.2022 14:35registriert April 2018
😂 die Verantwortung liegt bei den Kantonen. Das hat ja bisher super funktioniert...
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Geischtli
30.03.2022 14:37registriert März 2015
Das Pflegepersonal dankt dem BR… nicht!!
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