DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bis vor kurzem wurden die Kunden noch manuell gezählt.
Bis vor kurzem wurden die Kunden noch manuell gezählt.Bild: KEYSTONE

Corona-Krise: Schweizer Detailhändler installieren automatisches Zählsystem

14.04.2020, 14:5614.04.2020, 15:11

Mehrere Detailhändler haben bei Ladeneingängen automatische Zählsysteme installiert. Damit können etwa Migros, Aldi und Lidl die vom Bund eingeschränkte Kundenzahl einfacher überwachen. Coop setzt noch auf Zählungen durch das Personal, prüft aber ebenfalls Automaten.

Letzte Woche wurde in 130 Schweizer Migros-Filialen in den Kantonen Basel, Luzern, Waadt, Neuenburg und Freiburg automatische Zutrittskontrollen eingerichtet. Das teilte das Unternehmen Richnerstutz AG auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit, welches die Maschinen CountMe der Migros ausliefert.

Auch Lidl hat alle seine 142 Filialen mit dem automatischen Zähler ausgestattet. Das System zählt automatisch die Kunden, die in eine Filiale eintreten und diese wieder verlassen. Eine Art Ampel weist neue Kunden beim Eingang darauf hin, dass sie warten müssen, wenn die Maximalzahl von Kunden bereits erreicht ist. Sobald andere Kunden den Laden verlassen, stellt die Ampel entsprechend auf grün.

Das System bringe den grossen Vorteil, dass die Mitarbeitenden entlastet werden, indem sie sich vollumfänglich auf die Filialarbeiten konzentrieren könnten, teilte Lidl auf Anfrage mit.

Aldi hat schon Anfang April ein solches automatisches Zählsystem eingeführt. Seit letzter Woche ist der sogenannte Crowd Monitor in 110 der gesamthaft rund 210 Filialen installiert. Diese Woche wird das elektronische Zählsystem zudem in weiteren Filialen im Tessin installiert, wie ein Sprecher auf Anfrage mitteilte. Aldi wird von der Zürcher Firma ASE mit den Systemen beliefert.

Coop zählt auf dem Handy

Coop setzt seit Anfang April auf elektronisches Zählen mit einer Handy-Applikation statt einem Zählsystem mit Kärtchen. Im Eingang steht aber nach wie vor eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter, der die Personen manuell zählt. Die Umstellung habe auf Wunsch der Kunden stattgefunden, sagte eine Coop-Sprecherin. Coop evaluiere diese Woche ein automatisches Zählsystem und prüfe ebenfalls eine Einführung, erklärte die Sprecherin weiter.

Zur Bekämpfung der Coronavirus-Epidemie dürfen gemäss Verordnung des Bundes nur noch eine beschränkte Zahl von Kunden sich gleichzeitig in Lebensmittelläden aufhalten. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die Mindestabstandsempfehlungen eingehalten werden können. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das Leben von Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler

1 / 21
Das Leben von Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Corona-Quarantäne-Cuisine – Lindas Zopf

Video: watson

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

17 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Pitsch Matter
14.04.2020 15:52registriert September 2016
Personal am Eingang: Öffnungzeit pro Tag ca 12h x 6 Tage = 72h x Personalkosten ca 40.- (Lohn, PK, Abgaben, Vers.) = 2880.- pro Woche
Dieser Zählerautomat hast in einer Woche gleich mehrfach armotisiert und Aldi hat das natürlich als erster gecheckt.
967
Melden
Zum Kommentar
avatar
Pointer
14.04.2020 15:26registriert August 2015
Den Vogel abgeschossen hat Denner: Zu Beginn zählten sie via Handy und jetzt haben sie auf die verpönten Kärtchen umgestellt. 🤦‍♂️
586
Melden
Zum Kommentar
17
Needle Spiking: Was für einen «Negativ-Hype» spricht und wieso es trotzdem ein Problem ist
An der Street Parade berichteten acht Personen von Needle-Spiking-Angriffen. Die Faktenlage ist sehr dünn, die Sorge aber gross. Ein Blick nach Grossbritannien relativiert die Gefahr.

«Was für eine kranke Welt. Was läuft mit den Menschen falsch?» – Die Meinungen waren schnell gemacht, als mögliche Fälle von Needle Spiking an der Zürcher Street Parade publik wurden: Die Berichte stammten nicht etwa aus der Gerüchteküche, sondern von offizieller Stelle selbst: Die Blaulichtorganisation Schutz & Rettung der Stadt Zürich teilte am Wochenende mit, dass acht Fälle mit Verdacht auf Needle Spiking gemeldet wurden. Die Mehrheit davon waren junge Frauen.

Zur Story