Schweiz
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Dieses «Live-Protokoll» einer Lehrerin zeigt, wo beim Contact-Tracing der Wurm drin steckt

44 Stunden dauerte es nach einem positiven Corona-Test ihres Sohnes, bis eine Mutter im Aargau eine Warnung per SwissCovid-App erhielt. Und nochmals weitere 16 Stunden, bis sich die Contact-Tracer meldeten. Epidemiologe Marcel Salathé kritisiert die Kantone scharf.



Für die meisten Leute sind Corona-Fälle abstrakte Meldungen. Wann kommt der Code für die Covid-App? Wer muss in Quarantäne? Was dann geschieht, kann man sich auch sechs Monate nach Ausbruch der Pandemie kaum vorstellen.

Die Kanti-Lehrerin Monika Stiller bringt Licht ins Dunkel. «Covid-19 hat unsere Familie erreicht»: Auf Twitter schreibt die Aargauerin ein viel beachtetes «Live-Protokoll» über ihre Erfahrungen. Die Zeitangaben bringen neue Erkenntnisse, wie zähflüssig das Contact-Tracing in der Schweiz nach wie vor funktioniert.

Stiller befindet sich in Quarantäne, nachdem ihr Sohn positiv auf das Virus getestet wurde. «Wegen Kopfschmerzen und asthmatischer Beschwerden hat er noch am Freitag einen Test gemacht, am Samstagabend dann das positive Ergebnis erhalten.»

42 Stunden bis zum Covid-App-Code

Vorbildlicherweise hat die Familie Stiller die SwissCovid-App auf ihrem Handy installiert. «Was mich wundert/irritiert: Sohn hat seinen positiven Befund seit 2 Tagen und wartet noch immer auf den Code, mit dem er dies an die Covid-App melden kann», schreibt sie am Montag weiter.

Die App sollte dann jene Personen warnen, welche sich möglicherweise angesteckt haben könnten. Die Codes können nur die Kantonsarztämter ausstellen.

Es dauerte nach dem positiven Test des Sohnes 42 Stunden, bis dieser von den Aargauer Behörden den entsprechenden Code für die SwissCovid-App erhält.

Zwei Stunden nachdem der Sohn den Code in die App eingegeben hat, meldet die SwissCovid-App von Monika Stiller eine «mögliche Ansteckung».

Bild

16 Stunden nach der App-Warnung ruft schliesslich ein Mitarbeiter des Contact-Tracing-Teams an und informiert Monika Stiller über den Corona-Fall ihres Sohnes und dass sie auf der Kontaktliste stehe.

Insgesamt dauert es also gut 60 Stunden vom positiven Testergebnis bis zum Anruf des kantonalen Contact-Tracers.

Salathé äussert Kritik

Am Dienstag schaltet sich der Epidemiologe Marcel Salathé in die Diskussion ein. «Liebe Kantone, so läuft euch die Zeit davon. Die schnellste Technologie nützt nichts, wenn das Zuvor und das Danach dermassen langsam ist», schreibt er auf Twitter.

«Die schnellste Technologie nützt nichts, wenn das Zuvor und das Danach dermassen langsam ist.»

Marcel Salathé

Auf Nachfrage von watson hinterfragt Salathé die von den kantonalen Behörden organisierten Contact-Tracing-Prozesse: «Wäre der Code gleich mit dem Testresultat ausgestellt worden, hätten die App-Kontakte schon nach zwei Stunden eine Meldung erhalten.»

Kanton vertröstet

Wieso dauerte es im aktuellen Fall von Familie Stiller so lange, bis der Code für die Covid-App gesendet wurde?

Auf Anfrage von watson sagte Sprecherin der kantonalen Verwaltung gegenüber, dass die zuständige Aargauer Gesundheitsbehörde sonntags jeweils keine Covidcodes ausstellt.

«Glücklicherweise» handle es sich im vorliegenden Fall «um eine Ausnahme», teilte die Mediensprecherin weiter mit.

Im Kanton Aargau würden neu infizierte Personen innerhalb von 24 Stunden vom Contact-Tracing-Center (CONTI) kontaktiert. Dabei würde der infizierten Person auch der COVID-Code abgegeben, sofern dieser gewünscht wird.

Die lange Zeitdauer ist übrigens kein Einzelfall. Anfang August sorgte in Genf ein Fall für Schlagzeilen, wo ein positiv getesteter Mann ganze zehn Tage auf seinen Code für die SwissCovid-App wartete. Der kantonsärztliche Dienst meldete sich erst bei ihm, nachdem er auf Twitter seinem Ärger öffentlich Luft gemacht hatte:

Das «Happy-End»

Am Dienstagnachmittag kann Monika Stiller erstmals aufatmen. Per SMS wurde ihr mitgeteilt, dass ausser dem Sohn alle Familienmitglieder negativ getestet worden sind. Dem Sohn gehe es den Umständen entsprechend gut, sagt sie zu watson.

Warum hat aber Stiller eigentlich überhaupt öffentlich über ihren Fall berichtet? Stiller betont, dass sie mit ihren Tweets keineswegs die Arbeit des Kantons bewerten wolle. Es gehe ihr darum, ihre Kolleginnen und Kollegen über die Abläufe im Quarantänefall zu informieren.

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96Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Der Echsenmensch 27.08.2020 10:36
    Highlight Highlight Ich finde den letzten Absatz irreführend.

    Von einem "Happy End" kann nicht die Rede sein, denn die Falsch-Negativ-Rate bei den Covid19 Tests ist hoch. Je nach Studie zwischen ca. 10-40%!
    D.h., ein negatives Resultat sagt nicht viel aus und es ist gut möglich, dass sich Frau Stiller trotzdem angesteckt hat!

    Mit dem "Happy End" suggeriert ihr, dass bei einem negativen Test alles ok ist und man selber nicht ansteckend ist, was zu weniger Rücksicht auf Mitmenschen führen kann.

    Bitte bedenkt das!

  • Gummibär 27.08.2020 10:03
    Highlight Highlight Der Föderalismus in Ehren und möge er uns lange erhalten bleiben. Wie hilfreich dieser in der Bewältigung einer Pandemie ist, das können wir live in den USA mitverfolgen. COVID-19 hält sich nicht an Kantonsgrenzen weil wir ebenfalls frei bewegen können. Die Frage ist berechtigt, ob die Bekämpfung einer Epidemie nicht besser zentral aufgesetzt wird, wie andere Aufgaben der Landesverteidigung.
  • Der Kritiker 26.08.2020 16:05
    Highlight Highlight Das sind ja noch schlimmere Zustände als bei der Luftwaffe... Dort weiss man wenigstens, dass von 17:00 bis 08:00 und von 12:00 bis 13:30 nichts läuft.
  • Kant 26.08.2020 14:18
    Highlight Highlight Naja. Ich habe schon genug darüber gelästert, dass der Fax immer noch nicht abgeschafft ist, aber man muss auch sehen: der Förderalismus und die Politik macht die Digitalisierung der Behörden nicht einfacher. So lange man keine übergreifende Strategie über alle 26 Kantone hat, wird es auch schwer. Dann kocht jeder sein eigenes Süppchen und jeder will, dass die Anderen dasselbe machen wie man selbst. Aber dafür müsste man zusammensitzen und nötigenfalls Befugnisse abgeben, was nur wenige Politiker tun würden. Trotzdem, viele in den Behörden haben die Haltung "Haben wir immer schon so gemacht".
  • Think Twice 26.08.2020 13:07
    Highlight Highlight ... bei mir steckt der Wurm schon darin, dass die Covid-App auf dem iPhone 6 nicht läuft.... Muss also erstmal ein neues iPhone kaufen... 🤔
    • Think Twice 26.08.2020 16:58
      Highlight Highlight Da gibt‘s nix zu blitzen.... V13.5 wird auf dem iPhone 6 nicht mehr unterstützt...
      Benutzer Bild
  • Florian Zutt 26.08.2020 12:21
    Highlight Highlight Hab die Swisscovid-App gelöscht, da ich es mir nicht leisten kann, 2 Wochen in der Schule zu fehlen. Schlecht fühle ich mich deswegen kein bisschen, da die einzige Zeit, die ich mit anderen Menschen als den Leuten in meiner Klasse, mit Familie und Freunden verbringe. Sollte einer von Ihnen erkranken, werde ich natürlich zuhause bleiben, doch ich will nicht 2 Wochen in Quarantäne, nur weil ich im Bus, während 20 Minuten in der Nähe einer infizierten Person, mit Maske, gesessen bin. Sollte einer meiner Bekannten erkranken, werde ich dies natürlich umgehend erfahren.
    • Terraner 26.08.2020 13:23
      Highlight Highlight Unlogischer Entscheid. Du wirst von der App nur gewarnt, was Du dann mit dieser Information machst, ist Dir selbst überlassen.
      Wenn du entscheidest, nicht in Quarantäne zu gehen, dafür aber weisst, dass du einem Risiko ausgesetzt warst und dich dann noch vorsichtiger verhältst, ist dies immer noch besser als nichts davon zu wissen und dann zur Oma zu Besuch zu gehen.
    • P. Meier 26.08.2020 13:31
      Highlight Highlight Irgendwie die Abläufe betr. der Corona-App noch nicht begriffen?
    • @schurt3r 26.08.2020 13:35
      Highlight Highlight Lieber Florian, danke für die ehrliche Rückmeldung. Du könntest dich auch mit aktiver SwissCovid-App gut fühlen und müsstest keine Angst haben: Sollte ein Warnhinweis angezeigt werden, bist du zu nichts gezwungen, auch nicht zur Quarantäne.

      Da es nach einer Ansteckung aber auf jede Stunde ankommt (um die Weiterverbreitung einzudämmen), kannst du dann noch vorsichtiger sein und damit dein Umfeld besser schützen.

      Alles Gute und hoffentlich nicht zu viel Stress wegen der Schule! 🙏
    Weitere Antworten anzeigen
  • Töfflifahrer 26.08.2020 11:33
    Highlight Highlight Digitalisierung und durchgängige Prozesse scheinen bei einigen immer noch ein Fremdbegriff zu sein. Was bitte spricht dagegen, dass mit dem Ausstellen des positiven Befundes auch umgehend der Covid-Code erstellt wird und umgehend zugestellt wird? Zudem sind die Kantone mit dem Contact Tracing hoffnungslos überfordert und jeder eiert irgendwie koordinationslos umher.
  • Autokorrektur 26.08.2020 10:47
    Highlight Highlight Na dann bin ich ja gespannt. Mein Kind wurde gestern getestet, der Kinderarzt meinte, ich erhalte die Resultate wenn sie vorliegen, stellte aber nur ein vorläufiges Zeugnis bis Donnerstag aus. Da sie die App nicht hat, werde ich, wenn sie positiv ist, selber auch getestet werden müssen, um einen Code zu erhalten, obwohl es definitiv so ist, dass wenn sie es hat, ich die Viren auch rumschleppe.
    • Töfflifahrer 26.08.2020 13:41
      Highlight Highlight Die Antwort auf den Test kam bei mir am nächsten Tag. Nur das Drum herum und die "Nacharbeiten" haben die nicht unter Kontrolle.
  • Shlomo 26.08.2020 10:35
    Highlight Highlight Was mich stört, dass ihr Honks noch so viele soziale Kontakte habt. Habt ihr eigentlich nichts aus den letzten 6 Monaten gelernt? 🤦‍♂️
    • G.Oreb 26.08.2020 13:43
      Highlight Highlight Doch. Ich hab was gelernt. Soziale Kontakte sind überlebenswichtig, ohne geht man psychisch zu Grunde. Wieviele das sind bzw. ob das im vorliegenden Fall zu viele waren, lässt sich meiner Meinung nach lediglich aus dem Artikel nicht sagen.
  • Allkreis 26.08.2020 10:18
    Highlight Highlight Nun ja, ich wüsste nicht, wo die Schweiz jemals digitale Souveränität gezeigt hätte. Ok, Twint finde ich cool und hab' ich so noch nicht im Ausland gesehen. Ansonsten fallen mir nur Sachen ein, bei denen die CH hinterherhinkt. Deshalb finde ich es auch nicht erstaunlich, dass es mit der Covid-App so harzig läuft. Ein Kollege hatte laut Covid-App in der letzten Woche 9 Kontakte mit Angesteckten, trotzdem wollte der Arzt ihn nicht testen, solange er keine Symptome hat. Tja – die zweite Welle türmt sich langsam auf, hoffe sie wird nicht hart auf uns alle niederschlagen!
    • Tom79 26.08.2020 14:43
      Highlight Highlight Dann sagt man dem Arzt, er solle jetzt testen oder er hat gerade einen Kunden verloren. Mal sehen was er dann tut. Wenn immer noch nichts geht, den Pfuscher öffentlich anprangern. Und den Arzt wechseln.
    • sonic 26.08.2020 15:06
      Highlight Highlight Hier liegt es wohl eher an den Prozessen rundherum, als an den digitalen Tools...
    • Töfflifahrer 26.08.2020 18:36
      Highlight Highlight Das sind zur Zeit die Kantonsärzte, die nicht wollen!
  • Terraner 26.08.2020 09:27
    Highlight Highlight Da hats wohl auch ein paar Uelis im AG. "Ich chume nöd drus mit dem Zügs".
  • Hana Meier 26.08.2020 09:25
    Highlight Highlight Salanthé ist wohl ein guter Epidemiologe/ Wissenschaftler, aber ein schlechter Ingenieur (Ja er hat das System entwickelt) . Wenn man ein Digitalisierungsprojekt startet, sind die Prozesse zu berücksichtigen. Müssen die Kantone diese selber ausarbeiten, ist die Hälfte der Arbeit noch nicht gemacht, und es braucht theoretisch ein weiteres Projekt. Das ist nichts was Menschen spontan richtig machen.
    • Matti_St 26.08.2020 13:26
      Highlight Highlight Nein, nicht er hat das entwickelt. Es waren die Hochschulen mit ihm. Der Prozess wäre denkbar einfach. Mit dem Resultat von Test kommt gleichzeitig die 12-stellige Nummer für die App. Aber wenn es schon mit dem Mitteilen des Testresultats nicht klappt, dann fragt man sich, wo es sonst noch hakt.
    • Hana Meier 26.08.2020 13:59
      Highlight Highlight Wenn es einfach wäre, würde es (zumindest mehrheitlich) funktionieren. Ich hatte bereits mit einigen ähnlichen Projekten zu tun. Viele Menschen sind nunmal extrem unflexibel, "nicht verantwortlich" oder technisch nicht affin und brauchen deshalb verbimdliche Anweisungen bis ins Detail. Das ist auch der Grund weshalb viele Digitalisierungsprojekte scheitern. Die Leute ignorieren die neuen Möglichkeiten/ Prozesse, weil sie es schon immer so gemacht haben und arbeiten einfach mit den alten Systemen/Kommunikationswegen weiter. Diese Ausbildung/ Implementierung braucht die meiste Aufmerksamkeit.
  • Sven Bisig 26.08.2020 09:25
    Highlight Highlight [Kommentar-Inhalt nicht freigeschaltet, bitte wende dich mit belegbaren Hinweisen direkt an unseren Redaktor Adrian Müller, adrian.mueller@watson.ch]
    • oliversum 26.08.2020 13:56
      Highlight Highlight Bin gespannt.
  • rudolf_k 26.08.2020 09:19
    Highlight Highlight Wie schon früher einmal geschrieben, ist Corona das endgültige Ende der Illusion, dass es in der Schweiz anders oder sogar besser läuft. Angefangen mit der viel zu späten Reaktion des Bundesrates, welche hunderte von Toten zur Folge hatte, über den Di­let­tan­tis­mus des BAG und den völlig absurden Föderalismus, bis hin zu den untauglichen und schlecht umgesetzten Massnahmen bei der '2. Welle'.
  • mrmikech 26.08.2020 09:07
    Highlight Highlight Sohn war also mehrere Tagen ansteckend, aber niemand in die Familie wurde infiziert. Das sind schon mal gute Nachrichten. Das mit Code ist aber ein Debakel.

    PS: Wann wird Anzahl Erkrankten als Massstab für die Lage genommen anstatt Anzahl Infizierte? Anstecken tun viele, erkranken aber nur sehr wenige. Und mit erkranken meine ich mehr als nur Kopfschmerzen oder bisschen übel.
  • Revan 26.08.2020 09:05
    Highlight Highlight Ich verstehe den ganzen Prozess irgendwie immer noch nicht. Das Aargau hat momentan so um die 20 positive Fälle pro Tag. Kann das tatsächlich so aufwändig sein, diesen Code 20x am Tag zu generieren und versenden? Dass das manuelle Contact Tracing aufwändig ist, verstehe ich ja, aber warum kann man nicht wenigstens das App-Basierte, welches nur minimalen Aufwand bedeutet (oder bedeuten sollte), priorisieren?
  • Anna Lyse 26.08.2020 09:04
    Highlight Highlight On a sidenote: der Buchtipp von Frau Stiller ist "Fever" von Deon Meyer (nicht Donna). Im Stil von Stephen King's "The Stand", allerdings ohne Übersinnliches, dafür in Südafrika und aus der Sicht eines 13-Jährigen.
  • jojimen 26.08.2020 08:54
    Highlight Highlight Föderalismus ist nicht immer ein Vorteil. Gewisse Dinge sollten einfach zentral und einheitlich gemanaged werden. Das würde viele Ressourcen einsparen und die Effizienz könnte massiv gesteigert werden. Aber eben - könnte, müsste, sollte ... Bleibt gesund, haltet Abstand und wascht euch regelmässig die Hände. Das können wir wenigstens ohne grossen Aufwand beeinflussen.
    • Super8 26.08.2020 13:18
      Highlight Highlight Ich finde es interessant, dass plötzlich viele den Föderalismus nicht mehr so toll finden. Das fanden nämlich viele Völker vor uns auch schon und haben sich einen "starken" Leader gewünscht. Die Namen dieser Leader waren dann Hitler, Mao, Stalin, Putin, Bolsonaro, Mussolini...
  • Resistance 26.08.2020 08:49
    Highlight Highlight Interessant wäre auch zu wissen: Wie reagiert die Schule, bekommen ihre Schüler auch Warnungen, muss jemand in Qurantäne?
    • ChrisG 26.08.2020 13:17
      Highlight Highlight Im Aargau: niemand muss in Quarantäne. Wir haben hier einen positiven Fall unter der Lehrerschaft. Eltern wurden informiert, über allfällige Quarantänen entscheidet das Conti. Da Schulbetrieb per Definition kein enger Kontakt ist, müssen weder andere Lehrpersonen noch Schüler in Quarantäne. 4 Tage nach dem positiven Test darf die Lehrperson schon wieder unterrichten, da keine starken Symptome aufgetreten sind.
  • ctrlxctrlv 26.08.2020 08:49
    Highlight Highlight Mich würde interessieren ob ein Verfahren mittels Blockchain-Technologie mal geprüft wurde.
    Es wäre meiner Meinung nach möglich, den Code so zu generieren und die Anonymität zu wahren.
    • ChrisG 26.08.2020 13:42
      Highlight Highlight Was willst du da mit einer Blockchain? Anonymität gibt es dort auch nicht, maximal Pseudonymität. Aber die Kontakttracer und der Arzt (bzw evtl noch das Labor) wissen eh, wer du bist. Und müssen das auch wissen. Also reicht ein völlig primitives Setup:

      * eine zentrale Instanz, die valide Codes erzeugen kann
      * die Labore fordern einen Code an, wenn ein Testergebnis positiv ist (dazu müssen sie keinerlei patientenbezogenen Daten an die Zentrale senden)
      * das Labor druckt den Code aufs Ergebnis, oder noch besser schickt das Ergebnis incl Code per SMS an den Infizierten.
  • McStem 26.08.2020 08:48
    Highlight Highlight Ich stand letztens auch auf der Kontaktliste einer positiv getesteten Person, welche mich auch vorgewarnt hatte. Es vergingen aber nur 5 Stunden zwischen dem Anruf und dem Anruf der Contact-Tracer. Mich hat aber mehr die Willkür erstaunt. Ich musste nicht in Quarantäne, jemand, der eines neben mir gesessen hat, schon.
  • drüber Nachgedacht 26.08.2020 08:47
    Highlight Highlight Wenn ich die verschiedenen Abläufe nur schon in meiner nächsten Umgebung bei zwei Tests vergleiche. Beide im gleichen Kanton:

    Fall 1. Der Arzt macht den Abstrich am Morgen vor 11 Uhr, das Labor informiert bis am Abend um 18:00 direkt an den Patienten per Mail.

    Fall 2 Der Arzt macht den Abstrich am Morgen. Am nächsten Tag irgendwann erhält der Patient einen Telefonanruf mit dem Ergebnis.

    Warum sind diese Abläufe nicht mal kantonal einheitlich geregelt? Warum muss da noch ein Arzt zurückrufen? Das Labor soll den Test wie auch den Code direkt dem Patienten senden...
    • Snowwhitey 26.08.2020 09:07
      Highlight Highlight Fall 1: medizinische Daten/Laborergebnisse dürfen nicht unverschlüsselt weitergegeben werden. Welches Spital macht das so?
  • Opa 26.08.2020 08:45
    Highlight Highlight Ich vermute mal, dass das Wochenende in die Quere kam.
    In meiner Familie hatten wir einen Test, das Resultat liess vom Samstag Morgen bis Montag Abend 56 Std. auf sich warten.

    Es ist mir ein Rätzel, dass die Prozesse mit ihrer Dringlichkeit nicht beschleunigt werden können.
    Klar, dürfte etwas kosten, aber die Krise kostet uns bereits soooo viel....
  • hans_freerider 26.08.2020 08:32
    Highlight Highlight Das einzige was mich hier wirklich stört, ist die Tatsache, dass am Sonntag Corona anscheinend ruht und deshalb keine Codes herausgegeben werden. Hallo gehts noch? Im Aargau schiebt man die Verantwortung hin und her, wer denn nun entscheiden muss bei einem Fall in einer Schule, wer jetzt genau in Quarantäne muss und wer nicht. Wir sollten uns nun wirklich zusammenreissen, so dass wir im Winter einigermassen normal durchkommen ohne diese wahnwitzigen Lockdowns.
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 26.08.2020 08:24
    Highlight Highlight Nachdem die Schweiz schon immer das langsamste Land der Erde war, kann sie es nicht einfach so in ein paar Monaten schaffen, schneller zu werden. Das dauert noch Dekaden, wenn nicht gar Centennien.
    • Kruk 26.08.2020 09:24
      Highlight Highlight Vielleicht bekommt man diesen Eindruck, aber andernorts läuft es auch nicht besser.
    • Snowy 26.08.2020 09:28
      Highlight Highlight Welches Land arbeitet denn Deiner Meinung nach schneller und produktiver?

      Bin echt gespannt auf Deine Antwort.

      War selber während Jahren auf der ganzen Welt unterwegs und habe viele Grossfirmen und KMUs von Innen gesehen.
      Nirgends wird so produktiv und gleichzeitig hochwertig gearbeitet wie in der Deutschschweiz.
    • ursus3000 26.08.2020 10:30
      Highlight Highlight Wenn ich sehe, wie schnell dumme Kommentare geschrieben werden, besteht noch Hoffnung .
    Weitere Antworten anzeigen
  • chandler 26.08.2020 07:58
    Highlight Highlight "Die Aargauer Gesundheitsdirektion konnte eine watson-Anfrage vor Redaktionsschluss nicht beantworten"
    Also wer 48h für einen COVID Fall benötigt, wird ja wohl kaum schnell auf eure Anfrage reagieren ;)
  • Gopfidam 26.08.2020 07:47
    Highlight Highlight Fazit: Die beste Technik bringt nichts, wenn man nicht weiss, wie sie zu bedienen ist. Abstand halten und Maske tragen ist immer noch die beste Lösung.
    • @schurt3r 26.08.2020 08:03
      Highlight Highlight Du ziehst nach meiner Einschätzung den falschen Schluss. Wir haben es in der Hand, uns und unsere Nächsten mit einfachen Vorsichtsmassnahmen zu schützen. Aus epidemiologischer Sicht könnte die App den Unterschied ausmachen.

      Wenn der Bund und die Kantone die Abläufe (Test-Durchführung und Auslieferung Resultate/Ausgabe Covidcodes) verbessern, kann die sehr viel schnellere Tracing-App verhindern helfen, dass aus einzelnen Ansteckungsherden erneut ein Flächenbrand wird mit desaströsen Folgen.
    • Gopfidam 26.08.2020 08:37
      Highlight Highlight Schurter, danke für deine Nachricht. Aber schauen wir es mal nüchtern an. Die Politik hatte genug Zeit dafür. Und sie kriegen es nicht hin. Ergo kapieren sie es nicht. Contact Tracing soll eine der Säulen der Pandemiebekämpfung sein und es funktioniert nicht 🤷‍♂️ das sind genau so desaströse Folgen (zweiter Lockdown). Wenn ab September / Oktober die befürchtete zweite Welle kommt und es die Tracer/Ärzte/ Politiker nicht hinkriegen, dann dürfen wir uns alle auf den zweiten Lockdown freuen.
    • @schurt3r 26.08.2020 08:47
      Highlight Highlight Bin völlig einverstanden.

      Wir sollten alles daran setzen, einen zweiten Lockdown (wenn möglich mit noch strengeren Einschränkungen) zu vermeiden.

      Covid-19 wird unsere Gesellschaft und unsere Gesundheit wohl auch 2021 bedrohen. Darum sollten wir bei der Bekämpfung der Seuche langfristig denken und die Abläufe rund ums Conact-Tracing (klassisch und per App) verbessern. Wenn es nicht im zweiten Versuch klappt, dann halt im dritten oder vierten Anlauf. Aktuell sehe ich keine andere Möglichkeit (Stichwort Impfung).
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nelson Muntz 26.08.2020 07:22
    Highlight Highlight Wurden Contact Tracer eingestellt und ausgebildet, oder sind dies einfach Verwaltungsangestellte der Kantone, die sonst nicht viel zu tun haben?
    • betany 26.08.2020 07:49
      Highlight Highlight Wurden eingestellt und die anderen waren Zivis. So war es etwa vor einem Monat.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 26.08.2020 09:33
      Highlight Highlight Die Frage wäre doch, wird der Job von fähigen Leuten gemacht? Den Beruf des Contact Tracer wird es ja kaum geben.
    • Zat 26.08.2020 10:54
      Highlight Highlight Das ist in jedem Kanton anders.
  • Scaros_2 26.08.2020 07:11
    Highlight Highlight Tja – das passiert eben wenn man das Contact Tracing Leuten in die Hand drückt, die noch nie effizient und effektiv arbeiten mussten. Hier braucht man Profis. Man braucht Menschen, die klare Prozesse runterarbeiten ohne eigene Meinung. Viele Schweizer sind völlig ungeeignet für solche Jobs, weil sie stehts meinen, es besser zu wissen.

    Mit solchen Leuten steigt die Gefahr, dass Leute die App ignorieren.
    • domi55 26.08.2020 07:39
      Highlight Highlight Meistens ist es genau anders herum. Die Prozesse sind und bleiben ineffizient, weil die Mitarbeiter die Prozesse runterarbeiten ohne sie zu hinterfragen. So kann halt nichts verbessert werden. Bringt auch nichts einen inneffizienten Prozess effizient abzuarbeiten...
    • freifuchs 26.08.2020 08:46
      Highlight Highlight Es braucht keinen Profi, um mit der Maus zu klicken und einen Code zu generieren. Es braucht die Abschaffung des Amtsschimmels.
    • P. Meier 26.08.2020 08:50
      Highlight Highlight Scheinbar etwas sehr prozessorientiert. Ich erinnere an SR111. Da haben absolute Profis einen Prozess absolut professionell abgearbeitet und dadurch extrem Zeit verloren. Ob es zeitlich gereicht hätte zu landen mit "Abkürzungen" oder dem neuen Prozess, ist eine andere Frage. Klar wurde sicher, dass der Prozess für den Vorfall ungeeignet war. Es gibt leider überall viele Prozesse, die vor allem den Prozesseigner schützen und erst danach die Arbeitsabläufe wirklich positiv beeinflussen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • p4trick 26.08.2020 07:10
    Highlight Highlight Der Code musss direkt mit dem positiven Befund herausgegeben werden. Alles andere bringt nichts und wieder nichts. Wer kann diese Codes generieren und wieso arbeiten die nur zu Bürozeiten? Sorry aber das muss automatisch erfolgen!!! Ist nicht so schwer, die paar Zeilen Code zu schreiben!
    • AFK 26.08.2020 07:37
      Highlight Highlight Das lässt sich nicht mit Software abdecken, hier braucht es eine menschliche Schnittstelle. Schliesslich sollten auch Spass-Melder verhindert werden. Aber ja, eigentlich sollte man schon beim Test angeben, ob man die App hat, und dann wird das positive Testresultat gleich mit dem Code zusammen geliefert.
    • chobbes 26.08.2020 08:02
      Highlight Highlight @AFK: Das sollte man beim Test nicht angeben müssen. Mit dem positiven Resultat einfach einen Code dazubekommen. Ob man den Code dann verwendet, ist dann eine andere Sache, wobei ich die Leute nicht verstehe, die die App haben und den Code nicht eingeben...
    • p4trick 26.08.2020 09:36
      Highlight Highlight Der Code ist im Prinzip einfach eine Sicherheit, dass nur jene sich positiv melden, die es auch wirklich sind. Es wird ein Code generiert und im Backend der App hinterlegt. Wird dieser Code dann auf einem Smartphone eingegeben, werden somit alle lokalen Tageskeys auf den Server geladen, damit alle Kontakte automatisiert informiert werden können.
      Es braucht also nur eine Schnittstelle von Orten, wo die positiven Testresultate rausgeben gleich dieser Code generieren können. Diese Stellen sollten ja vertrauenswürdig sein, denn sie geben ja auch Testresultate raus.
  • Lioness 26.08.2020 07:02
    Highlight Highlight Das Testergebnis kam in einer raschen Zeit. Das ganze Danach dauerte dann leider viel zu lange. So verliert Contact Tracing ein wenig seinen Biss.
  • Glenn Quagmire 26.08.2020 06:58
    Highlight Highlight Kantone sind überfordert und haben wohl zu wenige Contact Tracer eingestellt.
  • insider 26.08.2020 06:46
    Highlight Highlight "Die Aargauer Gesundheitsdirektion konnte eine watson-Anfrage vor Redaktionsschluss nicht beantworten und stellte die Antworten für Mittwoch in Aussicht." Das dauert eben diese 60 Stunden bis die dann mit einer Antwort soweit sind...
    Mich beunruhigt das stark. In diesem Prozess passt offenbar nichts.
    Tracing soll ja eine der wichtigsten Säulen der CH gegen die Pandemie sein, also braucht es umgehend Überwachung und Auswertung der Tracing-Prozesse (QM) und eine Veröffentlichung der Daten! Ansonsten ist der Kampf bald verloren.
  • chrimark 26.08.2020 06:40
    Highlight Highlight Das Beispiel zeigt sehr schön die Grenzen der Digitalisierung. Die besten Apps nützen wenig, wenn sie nicht mit den damit verbundenen Prozessen harmonieren.
    Interessant wäre dazu eine Beschreibung, welchen Weg die Information über das positive Resultat nimmt. Ich vermute da zu viele (analoge) Schnittstellen, die jede eine Liegezeit und Verzögerung bringt.
    Zu der App müsste auch ein elektronisches System zu Erfassung und Bearbeitung der positiven Resultate und Freischaltung der Codes gehören. Da haben die Entwickler den Job eben auch nicht zu Ende gemacht.
    • Coffeetime ☕ 26.08.2020 07:09
      Highlight Highlight Wenn mit Entwickler die Auftraggeber/Projektleiter gemeint sind: einverstanden. Wenn aber damit rein die IT gemeint ist: nein. Sie kann darauf hinweisen, dass etwas im Prozess fehlt, aber sie entwickelt nur das, was der Kunde wünscht und auch zahlt.
    • sevenflip 26.08.2020 07:14
      Highlight Highlight Du weisst schon, dass Ärzte und Behörden immer noch mit Fax kommunizieren?
      Das ist übrigens erst Aufgabe der Entwickler, wenn die Obrigkeit das auch als Projekt lanciert. Bis dahin kann entwickelt werden was will, bringt dann halt nichts wenn's niemand nutzt.
    • ND_B 26.08.2020 08:01
      Highlight Highlight Ich leite Digitalisierungsprojekte für eine grössere Firma. Alleine die Prozesse so weit zu bekommen, dass eine intelligente Digitalisierung überhaupt möglich ist, ist je nach Reifegrad der Organisation sehr anspruchsvoll. Wahrscheinlich hätte es in der kurzen Zeit nur eine teure Bauchlandung gegeben..
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  • «Shippi» 26.08.2020 06:30
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Meinung 26.08.2020 06:26
    Highlight Highlight Am Freitag einen Test gemacht, wäre das wohl an einem Dienstag anders abgelaufen 🤔
    Vermutlich weil die Leute beim Kanton über das Wochenende reduziert im Einsatz waren, oder frei hatten!
    Bin mal gespannt auf die Stellungnahme, Standard sollte dies ja nicht sein.
    😱
  • Rethinking 26.08.2020 06:22
    Highlight Highlight Die Erfahrung zeigt, dass viele Menschen nicht in der Lage sind in Prozessen zu denken...

    Dazu kommen dann noch diejenigen, „die es schon immer so gemacht haben“...

    Und letztlich noch all die schönen Gärtli und Silos, deren Könige ihre Reiche wie Löwen beschützen...

    „When you digitize a shitty process, you have a shitty digital process“.
    • Revan 26.08.2020 09:07
      Highlight Highlight ...kommt mir irgendwie bekannt vor: "Digitalisierung? Ok, dann erfassen wir unsere Papierformulare neu als PDF". Digitalisierung like a boss.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 26.08.2020 09:37
      Highlight Highlight Man könnte dem nun entgegenhalten, dass der Mensch ja auch kein Computer ist und deshalb auch nicht gezwungen ist, in Prozessen denken zu müssen, weil er eben anders denken kann. Das ermöglicht ihm, ganz spontan auf ein völlig neues Ereignis zu reagieren. Etwas, was ein Computer eben wiederum nicht kann. Der ist dazu verdammt, in seinen festgefahrenen Prozessen denken zu müssen.
    • Thomas Rubin 26.08.2020 11:41
      Highlight Highlight Ich erfahre viele Beamte ganz anders: Kompetent, flexibel und effizient. Sobald 's aber um die Gesundheit geht, wird's oft zum Gegenteil – angefangen bei den Krankenkassen.
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  • Dan Rifter 26.08.2020 06:19
    Highlight Highlight Suboptimal.

    Aber andere Frage:
    Weshalb steht der Beruf von Frau Stiller im Titel?
    Ihr Beruf hat hier keinerlei Relevanz, es geht um die langsame Reaktionszeit der Kantonsärzte.
    • @schurt3r 26.08.2020 06:31
      Highlight Highlight Persönliche Informationen können Relevanz haben für eine Story. Es ist jeweils ein Abwägen, was aus journalistischer Sicht Sinn macht.

      Hier macht es absolut Sinn. Frau Stiller ist eine Kantilehrerin, die auch über ihre Erfahrungen mit der Schule (Quarantäne) und den Schülerinnen und Schülern berichtet.
    • Bits_and_More 26.08.2020 08:04
      Highlight Highlight Grundsätzlich würde es auch keine Rolle spielen, dass es eine Frau ist und welches Geschlecht ihr Kind hat.
      Nur wird hier die Frau als Quelle angegeben und sie hat auch öffentlich auf ihrem Twitter-Profil kommuniziert. Ihn ihrer Bio schreibt sie selbst, dass sie Lehrerin ist.

      Zudem finde ich es auch angenehmer zu lesen als: "Dem Nachwuchs einer Person wurde erst nach 42 Stunden ein Covid-App-Code zugesendet".
    • no nickname 26.08.2020 09:16
      Highlight Highlight Womöglich weil sie Lehrerin ist und dementsprechend die Gefahr, den Virus zu verbreiten, grösser ist.
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  • Rethinking 26.08.2020 06:14
    Highlight Highlight „Gerade der Anruf vom Contact Tracing, weil ich auf der Kontaktliste meines Sohnes stehe. Ja, ich habe mitbekommen, dass er positiv ist. Abgesehen von dieser kleinen Absurdität ein sehr freundliches, unterstützendes und informatives Gespräch.“

    Absurd ist dies ganz und gar nicht. Viel mehr zeigt es auf, dass die Anonymität gewahrt bleibt.

    Woher soll der Contact Tracer wissen, dass es sich bei der infizierten Person um jemand aus demselben Haushalt handelt?

    Nur logisch weiss er das nicht...
    • Nate Smith 26.08.2020 06:34
      Highlight Highlight Das war die Kontaktliste die vom Sohn an die Tracer übergeben wurde. Was soll daran anonym sein?
    • PeteZahad 26.08.2020 06:56
      Highlight Highlight Der Contact Tracer verfolgt nicht die Kontakte der App-Begegnungen – dort sind nur die ausgetauschten Schlüssel und keine Kontaktdaten vorhanden. Die infizierte Person wird nach ihren Aktivitäten/Begegnungen befragt. Je nachdem wo die Person war (z.B. Restaurant/Clubs) werden von diesen Lokalitäten die gesammelten Infos abgefragt. Der Contact Tracer weiss also schon, mit welchen Familienmitgliedern die Person Kontakt hatte - hier gibt es keine Anonymität. Als Contact Tracer würde ich auch die engen Familienmitgliedern zuletzt anrufen, da diese es sehr wahrscheinlich bereits mitbekommen haben.
    • Eraganos 26.08.2020 08:38
      Highlight Highlight Guter Input, danke!
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