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Des eleves, portant un masque marchent dans les couloirs, a cote d'un panneau masque obligatoire, apres un cours du Gymnase de Provence le jour de la rentree scolaire des etudiants vaudois lors de la pandemie de Coronavirus (Covid-19) ce lundi 24 aout 2020 a Lausanne. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Wenn der Blick aufs Handy beunruhigende Fragen aufwirft ... Bild: KEYSTONE

SwissCovid warnt vor «möglichen Begegnungen» – das steckt dahinter

Apple zeigt Betriebssystem-Mitteilungen an, die verwirren und für Beunruhigung sorgen. Betroffen sind SwissCovid und andere Corona-Warn-Apps.



«Bei einer möglichen Ansteckung werden Sie mit einer Mitteilung im Sperrbildschirm informiert.»

Hinweis in der SwissCovid-App

Stell dir vor, du greifst frühmorgens zum Handy, holst es aus dem Flugmodus und siehst das:

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bild: watson

Akku voll geladen, schon wieder ein Update von Apple, *seufz*. Und ... WTF! Covid-19 im Anflug?

Der Schock

Dein Gerät hat diese Woche 10 mögliche Begegnungen identifiziert und diese Info mit SwissCovid geteilt.

Eine vergleichbare Benachrichtigung haben in den vergangenen Tagen gleich mehrere Freunde und Arbeitskollegen auf ihrem iPhone zu Gesicht bekommen. Und sich verständlicherweise erschreckt, oder zumindest gewundert.

Dies belegen auch Reaktionen bei Twitter ...

Bild

screenshot: twitter

Die gute Nachricht

Die Corona-Warn-App funktioniert – und man kann die Mitteilung auf dem Sperrbildschirm getrost ignorieren.

Mathias Wellig, Geschäftsführer der Softwarefirma Ubique und Entwicklerchef von SwissCovid, erklärt:

«Aktuell sollten Nutzer der SwissCovid-App diese Meldung vom iOS-System ignorieren und sich darauf verlassen, was in der App steht.»

Die verwirrenden System-Benachrichtigungen über «mögliche Begegnungen» basieren auf einer unglücklichen Formulierung, die Apple zu verantworten hat (dazu unten mehr).

SwissCovid-User sollten sich davon nicht beunruhigen lassen, sofern es in ihrer App so aussieht:

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SwissCovid ist aktiv, warnt also nach intensiveren Begegnungen mit positiv Getesteten, es liegen derzeit aber keine Hinweise auf eine mögliche Ansteckung vor. bild: watson

So erklärt es das Bundesamt für Gesundheit

Auf der BAG-Website ist das Problem schon vor geraumer Zeit adressiert worden. Im FAQ heisst es dazu:

«Wieso erhalte ich als ‹Wöchentliches Update› die Benachrichtigung, dass ich mögliche Begegnungen mit am neuen Coronavirus erkrankten Personen habe, aber die SwissCovid-App gibt keine Meldung über eine mögliche Ansteckung?»

Und dazu die Erklärung für iPhone-User:

«iOS informiert sie in der wöchentlichen Zusammenfassung, wie vielen infizierten Kontakten Sie begegnet sind. In der App werden Sie nur dann gewarnt, wenn auf Grund der Distanz und der Dauer das Risiko einer Ansteckung bestanden hat.»

Ein Arbeitskollege fragte sich daraufhin:

«Das heisst, 9 Infizierte sind mir begegnet, waren aber zu wenig nahe oder zu wenig lang?»

Gut zu wissen: Der betroffene Kollege macht Homeoffice, ist aber auch in der Redaktion am Arbeiten. Und ihm wollte verständlicherweise nicht in den Kopf, dass er im ÖV vom Aargau nach Zürich in der Nähe von gleich 9 (später) als infiziert gemeldeten SwissCovid-Usern gesessen haben soll.

Der SwissCovid-Entwicklerchef gibt auf mein Nachfragen hin «Entwarnung»: Konkret könne es schon reichen, wenn man einmal irgendwo am Bahnhof neben jemandem durchgelaufen sei, der dann später positiv getestet wurde.

In einer bislang nur auf Englisch verfügbaren Antwort erklärt das Bundesamt für Gesundheit in der FAQ , warum die System-Mitteilungen über «mögliche Begegnungen» sehr verwirrend seien («What are the weekly reminder messages from Android and iOS ?»).

Bild

Die Erklärung auf Deutsch folgt unten ... screenshot: bag.admin.ch

Halten wir fest: SwissCovid funktioniert – und iPhone-User sollten sich von verwirrenden System-Mitteilungen nicht beunruhigen lassen, sondern die App konsultieren. Wenn da nichts angezeigt wird, und wenn man zudem keine Covid-19-Symptome verspürt, ist kein Handeln angezeigt.

Und die schlechte Nachricht?

Es ist kompliziert. Ziemlich kompliziert.

Um zu verstehen, warum iPhones mit installierter Corona-Warn-App (es ist nicht nur SwissCovid betroffen) mit Mitteilungen über «mögliche Begegnungen» verwirren, muss man verstehen, wie die Warn-Apps genau funktionieren.

Zur Erinnerung: SwissCovid und andere Warn-Apps in Europa (mit Ausnahme von Frankreich, Bulgarien etc.) basieren auf Schnittstellen, die Apple und Google in ihre Betriebssysteme iOS (iPhone) und Android integriert haben.

Apple und Google stellen den autorisierten Entwicklern der Corona-Warn-Apps mit den neueren Versionen ihrer Betriebssysteme iOS (iPhone) und Android ein sogenanntes Application Programming Interface (API) zur Verfügung.

Das API für die Corona-Warn-Apps wird Exposure Notification Framework (Apple) respektive Exposure Notifications API (Google) genannt. Es ist die Schnittstelle, die Software- und Hardwarekomponenten auf Betriebssystem-Ebene verbindet und damit ermöglicht, dass neuere iPhones und Android-Smartphones über Bluetooth Low Energy sicher Daten austauschen können und die Apps funktionieren.

Mathis Wellig erklärt gegenüber watson, warum bei einzelnen SwissCovid-Usern 9 oder sogar noch mehr «mögliche Begegnungen» auf dem iPhone angezeigt werden.

«Bei der aktuellen Implementation werden alle TEKs der letzten 10 Tage zweimal pro Tag gecheckt. D. h. diese Zahl von ‹9› gehört also wahrscheinlich zu einem oder zwei TEKs, die einfach mehrmals in der jeweiligen Woche gecheckt wurden.»

Denn jedes Mal wenn ein positiver Schlüssel (TEK) über die API gecheckt werde, werde (vom iPhone-System) einmal hinaufgezählt. Hinzu komme, dass die Dauer und Distanz bei dieser «Zählung» nicht berücksichtigt würden.

Bleibt anzumerken, dass dieses Kommunikations-Problem nicht nur SwissCovid betrifft, sondern alle Corona-Warn-Apps, die auf den Apple-Google-Schnittstellen basieren.

So wunderte sich etwa ein deutscher User, warum ihm sein iPhone «0 mögliche Begegnungen» anzeigte. Und dies obwohl sich insgesamt 4 aktive Warn-Apps im Haus befänden.

Bild

screenshot: twitter

Einfache und beruhigende Antwort: Es wurde keine einzige Begegnung mit einer (später) als infiziert gemeldeten Person registriert. Dies wird von den Entwicklern der deutschen Corona-Warn-App bestätigt und in einer auch auf Deutsch vorliegenden Antwort im Online-FAQ ausführlich erklärt.

Und das Fazit?

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG), als Herausgeberin der App, muss die Kommunikation weiter verbessern*. Das Vertrauen der Bevölkerung sollte gefördert werden, indem offen und transparent über die komplexe Beziehung mit den US-Konzernen Apple und Google informiert wird.

*und Apple selbstverständlich auch.

Alle SwissCovid-User sollten sicherstellen, dass sie ihre Software auf dem neusten Stand halten. Und vor allem gilt es auch weiterhin alle offiziellen Vorsichtsmassnahmen zu berücksichtigen, vom Händewaschen übers Abstandhalten bis zum Tragen von Schutzmasken – sofern nötig.

Quellen

Alles über die Schweizer Corona-Warn-App

Warum versagen die Kantone bei der SwissCovid-App? Es gibt einen bösen Verdacht

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43
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43Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mein C tut W wenn ich G 25.08.2020 20:23
    Highlight Highlight Ich verstehe die vielen Blitzer an Daniel Schurter nicht. Könnt ihr Blitzer mir das bitte erklären, warum ihr auf seine Antwort geblitzt habt? Ich war ehrlich erleichtert über die Informationen und über die Aufklärung von den Verwirrungen der Corona-Warn-App. Ich hatte auch mehrmals diese Meldungen und wusste nicht's damit anzufangen. Danke Daniel für die Aufklärung.
    • @schurt3r 26.08.2020 06:56
      Highlight Highlight Danke für die Rückmeldung!
      Und sehr gern geschehen 🙏

      Wie ich schon bei früherer Gelegenheit kommentiert habe, ist diese Pandemie auch ein Intelligenztest. Und in Sachen emotionaler Intelligenz schneiden einige Zeitgenossen leider ungenügend ab, statt solidarisch zu sein mit den Schwachen und Schwächsten unserer Gesellschaft.
  • Blubber 25.08.2020 13:09
    Highlight Highlight Hatte ich vor zwei Wochen. Musste dann ewig recherchieren, bis ich die Info im Netz gefunden habe (wusste auch nicht wen anrufen). Eine kleine Notiz in der COVID-App wäre hilfreich, dann müssten sich die Leute nicht sorgen.
    • just sayin' (haters will be ignored) 25.08.2020 15:03
      Highlight Highlight @Blubber

      "Musste dann ewig recherchieren, bis ich die Info im Netz gefunden habe (wusste auch nicht wen anrufen). Eine kleine Notiz in der COVID-App wäre hilfreich, dann müssten sich die Leute nicht sorgen."

      Oben rechts (auf dem Startscreen der App) klicken.

      Tataaaaaaa! Eine Telefonnummer!
    • Blubber 26.08.2020 07:55
      Highlight Highlight Die Nummer wollte ich nicht anrufen, da ich nicht sicher war, ob es ein technisches Problem ist oder ob ich mich möglicherweise angesteckt hatte. Hätte ich aber gemacht, wenn ich nichts gefunden hätte im Netz. Aber danke für den Hinweis (bin nicht doof).
  • fireboltfrog 25.08.2020 13:01
    Highlight Highlight Die Meldung vom OS macht dem User einfach transparent, was die App von der API für Informationen bekommt - damit das API nicht missbraucht wird, das ist insofern schon gut - könnte man evt. aber auch nur in den Privatsphäre-Einstellungen anzeigen. Wie die App dann mit den Daten umgeht ist ihr überlassen. Die API weiss je nachdem halt nicht, ob man 9x die selbe Person oder 9 verschiedene Personen getroffen hat (das sind halt die Kosten für Privatsphäre).
  • frog77 25.08.2020 12:40
    Highlight Highlight Es ist mir schon schleierhaft, wie man (Google, Apple, BAG) nicht in der Lage zu sein scheint, 2-3 Kennzahlen darzustellen und noch treffend zu benennen. Diese Geheimniskrämerei um die Zahlen und deren Bedeutung, einfach dilettantisch. So extrem kompliziert ist das System nun auch wieder nicht 🙄
  • Biindli 25.08.2020 12:18
    Highlight Highlight Auf Android kriege ich diese Nachricht etwas versteckter auch. " In den letzten 14 Tagen haben wir 236 Überprüfungen gemacht" oder irgendwie so. Ich habe mich nie gesorgt, da es nicht als Warnung daher kommt. Ich habe immer sehr hohe Zahlen. Mein Mann, der mit dem Auto arbeiten geht, hat jeweils so 5-10.
    • @schurt3r 25.08.2020 12:32
      Highlight Highlight Bitte nicht verwechseln. Das sind die Begegnungsaufzeichnungen, also Bluetooth-«Kontakte» mit anderen Mobilgeräten (mit aktiver App).

      Hingegen bedeutet «mögliche Begegnungen», dass man tatsächlich in der Nähe einer infizierten Person war. Solange die eigene App keine Warnung anzeigt, wohl nicht sehr nahe und nicht ausreichend lang für eine mögliche Ansteckung.
  • aye 25.08.2020 11:57
    Highlight Highlight «Die verwirrenden System-Benachrichtigungen (...) basieren auf einer unglücklichen Formulierung, die Apple zu verantworten hat.»
    «Das Bundesamt für Gesundheit (BAG), als Herausgeberin der App, muss die Kommunikation weiter verbessern.»

    Wie wär's wenn stattdessen Apple die verwirrende Formulierung anpassen würde? Die Benachrichtigung kommt ja von iOS, nicht der App selbst...
    Also liegt der Fehler doch schlussendlich bei Apple.
    • @schurt3r 25.08.2020 12:37
      Highlight Highlight Absolut einverstanden! Da besteht grosser Verbesserungsbedarf. Wobei wir da halt auf die nächsten System-Updates warten müssen, was erfahrungsgemäss etwas dauern könnte...
    • aye 25.08.2020 14:09
      Highlight Highlight @schurt3r: Ok, mit «*und Apple selbstverständlich auch.» ist's schon besser. 😉
  • Dörfu 25.08.2020 11:56
    Highlight Highlight Ich habe einen Zweifel bei der Android App:
    Beim Report "Überprüfung auf mögliche Begegnungen", der gelegentlich aufpoppt, habe ich immer zwischen 210 und 250 Überprüfungen innerhalb der letzten 14 Tagen.
    Das egal ob ich wie üblich mit dem Motorrad zwischen Zuhause und der Arbeit pendle, ohne Personen zu treffen. Oder mit dem Zug ins Tessin fürs Wochenende gefahren bin.
    Ich habe den Eindruck, dass dieser Report gar nicht funktioniert und leite davon ab, dass die App eventuell nicht funktionieren könnte?
    Ist das auch jemanden anderes aufgefallen?
    Ich bin nahe an der Deinstallation der App.
    • MeinSenf 25.08.2020 12:34
      Highlight Highlight Einfach ignorieren. Das ist ein Android-Ding.

      Relevant ist nur, was die App selber anzeigt. Der Teil ist getestet.
    • Citizen321 25.08.2020 12:38
      Highlight Highlight Also ich interpretiere es so: das Matching passiert ja lokal auf deinem Gerät, und du kriegst einfach regelmässig eine Liste der "positiven Gerätenummern", welche dann lokal auf deinem Gerät überprüft werden. Diese Liste ist unabhängig davon, ob du im ÖV oder sonst wo warst...
    • sheimers 25.08.2020 14:04
      Highlight Highlight Bluetooth reicht schon ein paar Meter, als Motorradfahrer an der Ampel vielleicht bis zum Auto nebenan oder bis zum Fussgänger der den Fussgängerstreifen überquert. Das sind unbedenkliche Begegnungen, werden deshalb nicht in der App gemeldet, aber doch vom Gerät registriert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • wuaatson 25.08.2020 11:46
    Highlight Highlight Das ist eine absolute Fehlleistung von Seiten der Betriebssystemhersteller. Weiter bekleckert sich das BAG nicht mit Ruhm, wenn das nur in den FAQ auf englisch steht. Ich hab das Glück und kann Englisch. Die Landessprachen der Schweiz sind aber andere. Gut habt ihr das nochmals ausführlich erklärt, die Leute brauchen ruhige Erklärungen.
  • -thomi- 25.08.2020 11:42
    Highlight Highlight Hm. Ich frage mich, wieso Apple da eine Extraschnittstelle zur Verfügung stellt. BLE war ja vorher schon integriert. Hätten die nicht einfach CoreLocation öffnen können für beliebige Datenpakete? Dann können die Entwickler auch die Zählweise kontrollieren.
    • Tikvaw 25.08.2020 12:10
      Highlight Highlight Ja, hätten sie und bei Android hätte es sowieso auch ohne Änderungen funktioniert.

      Google und Apple wollten jedoch einen zusätzlichen "Datenschutz" einbauen, so dass die Covid-Apps von Regierungen keinen direkten Zugriff haben (müssen).
    • Zat 25.08.2020 13:38
      Highlight Highlight Ich dachte die Distanz-Messung, und evt die Dauer, sei der technisch heikle Punkt, der nicht so einfach sei?
    • -thomi- 25.08.2020 14:10
      Highlight Highlight @Tikvaw. Nichts, was ich jetzt im Quellcode gesehen habe, deutet darauf hin, dass Datenschutz zwingend übers API gemacht werden muss. Die Verschlüsselung der Serverkommunikation läuft soweit ich dass überschauen kann absolut nach Standard
      @Zat, das liegt an BLE. Weder Dauer, noch Distanz sind damit ganz exakt bestimmbar. Oder ev. nur mit viel Sendestärke und damit Akkuverbrauch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • P_hr 25.08.2020 11:32
    Highlight Highlight Hab ich letzten Donnerstag bekommen. 3 mögliche Ansteckungen. Dachte mir da kann was nicht stimmen..

    Für jemand der schon ängstlich ist, ist dies sehr mühsam.
  • Chalbsbratwurst 25.08.2020 11:28
    Highlight Highlight Ich sage ja schon die ganze Zeit, dass Google und Apple die Corona-Warn-Apps sabotieren. Ok "sabotieren" ist evtl. der falsche Ausdruck dafür aber solche überflüssigen Meldungen in IOS verunsichern die Menschen... für nichts! Ähnlich ist es auch bei Android... weil GPS ständig eingeschaltet sein muss, obwohl die Covid-APP kein GPS benötigt, verunsichert das viele Personen und öffnet Tür und Tor für abstruse Verschwörungstheorien. An dieser Stelle auch mal Danke an Watson dafür, dass ihr immer wieder die Verunsicherten aufklärt! Wäre schön wenn die App noch mehr Akzeptanz findet!
    • Colibri 25.08.2020 16:19
      Highlight Highlight GPS muss nicht eingeschaltet sein, nur die "Ortung". Das sind zwei paar Schuhe. Auch wenn es für die in dieser Sache "sensitiven" Personen keine Rollen spielen dürfte...
    • Kusi_78 25.08.2020 23:35
      Highlight Highlight Die GPS-Bestätigung ist nur beim erstmaligen Einrichten der App, danach kannst du die SIM Karte rausnehmen, GPS deaktivieren und die Swisscovid-App funktioniert immer noch. Selber schon mehrfach getestet auch in der Beta, bevor die App releast wurde.
      Auch auf einem Smartphone, das ich nur als WLan-Verstärker im Gebrauch habe. Beides Android.
  • Satan 25.08.2020 11:24
    Highlight Highlight Ich habe 0 mögliche Begegnungen. Könnte aber auch daran legen, dass ich im Kanton mit starker SVP-Präsenz lebe und eine grosse Anzahl meiner Mitmenschen, die App gar nicht runtergeladen hat.

    Nebenbei finde ich es interessant, dass dieses Thema bei watson noch nicht aufgegriffen wurde (oder ich habe es einfach nicht gesehen?):
    https://www.heise.de/news/Corona-Warn-App-Studie-findet-Probleme-bei-der-Kontaktverfolgung-im-OePNV-4871811.html
    • Mätse 25.08.2020 13:21
      Highlight Highlight Ich kannte diesen Artikel auch noch nicht.
      Was sagt @schurt3r zu diesem Artikel?
      Gemäss den Kommentaren scheint leider, leider schon etwas dran zu sein...
    • @schurt3r 26.08.2020 07:53
      Highlight Highlight Diese «irische Studie» ist mir bekannt. Dass es bei den Bluetooth-Messungen mehr um Distanzschätzungen geht, ist eine Tatsache. Es wäre aber nicht zulässig, daraus zu schliessen, dass die Tracing-Apps nicht ihren Zweck erfüllen.

      Das Experiment wurde mit der Exposure-Notification-API vom 13. Juni durchgeführt. Seither haben Apple und Google massiv verbessert.

      Die SwissCovid-Verantwortlichen werden demnächst über eigene Messungen/die Zuverlässigkeit informieren, wenn ich gewisse Äusserungen seitens EPFL richtig verstanden habe.
  • echter Züricher 25.08.2020 11:16
    Highlight Highlight Wieso habt ihr solche Angst vor einer Ansteckung? Als gesunde Person unter 80 Jahren und ohne Vorerkrankung, hat man häufig kaum Symptome.
    • Hana Meier 25.08.2020 11:21
      Highlight Highlight Weil meine Mutter sehr krank ist. Wenn ich mich anstecke und es nicht merke, könne ich es an sie weitergeben umd sie würde möglicherweise sterben.
    • @schurt3r 25.08.2020 11:22
      Highlight Highlight Deine Frage grenzt an eine schlimme Verharmlosung einer potenziell sehr gefährlichen Krankheit, die man definitiv nicht unterschätzen darf.

      Siehe:
      https://www.watson.ch/!787247299
      Diese Organe greift das Coronavirus an

      zu Langzeitschäden:
      https://www.watson.ch/!368862185

      Oder der Tagi zu angeblich "milden" Verläufen bei Schweizer Betroffenen:
      https://interaktiv.tagesanzeiger.ch/2020/schweizer-covid-19-erkrankte-erzaehlen/
    • Posersalami 25.08.2020 11:23
      Highlight Highlight Und ein unbekanntes Risiko für noch wenig bekannt Spätfolgen.
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«Die Wahrheit über Prostitution ist sehr unbequem»

Nacht für Nacht hat sie im Puff verbracht, zwei Jahre lang. Aus den Erzählungen von Prostituierten, Puffbesitzerinnen, Polizisten und Freiern ist ein Buch geworden. Die Journalistin Aline Wüst über Loverboys, Drogen und wie sie der Blick hinter die Kulissen verändert hat.

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