DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Die Aktion sorgte vor allem bei bürgerlichen Politikern für Ärger. bild: zvg

So trickste die Klimajugend die Sicherheitskontrolle im Parlament aus

61 Klimastreiker stürmten am Donnerstagmorgen ins Parlament und hängten ein Transparent an der Zuschauertribüne auf. Aber wie schafften sie es durch die Sicherheitskontrolle? Ein Klima-Aktivist erklärt, wie einfach sie die Security überlisten konnten.



Wer als Besucher ins Parlament will, muss eine Sicherheitsschleuse wie am Flughafen passieren. Auch die 61 Klimajugendliche taten dies am Donnerstagmorgen. Wenige Minuten später hängten sie ein Transparent mit der Aufschrift «Final Countdown – 16 Monate verbleiben» ans Geländer der Zuschauertribüne. Dazu sangen sie eine Neuinterpretation des Widerstandslieds «Bella Ciao» und störten die Debatte während mehreren Minuten.

Doch wie schafften es die Klimaaktivisten überhaupt derart zahlreich und samt Transparenten ins Parlament? «Wir meldeten uns als Besuchergruppe an», erklärt Klimastreiker Andri Gigerl. Sie hätten sich bei der Anmeldung als Verein ausgegeben und mussten lediglich eine Kontaktperson angeben.

Die Transparente schmuggelten sie durch die Sicherheitskontrolle. «Wir haben sie so ins Gepäck eingebaut, dass sie im Scanner nicht erkannt und als normales Stück Stoff wahrgenommen wurden.» Eigentlich hätten die Jugendliche noch mehr Transparente aufrollen wollen. «Doch die Sicherheitskräfte erlaubten es nur den ersten paar Personen, den Rucksack mit auf die Tribüne zu nehmen», sagt der 19-jährige Andri Gigerl.

Für die Bundeshaus-Security ist der Vorfall peinlich. Zuständig für die Sicherheitskontrollen im Parlament ist das Bundesamt für Polizei (Fedpol). Sie wollen von Verfehlungen nichts wissen: «Die Kontrolle der angemeldeten Personen wurden gemäss internen Prozessen durchgeführt», sagt Sprecherin Anne-Florence Débois zu watson. Es sei wie immer überprüft worden, ob sie Waffen oder andere gefährliche Gegenstände bei sich tragen. Dies sei nicht der Fall gewesen.

Bild

Klimaaktivisten kurz bevor sie die Transparente in ihren Rucksäcken ins Bundeshaus schmuggelten. bild: zvg

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die besten Schilder des Klimastreiks

1 / 29
Die besten Schilder des Klimastreiks
quelle: epa/epa / neil hall
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Schüler streiken weltweit für das Klima

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

CO₂-Gesetz könnte kippen: Städte verzeichnen tiefe Stimmbeteiligung

Die Städte melden tiefe Stimmbeteiligungen. Das CO2-Gesetz wird angesichts Umfragewerte durch die Schlussmobilisierung entschieden werden.

Am kommenden Sonntag steht fest, wie sich die Klimapolitik der Schweiz entwickeln wird. Die Stimmbevölkerung entscheidet in einem Referendum über das CO2-Gesetz, dessen Chancen derzeit alles andere als gut stehen. Dies zeigen die repräsentativen Umfragen von gfs.bern und SRF, die vor der Abstimmung veröffentlicht wurden.

Gründe für die schlechten Chancen dürften in der urbanen, städtischen Bevölkerung zu finden sein: Diese befürwortet zwar gemäss jüngsten Umfragen mehrheitlich das …

Artikel lesen
Link zum Artikel