Schweiz
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Schweizer kaufen weltweit die meisten Bio-Eier



Die Schweiz ist beim Verkauf von Bio-Eiern weltweite Spitzenreiterin: Jedes fünfte als Schalenei gekaufte Ei im Detailhandel wurde nach Bio-Richtlinien produziert. Dies obwohl die Preise für Bio-Eier deutlich höher sind.

Schweizer Bio-Eier kosteten in der Periode 2012 bis 2016 durchschnittlich 35 Prozent mehr als Freilandeier, heisst es im aktuellen Marktbericht Bio des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW). Die Eier kosten mehr wegen den hohen Anforderungen an die Haltung von Bio-Legehennen.

VOR OSTERN STELLTEN WIR IHNEN DIESE BILDER VERSCHIEDENER EIERPRODUZENTEN ZUR VERFUEGUNG --- The organic eggs production of Ueli Suter's Steinhof farm in Niederweningen in the canton of Zurich, Switzerland, pictured on June 5, 2013. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Bio-Eier-Produktion auf dem Steinhof von Ueli Suter in Niederweningen im Kanton Zuerich, Schweiz, aufgenommen am 5. Juni 2013. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Bio-Eier-Produktion in Niederweningen im Kanton Zürich. Bild: KEYSTONE

Die artgerechte Haltung der Hühner scheint den Schweizerinnen und Schweizern den höheren Preis wert zu sein. Freiland- und Bio-Eier machten im vergangenen Jahr über 80 Prozent der produzierten Eier im nationalen Handel der Schweiz aus, wie es im Marktbericht Eier 2017 des BLW heisst. Rund 75 Prozent der in der Schweiz gehaltenen Legehennen haben regelmässigen Auslauf im Freien.

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321

  • Ja, ich kaufe ausschliesslich Bio-Eier63%
  • Ja, aber nicht ausschliesslich27%
  • Nein, Bio-Eier sind mir zu teuer6%
  • Ich achte mich überhaupt nicht darauf, welche Eier ich kaufe3%

Die Entwicklung spiegelt sich demnach auch in den Supermarktregalen wieder: Bio- und Freilandeier hätten in den letzten Jahren deutlich mehr Platz in den Regalen erhalten – auf Kosten der Schweizer Bodenhaltungseier.

Das BLW sieht als Grund für die hohe Nachfrage nach Bio- und Freilandeiern eine Bewusstseinsveränderung der Konsumenten in Bezug auf die Geflügelhaltung. Weitere Gründe seien die Tierwohlprogramme des Bundes sowie private Labelprogramme. (sda)

Apropos Bio-Eier: Spaghetti alla carbonara – und zwar richtig

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    Alle Leser-Kommentare
  • Pasch 31.07.2017 09:41
    Highlight Highlight Letztes Jahr im Kroatien Urlaub, wir hatten nahe unserer Unterkunft einen Lidl, dort war es unmöglich auch nur ansatzweise ein "gutes" Ei zu finden. Auf allen Packungen stand Käfighaltung! (Natürlich nicht auf Deutsch oder Englisch). Gab dann halt die erste Woche kein Frühstücksei, bis wir einen lokalen Bauern gefunden hatten wo man den Hühnern noch hinterher rennen kann!
  • dmark 30.07.2017 13:25
    Highlight Highlight Easy... Schweizer haben ja auch durch die massive Aufwertung des Frankens und Beibehaltung der (daraus resultierenden hohen) Gehälter eine sehr gesteigerte Kaufkraft erfahren und können somit sehr günstig u.a. den gesamten EU-Markt leer kaufen.
  • whatthepuck 29.07.2017 12:51
    Highlight Highlight Die Eierlüge. Wird am Montagabend um 21:45 auf ARD gesendet.

    Schweizer kaufen vor allem gerne Labels. Wir sind hierzulande in der glücklichen Lage, genügend Geld zu haben, um ums ein reines Gewissen zu erkaufen. Man kauft das Label, nicht das Wohlergehen des Tiers. Vor allem aber kann man am Grillabend nach dem dritten Bier mit seinen guten Taten und seiner Umsichtigkeit angeben.

    Lieber regional, lokal aus bekannten Quellen und dafür vllt. labelfrei statt irgend ein gelabeltes aber trotzdem undurchsichtiges Bio-Ei aus dem Hühnerwunderland kaufen.
    • Liberté 29.07.2017 16:17
      Highlight Highlight Zur Information: ARD ist ein deutscher Sender.
      Es geht im Artikel um Schweizer Bio Eier. So viel Differenzierung muss sein.
    • rodolofo 29.07.2017 17:54
      Highlight Highlight Ihr habt jetzt vielleicht das Gefühl, dass ich angeben möchte, aber diese Art von Angeberei wird mir sicher verziehen:
      Ich komme nicht nur an Bio-Eier heran, sondern an Eier von Hühnern, die Namen haben, wie "Edelwiissli", oder "Gluckrezia"!
      Die Hühnerschar besteht aus legefreudigen "Profi-Hühnern" und aus "Pro Spezi Rara"-Barthühnern.
      Auch ein Sperberhuhn und einige Araucaana-Hühner (hat nichts mit Aarau zu tun), die grüne Eier legen, sind mit von der Partie.
      Der Hahn ist allerdings befruchtungsschwach und wird wohl demnächst ausgewechselt.
      Auch bei Bio besteht ein gewisser Leistungsdruck...
    • whatthepuck 30.07.2017 13:44
      Highlight Highlight @Waldfee: Danke, genau dieses Verhalten meinte ich. Vor lauter Ohnmächtigkeit rettet man sich in Labels und ist dann der Überzeugung, damit das Richtige zu tun. Labels sind nicht schlecht. Man muss sich aber bewusst sein, dass man sich damit keine heile Welt erkauft. Mach's besser wie rodolofo - kauf Eier, von denen du auch ohne Bio-Label weisst, woher sie kommen und dass sie gut sind. Aber das gilt ja generell für Lebensmittel. Kaufe lokal, am besten direkt von einem Hof oder einer Gärtnerei oder einer Genossenschaft. Aber sowas macht man aus der Innenstadt heraus halt nicht täglich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 29.07.2017 12:14
    Highlight Highlight Endlich wieder mal Good News!
    Wenn es auch nur Eier sind, so folgen doch bald auch die Hühner!
  • atomschlaf 29.07.2017 12:12
    Highlight Highlight Ich achte darauf, Freiland-Eier zu kaufen aber Bio muss nicht sein.
  • derEchteElch 29.07.2017 11:06
    Highlight Highlight Wahrscheinlich, weil Eier einzig in der Schweiz als Bio verkauft werden und die Menschen sich dazu gedanken machen..

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