Nach der Rücktritts-Ankündigung von Viola Amherd stellt sich bei der Mitte die grosse Frage: Wer wird neuer Bundesrat oder neue Bundesrätin der Partei? Offizielle Kandidaturen gibt es noch keine, am Freitag dafür aber die erste Absage: Der St.Galler Ständerat Beni Würth liess verlauten, kein Interesse am Amt zu haben.
«Bundesrat zu werden, steht nicht mehr in meiner Lebensplanung», sagt Würth in einer Mitteilung der Mitte. «Das Thema ist für mich abgehakt.» Er fühle sich in seiner heutigen politischen und beruflichen Aufgaben ausserordentlich wohl und werde diese mit hohem Engagement weiterführen, so der 56-Jährige. Würth sitzt seit 2019 in Ständerat.
Würth wurde bereits im Jahr 2018 als möglicher Nachfolger von Bundesrätin Doris Leuthard gehandelt. Damals erklärte er: «Das Herz sagt denn auch ja zu einer Kandidatur, aber der Kopf sagt nein.»
Im Rennen um den freien Sitz gilt derzeit Gerhard Pfister als Topfavorit. Der abtretende Parteipräsident der Mitte hält sich derzeit noch bedeckt, sagt aber in einem Interview mit dem SRF, «zu 95 Prozent entschieden» zu haben, ob er kandidieren will oder nicht. Ebenfalls heiss gehandelt wird der Bündner Nationalrat Martin Candinas, der sich bislang noch nicht zu den Gerüchten geäussert hat. (dab)