Schweiz
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epa07474654 A view of the Kremlin with switched off illumination to mark Earth Hour, in Moscow, Russia, 30 March 2019. Earth Hour is an annual event in which lights are switched off in major cities around the world to draw attention to energy consumption and its environmental effects. The aim is to give people a voice on the planet's future and an opportunity to work together to create a sustainable low carbon future for planet earth.  EPA/MAXIM SHIPENKOV

Der Moskauer Kreml während der «Earth Hour». Bild: EPA/EPA

«Earth Hour»: Lichterlöschen fürs Klima – in Zürich «brannte» der Swissmill Tower

Für den Klima- und Umweltschutz haben am Samstagabend weltweit Millionen Menschen jeweils um 20.30 Uhr für eine Stunde das Licht ausgeschaltet. Auch in der Schweiz beteiligten sich rund 40 Städte an der von der Umweltorganisation WWF initiierten Aktion «Earth Hour». In Zürich fand zudem eine spezielle Aktion statt.



Weltweit beteiligen sich nach WWF-Angaben rund 180 Länder. Die Aktion begann um 7.30 Uhr MEZ auf dem Inselstaat Samoa und endet 25 Stunden später auf den Cookinseln und Französisch-Polynesien. Auch berühmte Wahrzeichen wie das Opernhaus in Sydney, der weltweit höchste Wolkenkratzer Burj Khalifa in Dubai, die Akropolis in Athen und der Kreml in Moskau wurden in Dunkelheit getaucht.

epa07474354 View of the Brandenburg Gate with its lights turned off to mark Earth Hour in Berlin, Germany, 30 March 2019.  Many landmark buildings across Germany switched off their lights for one hour to take part in the Earth Hour movement as a sign of their commitment to the planet. Earth Hour is an annual event in which lights are switched off in major cities around the world to draw attention to energy consumption and its environmental effects. Earth Hour is an anual even organized by the WWF- World Wide Fund for Nature.  EPA/OMER MESSINGER

Das Brandenburger Tor am 30. April. Bild: EPA/EPA

In der Schweiz gingen unter anderem in der Berner Altstadt, am Rheinfall, am Basler Münster, am Kloster St. Gallen, am Jet d'eau in Genf und an der Kapellbrücke in Luzern Punkt 20.30 Uhr die Lichter aus. Die Schweizer Beteiligung bewege sich auf einem Rekordniveau, teilte der WWF mit.

Die «Earth Hour» solle den Menschen ihre Abhängigkeit «von einer intakten Natur als Lebensgrundlage» ins Bewusstsein bringen und auf die Bedrohung dieser Lebensgrundlage aufmerksam machen. Die Welt steuere auf eine «unerträgliche Klimaerwärmung von 3 bis 4 Grad zu». In wenigen Jahrzehnten verschwänden so bereits 60 Prozent aller Wildtiere, so die Umweltorganisation mit Sitz im Kanton Waadt.

Symbol der Lebensmittelversorgung

Um dieser Aktion mehr Wirkung zu verleihen, brachte die Schweizer Klimastreik-Bewegung durch eine Projektion am Swissmill Tower Licht in die Dunkelheit. Von 20.30 bis 21.30 Uhr züngelten am Turm Flammen empor.

Bild

Bild: zvg Andri Gigerl

Laut den Initianten symbolisiert die Getreidemühle die Lebensmittelversorgung. Durch die Klimakrise wird diese in Zukunft nicht mehr gesichert sein. Vor allem in ärmeren, trockeneren Ländern werden aufgrund von Naturkatastrophen, wie Dürren oder verheerende Stürme, Hungersnöte entstehen.

«Die Klimakrise ist nicht fair, sie wird nicht alle gleich stark treffen. Wir in der Schweiz leben in einem geschützten Umfeld, doch in anderen Ländern ist der Klimawandel bereits heute eine existenzielle Bedrohung», sagt Hanna Fischer, Aktivistin des Klimastreiks.

Die besten Schilder des Klimastreiks:

Bevölkerung und Politik in die Pflicht

Mit dem symbolischen Brand des Swissmill Towers möchten die Klimastreikenden darauf hinweisen, dass die Klimakrise die Zerstörung der Lebensgrundlage von Millionen von Menschen bedeutet. Weiter wollen sie damit auch die Schweizer Bevölkerung und Politik in die Pflicht nehmen.

«Industrienationen wie die Schweiz sind für einen Grossteil der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Die verheerenden Konsequenzen jedoch tragen die armen Länder des globalen Südens», sagt Andri Gigerl vom Klimastreik.

epa07470736 Swedish climate activist Greta Thunberg (C) speaks in front of Brandenburg Gate during a 'Fridays for Future' demonstration against climate change in Berlin, Germany, 29 March 2019. Students across the world are taking part in a strike movement called #FridayForFuture which takes place every Friday. The movement was sparked by Greta Thunberg of Sweden, a sixteen year old climate activist, who has been protesting for climate action and the implementation of the Paris Agreement outside the Swedish parliament every Friday since August 2018.  EPA/ALEXANDER BECHER

Greta Thunberg Bild: EPA/EPA

Die Flammen sollen sowohl Warnung sowie Erinnerung an die Dringlichkeit von sofortigen Massnahmen sein. Oder wie es die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg in einer Rede bezeichnete: «Handelt, als ob euer Haus in Flammen steht!»

Aufruf für nationale Klimademo

Der Brand am Swissmill Tower ist auch ein Aufruf für die nationale Klimademo am 6. April. Aktivist Nik Zimmerli sagt: «Mit genügend Menschen auf der Strasse werden wir dem Ziel, jenen ‹Brand› zu löschen, einen grossen Schritt näher kommen. Am 6. April werden wir unserer Forderung nach Klimagerechtigkeit Nachdruck verleihen.»

Die «Earth Hour» begann im Jahr 2007 in Australien. Gemäss WWF sind daraus auch konkrete Umweltschutzprojekte entstanden – etwa ein Meeresschutz-Gebiet in Argentinien, 17 Millionen neu gepflanzte Bäume in Kasachstan, Solarstrom für Dörfer in Indien und auf den Philippinen, 4000 holzsparende Kocher in Madagaskar oder ein Wettbewerb für die nachhaltigste Stadt in Rumänien. (vom mit Material von sda/afp)

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46Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Regas 31.03.2019 19:52
    Highlight Highlight Die Organisatoren haben wohl nicht bemerkt das der erste April erst morgen ist und das licht einen Tag zu früh angezündet!
  • jackhammer 31.03.2019 19:13
    Highlight Highlight
    Play Icon
  • Scooby doo 31.03.2019 12:53
    Highlight Highlight Leider nur gaga, in jedem Geschäft,in jedem schaufenster brennen jede Nacht irgendelche Leuchtmittel.... Für was? Werbung? Nee danke......
    Wenn dieser unsinn aufhören würde, gäbe es nicht nur weniger Stromverbrauch,sondern im allgemeinen eine tiefere Lichtverschmutzung....
  • Bruno Meier (1) 31.03.2019 12:12
    Highlight Highlight Hier wird immer wieder die 97% Zustimmung der Wissenschaftler erwähnt. Ich gehe davon aus, es ist damit die Studie von John Cook aus dem Jahre 2013 gemeint. Wer sich die Mühe macht, das Auswertungssystem genauer anzuschauen, wird überrascht. Vereinfacht: es wurde nur 1/3 der geprüften Publikationen in die Auswertung mit einbezogen, da 2/3 keinen Bezug des Menschen zum Klima machen oder überhaupt erwähnen. von diesem Drittel glauben 97% an einen Einfluss des Menschen, jedoch in welcher Grössenordung kann ich nicht ableiten, von verschwindend wenig bis massiv ich sehe es nicht.
    • Bruno Meier (1) 31.03.2019 13:31
      Highlight Highlight Ich habe keine Wertung gemacht, nur auf Fakten hingewiesen. Diese Studie wurde damals zum Auftakt der Klimakonferenz 2014 von Obama per Twitter verbreitet, und als Fakt verkauft. Wenn sie mich fragen ob der Mensch Einfluss auf die Klimaveränderung hat sage ich: ja. Wenn sie mich fragen wie viel es genau ausmacht, dann ist meine Antwort: ich weiss es nicht.
      Scheinbar reicht es schon, wenn man noch kritisch fragt, um auf dem Scheiterhaufen zu landen und verbrannt zu werden.
      Vielen Dank für die Toleranz im Umgang mit nicht genehmen Meinungen. DDR 2 lässt grüssen.
  • leu84 31.03.2019 11:29
    Highlight Highlight Grundsätzlich eine gute Idee, solange die Trasseen- und Kraftwerkebetreiber informiert sind die Netzstabilität halten können.
    • dmark 31.03.2019 13:34
      Highlight Highlight Ja, das ist deren Albtraum. Weiterhin wird gerne wohl auch vergessen, wie diese Regelungen ausgeführt werden und welche Art der Kraftwerke dafür benutzt werden.
      Oder anders gesagt - diese "Earth-Hour" könnte sogar u.U. mehr Schaden als Nutzen für die Umwelt einbringen.
    • dmark 31.03.2019 13:47
      Highlight Highlight Ja, es werden Kraftwerke zur Regulierung, welche leicht zu regeln sind, bzw. einfach herunter oder hochgefahren werden können. Kohlekraftwerke, Gaskraftwerke...
      Da könnt ihr blitzen ohne Ende - es ändert nichts. ;)
      Ein plötzlicher Einbruch im Stromnetz ist nun mal einfach sch...
    • leu84 31.03.2019 16:26
      Highlight Highlight Zumindest ist hier jemand, der es versteht :)
  • Mipac72 31.03.2019 11:12
    Highlight Highlight Liebe Klimafreunde
    Die Aktion war herzig und ich finde dass es wirklich Zeit ist was zu tun und uns trauen die richtige Frage stellen. Warum sind wir nun an diesem Punkt?
    Ganz klar, es gibt zu viele Menschen.
    Wie wäre der Ansatz um unsere Kinder eine bessere Welt zu übergeben anstelle für Jedes Kind, Kindergeld zu erhalten, Kindersteuern zu erheben! Macht das Kinderhaben unattraktiver. Weniger Kinder = Weniger Menschen = Besseres Klima. Ein Kind pro Familie und das Problem wäre gelöst.
    • Toerpe Zwerg 31.03.2019 12:02
      Highlight Highlight Und das führt MipaC dann in Pakistan und in Afrika ein?
  • fidget 31.03.2019 11:10
    Highlight Highlight Warum nur einmal im Jahr für eine Stunde? Die Beleuchtung von Wahrzeichen sollte zu später Abendstunde immer ausgeschaltet werden. Der touristische Nutzen mitten in der Nacht ist kaum vorhanden und es könnte so viel Energie gespart werden. Diese Earth Hour ist zwar gut gemeint, aber mehr als eine symbolische Aktion ist sie nicht.
    • rüpelpilzchen 31.03.2019 12:40
      Highlight Highlight Nicht nur der Energieverbrauch, auch die Lichtverschmutzung darf man nicht vergessen.
  • w'ever 31.03.2019 10:57
    Highlight Highlight nette aktion, aber leider nicht mehr als eine nette marketingaktion.
    wenn man abends mal durch die stadt fährt, könnte so viel energie eingespart werden, die für werbebeleuchtung und objektbeleuchtung verbraucht wird, und dass jede nacht
  • TheDoctor 31.03.2019 10:54
    Highlight Highlight Klimawandel gibt es gar nicht, weil es kein Klima gibt, weil die Erde flach ist und darum keine Atmosphäre haben kann, welche sich aufheizen könnte. Es ist alles nur eine riesige Verschwörung dieser Klimakinder, die ja nur Bots sind und endlich wieder ins Internet verschwinden sollten!
    Im Video seht ihr des Weiteren die Wahrheit über den Nobelpreis:
    Play Icon
    • paulinapalinska 31.03.2019 14:29
      Highlight Highlight uiuiui
      Benutzer Bildabspielen
  • Toerpe Zwerg 31.03.2019 10:47
    Highlight Highlight Die Wissenschaft ist nicht in der Lage, die Auswirkungen einer Erwärmung auf Niederschläge und Vegetation global und schon gar nicht regional zu modellieren. Die Modelle sind nicht mal in der Lage, Wolken und ihre Widersprüchlichen Rückkoppelungseffekte abzubilden. Ob es global gesehen zu mehr Naturkatastrophen kommen wird, ist rein spekulativ - genau so wie die Prognosen zu Artensterben.

    Man sollte das transparent machen und nicht so tun, als wären das gesicherte Erkenntnisse.
    • iNDone 31.03.2019 11:27
      Highlight Highlight Bin ganz deiner Meinung aber das würde ja heissen zuzugeben dass die Wissenschaft nicht die hochgelobte Wahrheitsmaschine ist als die sie sich verkauft.
    • leu84 31.03.2019 11:31
      Highlight Highlight Dann müssen sie es uns erklären, weil wir nicht intelligent genug dafür sind...
    • Tim Roll 31.03.2019 11:39
      Highlight Highlight Du verbreitest hier Dinge, die im absoluten Widerspruch zum Konsens der Wissenschaft stehen. Dass es global gesehen mehr Naturkatastrophen gibt, ist eine Tatsache. Ebenso, dass der vom Mensch verursachte CO2-Austoss die wesentliche Ursache dafür ist.
      Wenn mich 97 von hundert Leuten warnen, dass ich mit 120km/h auf eine Betonmauer zurase, und drei Leute sagen, dass Beton vielleicht durchlässig sei oder meine Richtung eine andere, dann würde ich schleunigst bremsen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Joe "I beat the socialist" Biden 31.03.2019 10:41
    Highlight Highlight Das war eine leere Geste.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Virtue_signalling
  • Meinsch 31.03.2019 10:34
    Highlight Highlight Würde mich wundern was die Netzfrequenz macht. Ob das sich wohl bemerkbar macht?
    • Ueli der Knecht 31.03.2019 13:34
      Highlight Highlight Beobachte deine Backofenuhr. ;)
    • leu84 31.03.2019 19:39
      Highlight Highlight Meine ist etwa eine Stunde zurück 🤔 😉
  • NoRepFly 31.03.2019 10:14
    Highlight Highlight Jetzt wirds tricky: Erst fürs Klima das Licht löschen, dann mit Licht auf die Klimaproblematik hinweisen... wir sind alle geliefert.
  • Maya Eldorado 31.03.2019 10:10
    Highlight Highlight Ich hab's nicht gewusst. Hätte ich es gewusst, hätte ich sicher mitgemacht.
    Auch alle PC und Laptop und co. hätte man vom Stecker nehmen sollen.
    • Nonne 31.03.2019 10:36
      Highlight Highlight Jetzt musst du ein Jahr warten, bis zum nächsten event. Bloss nichts ausschalten. Falls Du doch etwas ausschaltest, gleich die Medien anrufen.
    • katerli 31.03.2019 10:41
      Highlight Highlight genau allen voran die der Banken 😁
    • eightball 31.03.2019 11:00
      Highlight Highlight mach dir keinen kopf maya. dazu hast du jeden tag, jederzeit die möglichkeit dazu!
      und das nicht bloss n spezifischer abend symbolisch während weniger minuten.
  • Brett-vorm-Kopf 31.03.2019 10:08
    Highlight Highlight Sehr gut, die Klimabewegung ist weiterhin aktiv und wächst.

    Die FDP hat eine unglaubwürdigen, scheinheiligen Pseudokurswechsel vorgenommen bzw. findet keine Antwort zu diesem Thema.
    Die SVP macht wie immer auf stur und "die Anderen sind Schuld" bzw. radikalisiert sich (Köpfe rollen in ZH, Köppel als Nationalrat, Klimahype, etc.).
    Der Sommer wird wieder absehbar Heiss und trocken und damit wieder Sorgenfalten bei den Bauern verursachen.

    Ich freue mich auf den Herbst bzw. auf eine kräftige Klatsche für FDP und SVP sowie eine Verschiebung für grünere, nachhaltigere Politik.

«Wir sind sprachlos» – 250'000 Flüge von Privatfliegern sollen keine Klimaabgabe zahlen

Passagiere von Linien- und Charterflügen müssen bald eine Umweltabgabe berappen. Hobbyflieger hingegen nicht. Unter Federführung der CVP plant der Ständerat zusätzliche Ausnahmen, von denen besonders der Pilatus PC-24 profitiert. Die Klimastreikenden sind entsetzt.

Fliegen ist ein Klima-Killer und soll deshalb für die Otto-Normalverbraucher teurer werden. Geht es nach dem Willen des Parlaments, sollen die Passagiere von Linien- und Charterflügen künftig mittels Flugticketabgabe zwischen 30 und 130 Franken extra berappen. Dies je nach Flugdistanz und Reiseklasse.

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