Schweiz
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Medienberichte: Schweizer Pharmaunternehmen spendete AfD 130'000 Euro



Laut Recherchen von WDR, NDR und der «Süddeutschen Zeitung» hat die Alternative für Deutschland (AfD) zwischen Juli und September 2017 Spenden von über 130'000 Euro aus der Schweiz angenommen. Der Absender der Spenden soll eine Pharmafirma aus Zürich gewesen sein.

Mit der Annahme der Spende hat die AfD gegen das Parteiengesetz verstossen, berichten die deutschen Medien. Parteispenden, die aus dem Nicht-EU-Ausland kommen, sind nach deutschem Gesetz illegal. 

Die Schweizer Pharmafirma soll das Geld in 18 Tranchen von meist 9000 Schweizer Franken auf das Sparkassenkonto der Partei überwiesen haben. Als Zweck der Spenden nannte der Geldgeber: «Wahlkampfspende Alice Weidel». Das sollen Kontoauszüge zeigen, die WDR, NDR und der «Süddeutschen Zeitung» vorliegen. Weidel ist Co-Vorsitzende der AfD-Fraktion im Bundestag.

epa07090289 Chairman of the Alternative for Germany party (AfD) faction Alice Weidel arrives at an election campaign rally in Taufkirchen (Vils), Bavaria, Germany, 13 October 2018. Approximately 9.5 million Bavarian voters are called to elect a new state parliament on 14 October.  EPA/ANDREAS GEBERT

Alice Weidel wusste von der illegalen Spende, vertraute aber darauf, dass die Schatzmeisterin ihre Arbeit richtig mache.  Bild: EPA/EPA

Mit den Vorwürfen konfrontiert, gab Weidel zu, dass sie schon im September 2017 von der Spende aus der Schweiz erfahren habe. Die Spende sei jedoch nicht an sie selbst gegangen. Sie habe deshalb auf den richtigen Umgang der Schatzmeisterin vertraut.

Über die Hintergründe der Pharmafirma, deren Besitzer und die Motive der Spende habe Weidel «keinerlei Informationen». Im April 2018 hat die Partei das Geld jedoch zurückgezahlt. Das zeigen ebenfalls Kontoauszüge. (ohe)

SPD-Schulz sorgt für Eklat

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • Lowend 11.11.2018 23:41
    Highlight Highlight Der einzige Grund, warum solche illegalen Praktiken der Politik- und Politikerfinanzierung hier in unserer angeblichen Musterdemokratie völlig normal zu sein scheinen ist es, dass sich hauptsächlich die bürgerlichen Parteien seit Jahren mit Händen und Füssen dagegen wehren, dass wir nur die rudimentärsten Regeln und Grundsätze zur Verhinderung von Korruption in unsere Verfassung oder in entsprechende Gesetze schreiben, während sie sich im Gegenzug alle erdenkliche Mühe geben, dass der «heilige Zorn des Vouchswillens» ungehindert wüten kann.
  • Spooky 11.11.2018 21:26
    Highlight Highlight Wo ist das Problem? Geld regiert die Welt!
    ⬇︎☟⬇︎
    "Auch die Gegner der SBI zählen auf einen millionenschweren Unterstützer. Der Multimilliardär Hansjörg Wyss, der seit über 40 Jahren in den USA lebt, beteiligte sich ebenfalls finanziell an der Abstimmung."
    • WayneTheBrain 11.11.2018 23:03
      Highlight Highlight Eben genau dieser Zustand, dass Geld die Welt regiert, ist das Problem. Um die Welt besser zu machen, müssen wir eben etwas ändern. Aussagen der Form "das ist hald so" tragen leider wenig zu einer konstruktiven Lösung unserer Probleme bei.
    • äti 11.11.2018 23:18
      Highlight Highlight .. Wyss ist Auslandschweizer und mischt sich nicht in fremde Länder ein. Unterschied klar. Und nun nenne mir ein Pharmaunternehmen mit Sitz in Zürich und Interesse an AfD und guter Kasse. Gechecked?
    • sheimers 12.11.2018 08:06
      Highlight Highlight Deutsche Unternehmer im Ausland dürfen spenden, dafür gibt es eine Ausnahme im Gesetz. Hätten wir ein solches Gesetz, wäre die Spende von Wyss legal, weil er Schweizer ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ludwig van 11.11.2018 21:16
    Highlight Highlight Höchste Zeit dass man auch in der Schweiz Transparenz bei der Parteienfinanzierung schafft.
  • leu84 11.11.2018 20:47
    Highlight Highlight Sie hätten es mit Österreich versuchen können. Das Land ist EU-Mitglied und die Spende wäre konform gewesen. Es wäre interessant zu wissen, ob das Pharmaunternehmen in Zürich nur einen Sitz hat, aber ihren Hauptsitz in De hat.
    • sheimers 12.11.2018 08:09
      Highlight Highlight Wäre der Hauptsitz in De, dann wäre die Spende im Prinzip legal. Ausser, dass sie nicht gemeldet wurde, das wäre immer noch strafbar. Die Tatsache, dass man sie aufgestückelt und nicht gemeldet hat zeigt, dass man genau über die Illegalität bescheid wusste und vorsätzlich handelte.
  • ~°kvinne°~ 11.11.2018 20:15
    Highlight Highlight Und um welches Untermehmen handelt es sich?
    Da bleibt mir ja grad das Tablettli im Halse stecken.
  • Klaus07 11.11.2018 20:00
    Highlight Highlight Bereits drei mal wurden dubiose Gelder aus der Schweiz zur AFD transferiert. Jedesmal taucht die Marketing Agentur Goal AG auf. Interessant dabei, diese Agentur ist für die Werbungen der SVP zuständig.

    Ein Schelm, der böses denkt.
    • Mimimimi 11.11.2018 21:52
      Highlight Highlight Interessante info, was sind deine quellen?
    • äti 11.11.2018 23:22
      Highlight Highlight Quellen? Das ist längst Allgemeinwissen.
    • Klaus07 12.11.2018 16:49
      Highlight Highlight @Mimimimi
      Gib mal bei Google AFD zusammen mit Goal AG ein. Da kommen hunderte Artikel darüber.
  • swizzbliss 11.11.2018 19:45
    Highlight Highlight Macht es die Rückzahlung dann wieder legal oder wie soll man das verstehen?
    • sheimers 12.11.2018 08:14
      Highlight Highlight Steht doch im Artikel: Das Geld lag lange bei der AfD und wurde erst nach der Wahl zurückbezahlt. Also kann es als Darlehen betrachtet werden, das im Wahlkampf eingesetzt wurde. -> Illegal. Hätten sie es sofort zurückgezahlt wäre es vermutlich legal, man kann ja nichts dafür, wenn man unaufgefordert Geld überwiesen bekommt. Aber man darf es nicht annehmen.
  • PPP 11.11.2018 19:45
    Highlight Highlight Wärs eine Spende an die Linke, wären jetz alle voller Verständnis und fänden,s legitim.
    🤦‍♂️

    So ist der (Gut)Mensch
    • Sauäschnörrli 11.11.2018 20:30
      Highlight Highlight Und du findest es nicht so schlimm, weils an die AfD ging.

      So ist der (Wut)Bürger.
    • Murky 11.11.2018 20:30
      Highlight Highlight Ach ist das so? Nein, wäre ich nicht. Ganz sicher nicht.
    • Gàn dich ins Knie 11.11.2018 20:32
      Highlight Highlight Ach Pachnota. Ist das 20min Forum wiedermal geschlossen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • suchwow 11.11.2018 19:21
    Highlight Highlight Warum wird nicht erwähnt, welche Firma diese Gelder gespendet hat? Sobald was Krummes im Finanzbereich gedreht wird, ist der Name immer gross und fett der fehlbaren Bank zu lesen...
  • sowhat 11.11.2018 19:14
    Highlight Highlight Als Medikamentenkonsument WILL ich wissen, welches Pharmaunternehmen das war!
    Könnt ihr das bitte nachliefern?
    Danke
    • The Count 11.11.2018 19:36
      Highlight Highlight Spielt keine Rolle, ist kein Pharmaunternehmen besser wie das andere.
    • Asmodeus 12.11.2018 00:43
      Highlight Highlight Vermutlich 3 Buchstaben und fängt mit E an.
  • beaetel 11.11.2018 19:03
    Highlight Highlight Das sagt ja wohl alles. Ein Pharmaunternehmen „kauft“ sich die AfD. Spielt der Name eine Rolle? Nicht wirklich. Wichtiger scheint mir, dass die AfD scheinbar für und nicht gegen die Pharmaindustrie politisiert. Hohe Medikamentenpreise also garantiert:-)
  • Echo der Zeit 11.11.2018 19:00
    Highlight Highlight Das würde mich aber sehr interessieren was für eine Firma aus der Schweiz solche Rechtsaussen Parteien unterstützt.
  • Klaus07 11.11.2018 18:39
    Highlight Highlight Im April 2018 wurde, gemäss deutschen Medien, die Spende zurückbezahlt.
    • FrancoL 11.11.2018 19:15
      Highlight Highlight Schön, bemerkenswert dass in der heutigen Zeit eine Rückerstattung mehr als ein halbes Jahr dauert und auch interessant dass man zuerst x Tranchen à 9'000 entgegen nimmt und dann erst später reagiert.
    • Klaus07 11.11.2018 19:52
      Highlight Highlight Zusätzlich ist zu erwähnen, dass das Verhalten der AFD Grundfalsch war. Illegale Spenden müssen sofort zurückbezahlt werden, geschied dies nicht, muss das Geld der Bundestagsverwaltung übergeben werden.

      Innerhalb der AFD werde bereits darüner gestritten ob Frau Weidel, da sie von der Spende wusste, die volle Verantwortung ünernehmen müsse und von allen politischen Mandaten zurückzutreten. Jedenfalls, wird die AFD bei diesem Fall noch einige Federn verlieren.
    • Asmodeus 12.11.2018 00:45
      Highlight Highlight Auffällig auch, daß gezielt unter 10000 CHF bezahlt wurde um einer automatischen Überprüfung auszuweichen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cillit Bang 11.11.2018 18:33
    Highlight Highlight Wir wollen Namen
    • RETO1 11.11.2018 19:38
      Highlight Highlight Wohin gehen deine Einzahlungen?
      Bitte detailiert
    • Gähn 11.11.2018 20:44
      Highlight Highlight @Reto
      Erkläre mir folgendes: Was haben normale Einzahlungen mit ILLEGALEN Parteispenden zu tun?
      Mal wieder so ein Ablenkungsmanöver?
    • Fabio74 11.11.2018 22:28
      Highlight Highlight @reto1 Irrelevant.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cachesito 11.11.2018 18:27
    Highlight Highlight Watson bitte dran bleiben und den Namen dieser schei... Firma recherchieren. Die Produkte müssen boykottiert werden.
  • ströfzgi 11.11.2018 18:26
    Highlight Highlight Die würden besser die JUSO finanzieren 😉
    • Zauggovia 11.11.2018 20:23
      Highlight Highlight Nö, bitte keine Extremisten unterstützen, egal ob rechts oder links
    • Juliet Bravo 11.11.2018 23:28
      Highlight Highlight Die Juso nehmen kein Geld von der Pharma.
    • Gähn 12.11.2018 13:37
      Highlight Highlight @Ströfzgi
      Interessant.
      Die wären meines aktuellen Wissensstand nach ja eigentlich für eine Offenlegung der Parteifinanzierung.
      Lustigerweise ist es die SVP welche das vehement bekämpft.
      Hast du darauf eine Antwort?
    Weitere Antworten anzeigen
  • AlteSchachtel 11.11.2018 17:57
    Highlight Highlight Tollllll!
    Wäre noch sympathisch, wenn der Name doch noch veröffentlicht wird. Rückzahlung? Ja klar.....
    Vielleicht wurde man als Kunde dieser Bude indirekt und unfreiwillig zum Unterstützer deutscher Rechtsparteien. Dazu habe ich kei Luscht!
    • Frank Eugster 11.11.2018 18:02
      Highlight Highlight Finde die alte Schachtel hat recht. Ich will das auch wissen.
    • Froggr 11.11.2018 18:54
      Highlight Highlight Würde auch gerne den Namen kennen.. Dann würde ich sofort nur noch dort kaufen!
    • Fabio74 11.11.2018 19:50
      Highlight Highlight @froggr Straftaten sind was tolles. Solange es den Braunen zu Gute kommt
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nelson Muntz 11.11.2018 17:55
    Highlight Highlight Wieso darf der Name des Unternehmens nicht genannt werden?
  • walsi 11.11.2018 17:53
    Highlight Highlight Das ist nicht so schlimm, Schäuble hatte da auch mal so seine Problem, heute ist Präsident des Bundestages.

    https://de.wikipedia.org/wiki/CDU-Spendenaff%C3%A4re#Wolfgang_Sch%C3%A4uble
    • Gähn 11.11.2018 18:29
      Highlight Highlight Lass mich raten, wär's eine linke Partei gewesen und nicht diese lächerliche Protestpartei, würdest du ganz anders reden.
    • Fabio74 11.11.2018 18:52
      Highlight Highlight Weils einer machte dürfen die Braunen auch....wärs die Linke gewesen käme nur noch Schaum vom rechten Rand
    • wasylon 11.11.2018 19:53
      Highlight Highlight @Fabio
      Auch Schweizer Linke Politiker lassen sich ja auch gerne von Pharmakonzerne sponsern.🙈

      https://www.berneroberlaender.ch/schweiz/heikle-zahlungen-spstaenderaetin-savary-tritt-nicht-mehr-an/story/13734044
    Weitere Antworten anzeigen
  • philosophund 11.11.2018 17:43
    Highlight Highlight Mich würde doch eher interessieren, welches Pharmaunternehmen dahintersteht.🤔
    • Asya 11.11.2018 19:36
      Highlight Highlight Die Wirtschaft der Schweiz ist betroffen. Beim Geld hört der Spass auf. Freie Berichterstattung gibt es nur, wenn die eigenen Interessen nicht tangiert werden.
    • RETO1 11.11.2018 20:57
      Highlight Highlight Das geht weder dich noch sonst wen etwas an
      Eine private Firma kann Geld überweisen wohin sie will
      Das wäre ja noch schöner
      noch sind wir nicht in China
    • matcha 11.11.2018 23:08
      Highlight Highlight Mich auch. Das geht gar nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 11.11.2018 17:38
    Highlight Highlight “Mit den Vorwürfen konfrontiert, gab Weidel zu, dass sie schon im September 2017 von der Grosspende aus der Schweiz erfahren habe. Die Spende sei jedoch nicht an sie selbst gegangen. Sie habe deshalb auf den richtigen Umgang der Schatzmeister vertraut."

    Was macht man denn in Deutschland mit illegalen Spenden? Vieles aber annehmen sollte man sie nicht oder an den Spender zurücksenden, wäre auch noch eine Möglichkeit.

    Scheint ja schwer zu sein sich richtig zu verhalten oder den Schatzmeister das richtige Verhalten beizubringen. Wie kleinlaut die Weidel plötzlich sein kann, ganz Polit-Elite.
    • Garp 11.11.2018 18:00
      Highlight Highlight Das Geld wurde zurückgegeben, wäre nun interessant wann das passiert ist. Vor oder nach der Aufdeckung.
    • Kane88 11.11.2018 19:29
      Highlight Highlight Das Geld wurde vor der Aufdeckung zurückgezahlt.
    • FrancoL 11.11.2018 20:29
      Highlight Highlight @Kane88; Also die Weidel wusste bereits ein halbes Jahr vor der Rückerstattung Beschied. Dann wäre da auch noch der Ueberweisungsmodus etwas suspekt, alles im grünen Bereich für Dich, stinkt nicht etwa zum Himmel?

AfD-Weidel verlässt Biel – und zieht nach Berlin

Sie vereint grosse Widersprüche: Alice Weidel, AfD-Spitzenkandidatin. Für die Rechtsaussenpartei sitzt sie im deutschen Bundestag, leitet mit Alexander Gauland die Fraktion und macht dort Politik mit Sätzen wie: «Burkas, Kopftuchmädchen und alimentierte Messermänner und sonstige Taugenichtse werden unseren Wohlstand, das Wirtschaftswachstum und vor allem den Sozialstaat nicht sichern.» Weidel ist das Sprachrohr der Partei, die Deutschland von fremden Einflüssen «befreien» will. 

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