Schweiz
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Raphael Comte, le nouveau president du Conseil des Etats est fete par la population neuchateloise lors d'une reception en son honneur ce mercredi 2 decembre 2015 a Neuchatel. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

«Wenn man mich als Feminist bezeichnen will – von mir aus»: Raphaël Comte.  Bild: KEYSTONE

Interview

«Wir sind es uns gewohnt, dass mittelkompetente Männer Wahlen gewinnen»

Ein Liberaler, der eine Geschlechterklausel für den Bundesrat durchboxt: Die Überraschung der Session ging auf das Konto von FDP-Ständerat Raphaël Comte (38). Im Interview sagt er, warum die Wahl weiblicher Bundesrätinnen für ihn eine «moralische Pflicht» darstellt.



Herr Comte, sind Sie ein Feminist?
Raphaël Comte:
Ich will in einer Gesellschaft leben, in der Mann und Frau gleichgestellt sind. Und wo dies noch nicht der Fall ist, bin ich bereit, dafür zu kämpfen. Wenn man mich deshalb als Feminist bezeichnen will, von mir aus. Ich selber benutze den Begriff eher nicht.

«In einer modernen Gesellschaft ist es für mich eine moralische Pflicht, Bundesräte zu wählen, die unsere Bevölkerung repräsentieren.»

Sie haben als Bürgerlicher das Kunststück vollbracht, eine Geschlechterklausel für den Bundesrat durch den Ständerat zu bringen, der zu 85 Prozent aus Männern besteht. Wie haben Sie das geschafft?
Ich glaube, mein Vorschlag war einfach ziemlich vernünftig (lacht). Es ging mir nicht darum, Quoten in die Verfassung zu schreiben. Sondern nur um das Prinzip, dass beide Geschlechter in Bundesbehörden angemessen vertreten sein sollen. In einer modernen Gesellschaft ist es für mich eine moralische Pflicht, Bundesräte zu wählen, die unsere Bevölkerung repräsentieren. Offensichtlich konnte ich meine Kollegen im Ständerat davon überzeugen.

Glauben Sie, dass der Ständerat anders entschieden hätte, wenn die Forderung von einer linken Frau gekommen wäre?
Nein, das würde ich nicht sagen. In der politischen Debatte steht die Sache im Vordergrund, nicht der Absender einer Forderung.

Hand aufs Herz: Solche Entscheidungen werden nie im luftleeren Raum gefällt. Die bürgerlichen Männer bekamen vor zwei Wochen ziemlich aufs Dach, nachdem sie die Lohngleichheits-Vorlage zurückgewiesen hatten. Gehen Sie nicht davon aus, dass dies beim einen oder anderen zu einem Umdenken geführt hat?
Ich sehe nicht in den Kopf meiner Kollegen, das müssen Sie die betreffenden Politiker selber fragen. Grundsätzlich handelt es sich um zwei separate Forderungen, die nichts miteinander zu tun haben. Aber natürlich ist es nicht auszuschliessen, dass die unwirschen Reaktionen den einen oder anderen Kollegen aufgerüttelt haben.

Die CVP-Frauen gaben Ihren Ständeräten öffentlich aufs Dach. quelle: facebook.com

«Natürlich will ich keine unfähige Frau im Bundesrat. Die Messlatte sollte bei den weiblichen Kandidatinnen einfach nicht höher sein als bei den männlichen.»

Sie zitierten im Rat die französische Feministin Françoise Giroud: «Die Frau wird dem Mann an dem Tag wirklich gleichgestellt sein, an dem man einen wichtigen Posten mit einer inkompetenten Frau besetzt.» Was meinen Sie damit?
Über die Schwächen männlicher Kandidaten sieht man oft grosszügig hinweg. Wir sind es uns gewohnt, dass mittelkompetente Männer Wahlen gewinnen. Gleichzeitig werden kompetente Frauen oft nicht gewählt, weil gerade irgendein Detail nicht stimmt. Es heisst dann, die Kandidatin sei aus dem falschen Kanton oder das Timing einfach gerade ganz schlecht. Natürlich will ich keine unfähige Frau im Bundesrat. Die Messlatte sollte bei den weiblichen Kandidatinnen einfach nicht höher sein als bei den männlichen.

Ihr Parteikollege Christian Wasserfallen schien sich nicht sonderlich über Ihren Triumph zu freuen. Frauenquoten seien falsch, egal ob im Bundesrat oder in der Wirtschaft, twitterte er – versehen mit einem schnaubenden Emoji. Haben Sie sich in den eigenen Reihen unbeliebt gemacht?
Wie bereits ausgeführt, geht es mir ja gerade nicht um eine starre Frauenquote. Wer so argumentiert, hat den Text meiner Initiative nicht richtig gelesen. Ich werde also noch einiges an Aufklärungsarbeit leisten müssen, bevor mein Vorstoss in den Nationalrat kommt. Ich bin aber zuversichtlich – gerade weil mich gestern sehr viele Gratulationen aus allen politischen Lagern erreicht haben.

Die Gegner argumentieren, die Landesgegenden und Sprachregionen müssten im Bundesrat angemessen vertreten sein – sie seien für den Zusammenhalt des Bundesstaats zentral. Eine Geschlechterklausel gehöre hingegen nicht in die Verfassung, weil es sich um eine rein «gesellschaftspolitische Forderung» handle. Was erwidern Sie?
Ich würde das eine nicht gegen das andere ausspielen. Als der Bundesstaat 1848 gegründet wurde, stellte sich die Geschlechterfrage natürlich noch nicht, weil die Frauen damals noch nicht wählen durften. Damals dachte man vor allem an den Föderalismus, wenn es darum ging, alle wichtigen Kräfte einzubinden. Dieser ist weiterhin sehr wichtig für unsere Identität. Wenn wir heute darüber sprechen, dass der Bundesrat die Bevölkerung angemessen repräsentieren soll, dann dürfen wir aber auch die Frauen, die mehr als die Hälfte der Wähler ausmachen, nicht einfach ausklammern.

Sie sagten eingangs, Sie seien bereit, für eine gleichberechtigte Gesellschaft zu kämpfen. Wo orten Sie aktuell die grössten politischen Baustellen in dem Bereich?
Über die Frage der Lohngleichheit haben wir ja schon gesprochen. Die Kommission muss hier rasch einen neuen Vorschlag ausarbeiten. Entscheidend ist auch, dass es jungen Eltern möglich ist, Job und Familie unter einen Hut zu bringen. Dafür ist ein gut ausgebautes Krippenangebot sowie ein Vaterschaftsurlaub nötig. Und natürlich müssen die Männer selber den Willen aufbringen, mehr Aufgaben im Haushalt zu übernehmen.

Raphael Comte, gauche, le nouveau president du Conseil des Etats est fete par la population neuchateloise en compagnie du Conseiller federal Didier Burkhalter, droite, lors d'une reception en son honneur ce mercredi 2 decembre 2015 a Neuchatel. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Raphaël Comte (l.) wurde 2010 als Nachfolger von Didier Burkhalter in den Ständerat gewählt. Mit seinen 28 Jahren war er damals das jüngste Ständeratsmitglied seit über einem Jahrhundert. Bild: KEYSTONE

Der Feminismus nervt wirklich! Da kann Mann den Frauen nicht mal mehr nachpfeifen!

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48Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Nocciolo 16.03.2018 23:13
    Highlight Highlight An alle die hier hämisch schreiben, dass Linke auch schon lieber einen (linkerern) Mann als eine (rechtere) Frau gewählt haben: Das ist Erpressung! Wenn es die bürgerlichen Parteien ernst meinten, würden sie zwei Frauen zur Wahl stellen und zwar zwei mit unterschiedlichen Hintergründen, wie das die Linken auch machen.
  • Luca Brasi 16.03.2018 09:45
    Highlight Highlight Mal eine Frage: Frauen machen doch mehr als die Hälfte (im Gegensatz zu regionalen und sprachlichen Minderheiten) der Wählenden und Stimmenden aus, also dürfte es doch ein Leichtes sein angemessen im Parlament und somit auch in der Regierung vertreten zu sein, oder nicht?

    😉
  • Rumbel the Sumbel 15.03.2018 23:03
    Highlight Highlight Und wie ist es umgekehrt?
  • Juliet Bravo 15.03.2018 23:03
    Highlight Highlight Bravo Monsieur Comte!👏
  • alessandro 15.03.2018 22:17
    Highlight Highlight Frauen auf diesem Niveau sind nie inkompetent. Eher im Gegenteil: Wenn eine Frau, ohne diesen Männerbonus des Übersehens der reinen Durchschnittlichkeit, dann doch als valable BR-Kandidatinnen gehandelt wird, zeugt dies von einem konstant hohen Politniveau. Von dem her muss man auch nicht zwischen inkompetent und durchschnittlich auswählen.
  • Rabbi Jussuf 15.03.2018 20:46
    Highlight Highlight Schon merkwürdig, wenn man eine "Gleichstellung" will, heisst das doch, dass das Geschlecht keine Rolle mehr spielen soll. Dann sind aber Quoten exakt der falsche Weg dies erreichen zu wollen.
    • Tschüse Üse 16.03.2018 04:12
      Highlight Highlight Er will ja auch keine starre Quote....
    • Rabbi Jussuf 16.03.2018 10:56
      Highlight Highlight 1. Wie will man eine ?flexible? Quote durchsetzen? Schliesslich handelt es sich um Wahlen. Das ginge also nur über die Kandidaten.
      2. Es müsste an die Wahlberechtigten appelliert werden, die Quote einzuhalten. Praktisch ist das Nonsens, weil erstens bereits jetzt ein wenig darauf geschaut wird und zweitens, weil niemand gezwungen werden kann auch so zu wählen.
    • Tsunami90 16.03.2018 12:56
      Highlight Highlight Die Regelung verhielte sich gleich, wie die der Sprach und Landesregionen.
  • Knety 15.03.2018 20:27
    Highlight Highlight Ich bin es mir sogar gewohnt, dass völlig inkompetente Männer gewählt werden. Und Frauen!
    Als ob es keine kompetenten Männer gäbe die aus irgendwelchen Gründen nicht durchstarten können.
    🙄
  • Flying Zebra 15.03.2018 20:23
    Highlight Highlight Toll!👏☺️
  • Astrogator 15.03.2018 19:57
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht wieso die bürgerlichen so Mühe mit einer Frauenquote haben. Die Zauberformel ist schlussendlich nichts anderes. Mir will ja keiner erzählen, dass ein Schneider-Ammann gewählt worden wäre wenn die Quote nicht einen FDP-Bundesrat vorgesehen hätte.
    Und wenn es rein nach Kompetenz ginge hätte die SVP nicht zwei sondern höchstens einen Bundesrat im VBS parkiert- der Quotenplatz schlechthin für inkompetente Bundesräte.
    • Gar Manarnar 15.03.2018 21:03
      Highlight Highlight Verstehe das Problem auch nicht. Wir haben eine Parteien-Quote und mittlerweile auch noch faktisch eine Regionen-Quote (siehe Cassis). Aber bei der Frauen Quote sagen dann alle auf einmal "Nei also halt, das geht zu weit!"

      Lustig.
    • IchSageNichts 15.03.2018 23:16
      Highlight Highlight Haha noch schlimmer JSA wurde whrsch nur gewählt weil er ein linker als KK ist und deshalb halt den Linken genehmer war. Bin absolut einverstanden mit dem Vorstoss von Comte aber man wird links wie rechts in der Tendenz keine Rücksicht darauf nehmen sobald es wieder um andere Ideologien geht. Tendenziell werden whrsch auch nicht die besten gewählt, da diese ja dann auch Wahlkampflokomotiven für die politischen Gegner sein könnten. Aber ist ja ok tendenziell gehts uns ja gut mit dem BR.
    • bokl 16.03.2018 00:04
      Highlight Highlight Genau umgekehrt. Wir haben eine Regionen-/Sprachquote, aber keine Parteiquote in der Verfassung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gegu 15.03.2018 19:33
    Highlight Highlight coole Haltung, Hut ab!
    ...evtl. sollte er seine Parteiwahl überdenken.
    • Juliet Bravo 15.03.2018 23:09
      Highlight Highlight Es braucht Liberale Progressive wie ihn mehr denn je genau dort wo er ist.
  • Doeme 15.03.2018 19:32
    Highlight Highlight "Frauenquoten sind falsch, egal ob im #Bundesrat oder in der Wirtschaft. Punkt 😤"

    Nun ja, eine solch breite Palette von guten Gegenargumenten!
    • Tschüse Üse 16.03.2018 07:55
      Highlight Highlight Es sollte sie nicht geben müssen, denn am Ende sollte die beste Person in der Funktion sein, in der Sie am Besten ist. Egal ob Mann/Frau/Trans/Homosexuell/ schwarz/weiss/dick/dünn/asiatisch/christ/atheist/moslem etc....

      Mir ists egal wo wie viele Männer und/oder Frauen sind, hauptsache sie sind die besten in ihrem Fach.
    • You will not be able to use your remote control. 16.03.2018 09:09
      Highlight Highlight > Es sollte sie nicht geben müssen

      Und darum darf es sie nicht geben, so wie

      Gewalt,
      Krieg,
      Karies,
      Blumenkohl
      ...
  • Sir Konterbier 15.03.2018 19:18
    Highlight Highlight 😚
    Benutzer Bild
  • Anna Landmann 15.03.2018 19:17
    Highlight Highlight Ah, rein «gesellschaftspolitische Forderungen» sind für den Zusammenhalt in einer Gesellschaft natürlich unwichtig...

    (gut, ja, Frauen können halt keine eigene Nation gründen, darum muss man sich vor ihrer Unzufriedenheit nicht so sehr fürchten, klar.)
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 15.03.2018 19:10
    Highlight Highlight "In der politischen Debatte steht die Sache im Vordergrund, nicht der Absender einer Forderung."
    "(...) ist es für mich eine moralische Pflicht, Bundesräte zu wählen, die unsere Bevölkerung repräsentieren."
    Es ist also reine Symbolpolitik.
    Frauen und Männer identfizieren sich in diesem illiberalen Weltbild nicht mit Werten und Ideen, sondern mit künstlichen Gruppenidentitäten. Nicht meine Ideen müssen repräsentiert werden sondern mein Geschlecht, mein Alter, meine Sexualität.
    Inwiefern unterscheidet sich Herr Comte von den identitästrunkenen autoritären am linken und rechten Rand?
    • You will not be able to use your remote control. 16.03.2018 09:11
      Highlight Highlight > Nicht meine Ideen müssen repräsentiert werden sondern mein Geschlecht, mein Alter, meine Sexualität.

      Das ist 1) ein riesen Strohmann und 2) muss tatsächlich repräsentiert werden, nicht deine Ideen, sondern "die Schweiz".
  • Fachmann 15.03.2018 19:02
    Highlight Highlight "Die Messlatte sollte bei den weiblichen Kandidatinnen einfach nicht höher sein als bei den männlichen." Dazu hätte ich gerne ein Beispiel.
    • Tschüse Üse 16.03.2018 07:57
      Highlight Highlight Als Frau nen Job aufm Bau zu findem, stell ich mir bedeutend schwerer vor.
    • Tschüse Üse 16.03.2018 09:14
      Highlight Highlight Nicht in jedem Bauberuf musste dauerhaft viel tragen. Ich arbeite bei einer Stromer Firma, wir haben einige Frauen bei uns. Aber wir sind ne Ausnahme.
  • Hallo1234 15.03.2018 19:01
    Highlight Highlight «In einer modernen Gesellschaft ist es für mich eine moralische Pflicht, Bundesräte zu wählen, die unsere Bevölkerung repräsentieren.»

    Was ist mit den verschiedenen Altersgruppen?
    Der jüngste Bundesrat ist 45 und der zweitjüngste 54, der älteste 68.
    Es sollten doch mindestens 2-3 der Bundesräte unter 45 sein, damit sie die Bevölkerung repräsentieren.
    • Juliet Bravo 15.03.2018 23:13
      Highlight Highlight Ja richtig!
      Aber kein Argument gegen die „angemessene Vertretung“ der Geschlechter.
  • Carl Gustav 15.03.2018 18:40
    Highlight Highlight Coole Sache
    Hoffe einfach, dass die linken Frauen auch mit Martullo oder Keller-Sutter leben können und nicht nur mit Wyss oder Rytz.
    Sonst ist eine ständige 3er Vertretung der Frauen im BR unrealistisch
    • TodosSomosSecondos 15.03.2018 19:20
      Highlight Highlight Jemand mit Blochers Konto repräsentiert keine relevante Bevölkerungsgruppe egal ob SVP oder SP. Die Geschlechterrepräsentation ist wichtig, die Repräsentation nach wirtschaftlichen Verhältnissen aber wäre noch viel wichtiger... jaja I'm a dreamer
    • Fabio74 15.03.2018 21:58
      Highlight Highlight Keller-Sutter ist vorne dabei an den Arbeitsgesetzen zu schleifen zuungunsten der Arbeitnehmer, daher unwählbar
      Martullo ist Tochter von Beruf und Tochter eines Mannes mit Mission daher unwählbar.
    • IchSageNichts 15.03.2018 22:19
      Highlight Highlight JSA statt KK war ja wohl eine linke und auch dumme Idee! Naja dann ist die Frauenfrage plötzlich nicht mehr das wichtigste....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Armend Krasniqi 15.03.2018 18:38
    Highlight Highlight Frauen haben es selbst in der Hand. Es gibt mehr Stimm -und Wahlberechtigte Frauen als Männer hier. Wählt weibliche National -und Ständeräte und diese werden euch dann den Bundesrat weiblich machen.

    FALLS ES SO AUSSAGEKRÄFTIG UND WICHTIG WÄRE. Aber eben nur falls. Schlussendlich ist die Arbeit wichtig und nicht das Geschlecht.
    • Fabio74 15.03.2018 21:56
      Highlight Highlight das mag sein, und trotzdem haben FRauen die Kinder zu Hause. Und darum haben es die Frauen noch heute schwerer Beruf, Kinder, Politik unter einen Hut zu bringen, weil man den Frauen Steine in den Weg legt, weil diese Frauen Rabenmütter sein sollen, weil es nicht angeht dass Frauen alles wollen und auch noch Kinder etc usw.
    • IchSageNichts 15.03.2018 22:22
      Highlight Highlight Nicht wahr. Frauen wählen genau so Männer und Männer Frauen wenns gerade in den Kram passt. JSA wurde statt KK trotz Bernerdominanz von den Linken und whrsch Welschen gewählt und Martullo wird sogar von den stockkonservativsten SVPlern gewählt werden. Alles Feigenblätter oder eben halt Politik!
  • Watson=Propagandahuren 15.03.2018 18:36
    Highlight Highlight Mittelkompetente Männer sind mir lieber als inkompetente Frauen.
    Kompetente Frauen dürften gerne mehr politisch aktiv werden.
    Leider scheint es aber wie bei den männlichen Politikern dass diese Metier nicht unbedingt die kompetenten Leute anzieht.
    Quoten machen das bestimmt nicht besser.
    • Gähn on the rocks 15.03.2018 20:19
      Highlight Highlight keine quoten machen es bestimmt auch nicht besser!
    • Juliet Bravo 15.03.2018 23:04
      Highlight Highlight Es ist keine Quote. Es steht nur „angemessene Vertretung“ - neu auch „der Geschlechter“ und nicht nur „der Landesgegenden“. That‘s all.
    • Einloz 16.03.2018 06:06
      Highlight Highlight Oft ist es doch gerade umgekehrt: mittelkompetente Männer sind einem lieber als kompetente Feauen, oder?
  • alterecht? 15.03.2018 18:25
    Highlight Highlight Ich ziehe meinen Hut... ☺️

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