Schweiz
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Prem Mahadevan ETH Zürich CSS Terrorismus

Terroristen unschädlich machen: Prem Mahadevan.
Bild: Alex Spichale, az

Interview

Berater des Bundes: «In erster Linie müssen wir Terroristen finden und unschädlich machen»

Prem Mahadevan forscht am Zentrum für Sicherheitsstudien (CSS) der ETH Zürich und berät die Schweizer Regierung. Er ist geprägt vom Terror in seinem Heimatland Indien. Im Kampf gegen die Terroristen befürwortet er gezielte Tötungen. Und der Bevölkerung rät er zu mehr Misstrauen. Auch in der Schweiz.

DANIEL FUCHS / Aargauer Zeitung



Herr Mahadevan, letzthin machten Sie an einem Podium klar, was Sie von Programmen halten, die radikalisierte Europäer davon abhalten sollen, sich dem «IS» anzuschliessen: Gar nichts. Sie befürworten brachialere Methoden. Welche?
Prem Mahadevan: In erster Linie müssen wir Terroristen, die einen Anschlag planen, finden und unschädlich machen. Man kann das entweder mit Drohnenangriffen tun oder mittels Strafverfolgung. Der zentrale Punkt aber ist: Man muss diese Terroristen aus dem Verkehr ziehen.

Sie sind also auch für gezielte Tötungen?
Wo es in Kriegsgebieten und gescheiterten Staaten hilft und rechtlich möglich ist, warum nicht? Aber die Frage ist ja eine andere: Was nützt ein Polizist am HB Zürich, nur mit seiner Dienstpistole bewaffnet? Wenn Terroristen mit Kalaschnikow-Sturmgewehren dort auftauchen, gar nichts. Da kann der Polizist noch so gut ausgebildet sein. Sie brauchen Maschinenpistolen, um etwas ausrichten zu können.

Prem Mahadevan

Prem Mahadevan forscht seit sechs Jahren am Zentrum für Sicherheitsstudien (CSS) der ETH Zürich. Sein Spezialgebiet sind der internationale Terror und die Bekämpfung desjenigen, zum Beispiel durch die Geheimdienste. Mahadevan stammt aus Indien und ist 31 Jahre alt. Er studierte und doktorierte am Londoner Kings College Militär- und Geheimdienstwissenschaften. Als Forscher berät er heute unter anderen die Schweizer Regierung. Seine Expertise stellte er früher auch den Regierungen Indiens, Tschechiens oder der NATO zur Verfügung.

Dann müssen wir uns an Polizisten mit MPs an öffentlichen Plätzen gewöhnen?
Ja, denn die Gefahr vor Terroranschlägen ist real. Wenn Terroristen am HB das Feuer eröffnen, dann müssen die Polizisten schiessen. Das ist absolut nötig, denn von selbst stoppen die Terroristen nicht.

Solch martialische Töne sind für uns Schweizer ungewohnt.
Das ist richtig. Einen Angriff wie in Paris zu stoppen, erfordert entschlossene Geheimdienstarbeit und sofortiges, hartes Eingreifen der Polizei. Nur wenn man sich dessen bewusst ist und das auch regelmässig trainiert, wird man im Ernstfall auch handeln können.

A model of a drone is held above a demonstration to protest overseas wars the United States is involved in and actions of U.S. Republican presidential candidate Donald Trump in New York March 13, 2016. REUTERS/Lucas Jackson

Drohnen in die Vorstädte schicken? Laut Mahadevan müssen die Mittelsmänner gejagt werden.
Bild: LUCAS JACKSON/REUTERS

Wollen Sie Drohnen in die europäischen Vorstädte schicken?
Wir dürfen uns nicht auf die Vorstadt-Dschihadisten versteifen. Klar muss man sie überwachen und dabei stoppen, die Anschläge auszuführen. Doch man muss die Mittelsmänner jagen. Sie sind für die Planung verantwortlich und nicht einfach zu fangen. Sie sind ständig unterwegs. Letztlich ist aber ihre Neutralisierung sogar wichtiger als diejenige der Top-Leute, die irgendwo in Syrien oder im Irak sitzen. Tötet man sie bei einem Drohnenangriff, rutschen einfach die nächsten nach.

Sie forschen seit sechs Jahren in der Schweiz. Wie sicher fühlen Sie sich hier vor Terrorangriffen?
Die Schweiz ist ein sehr sichereres Land. Und diese Sicherheit ist real. Passieren kann aber trotzdem etwas.

Mahadevans Buch zu Indien mit dem Titel «Auge für Auge».

Wenn es passiert, was wird in der Schweiz los sein?
Die Leute werden es nicht wahrhaben wollen. Das zeigen Anschläge in anderen Ländern. Jetzt gerade sind die Menschen wegen Brüssel einigermassen alarmiert und sensibilisiert. Aber stellen Sie sich vor, es geschieht ein halbes Jahr nichts. Und dann schlagen Terroristen an einem belebten Ort in der Schweiz zu. Die Passanten werden zuerst glauben, es handle sich um Feuerwerk. Für Laien hören sich Gewehrsalven sehr ähnlich wie Feuerwerk an. Danach kommen die Schreie. Erst dann realisieren sie es.

Was hältst Du von gezielten Tötungen von Terroristen?

Gehen Sie überhaupt unbesorgt unter die Leute, an den HB zum Beispiel oder an ein Fussballspiel?
Ich gehe hin, aber nicht sorglos. Es ist zwar nicht so, dass ich mich stets nach Notausgängen umsehe. Aber an das Risiko, das mitschwingt, denke ich jeweils schon. Und ich bin mir bewusst, dass es eine Frage des Zufalls ist. Die Menschen im Brüsseler Flughafen, die unmittelbar neben den Attentätern standen, hatten keine Chance. Aber es waren Tausende von Menschen am Flughafen. Die allermeisten von ihnen verliessen das Flughafengebäude unverletzt.

Wie gross ist die Gefahr, bei einem Terroranschlag ums Leben zukommen?
Sie ist klein. Und es ist letztlich eine Frage von Glück und Pech. Doch es ist klar: Terrorismus ist eine reale Gefahr in Europa, die eine Weile bestehen bleiben wird. Den Terror werden wir leider nicht so schnell los. Mehr noch: Die Gefahr steigt. Und es geht darum, die Terroristen davon abzuhalten, an Sprengstoff und Waffen heranzukommen, und ihre Taten zu verhindern.

Dazu forschen Sie. Macht dieser Job paranoid?
Ein bisschen schon.

ETH Zürich CSS Prem Mahadevan Screenshot

«Müssen alle misstrauischer werden»: Dr. Mahadevans Ratschlag. 
Bild: screenshot eth Zürich

Sie sind Inder und stammen aus einem Land, das sich seit Jahrzehnten mit Terror auseinandersetzen muss. Nun helfen Sie mit, die Schweiz gegen Terroristen fit zu machen. Das müssen massive Unterschiede sein.
Es stimmt schon. Die indischen Sicherheitsbehörden sind «terroraffiner» als die europäischen Sicherheitsdienste. Das hat sicher damit zu tun, dass Indien schon seit Jahrzehnten innerstaatlichen Terror und von aussen unterstützte Terrorgruppen kennt. Die Anschläge von Mumbai im Jahr 2008, als Attentäter mit Bomben und Kalaschnikows über mehrere Tage 174 Menschen töteten, waren schliesslich das operative Vorbild für die Angriffe von Paris.

Und warum sie es tun?
Die Frage nach der Motivation dieser Leute ist mir letztlich nicht so wichtig. Fakt ist: Es passiert. Nun geht es darum, die Terroristen daran zu hindern, es wieder zu tun. Es ist sicher auch wichtig, der Frage nach der Motivation auf den Grund zu gehen. Ich aber nutze meine Zeit lieber, um zu erforschen, wie man Terroristen stoppen kann.

Das sind hohe Ansprüche.
Ich bin nicht so naiv, zu meinen, was ich hier als Wissenschaftler tue, rette Menschenleben. Es reicht mir aber nicht, lediglich Forschungspapiere für meine Kollegen vom Fach zu verfassen. Mein Anspruch ist es vielmehr, den Antiterror-Behörden «draussen im Feld» weiterzuhelfen.

epa05225951 Shatteres windows can be seen after multiple explosions occured at a Brussels airport in Zaventem, Brussels, Belgium, 22 March 2016. Belgian security services are on high alert following the explosions in the departure hall of Zaventem Airport and on the metro system in Brussels, where many people have been killed and injured. The Islamic State (IS) has since claimed responsibility for the terror attacks.  EPA/LAURENT DUBRULE

Der Flughafen in Brüssel nach den Bombenexplosionen.
Bild: LAURENT DUBRULE/EPA/KEYSTONE

Wie?
Wir müssen Instrumentarien entwickeln, die es ermöglichen, die rationale Planung der Terroristen zu durchkreuzen.

Sind Selbstmordattentäter rational denkende Menschen?
Ja. Sie kalkulieren die Fluchtwege mit ein. Wenn einer eine Bombe zündet an der einen Ecke eines Gebäudes, dann wird sich der andere Attentäter strategisch klug platzieren. Und zwar dort, wo die Attentäter vermuten, dass die flüchtenden Menschen hinrennen. Zum Beispiel am Notausgang. Es ist alles denkbar, auch Ablenkungsmanöver: Mit einem kleinen Anschlag die Sicherheitskräfte am einen Ort bündeln, um dann dort zuzuschlagen, wo keine mehr sind. Wir müssen uns auch bewusst sein, dass Terroristen flexibel sind: Wenn einer plant, sich an einem Fussballspiel in die Luft zu jagen, aber feststellt, dass die plötzlich erhöhten Sicherheitsvorkehrungen es nicht erlauben, dann weicht er halt auf ein anderes Ziel aus. Das kann auch der Nachtclub um die Ecke sein.

Das klingt alles sehr schlimm. Was aber sollen wir tun? Sollen wir unser Leben angesichts der Gefahr umkrempeln?
Dazu wird es nie kommen. Denn die Leute werden immer Restaurants, Nachtclubs oder Fussballspiele besuchen.

«Die jetzige Terrorwelle hat ihren Ursprung im Irakkrieg von Präsident Bush. Der Bürgerkrieg in Syrien, die Giftgasangriffe Assads auf die Bevölkerung und schliesslich die Ausrufung des Kalifats durch den ‹Islamischen Staat› waren riesige Antreiber für Dschihadisten aus Europa, sich nach Syrien zu begeben. Verlierer in Europas Grossstädten fühlen sich vom Kalifat ungemein angezogen.»

Prem Mahadevan

Was sollen wir dann?
Ich glaube, dass wir alle misstrauischer werden müssen.

Inwiefern?
Wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass die Behörden mehr und mehr auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen sind. Kurz vor den Terroranschlägen in Brüssel haben Nachbarn der späteren Täter einen starken Geruch aus deren Wohnung wahrgenommen. Der Geruch entstand beim Zusammenmischen der Komponenten für den Sprengstoff. Leider haben die Anwohner die Polizei nicht informiert. Aber es ist auch äusserst schwierig für Laien, den starken Geruch einer selbst gebastelten Bombe von einem streng riechenden Curry zu unterscheiden.

Müssen nun alle Ausländer, die Curry kochen, verdächtigt werden, Terroristen zu sein? Das kreiert doch einen gefährlichen Generalverdacht.
So weit darf es nicht kommen. Und hier kommt die Polizei ins Spiel. Sie muss jeden Hinweis überprüfen, und es ist sehr schwierig, richtig zu handeln. Es wird auch Fehler geben, und natürlich besteht auch die Gefahr eines Missbrauchs des Terrorverdachts. Aber die Behörden werden lernen müssen, damit umzugehen.

Eine schwierige Aufgabe ...
Was ich damit sagen will: Es sind Menschen im Spiel, die Fehler machen. Man kann dem mit einer guten Ausbildung und Sensibilisierung entgegentreten.

Sie haben beim deutschen Terrorforscher Peter Neumann studiert. Er vertritt die These, dass Terror in Wellen kommt und geht. Was zeichnet die aktuelle Welle islamistischen Terrors aus?
Sie ist die tödlichste, die wir jemals hatten. Und die Fähigkeiten der Terroristen sind sehr weit fortgeschritten. Sie haben aus ihren Fehlern gelernt. Das sieht man zum Beispiel am Sprengstoff, den sie in Paris benutzten. Er war sehr instabil und es braucht grosses Fachwissen, dass er einem nicht um die Ohren fliegt, noch bevor man ihn zünden will. In Brüssel waren sie fähig, drei Koffer damit vollzupacken. Diese Art Sprengstoff wird aber umso instabiler, je grösser die Menge ist.

This CCTV image from the Brussels Airport surveillance cameras made available by Belgian Police, shows what officials believe may be suspects in the Brussels airport attack on March 22, 2016. The Belgian state prosecutor said in a press conference on Tuesday, that a photograph of three male suspects was taken at Zaventem.

Instabiler Sprengstoff: Bild der mutmasslichen Terroristen am Flughafen in Brüssel.
Bild: HANDOUT/REUTERS

Wird die jetzige Gefahr durch den islamistischen Terror abebben?
Noch hat sie ziemlich Fahrt. Die jetzige Terrorwelle hat ihren Ursprung im Irakkrieg von Präsident Bush. Der Bürgerkrieg in Syrien, die Giftgasangriffe Assads auf die Bevölkerung und schliesslich die Ausrufung des Kalifats durch den «Islamischen Staat» waren riesige Antreiber für Dschihadisten aus Europa, sich nach Syrien zu begeben. Verlierer in Europas Grossstädten fühlen sich vom Kalifat ungemein angezogen. Sie können gefährlich werden als Solo-Attentäter. Weil sie häufig bereits eine kriminelle Vergangenheit haben, wissen sie sehr genau über die Verhaltensweisen der Polizei Bescheid. Das macht die Arbeit so schwierig, ihnen Herr zu werden.

Können wir hoffen, dass die Terrorwelle abebbt?
Hoffen kann man immer. Aber ich halte es für falsch.

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    Alle Leser-Kommentare
  • qumquatsch 08.04.2016 02:43
    Highlight Highlight WOW und solchen Leuten wird auch noch ein Forum geboten?!?
    Mag ja sein dass ein Polizist mit einer Pistole alleine nichts ausrichten kann gegen ein dutzend Terroristen, nur haben wir gesehen, auch in Staaten wo Polizisten tatsächlich mit MPs herum rennen (Frankreich und USA) scheint es nicht viel zu helfen.
    Ich finde es tragisch, dass solchen Ideen Raum gegeben wird. Gerade in Orten wo die Polizei bestens gerüstet ist im Sinne dieses Herrn ist die Kriminalität einiges höher als in der Schweiz und leider auch die Anschlagsrate entsprechend. Das schürt doch nur Angst und Hass.
  • C0BR4.cH 07.04.2016 14:04
    Highlight Highlight Fortsetzung des Interviews:

    A: "Herr Mahadevan, wie stehen sie den bei ihrem Vorgehen gegen den Terrorismus zu kollateralen Schäden?"

    B: "Schicken sie endlich diese Drohnen los!"

    Wer ist hier nochmal genau der Terrorist?


    Btw. von wegen "wir müssen alle misstrauischer werden". Ich bin schon misstrauisch, halt einfach gegenüber solchen Typen.
    • Asmodeus 07.04.2016 15:18
      Highlight Highlight Nur wenn wir misstrauischer werden, schieben wir Typen wie dem Geld in den A....Rachen
  • Mortimer 07.04.2016 13:19
    Highlight Highlight Dieser Doktor erinnert mich an die Behörden in dem Film "Four Lions" von Chris Morris.
  • Mortimer 07.04.2016 13:17
    Highlight Highlight Die Polizei patroliert nun in Kampfmontur und mit automatischen Waffen und wir bespitzeln uns (wie neulich in D, wo ein Besorgter beobachtete wie einer beim Gassi gehen verdächtig was in einem Kübel deponiert. Nach gründlicher Ermittlung, wars nur Hunddreck). Die Behörden kommen jetzt schon nicht mehr nach mit Auswerten, schreien aber noch nach mehr Überwachung um nach einem Anschlag sagen zu können, wir haben ihn schon mal i-wo auf einem Video gesehen. Irgendwan wird zuerst geschossen und dann gefragt.
    Gibt es nicht schon ein Land welches Erfahrungen damit hat? Sind die jetzt besser dran?
  • Asmodeus 07.04.2016 12:37
    Highlight Highlight Hachja.
    Ein paranoider Hardliner berät andere paranoide Hardliner. Molmol. Des passt.
  • Wilhelm Dingo 07.04.2016 11:09
    Highlight Highlight Statt die Polizie nur mit MPs auszustatten, sollten wir vor allem die Netze der Indoktrination identifizerien und ausschalten. Es gibt in der Schweiz unzählige Moscheen welche von den Saudis finanziert werden.
  • stiberium 07.04.2016 11:07
    Highlight Highlight Seine Aussage mit den Motiven des Terrors erscheint unglücklich. Er hat sich nun mal auf Terroranschläge konzentriert und wie sich Polizei und Behörden verhalten könnten. Bestimmt gibts es zig Berater, welche sich mit Motiven des Terrors auseinander setzen.
    Ich fühle mich aber auch ein wenig in die USA versetzt durch seine Meinung (so ticken die also). Bringen tut es sicher nichts. Ob nun ein Polizist mit einem Maschinengewehr oder einer Pistole am Bahnhof steht. Bei einer Terrorattacke werden Menschen sterben da die Terroristen das Überraschungsmoment ausnutzen.
    • Asmodeus 07.04.2016 12:39
      Highlight Highlight Ein Maschinengewehr bringt bei jemandem der eine Bombe zündet genau nichts.

      Bei jemandem der mit einer Kalaschnikow um sich ballert, bringt es nur dann etwas, wenn der Polizist darauf vorbereitet war.

      Falls er es nicht war, hat der Attentäter nun ein zusätzliches Maschinengewehr.

      Oder noch einfacher. Einfach den Polizisten abstechen und seine MP klauen.
    • Bowell 07.04.2016 13:25
      Highlight Highlight @ Asmodeus: Frag doch den französischen Polizisten, der letztes Jahr von zwei Terroristen erschossen wurde, ob er eine anständige Waffe hätte gebrauchen können oder nicht?
      Was schlägst Du denn vor? Wie soll man denn Terroristen gegenübertreten? Rosenblätter-werfend deinen Namen zu tanzen hilft auch nicht...
    • stiberium 07.04.2016 14:10
      Highlight Highlight @Bowell
      Du kannst den Terroristen nicht gegenübertreten da sie die Konfrontation gar nicht suchen. Sie wollen nur möglichst viel Schaden anrichten und Schrecken verbreiten. Wir sind da leider eher Machtlos. Es sei den die greifen die Schweiz mit einer Armee an. LOL
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kookaburra 07.04.2016 10:38
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht, was es der Schweiz bringt, solchen Personen eine Forschungsplattform zu bieten. Und dem Bund, solch teuren Berater anzustellen, die nur Dinge sagen, die jeder schweizer Polizeichef auch hätte sagen können.
    Ich meine, ist das alles? Das Beste, was uns die Zuwanderung bringt? Das Beste der ETH?
    Eine US-Kriegsindustrielle Einschüchterungs-Sicht?
    Es ist ja schön für den Inder, dass er Werbung für sein Buch machen darf, aber für mich hat sich vor allem das Misstrauen gegenüber zugewanderten Intellektuellen erhöht. Und gegen Inder. Und gar ein Misstrauen gegen die ETH erweckt.
  • Raphael Stein 07.04.2016 10:34
    Highlight Highlight "Drohnen in die Vorstädte schicken? Laut Mahadevan müssen die Mittelsmänner gejagt werden."
    Gute Idee? Wie wär es mit der Jagt auf die Hintermänner?
    Wichtig scheint diesem Berater:
    Immer kräftig draufhauen. Da reicht ein Stammtisch Schwätzer aus fūr diesen Rat schlag.
  • koks 07.04.2016 10:27
    Highlight Highlight Oje. Man will gar nicht wissen, was wir Steuerzahler für solche peinlichen 'Berater' ausgeben. Seine Meinung ist ja absurd.
  • Sapere Aude 07.04.2016 09:36
    Highlight Highlight Ich weiss nicht ob ich jemanden ernst nehmen kann, der sich weder für die Motive noch Ursachen des Terrors interessiet. Mag sein dass wir uns auf den Terror einstellen müssen. Blinde Paranoia und Polizisten mit MPs alleine nützen uns wenig. Klare Lösingsansätze präsentiert er auch nicht.
  • Denk-mal 07.04.2016 09:10
    Highlight Highlight Natürlich machten Christen Kreuzzüge, machten der Westen ein Chaos (überall wo es Oel gibt) v.a.im nahen Osten können die Israelis machen was sie wollen. Ich als Atheist meine: Auf den Weltuntergang warten die Christen schon lange, haben zwar Angst vor dem jüngsten Gericht, während die Muslime eine Todessehnsucht - vor allem die Männer:-) nach dem Paradies haben. Wir wissen warum. NUN ABER: Die Justitz wird wohl wissen, wann ein Abschuss fällig ist. Alle anderen Abartigkeiten werden ja vom Staat geschützt. Wer hat noch Angst?
  • Adremos 07.04.2016 09:01
    Highlight Highlight "Die Frage nach der Motivation dieser Leute ist mir letztlich nicht so wichtig" - Damit hat er sich in meinen Augen selbst disqualifiziert. Diese Frage nach der Motivation ist DIE ABSOLUT ZENTRALSTE FRAGE überhaupt!
  • nimmersatt 07.04.2016 08:50
    Highlight Highlight Hoppladas ging wohl etwas schnell - lies nochmal!
  • Grundi72 07.04.2016 08:49
    Highlight Highlight Finde es schlimm Rassisten wie diesem ETH-Mann eine Plattform zu geben, es gibt bestimmt auch Schweizer unter den Terroristen!
  • nimmersatt 07.04.2016 07:49
    Highlight Highlight Diese opportunistischen Kriegstreiber, die als Lösung bloss die Waffengewalt kennen, stehen aus meiner Sicht den Terroristen in nichts nach - auch sie nehmen unschuldige Opfer in Kauf (Drohnenangriff, hoch bewaffnete Sicherheitskräfte etc.) um ihre Ideologie durchzusetzen. Eine Idiologie des 'Zahn um Zahn' und der ständigen Alarmiertheit, welche die freie Gesellschaft, die Menschenrechte und die rechtsstaatlichkeit (gezielte Tötungen ohne Prozess) genau so unterläuft wie dies die Terroristen beabsichtigen
  • Winston Smith 07.04.2016 07:27
    Highlight Highlight WTF? Und so einer "forscht" an der ETH. Bis auf die allgemein bekannte Erkenntnis der Kausalität Bush-Irak-IS: Selten so viel Stuss auf so wenig Zeilen gelesen! Und den Bürgerinnen und Bürger in der Schweiz zu raten "misstrauischer" zu werden, klingt für mich wie Ronald McDonald, welcher den Italienern rät, gefälligst etwas "besser" zu kochen...
  • zoobee1980 07.04.2016 07:21
    Highlight Highlight wir müssen uns ALLE, wirklich AAALLLEEEE bis an die zähne bewaffnen, in 15 schichten kevlar einpacken, mindestens dreifach lebensversichern und STÄNDIG, also IMMER auf der hut sein. nur dann können wir uns von dieser (statistisch gesehen so gut wie gar nicht) drohenden gefahr, bei einem terrorangriff zu sterben, schützen (und den terroristen beim erreichen ihres ziels - terror - helfen).
    ou, velofahren ist übrigens NOCH VIEL GEFÄHRLICHER! SOFORT VERBIETEN!
    ...memento mori...
    • nimmersatt 07.04.2016 08:43
      Highlight Highlight bravo - eine rationale stimme!
  • NWO Schwanzus Longus 07.04.2016 07:14
    Highlight Highlight In Deutschland erwarte ich leider Terror wegen der Überforderung der Behörden im Zuge der Flüchtlingskrise. 300.000 Asylanten sind nicht Registriert da werden sich ganz Bestimmt IS Terroristen befinden, schon Sicherheitskreise erwarten dies.
    • C0BR4.cH 07.04.2016 13:54
      Highlight Highlight Ja ich erwarte auch Terror auf der Welt, bei 7,39 Milliarden Menschen!

      Mal im Ernst, wie fühlt es sich an terrorphob zu sein? Ich habe diese Krankheit nämlich nicht.
  • NWO Schwanzus Longus 07.04.2016 07:11
    Highlight Highlight Ich denke wir hier in der Schweiz werden keinen Terroranschlag erleben da wir nicht in Kriegen verwickelt sind wo Terroristen um Einfluss kämpfen wie Grossbritanien, Frankreich, USA. Zudem gibt es bei uns kaum Segregation bsp Banlieus wie in Frankreich wo die Migranten untersich bleiben. Wir haben kaum Gefahrenstellen. Natürlich gibt es bei uns IS Sympathisanten, aber generell sind wir sicher.
  • dracului 07.04.2016 07:04
    Highlight Highlight Ich kann die Gedanken von Herrn Mahadevan nachvollziehen, wenn wir da stehen, wo wir heute leider angekommen sind. Dass er jedoch die Frage nach der Motivation ausklammert ist für mich zu wenig vernetzt gedacht. Ich glaube, dass Terrorismus die Waffe eines Menschen ist, der nichts mehr zu verlieren hat. Das wachsende, weltweite, wirtschaftliche Gefälle schafft immer mehr Brutstätten für Terror. Nur durch wirtschaftliche "Aufrüstung" und die Möglichkeit am Wohlstand teilzuhaben, reduziert sich das Risiko für Terrorismus.
  • Der Kritiker 07.04.2016 06:44
    Highlight Highlight sicherheitsexperte? wenn am bahnhof ein terrorist das feuer eröffnet, dann soll die polizei dasselbe tun? entweder, der polizist trifft mit einer pistole und 2 bis 3 schüssen den terroristen und gut ist, oder aber sie darf nicht schiessen, weil sie zivilpersonen töten würde. wild mit maschinenpistolen am hb herumzuschiessen, ist kompletter schwachsinn.
    • nimmersatt 07.04.2016 07:54
      Highlight Highlight Hoppla! Genau wenn man der vereinfachung halber, die Analyse und den Denkprozess erst beim ausgeführten Terroranschlag ansetzt, ergeben sich solche unsinnigen Fragen. Ganz nach dem Motto des Interviewten:

      'Die Frage nach der Motivation dieser Leute ist mir letztlich nicht so wichtig. Fakt ist: Es passiert.'

      Eine sehr unwissenschaftliche und unpolitische Grundhaltung.

      Denn in den Wissenschaften geht es grundlegend darum die Ursachen eines Phänomens oder Problems zu analysieren. Bei der Politik darum, die Ursachen derartig zu gestalten, dass die Probleme gar nicht erst entstehen.

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