Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Das Bezirksgebaeude in Dietikon, am Dienstag, 24. Januar 2017. Angela Magdici steht am Dienstag vor dem Bezirksgericht Dietikon. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr Entweichenlassen eines Haeftlings, Beguenstigung sowie grobe Verletzung der Verkehrsregeln und Sachentziehung vor. Sieben Monate soll sie absitzen, weil sie einen Haeftling aus dem Gefaengnis Limmattal befreit hatte und mit ihm nach Italien geflohen war. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Sooooo schön: das Bezirksgericht Dietikon. Bild: KEYSTONE

7-Jährige an die Brust gelegt – Mutter von Sex-Vorwürfen freigesprochen 



Das Bezirksgericht Dietikon ZH hat am Mittwoch eine Frau freigesprochen, die der Schändung und der sexuellen Handlungen mit ihrer Tochter beschuldigt worden war. Das Gericht hatte «erhebliche Zweifel» am eingeklagten Sachverhalt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Ehemann der Beschuldigten hatte die Frau angezeigt, nachdem sie mit der gemeinsamen Tochter in ein Frauenhaus geflüchtet war. Am Gericht präsentierte sich «ein erbittert geführter Trennungs- und Scheidungskampf», wie der Einzelrichter am Bezirksgericht sagte. Der Anzeige vorausgegangen war eine seit Jahren zerrüttete Ehe.

Kampf um Obhut

Nach der Trennung im Dezember 2014 folgte ein Streit um das gemeinsame Kind. Das Eheschutzgericht hatte beiden Elternteilen die Obhut über das Mädchen im Primarschulalter gegeben. Der Vater akzeptierte das nicht, er kämpfte für die alleinige Obhut. Dieser Streit ist vor Bundesgericht hängig.

Erst in diesem Zusammenhang brachte er die angeblichen sexuellen Übergriffe ins Spiel. Er nahm dabei eine Bestrafung als untätiger Mitwisser einer strafbaren Handlung in Kauf. Als nach der Anzeige die Untersuchung lief, schmückte er seine Aussagen immer mehr aus.

Stillende Mütter: Eine Fotografin verwandelt sie in stolze Göttinnen

Schon vor der Trennung lag in der Familie vieles im Argen. Alkoholmissbrauch, Geldsorgen und Tätlichkeiten prägten die zerrüttete Ehe. Polizei und KESB schalteten sich ein. Der Mann warf seiner Frau vieles vor – sexuelle Übergriffe waren nie ein Thema.

Dies betonte auch der Richter, und dieses Verhalten sei nur damit erklärbar, dass die strittigen Handlungen nicht stattgefunden hätten. In den Aussagen gebe es zudem «gewichtige Widersprüche». Sie seien für das Gericht nicht stimmig: «Es geht einfach nicht auf».

Nur noch Telefon-Kontakt

«Er will mich vernichten, weil ich ihn verlassen habe», sagte die Beschuldigte. Der Noch-Ehemann stelle sich im Internet als tollen Vater und Märtyrer dar, der die Tochter «vor der bösen Mutter bewahrt». Seit Mitte 2015 haben sich Mutter und Tochter nicht mehr gesehen. Sie haben noch via Telefon Kontakt.

Die Frau wies die Vorwürfe zu sexuellen Übergriffen entschieden zurück, beschönigte aber andere Probleme nicht. Ja, ihre Mandantin habe ein Alkoholproblem gehabt, sagte die Verteidigerin, habe dieses aber überwunden. Und ja, sie habe den Haushalt zeitweise schleifen lassen und eine aussereheliche Affäre gehabt.

Geborgenheit beim Kuscheln

Dass sie aber – wie die Anklage geltend machte – ihre Tochter noch im Schulalter an ihrer Brust habe nuckeln lassen und das Kind die andre Brust dabei in der Hand gehabt habe, stimme nicht. Die Beschuldigte selbst erklärte, sie habe das Kind mit knapp zwei Jahren abgestillt. Danach habe es nie mehr an der Brust gesaugt. Manchmal habe die Tochter Geborgenheit oder Trost gesucht. Dann habe sie sich an die Mutter gekuschelt und auch mal eine Hand auf die Brust gelegt – überm T-Shirt.

Das Kind habe diese Nähe selbst gesucht und auch mit anderen Menschen gern Körperkontakt gehabt. Die Rechtsvertreterin des Kindes machte geltend, dieses sei traumatisiert worden. Dies vor allem wegen der Medienberichterstattung im Vorfeld des Prozesses. An Wochenenden und in den Ferien schlafe das Kind jetzt beim Vater im Bett. Das erstinstanzliche Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Es kann an die nächste Instanz, das Obergericht, weitergezogen werden.

(sda)

Junge Mütter mit ihren gerade geborenen Babys

Das könnte dich auch interessieren:

Wir haben den Wahlplakaten das Sprechen beigebracht – es war wohl ein Fehler 🤣

Link zum Artikel

Grüne hinter der CVP: Die «ultimative» Wahlprognose von Claude Longchamp

Link zum Artikel

Die Wildlife Photographer of the Year Awards wurden vergeben – die Bilder sind DER HAMMER

Link zum Artikel

Armer Kanye! Seine Kim ist zu sexy für ihn und seine Seele, er will das alles nicht mehr

Link zum Artikel

Vergewaltigt, gebrochen, erneut vergewaltigt. Harvey Weinsteins sadistisches System

Link zum Artikel

Hyvä Suomi! Finnlands Fussballer stehen vor dem ersten Turnier ihrer Geschichte

Link zum Artikel

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Wir haben den Wahlplakaten das Sprechen beigebracht – es war wohl ein Fehler 🤣

28
Link zum Artikel

Grüne hinter der CVP: Die «ultimative» Wahlprognose von Claude Longchamp

75
Link zum Artikel

Die Wildlife Photographer of the Year Awards wurden vergeben – die Bilder sind DER HAMMER

40
Link zum Artikel

Armer Kanye! Seine Kim ist zu sexy für ihn und seine Seele, er will das alles nicht mehr

41
Link zum Artikel

Vergewaltigt, gebrochen, erneut vergewaltigt. Harvey Weinsteins sadistisches System

99
Link zum Artikel

Hyvä Suomi! Finnlands Fussballer stehen vor dem ersten Turnier ihrer Geschichte

21
Link zum Artikel

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

17
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

119
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

79
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

120
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

150
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

130
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

103
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

376
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

142
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Wir haben den Wahlplakaten das Sprechen beigebracht – es war wohl ein Fehler 🤣

28
Link zum Artikel

Grüne hinter der CVP: Die «ultimative» Wahlprognose von Claude Longchamp

75
Link zum Artikel

Die Wildlife Photographer of the Year Awards wurden vergeben – die Bilder sind DER HAMMER

40
Link zum Artikel

Armer Kanye! Seine Kim ist zu sexy für ihn und seine Seele, er will das alles nicht mehr

41
Link zum Artikel

Vergewaltigt, gebrochen, erneut vergewaltigt. Harvey Weinsteins sadistisches System

99
Link zum Artikel

Hyvä Suomi! Finnlands Fussballer stehen vor dem ersten Turnier ihrer Geschichte

21
Link zum Artikel

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

17
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

119
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

79
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

120
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

150
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

130
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

103
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

376
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

142
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

Themen
23
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Kastigator 25.01.2017 15:17
    Highlight Highlight Grossartige Bildlegende ganz oben! Mein ich ernst.
  • Charlie Runkle 25.01.2017 12:58
    Highlight Highlight Würd nicht so aussehen wenn ein mann seine siebenjährige nuckeln lassen würde. Völlig daneben, die frau ist krank!!!!
  • Tomtom64 25.01.2017 10:05
    Highlight Highlight Das Beste ist: Weil er nicht eingeschritten sei, habe der Mann die sexuellen Handlungen seiner Frau unterstützt. Deshalb wurde er bereits am 13. April letzten Jahres zu einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen à CHF 30.- verurteilt.

    Heute urteilt dasselbe Gericht (ob auch dieselben Richter, weiss ich nicht) über das gemäss StGB schwerere Vergehen der Mutter.

    Auf das Urteil bin ich gespannt.
    • Jakal 25.01.2017 12:36
      Highlight Highlight Das Urteil (Urteil?) wird dir nicht gefallen ...
    • niklausb 25.01.2017 12:44
      Highlight Highlight Unglaublich
    • Tomtom64 25.01.2017 14:29
      Highlight Highlight Erklärung: .... dieses Verhalten sei nur damit erklärbar, dass die strittigen Handlungen nicht stattgefunden hätten...

      Kann ich mir durchaus vorstellen, aber damit müsste nun auch die Verurteilung gegen den Mann aufgehoben werden. Wird wohl nicht automatisch erfolgen, sondern müsste von ihm angestrengt werden. Nur wird er das wegen der bedingen Strafe und seiner (vermutlich) beschränkten Mittel nicht tun. Eigentlich schade ...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wilhelm Dingo 25.01.2017 09:44
    Highlight Highlight Ich kenne eine Mutter, die hat ihrem Jungen noch mit 6 noch die Brust zum Stillen gegeben. Ich fand das schon ziemlich grenzwertig.
    • Frausowieso 25.01.2017 11:44
      Highlight Highlight Ich habe lange einen Jungen gehütet, der in der zweiten Klasse noch nackt bei seiner Mutter im Bett schlief und von ihr gestillt wurde. Er wollte das dann auch bei mir machen, weil er es als Zeichen von Zuneigung einordnete.
  • Jakal 25.01.2017 08:51
    Highlight Highlight Ich habe hin und wieder das Gefühl, vor dem Gesetz sind nicht alle gleich ...
  • Frausowieso 25.01.2017 07:43
    Highlight Highlight Es ist eine Tatsache, dass manche Mütter ihre Kinder sexuell missbrauchen und solche Fälle kaum jemals zur Anklage kommen. Von der Gesellschaft wird eine solche Nähe immer als "Mutterliebe" eingeordnet, obwohl sie schon grenzüberschreitend ist. Wäre es umgekehrt, also die Mutter würde solche Vorwürfe gegen den Vater äussern, würden wahrscheinlich die wenigsten zweifeln.
    • Sapere Aude 25.01.2017 11:00
      Highlight Highlight Kenne ich aus eigener Erfahrung, meine Mutter wollte mit mir als ich 12 war gemeinsam in der Badwanne baden als ich bei ihr in den Ferien war. War mir sehr unangenehm, konnte mich glücklicherweise davor verstecken. Geglaubt hat mir dannach niemand bzw. wurde es heruntergespielt.
  • Menel 25.01.2017 07:12
    Highlight Highlight Hätte ihr ex-Mann sie auch angezeigt, wenn sie noch zusammen gewesen wären?
    • Jakal 25.01.2017 08:58
      Highlight Highlight Nein, vermutlich hätte er das nicht getan ...
    • RowRow 25.01.2017 09:38
      Highlight Highlight und wäre es doch aufgeflogen, hätte man ihn sicher gleich hart bestraft wie die mutter.
    • azoui 25.01.2017 09:40
      Highlight Highlight vermutlich hätte er mit ihr die Sache besprochen und ihr erklärt, dass ein Kind mit 7 Jahren nicht mehr gestillte werden soll und er das auch nicht will.
    Weitere Antworten anzeigen
  • pamayer 25.01.2017 06:59
    Highlight Highlight Der Ex zeigt sie an und die Staatsanwaltschaft steigt drauf. Wie krank ist die Welt denn?!
    • maljian 25.01.2017 07:23
      Highlight Highlight Vor allem scheint es ihn vorher nicht gestört zu haben, wenn er es sich 3 Jahre mit angeschaut hat.
    • Jakal 25.01.2017 08:50
      Highlight Highlight Stimmt, sehr ungewöhnlich. Die Ex zeigt ihn an und die Staatsanwaltschaft steigt drauf ist eher der Normalfall ...
    • Triple 25.01.2017 12:48
      Highlight Highlight Vielleicht konnte er sie die ersten 3 Jahre ja nicht anzeigen. Vielleicht litt er unter häuslicher Gewalt und musste sich selber erst mal befreien. Ohne die Hintergründe zu kennen sollte man nicht richten.
    Weitere Antworten anzeigen

Neues Antidiskriminierungsgesetz: Der Bundesrat muss widerwillig für ein Ja kämpfen

Der Bundesrat äusserte sich kritisch zur Ausweitung der Rassismusstrafnorm auf die sexuelle Orientierung. Im Vorfeld der Abstimmung vom kommenden Februar muss er sich nun aber dafür einsetzen.

Wer öffentlich eine Person oder eine Gruppe wegen ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert oder zu Hass aufruft, der soll künftig mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren rechnen müssen. So hat es das Parlament Ende 2018 beschlossen.

Heute umfasst die sogenannte Rassismusstrafnorm lediglich die Diskriminierung aufgrund der Rasse, Ethnie oder Religion. Am 9. Februar 2020 stimmt das Volk über die Erweiterung ab. Für ein Ja wird sich auch der Bundesrat aussprechen. Dies, obwohl er sich …

Artikel lesen
Link zum Artikel