Schweiz
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In Schottland kostet ein Deziliter Alkohol seit dem ersten Mai mindestens 60 Rappen.  bild: keystone, bearbeitung: watson

«Ein Bier für nur 45 Rappen ist gefährlich» – braucht es einen Mindestpreis für Alkohol?

Seit dem 1. Mai gibt es in Schottland einen Mindestpreis für Alkohol. Das Land ist das allererste weltweit, das nach langer Streitigkeit eine solche Regelung einführt. Und auch in der Schweiz ist sich die Politik darüber uneinig. 



«Ein Gesetz, das Leben retten wird», so beschreibt Alison Douglas, die Chefin der Organisation Alcohol Focus Scotland, die Einführung des Mindestpreis für Alkohol in Schottland. Seit dem 1. Mai kostet dort ein Zentiliter reiner Alkohol umgerechnet mindestens 60 Rappen. Eine Flasche Wein kostet dadurch mindestens 6.35 Franken, eine Flasche Whisky 19 Franken. 

Schottland ist das erste Land überhaupt, das einen Mindestpreis für alkoholische Getränke einführt. Von Ärzten und Gesundheitsverbänden wird der Mindestpreis als «grösster Durchbruch seit dem Rauchverbot in öffentlichen Räumen» gefeiert.

«Mindestpreise sind eine der wirksamsten Massnahmen gegen übermässigen Alkoholkonsum.»

Markus Meury, Mediensprecher Sucht Schweiz

In Schottland rechnet man damit, dass durch das neue Gesetz die Zahl der Alkoholtoten allein im ersten Jahr um 58 Todesfälle sinken wird. 2015 starben rund 3700 Menschen an den Folgen von übermässigem Alkoholkonsum.

In der Schweiz sind es bedeutend weniger Tote. Laut dem Bundesamt für Gesundheit starben 2017 1600 Menschen an den Folgen von übermässigem Alkoholkonsum. Dennoch ist die Zahl nicht zu vernachlässigen. «Mindestpreise sind eine der wirksamsten Massnahmen gegen übermässigen Alkoholkonsum», erklärt Markus Meury, Mediensprecher von Sucht Schweiz. Meury würde ein solches Gesetz auch in der Schweiz befürworten. «Die Preise von billigem Alkohol sinken immer weiter. Wenn Alkohol sogar weniger kostet als Wasser und man einen halben Liter Bier schon für 45 Rappen erhält, ist das gefährlich.» Doch er ist sich bewusst, dass ein Mindestpreis für Alkohol in der Schweiz kaum Chancen hätte. «Das Parlament setzt komplett auf Selbstverantwortung, merkt aber nicht, dass auch Minderjährige betroffen sind, da kann man nicht die gleiche Eigenverantwortung verlangen.»

Auch SP-Nationalrat und Präsident des Blauen Kreuzes, Philipp Hadorn, findet die Mindestpreise für alkoholische Getränke eine gute Sache. «Viele Studien zeigen, dass vor allem Jugendliche sehr sensibel auf Preise reagieren», so Hadorn. In die Verfassung schreiben, will er eine solche Regelung aber nicht. «Die Verfassung wäre der falsche Ort und momentan wäre ein solcher Vorstoss im Parlament sowieso nicht mehrheitsfähig. Da müsste schon viel passieren.»

Auch über den konkreten Mindestpreis will Hadorn nicht mutmassen. «Ich will auch nicht, dass das Feierabendbier teurer wird. Wenn es tatsächlich zu einem Mindestpreis kommen würde, müsste das Bundesamt für Gesundheit über die konkreten Kosten diskutieren.»

Zuspruch erhält der Mindestpreis auch aus dem rechten Lager. So sagt SVP-Nationalrat Heinz Brand auf Anfrage von watson, dass er sich einen Mindestpreis in Gaststätten vorstellen könne. «Ein alkoholisches Getränk sollte nicht das günstigste Getränk sein», so Brand.

«Ein Mindestpreis nützt überhaupt nichts. Das sieht man ja auch bei den Zigaretten, die Preise für eine Schachtel sind extrem hoch und doch rauchen die Leute weiter.» 

Sebastian Frehner, SVP-Nationalrat

Ganz anders sieht das Parteikollege und Basler Nationalrat Sebastian Frehner. «Ein Mindestpreis nützt überhaupt nichts. Das sieht man ja auch bei den Zigaretten, die Preise sind in den letzten Jahrzehnten aufgrund von immer höheren Steuern dramatisch gestiegen und doch rauchen die Leute weiter», so der Basler.

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Wird Bier bald teurer? Bild: shutterstock

Frehner kritisiert auch die aktuelle Gesetzgebung: «Ein Mindestalter für Alkohol bringt nichts, das hält die Jungen nicht davon ab, Alkohol zu konsumieren, sie schicken dann einfach ältere Kollegen vor.» Der SVPler appelliert an die Selbstverantwortung der Menschen und setzt auf präventive Massnahmen in den Schulen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • mostlyharmless 04.05.2018 22:15
    Highlight Highlight Herr Frehner findet also, dass Kinder genug Selbstverantwortung beim Saufen haben sollen, Stimmrecht ab 16 lehnt er aber ab. Interessant.
  • PaLve! 04.05.2018 15:34
    Highlight Highlight Auch wenn es nützt, gibt es sichere bessere Methode um Alkoholismus einzudämmen (aufklärung(!))
    Aber warum muss so ziemlich jeder Bürger ''bestraft werden''?
  • ThePower 04.05.2018 13:04
    Highlight Highlight 45 Rappen? Geht noch günstiger, die "Hülse" gibts bei Aldi auch für 39 Rappen, wenn man sie einzeln kauft sogar für 35. Ist aber eine ziemliche Pfütze, wer das säuft ist selber schuld..
  • Ihr Kommentar hat 20min Niveau 04.05.2018 12:27
    Highlight Highlight Zitat: "SVPler appelliert an die Selbstverantwortung der Menschen und setzt auf präventive Massnahmen in den Schulen."
    Aktuelle Entwicklung: SVP ist für Kürzungen im Bildungssystem zugunsten von Kürzungen der Steuern für Grossunternehmen, Superreiche, Militär etc.
    Selten so gelacht 😂
    • Herr J. 04.05.2018 15:46
      Highlight Highlight Niemand will Kürzungen in der Bildung, sehr wohl verlangen Bürgerliche aber ein weniger steiles Wachstum.
      Aber um diesen gigantischen Unterschied zu verstehen, reicht bei vielen auch jahrelanger Besuch von (Hoch-)Schulen nicht. Wohl zu oft in den Ausgang Bier kippen gegangen statt Mathe gebüffelt :-)
    • Mutzli 04.05.2018 16:49
      Highlight Highlight Jajooo, wie sehr Bürgerliche (wobei ich das eine unfaire Bezeichnung finde, die CVP und FDP et al. sind schon nicht das gleiche wie die SVP) aber gar nicht Kürzungen im Bildunsbereich wollen kann man ja gut z.B. in Luzern sehen. Aber verstehe schon, wie man Abbau als Wachstumseindämmung uminterpretieren kann... Oder die Sabotage des Horizonsprojekt, Studiengebühren in Bern und Fribourg, Volksschule im Kanton Zürich etc. pp. https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/abbau-auf-kosten-der-schueler/story/20212060
  • leu84 04.05.2018 12:11
    Highlight Highlight Wer an Alkohol will, der findet immer einen Weg. Jugendliche wollen Erwachsene austricksen und Alkoholkranke werden auch ihren Weg finden. Normalos genehmigen gerne ein Gläschen oder zwei. Ob man dann 1 oder 2 Jahre weniger lange lebt, ist auch egal. Dafür hat man das Leben genossen.
  • Joe Smith 04.05.2018 10:56
    Highlight Highlight Ich weiss, die Zeiten haben sich geändert, aber als ich noch zur Schule ging, haben wir in der Beiz oft nur darum ein Bier bestellt, weil es mit Abstand das billigste Getränk war. Heute schreibt in Basel (wie's in anderen Kantonen ist, weiss ich nicht) das Gastgewerbegesetz vor, dass eine Beiz mindestens 3 alkoholfreie Kaltgetränke billiger anbieten muss als das billigste alkoholhaltige. Ich finde diese Regelung gut. Wer sich besaufen will, wird das weiterhin tun, aber niemand soll nur aus finanziellen Gründen Alkohol trinken.
    • Lady Shorley 04.05.2018 11:51
      Highlight Highlight Soweit mir bekannt ist, ist das in allen Kantonen etwa ähnlich. Entweder muss ein alk-freies Getränk bei gleicher Menge günstiger oder maximal gleich teuer wie das günstigste alkohohaltige Getränk angeboten warden, moistens sogar eine Auswahl davon.
      eine Übersicht ware sonst hier zu finden: https://www.gastrosuisse.ch/angebot/recht-gesetz/rechtliche-fragen-im-betrieb/gastgewerbliches-recht/gastgewerbegesetze/
    • Husar 04.05.2018 12:01
      Highlight Highlight Niemand muss aus finanziellen Gründen Alkohol trinken. Trinkwasser gibt es gratis an jedem öffentlichen Brunnen.
    • Bert der Geologe 04.05.2018 12:11
      Highlight Highlight Die Beizen sind sowieso nicht mehr die Haupttummelplätze für Alkoholiker. Diese kaufen den "Stoff" zum Tiefstpreis im Laden und saufen ihn dann auf der Parkbank oder zu Hause. Die Kneipen sind preislich am obersten vertretbaren Rand und sollten sicher nicht durch Zwangsverteuerungen noch zusätzlich schickaniert werden.
  • Amadeus 04.05.2018 10:04
    Highlight Highlight Hier in Schottland ist es tatsächlich so, dass Alkoholismus weit verbreitet ist und die Sozialdienste sind ziemlich am Anschlag. Die Preiserhöhung betrifft in erster Linie den billigen Fusel den man im Supermarkt kaufen kann. Die Pubs sind kaum betroffen. Ob es was bringt, wird sich zeigen, aber nichts tun war keine Option.
    • Husar 04.05.2018 11:59
      Highlight Highlight Unsinn zu tun, ist auch keine Option.
      Die Ursache von Alkoholismus ist nicht der Alkohol. Darum kann Schottlands Preisdiktat nicht zielführend sein. Das Preisdiktat ist einfach nur populistischer Quatsch.
    • Bert der Geologe 04.05.2018 12:08
      Highlight Highlight @Amadeus: Das zeigt aber auch, dass die Massnahme nicht 1:1 übernommen werden sollte. Der schwer Suchtkranke trinkt eher Schnaps, als Bier/Wein, da er effizient den Pegel hochhalten muss. Bier/Wein sind für Suchtkranke eher "Einstiegsdrogen". Bei uns ist Schnaps aber aufgrund der Steuer schon recht teuer. Bier und Wein künstlich zu verteuern bringt meines Erachtens nicht viel.
    • Amadeus 04.05.2018 15:44
      Highlight Highlight @Husar
      Die Erhöhung der Preise ist auch nicht die einzige Massnahme. Es gibt Arbeitsprogramme, Suchtberatungen, Familientherapien (vieles davon kostenlos über NHS). Aber ja, wie gesagt. Es wird sich zeigen ob die Preiserhöhung etwas bringt.

      @Sheldon
      Völlig einverstanden. Massnahmen zu generalisieren bringt nichts. Das Problem ist, dass Tesco und Sainsbury's hier in Schottland z.T. den Schnaps viel zu billig verkaufen. Das wird mit der neuen Massnahme unterbunden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bert der Geologe 04.05.2018 10:01
    Highlight Highlight Es gilt nun reinen Alkohol einzuschänken: In der Schweiz wird eine Alkoholsteuer nur auf gebrannte Wasser erhoben. Sie beträgt bei einer Literflasche Schnaps (40 Vol% Alkoholgehalt) CHF 11.60. Auf Bier wird eine Biersteuer erhoben (ca. 25 Rp. pro Liter). Auf Wein gibt es keine Steuer in der Schweiz. Alkohol in seiner reinsten Form ist industriell sehr günstig zu produzieren. Daher hat der Preis nicht zwingend was mit gesundheitsrelevanter Qualität zu tun. Bei Wein und Bier schon eher.
    • Alterssturheit 04.05.2018 15:05
      Highlight Highlight Du scheinst dich mit Steuerabgaben und so wohl auszukennen, aber definitiv nicht mit Alkoholsucht. Frag mal in den Kliniken nach, wie viele schwer Suchtkranke dort sind wegen Wein und/oder Bier. Nichts da mit "nur Einstiegsdroge".
    • Bert der Geologe 04.05.2018 16:43
      Highlight Highlight @Alterssturheit: Das ist ja genau das, was ich aufzeigen möchte. Die Schweiz hat schon seit langem eine hohe Schnapssteuer und muss daher nichts ändern. In anderen Ländern ist der Schnaps wesentlich billiger. Dass dies geändert wird, ist logisch und richtig. Uebrigens die Suchtkranken sind nicht wegen Wein und Bier in der Klinik, sondern weil sie suchtkrank sind.
  • Don Alejandro 04.05.2018 09:49
    Highlight Highlight Skandinavien hat es bereits bewiesen. Die Regulierung des Alkohols hat nicht nur aberzehntausende von Lebensjahren geschenkt und die Gesundheitskosten gesenkt, vielmehr hat die preisliche Eintritts- und die Verfügbarkeitsbarriere auch den Schwarzmarkt nicht zum explodieren gebracht.
    • Snowy 04.05.2018 10:59
      Highlight Highlight Dito Erhöhung Zigipreise.

      Hört aber niemand gerne (siehe Blitzer).
    • Husar 04.05.2018 11:57
      Highlight Highlight In Skandinavien wird sehr viel schwarz gebrannt. Und noch mehr wird geschmuggelt.
    • Pana 04.05.2018 17:25
      Highlight Highlight Reise mal mit der Fähre von Helsinki nach Tallinn ;)
  • Snowy 04.05.2018 09:48
    Highlight Highlight Interessant, dass dieselben Leute (SVP) die krass schädlichere Droge (Alkohol) mit genau denselben Argumenten befürworten, wie die Cannabisbefürworter ihr Ganja.

    Das ganze wär ja kein Problem, wenn die SVP sich generell für die Drogenlegalisierung einsetzen würde. Tut sie aber nicht - im Gegenteil. Einzig der Alkohol ist des SVPlers Rauschmittel und das soll auch so bleiben.

    Heuchler.
  • Husar 04.05.2018 09:36
    Highlight Highlight Ein Mindestpreis auf Alkoholika hat keinen Einfluss auf deren Konsum.
    Das zeigt die Erfahrung. Ganz exemplarisch kann man das mit der Alkohoprohibition in den USA von 1920 bis 1933. Die Prohibition galt als "Noble Experiment" ganz im Sinne der Abstinenzbewegung dieser Zeit und scheiterte auf der ganzen Linie.
    Auch beim Heroinproblem in den 80ern/90ern zeigte sich, dass der damals enorm hohe Preis für den Stoff den Konsum nicht dämpfte, sondern stattdessen die Beschaffungskriminalität steigerte.
    Und: Ein Bier ist nicht gefährlicher, wenn es 50 Rappen kostet, statt 5 Fr. Es bleibt nur ein Bier.
  • User0815 04.05.2018 09:35
    Highlight Highlight Ist doch jetzt schon so teuer . Für einen Shot 4cl 9.5 CHF ? Da bekomm ich bei manchen Produkten zwei Flaschen für . Wenn Erwachsene nicht mit Genussmitteln umgehen können, sollte man dort eher helfen als ans Geld zu gehen. Aber Fleisch für paar Franke raushauen . Übergewicht ist natürlich gesund .... lustig
  • ChiliForever 04.05.2018 09:35
    Highlight Highlight Rauchen und Trinken kann man nur nicht vergleichen. Raucher schaden und belästigen immer auch die sie umgebenden Menschen. Trinkende hingegen nicht.
    Und es kann nicht mein Problem sein, daß manche Menschen ihren Alkoholkonsum nicht unter Kontrolle haben.
    • mrcharliebrown 04.05.2018 21:57
      Highlight Highlight Trinkende belasten ihre Umgebung nicht?

      Randale, Gewalt ggüber Familie und Fremden, Körperverletzungen, Gesundheitskosten...
  • Frances Ryder 04.05.2018 09:24
    Highlight Highlight Die Abzocke der Raucher jahrenlang von der Bevölkerung stillschweigend akzeptiert, aber wenn das Gleiche für Alkohol vorgeschlagen wird, rastet ihr alle aus...
    • fcsg 04.05.2018 12:13
      Highlight Highlight Bei den meisten alkoholischen Getränken wird ja schon lange eine Steuer erhoben... Die beträgt bei Branntweinen 29 Franken pro Liter reinen Alkohol... Bei Bier werden 25 Rappen Biersteuer pro Liter Bier fällig.
  • YesImAMillenial 04.05.2018 09:14
    Highlight Highlight das ist echt gefährlich! kann mir bitte jemand sagen, wo es ein Bier für 45 rappen gibt, damit ich diesen ort umgehen kann?
    • Sauäschnörrli 04.05.2018 10:58
      Highlight Highlight Farmer Bier in der Landi 0.50 die Dose.
      Anker im Coop Aktionspreis 12.- für 24 Dosen.
    • DINIMAMIISCHNDUDE 04.05.2018 12:38
      Highlight Highlight Prix Garantie Hülse!!
    • Pisti 04.05.2018 15:00
      Highlight Highlight Der Klassiker das Alki- und Asylanten Bier Gralsburg für 0.45.- im Denner.
      Was soll daran gefährlich sein? Im Prinzip find ich die Billig-Pfützen sogar gut. Das saufen sowieso nur Alkoholkranke, Randständige und Asylanten. Die haben dann weniger Geldsorgen und werden somit nicht zur illegalen Geldbeschaffung gezwungen.
  • Domino 04.05.2018 09:13
    Highlight Highlight Billiges Bier enthält oft Hopfenextrakt. Dieses wird mit Hilfe von Aceton, Ethanol, Hexan, Heptan, Butan oder anderen Lösungsmittel gewonnen. Prost
  • Nick Tamer 04.05.2018 09:08
    Highlight Highlight Die Frage, die sich mir hier stellt ist: Werden nur die Billig-Produkte teurer, sodass die Leute tendenziell qualitativ besseres trinken? Das ganze billig Alcopopzeug ist für mich schon fragwürdig...
  • Gubbe 04.05.2018 08:58
    Highlight Highlight Alkohol soll teurer werden, in der Annahme, dass sich die Leute weniger kaufen. Hahaha. Entschuldigung, musste mal kurz lachen. Teurer Alk hat höchstens die Auswirkung, dass es Alkoholabhängige mehr in die Armut treibt. Alle anderen, die manchmal ein Bier trinken, spielt ein Mindestpreis überhaupt keine Rolle.
    • Snowy 04.05.2018 09:50
      Highlight Highlight Genau, hat ja schliesslich bei der Erhöhung der Zigipreise auch nicht geklappt...

      *Ironie off*
  • Duscholux 04.05.2018 08:57
    Highlight Highlight Um himmels Willen bitte nicht.
  • Butschina 04.05.2018 08:56
    Highlight Highlight Das würde nur den Alkoholabhängigen noch mehr Probleme bereiten. Den anderen wird es nicht weh tun.
  • andrew1 04.05.2018 08:51
    Highlight Highlight Noch mehr bevormundung und verteuerung. Muss jede mündige person selbst wissen wann, was und wie viel man trinken will. War mir schon beim lesen des titels klar von wo der vorschlag kommt....
    • Laut_bis_10 04.05.2018 08:55
      Highlight Highlight Schottland?
  • fabwue 04.05.2018 08:51
    Highlight Highlight nein braucht es nicht
  • Sauäschnörrli 04.05.2018 08:41
    Highlight Highlight «Kiffen erachten wir nach wie vor als Einstiegsdroge», bestätigt der Basler SVP-Nationalrat Sebastian Frehner die Haltung der Partei. «Wir sagen deshalb klar Nein zu einer Legalisierung.»

    https://tageswoche.ch/politik/cannabis-clubs-sollen-der-schweizer-drogenpolitik-neuen-schwung-verleihen/

    Ach Frehner 🌚
  • Ass 04.05.2018 08:33
    Highlight Highlight Also in einem Shop zahlt man fürs Bier schon heute zwischen 1.80 und 5.-- und alles andere dürfte eigentlich gar nicht Bier genannt werden.
  • NathanBiel 04.05.2018 08:26
    Highlight Highlight Lieber Herr Brand. Zeigen Sie mir EINE Gaststätte in der ein alkoholisches Getränk das günstigste Getränk ist! Das Problem sind die Bahnhof- und die Tankstellenshops wenn es um billigen Alkohol für Jugendliche geht.
    • Sam1984 04.05.2018 11:10
      Highlight Highlight Bei uns in der Dorfbeiz kostet eine Stange (3 dl) Bier 4.50.- und 3.3 dl Wasser mit Kohlensäure oder 3.3 dl Rivella Blau 5.50.-
    • HerrLich 04.05.2018 13:30
      Highlight Highlight Es gibt keinen Grund nach der Rappenstelle noch einmal " .- " zu schreiben. Danke!
  • sephiran 04.05.2018 08:18
    Highlight Highlight bei uns braucht es wohl eher maximal- und nicht minimalpreise
  • Fabio Haller 04.05.2018 07:58
    Highlight Highlight Herr Frehner das Mindestalter für Alkohol nützt nichts?
    Ja warum schaffen wir es denn nicht ab? So ein Blödsinn. Nur weil einzelne Kinder es umgehen heisst dass nicht das die Merrheit sich dran hält. Oder wollen sie mir sagen es ist recht wenn sich ein 10 Jähriger eine Flasche Vodka sich gönnt?

    Die teuren Preise bei Zigaretten nützen nichts?
    Sagen sie dass meinen drei Kollegen die genau wegen dem aufgehört haben...

    Und sie halten es für gut und recht dass Bier günstiger wird als Wasser?

    Wasser....
    • Roman h 04.05.2018 09:05
      Highlight Highlight Steht nirgends das es möchte das Bier günstiger wird als Wasser, auch wenn jetzt 3 von ihren Kollegen aufgehört haben mit dem rauchen, bringt eine Preiserhöhung nichts.
      Die meisten rauchen weiter und ihre Kollegen werden sicher nicht nur wegen dem Preis aufgehört haben
  • auoji 04.05.2018 07:46
    Highlight Highlight Ich dachte, dass seit langem ein Gesetz gibt, dass Gastbetriebe zwingt Alkohol nicht billiger zu verkaufen als die gleiche Menge nicht alkoholhaltiger Getränke.
    Wenn den dem immer noch so ist, könnte man das Erweitern auf Läden etc. Erstaunlich wenn das heute noch nicht der Fall ist.
    • ralck 04.05.2018 08:41
      Highlight Highlight Gastgewerbegesetz des Kanton Zürich:
      § 23. Alkoholführende Gastwirtschaften haben eine Auswahl alkoholfreier Getränke nicht teurer anzubieten als das billigste alkoholhaltige Getränk in der gleichen Menge.

      Aber: Für Wasser bezahlst du bei Coop 25 Rappen pro 1,5 Liter. Das wären also etwas mehr als 8 Rappen für eine Halbliter-Hülse, wenn man es «gleichstellen» würde…
  • BITTEWAS?! 04.05.2018 07:38
    Highlight Highlight Schon allein durch die Alkoholsteuer kostet alkohol relativ viel in der Schweiz. Die Preise würden durch einen Mindestpreis von Alkohol horrend ansteigen.

    Meiner Meinung nach sollte man mehr in richtung Prävention unternehmen.
    • bokl 04.05.2018 08:13
      Highlight Highlight Nur der billige Fusel würde etwas teurer. Eine anständige Flasche Wein kostet jetzt schon über 7 Franken und wird durch den Mindestpreis nicht teurer!
    • Astrogator 04.05.2018 08:21
      Highlight Highlight Sie sind wahrscheinlich jung und können sich nicht daran erinnern, aber vor 25 Jahren war hochprozentiges noch massiv teurer, würde meinen der Preis war fast das doppelte von heute. Wenn wir eine Party feierten holten wir den Schnaps jeweils in Deutschland.
      Dann würde die Alkoholsteuer massiv gesenkt, insofern kann ich zum Beispiel die Aussage, dass die Alkoholsteuer zu hoch sei nicht nachvollziehen.

      Auf mein selbstgebrautes Bier zahle ich übrigens überhaupt keine Alkoholsteuer (geringe Menge, nur zum Eigengebrauch).
    • Hallo I bims. Ein AfterEightUmViertelVorAchtEsser 04.05.2018 08:26
      Highlight Highlight @Amy Farrah Fowler:

      Zitat: "Schon allein durch die Alkoholsteuer kostet alkohol relativ viel in der Schweiz."

      Warst du schon mal in Norwegen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • lilie 04.05.2018 07:22
    Highlight Highlight Ich halte einen Mindestpreis für Alkohol auch für sinnvoll.

    Und Frehner verbreitet wieder einmal alternative Fakten: Die Anzahl Raucher ist seit Jahren rückläufig, und der Preis wird mit eine Rolle dafür spielen.

    Und was jetzt das Mindestalter beim Alkohol mit der Sache zu tun haben soll, weiss ich auch nicht.
    • mrcharliebrown 04.05.2018 08:26
      Highlight Highlight Genau dasselbe gedacht. Überrascht mich bei Frehner allerdings nicht mehr.
  • iseewhatyoudidthere 04.05.2018 07:20
    Highlight Highlight Ich denke, dass es den meisten in der Schweiz egal ist, ob der Wein 3.75 oder 7.- kostet. Natürlich würde es nerven, vom Trinken abhalten würde es aber kaum jemanden.
    • m4in CS 04.05.2018 08:30
      Highlight Highlight Ich hoffe nicht. Ein Wein für unter 4.- Fr. ist für Geniesser nur zum Kochen. Ob man einen 4Fr., 10Fr., oder gar 30Fr. Flasche trinkt, merkt der Weingeniesser zu 100%. Was sie sagen, gilt für Alkoholiker, welche sich schon zum Frühstück eine Flasche gönnen (müssen).
    • Husar 04.05.2018 09:42
      Highlight Highlight @m4in CS
      Ein Weingeniesser, der dem Wein den Preis rausschmeckt, der ist garantiert kein Weingeniesser, sondern ein Preisgeniesser.
    • Astrogator 04.05.2018 10:15
      Highlight Highlight Ähm, einen 4-Franken-Fusel benutze ich nicht mal zum kochen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • _domi_r 04.05.2018 07:16
    Highlight Highlight Da denke ich gerade ans Wochenede, Prost🍻🍻🍻
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 04.05.2018 07:15
    Highlight Highlight Wenn man im Duden Bigotterie sucht landet man beim Frehner. Beim Alkohol für Selbstverantwortung aber gegen die legalisierung von Cannabis.
    Tendenziell bedenklich finde ich aber auch gewisse Tendenzen links, dass zwar für die Legalisierung von Drogen ist, mit dem Argument Gesundheit aber direkt den Zugang wieder erschweren will, da stellt sich die Frage nach der Grenze, am gesündesten ist praktisch null-Konsum, man kann also noch lange den Zugang zu Drogen erschweren, auch dies kann wiederum einen Schwarzmarkt erzeugen.
  • Bert der Geologe 04.05.2018 07:12
    Highlight Highlight Das Gesetz rettet keine Leben, irgendwann stirbt man trotzdem. Es kann aber vielleicht ein Leben verlängern.
  • studmed 04.05.2018 07:08
    Highlight Highlight Die Doppelmoral der SVP ist für mich unverständlich.

    Einerseits will Herr Frehner das Mindestalter beim Alkoholkauf aufheben (!), andererseits setzt die Partei auf “Selbstverantwortung“.

    Ausser bei anderen Drogen als Alkohol, dort müssen dann wieder Repression und Verbote her. 😅
    • neckslinger 04.05.2018 10:03
      Highlight Highlight Bei der SVP wird ja auch nichts anderes konsumiert als Tubak und Alkohol. Was die SVP nicht kennt, ist pöse. 😜
  • Ökonometriker 04.05.2018 07:05
    Highlight Highlight Derartige Ansätze sind eine Übervereinfachung des Problems und helfen nur kurzfristig. Die Süchtigen oder Leute, die wegen psychischer Probleme trinken, würden aber einfach noch schneller in die Armut getrieben und würden weiter ihr letztes Hemd versaufen. Die sind nicht mehr in der Lage, rational zu handeln - das Konzept des Homo Oekonomikus versagt bei ihnen kläglich.
    Man sollte die eigentlichen Probleme dieser Leute angehen - nicht die Symptome.
    • FrancoL 04.05.2018 08:02
      Highlight Highlight Das eigentliche Problem angehen ist sehr vielschichtig, aber sicherlich richtig.
      Gleichzeitig den Zugang etwas preislich erschweren ist genau so sinnvoll. Dies hat meines Erachtens auch bei den Zigaretten genützt.
    • mrcharliebrown 04.05.2018 08:32
      Highlight Highlight Das Konzept des Homo Oekonomicus versagt bei jedem einzeln betrachteten Menschen. Es ist ein stark vereinfachendes Modell für einen "Durchschittstyp".

      Nur weil jemand psychische Probleme hat bzw. Trinker/in ist, heisst das noch lange nicht, dass er/sie völlig irrational handelt.

      Zu guter Letzt gebe ich Ihnen aber insofern recht, als dass man primär die ursächlichen Probleme angehen und nicht nur Symptompolitik betreiben sollte.
    • lilie 04.05.2018 08:45
      Highlight Highlight @Ökonometriker: Stimmt, bei schweren Alkoholikern hilft das nicht. Aber es geht ja nicht darum, die Probleme einer sehr kleinen Gruppe von Menschen zu lösen, sondern eher, die grosse Masse zu ermuntern, weniger Alkohol zu trinken. Die Probleme der schweren Alkoholiker müsste man immer noch separat angehen.
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  • Evan 04.05.2018 06:55
    Highlight Highlight Einen Alkoholaufschlag, der zur Prävention verwendet wird und andere anfallende Kosten wie Gesundheitskosten etc deckt wäre sicher nicht allzu verkehrt.
    • Alnothur 04.05.2018 09:26
      Highlight Highlight Den gibt's aber schon ;)
  • Valentin Möller 04.05.2018 06:49
    Highlight Highlight Fann schaue man mal nach den Heroinsüchtigen. Heroin hat einen hohen Strassenpreis. Wie finanzieren sich die Abhängigen ihre Sucht?
    -> Sie verzichten auf andere Dinge. Oder klauen. Oder beides. Vielleicht auch nicht.

    Nein; ich glaube nicht dass ein höherer Preis das Problem löst.

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