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Cannabis: Berner Regierung lehnt Vorlage des Bundes ab

Berner Regierung lehnt Cannabis-Vorlage des Bundes ab

04.12.2025, 11:1104.12.2025, 11:11

Der Berner Regierungsrat lehnt die Vorlage des Bundes zur Regulierung des Cannabismarktes ab. Das geht aus seiner am Donnerstag veröffentlichten Vernehmlassungsantwort hervor.

[SYMBOLBILD Jugendkriminalitaet / Gestellte Szene] Eine Jugendliche raucht einen Joint, fotografiert am 1. November 2022. (KESTONE/Christof Schuerpf)
Der Konsum von Cannabis ist in der Schweiz trotz Verbot weit verbreitet.Bild: KEYSTONE

Er unterstütze grundsätzlich die Ziele des Bundes, die Bevölkerung vor den negativen Auswirkungen des Konsums von Cannabis zu schützen, Jugendliche vom Konsum abzuhalten und den illegalen Markt einzudämmen, schrieb der Regierungsrat in einer Mitteilung. Diese Ziele würden mit der präsentierten Vorlage allerdings nicht erreicht.

So werde mit der Aufhebung des Verbots von Cannabis ein falsches gesundheitspolitisches Signal, insbesondere an junge Menschen, gesendet.

Auch der Zeitpunkt sei fragwürdig. «Die entsprechenden Pilotprojekte zur legalen Cannabisabgabe sind erst angelaufen. Eine entsprechende Vorlage müsste jedoch zwingend die wissenschaftlichen Erkenntnisse dieser Projekte berücksichtigen», schrieb der Regierungsrat weiter.

Er beantrage, diese Erkenntnisse abzuwarten. Ein sorgfältiges, auf wissenschaftlicher Evidenz beruhendes Vorgehen erscheine unerlässlich. Deshalb lehne er die Vorlage in ihrer aktuellen Form ab. (sda)

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62 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Simih
04.12.2025 12:28registriert Oktober 2019
Wenn wir nach wissenschaftlicher Evidenz vorgehen dann verbieten wir auf nächstes Jahr den Alkohol und den Tabak.
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Minatori
04.12.2025 11:57registriert November 2025
Warten auf wissenschaftliche Erkenntnisse? Was für einen lächerliche Begründung von offensichtlich bildungsfernen Menschen. Oder zumindest haben sie keinen Zugriff auf internationale Studien und Lektüre. Aber Bern ist sowieso rückständig.
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Cirrum
04.12.2025 12:11registriert August 2019
Wissenschaftliche Erkenntnisse: Die Erkenntnisse, dass der menschliche Körper ein Endocannabinoidsystem besitzt, deuten darauf hin, dass der Konsum von Cannabis im Einklang mit natürlichen biologischen Prozessen stehen könnte, was die Argumentation für eine differenzierte Gesetzgebung stärkt.
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