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Liveticker

Prozess zum Beil-Angriff: Angeklagter könne aufgrund Krankheit keine Reue empfinden

Heute Mittwoch muss sich der 18-jährige Lette, der im Oktober 2017 in Flums SG mehrere Personen mit einem Beil verletzte, vor Gericht verantworten. Die Jugendanwaltschaft fordert einen Freiheitsentzug von drei Jahren. Alle News zum Prozess findest du in unserem Liveticker ab 9 Uhr.

tim naef / ch media



Ticker: Prozess zum Axt-Angriff in Flums

Der aus Lettland stammende Lehrling hat am Abend des 22. Oktober 2017 auf dem Postplatz in Flums acht Personen mit einem Beil angegriffen. Seine Opfer verletzte er zum Teil schwer. Erst soll der damals 17-jährige Beschuldigte an seinem Wohnort einen Holzstapel in Brand gesetzt haben. Mit einem geklauten Auto flüchtete er, landete aber bald in einem Gartenzaun. Bei einer Tankstelle griff er mehrere Frauen mit einem Beil und einer Schere an und verletzte sie. Mit dem Auto eines Opfers fuhr er danach in die Fassade eines Tankstellenshops.

Die Polizei nahm ihn dort nach einem Taser- und Schusswaffeneinsatz fest. Zwei Polizisten gaben vier Schüsse ab. Ein Schuss streifte den Beschuldigten an der Hüfte. Ein weiterer Schuss traf ihn im Oberschenkel. Zwei Schüsse verfehlten ihn.

Das Gutachten

Der Beschuldigte leidet gemäss forensisch-psychiatrischem Gutachten an einer schweren psychischen Störung. Seit März ist er vorsorglich in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung untergebracht. Die Jugendanwaltschaft fordert eine solche geschlossene Unterbringung. Der Beschuldigte ist nicht vorbestraft. Durch Gewaltfantasien fiel er aber bereits mehrfach auf.

Die Anklage

Der 18-Jährige muss sich vor dem Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland (Jugendgericht) für seine Taten verantworten. Der 18-Jährige ist im Hauptpunkt wegen mehrfachen versuchten Mordes angeklagt, weiter wegen versuchter Brandstiftung, mehrfacher einfacher Körperverletzung und mehrfacher Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz an. Die Jugendanwaltschaft beantragt einen Freiheitsentzug von drei Jahren sowie eine Busse von 500 Franken.

Die Untersuchung gegen die beiden Polizisten, die auf ihn schossen, wurde bereits eingestellt. Die Staatsanwaltschaft kam zum Schluss, dass sie auf einen unmittelbar bevorstehenden Angriff des Beschuldigten hin auf dessen Beine schossen. Damit seien die Schüsse und der Einsatz der Taser gerechtfertigt und verhältnismässig gewesen.

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Asmodeus 19.12.2018 12:13
    Highlight Highlight Ich frage mich immer wie solche Anwälte wie der Verteidiger sich selber im Spiegel anschauen können.
    • Asmodeus 19.12.2018 13:42
      Highlight Highlight Mein Job war es Probleme von Leuten zu lösen, respektive dafür zu Sorgen, dass Medikamente unter Umständen hergestellt werden, die garantieren, dass Patienten nicht vergiftet werden.


      Dementsprechend konnte ich mich immer im Spiegel ansehen ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.
    • Fabio74 20.12.2018 17:26
      Highlight Highlight Nennt man Rechtsstaat. Auch wenn der schäumende Mob offenbar jeden Verstand abgegeben hat
  • David Ruppolo 19.12.2018 10:21
    Highlight Highlight Ich denke, die Frage der Schuldfähigkeit hat für den Täter Belang. Für alle Anderen aber wäre die Frage nach der Gesellschaftsfähigkeit wohl relevanter. Oder anders gesagt. Ist unserer Gesellschaft eine solch potentiell gefährliche Person zumutbar? Mein Antwort dazu kenne ich bereits...
    • Eskimo 19.12.2018 12:16
      Highlight Highlight Es wird sich sicher ein Psychologe finden lassen, der dem Täter eine Krankheit attestiert damit man ihn anstatt auszuschaffen, für viel Geld therapieren kann. Die Sozialindustrie muss am laufen gehalten werden.
    • Fabio74 20.12.2018 17:27
      Highlight Highlight @Eskimo Gehts nur noch mit diesen dämlichen Parolen aus dem rechten Rand?
  • Blitzmagnet 19.12.2018 09:09
    Highlight Highlight Inwiefern ist die Nationalität hier eine wichtige Info?
    • äti 19.12.2018 11:14
      Highlight Highlight ... kriminelle Handlung. Forderung der SVP, Ausnahme ist kriminelle Geldgeschäfte, dort gilt Persönlichkeitsschutz. :)
    • Eskimo 19.12.2018 12:18
      Highlight Highlight @Blitzmagnet
      Weil kriminelle Ausländer ausgeschafft werden müss(t)en...!
    • In vino veritas 20.12.2018 22:52
      Highlight Highlight Weil Ausländer ausgeschft werden können. Werden sie aber eigentlich fast nie🤷‍♂️...
  • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 19.12.2018 08:29
    Highlight Highlight Ein Liveticker bei Gerichtsverhandlungen ist mit sorgfältiger Berichterstattung an sich kaum in Einklang zu bringen, aber nun auch noch bei Verhandlungen vor Jugendgericht?
  • So en Ueli 19.12.2018 08:17
    Highlight Highlight Ich hoffe er wird entweder für eine längere Zeit hinter Schwedischen Gardinen sitzen oder direkt ausgeschafft. Zweiteres würde den Steuerzahler weniger belasten.

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