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Liveticker

Tschechien verlängert Notstand um zwei Wochen +++ WHO bittet um Impfdosen für arme Länder



Coronavirus-Zahlen Zum Daten-Dashboard
R-Wert
Positivitätsrate
7-Tage-Ø
Verstorbene
mit Covid
7-Tage-Schnitt Tägliche Hospitalisierungen
7-Tage-Schnitt Tägliche Infektionen
7-Tage-Schnitt Tägliche Tote
Altesverteilung der Fälle 0–29 30–59 60–99
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Liveticker: Corona National+International 27.03.2021

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21:48
Rund 3,5 Millionen Impfungen an einem Tag – USA stellen Rekord auf
Bei ihrem Corona-Impfprogramm haben die USA ihren bisherigen Rekord der innerhalb eines Tages verabreichten Impfdosen gebrochen. Am Samstag seien 3,5 Millionen Impfungen gemeldet worden, schrieb der ranghohe Corona-Berater im Weissen Haus, Andy Slavitt, auf Twitter. Dies sei ein Höchstwert. Zuvor hatte der Rekord am Freitag bei knapp 3,4 Millionen verabreichten Dosen innerhalb eines Tages gelegen. Laut Weissem Haus wurde am Sonntag erneut ein Wert von mehr als 3 Millionen Impfungen erreicht – am dritten Tag in Folge.

Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC wurden landesweit bislang mehr als 143 Millionen Impfdosen gespritzt. Gut 36 Prozent der Erwachsenen im Land haben demnach mindestens eine Impfdosis bekommen, 20 Prozent der Erwachsenen sind voll geimpft. In den USA kommen derzeit drei Impfstoffe zum Einsatz: Neben den Präparaten von Moderna und Biontech/Pfizer, bei denen zwei Dosen gespritzt werden, wird auch der Impfstoff von Johnson & Johnson eingesetzt, der bereits nach einer Dosis seine volle Wirkung entfaltet.

US-Präsident Joe Biden hatte vor seinem Amtsantritt am 20. Januar versprochen, dass in seinen ersten 100 Tagen im Amt mindestens 100 Millionen Impfungen verabreicht werden sollten. Das Ziel wurde bereits vor einigen Tagen erreicht, nach knapp 60 Tagen im Amt. Inzwischen hat Biden sein Ursprungsziel verdoppelt: Bis zum Ablauf seiner ersten 100 Tage als Präsident Ende April sollen nun insgesamt 200 Millionen Impfungen verabreicht werden. (sda/dpa)
19:20
Ex-Corona-Beraterin berichtet von «unangenehmem» Telefonat mit Trump
Die frühere US-Regierungsberaterin Deborah Birx hat nach eigenen Angaben mit Aussagen zur Corona-Pandemie die Wut des damaligen US-Präsidenten Donald Trump auf sich gezogen. Birx sagte dem Fernsehsender CNN, Trump habe sie im vergangenen Sommer nach Interview-Äusserungen zur Gefahr durch das Coronavirus persönlich angerufen. Das Telefonat im August sei «sehr unangenehm» gewesen, berichtete Birx in einem Videoclip, der am Sonntag veröffentlicht wurde. «Es war sehr unangenehm, sehr direkt und sehr schwierig anzuhören», sagte sie mit Blick auf Trumps Worte in dem Gespräch.

Auf die Frage, ob sie bedroht worden sei, reagierte Birx nach kurzem Zögern ausweichend und wiederholte: «Ich würde sagen, es war eine sehr unangenehme Unterhaltung.»

Birx berichtete, Trumps Anruf sei damals auf ein CNN-Interview gefolgt, bei dem sie vor den Gefahren durch die Pandemie gewarnt habe. «Das war eine sehr schwierige Zeit, weil alle im Weissen Haus verärgert waren über dieses Interview und die Deutlichkeit, mit der ich über die Epidemie gesprochen habe.»

Die Ärztin hatte unter Trump zur Corona-Arbeitsgruppe des Weissen Hauses gehört. Wiederkehrend waren Meinungsverschiedenheiten zwischen Trump und Experten der Runde offen zutage getreten. Trump hatte zu Beginn der Pandemie die von dem Virus ausgehende Gefahr geleugnet, später ohne wissenschaftliche Belege für bestimmte Medikamente oder Prozeduren als vermeintliche Wundermittel geworben und bis zuletzt erkennen lassen, dass er das Tragen von Masken eher lästig fand.

Für besonderes Aufsehen hatte damals Trumps öffentlich vorgetragene Idee gesorgt, Menschen im Kampf gegen das Coronavirus Desinfektionsmittel zu spritzen. Birx, die damals bei Trumps Auftritt anwesend war, sagte dem Sender ABC vor einigen Tagen, sie habe in jenem Moment nicht gewusst, wie sie reagieren soll. Der Moment verfolge sie bis heute. «Ich denke immer noch jeden Tag daran.» (sda/dpa)
Deborah Birx
17:05
Wut in den Niederlanden – Kirchenbesucher greifen Journalisten an
Gottesdienstbesucher haben in den Niederlanden an zwei Orten Journalisten mit Gewalt angegriffen. Die orthodox-protestantischen Kirchen in Urk und Krimpen aan den Ijssel hatten am Sonntagmorgen trotz der strengen Corona-Regeln und öffentlicher Kritik die Türen für Hunderte Besucher geöffnet. Gottesdienste fanden ohne Einhaltung von Schutzmassnahmen statt. Journalisten, die darüber berichteten, wurden vor den Kirchen angegriffen.

In Krimpen an den Ijssel bei Rotterdam hatte ein 43-jähriger Mann nach Angaben von Augenzeugen einen TV-Reporter getreten und geschlagen. Der Mann war wenig später aus dem Gottesdienst geholt und dann festgenommen worden, wie die Polizei mitteilte. In Urk im Nordosten von Amsterdam fuhr ein Mann mit einem Auto absichtlich einen TV-Kameramann an. Zuvor waren dort auch Reporter von Kirchenbesuchern getreten worden, wie auf TV-Bildern zu sehen ist. Die Journalisten sollen den Angaben zufolge leicht verletzt worden sein.

Polizei und Politiker nannten die Gewalt unakzeptabel. Justizminister Ferd Grapperhaus erklärte: «Der unabhängige Journalismus ist notwendig für einen demokratischen Rechtsstaat.» Auch Abgeordnete mehrer Parteien reagierten wütend. «Lasst Journalisten ihre Arbeit machen», schrieb die Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten, Lilianne Ploumen, auf Twitter.

Zuvor hatte bereits Premier Mark Rutte die Kirchen als verantwortungslos kritisiert, weil sie trotz des Lockdowns Hunderte von Menschen zu Gottesdiensten zuliessen. Religiösen Gemeinschaften können Versammlungen nach der Verfassung nicht verboten werden. Bisher hielten sich aber die meisten Gemeinschaften an die Regeln und liessen zu Gottesdiensten höchstens 30 Besucher zu. (sda/dpa)
epa09094273 Outgoing Prime Minister Mark Rutte in the Lower House during a debate about the developments surrounding the corona virus in The Hague, the Netherlands, 24 March 2021.  EPA/LEX VAN LIESHOUT
Premier Mark Rutte
16:32
Kremlchef Putin ruft zu Corona-Impfungen auf
Russlands Präsident Wladimir Putin hat seine Landsleute aufgerufen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Wenige Tage nach seiner ersten Injektion unter Ausschluss der Öffentlichkeit sagte der Kremlchef, wer sich «sicher fühlen, nicht krank werden oder nach einer Erkrankung keine schwerwiegenden Folgen haben möchte», sollte sich impfen lassen. In Russland sind immer noch vergleichsweise wenige Menschen geimpft. Nach Putins Angaben haben erst 4,3 Millionen Menschen die beiden notwendigen Spritzen erhalten. Das sind knapp drei Prozent der Bevölkerung des Riesenreichs mit seinen 146 Millionen Einwohnern.

Zugleich verteidigte der Präsident im Staatsfernsehen seine Entscheidung, sich am vergangenen Dienstag nicht vor laufenden Kameras impfen zu lassen. Er habe die anderen Staatschefs nicht «nachäffen» wollen, die sich zuvor öffentlich spritzen liessen. Zudem meinte er, dass solche Impfaktionen leicht zu fälschen seien. Statt eines Vakzins könne eine Kochsalzlösung verabreicht werden. Er verriet auch weiterhin nicht, welchen der drei russischen Impfstoffe er erhalten hat. «Nur mein Arzt weiss das», sagte der 68-Jährige.

Russland hat neben dem international bekannten Impfstoff Sputnik V zwei weitere: EpiVacCorona und seit einem Monat CoviVac. Am Sonntag meldeten die russischen Behörden etwa 9000 Corona-Neuinfektionen. Ende vergangenen Jahres waren es täglich weit mehr als 20'000. (sda/dpa)
Russian President Vladimir Putin takes part in a video call with participants of a leadership forum via video conference at the Novo-Ogaryovo residence outside Moscow, Russia, Friday, March 26, 2021. (Alexei Druzhinin, Sputnik, Kremlin Pool Photo via AP)
16:02
Italien hofft auf Corona-Impfung in Apotheken bis Ende April
Italien will künftig auch in Apotheken Menschen gegen das Coronavirus immunisieren. «Ich hoffe, ab Ende April bis Mai», sagte Gesundheitsminister Roberto Speranza im Interview der Zeitung «Il Messaggero». Eine Übereinkunft mit den Apothekern sei auf der Zielgeraden.

In Italien beteiligen sich Apotheken schon lange am Testen. Online können dort Termine etwa für Corona-Schnelltests vereinbart werden, die dann oft in einem Zelt oder Container vor der Apotheke erfolgen. Bislang gibt es laut Gesundheitsministerium landesweit rund 1990 Stellen, an denen geimpft wird. Insgesamt wurden den Angaben vom Sonntagmorgen zufolge knapp 9,26 Millionen Dosen verabreicht. Italiens Impfziel ist, 500'000 Dosen am Tag zu spritzen. (sda/dpa)
epa09095736 An enderly person is given a dose of the Covid-19 vaccine by a healthcare personnel at a vaccination center in Binasco, near Milan, Italy, 25 March 2021  EPA/DANIEL DAL ZENNARO
15:51
Restaurants in Finnland bleiben für drei weitere Wochen geschlossen
Der Grossteil der Restaurants, Kneipen und Cafés bleibt in Finnland coronabedingt weiterhin dicht. Das Parlament in Helsinki beschloss am Sonntag, die Schliessung der Lokale in den meisten finnischen Regionen um drei Wochen bis zum 18. April zu verlängern. Ansonsten wäre die Massnahme an diesem Sonntag ausgelaufen. Sie gilt für die Regionen, in denen sich das Coronavirus zunehmend ausbreitet – das trifft derzeit auf die meisten Landesteile des nördlichsten Landes der EU zu. Essen zum Mitnehmen dürfen die Restaurants weiterhin anbieten.

Finnland hat weiterhin eine der niedrigsten Neuinfektionsraten der gesamten EU. Allerdings nehmen auch die finnischen Corona-Zahlen seit einiger Zeit zu. Bislang hat das Land mit seinen knapp fünf Millionen Einwohnern rund 75'000 Infektionen mit dem Coronavirus sowie knapp 820 damit in Verbindung stehende Todesfälle registriert. (sda/dpa)
A takeaway only, closed restaurant in Helsinki, Finland, Monday March 8, 2021. The Finnish Government's partial lockdown of restaurants starts Monday, closing restaurants for three weeks in the areas worst hit with coronavirus.  (Antti Aimo-Koivisto/Lehtikuva via AP)
15:25
Serbien impft Tausende aus Nachbarländern gegen Covid-19
Serbien hat am Wochenende Tausende Menschen aus den Nachbarländern Bosnien-Herzegowina, Nordmazedonien, Montenegro und Kroatien gegen Covid-19 geimpft. Am Samstag seien in der Hauptstadt Belgrad Ausländern aus der Region 9600 Impfungen verabreicht worden, sagte Nikola Nikodijevic, der Präsdent des Belgrader Stadtparlaments, dem serbischen Kabelfernsehen Vesti. Für den Sonntag waren demnach weitere 8500 Impfungen geplant.

Menschen aus den Nachbarländern wurden Medienberichten zufolge auch in den Städten Novi Sad und Nis gespritzt. Nach Berichten bosnischer Medien hatten sicn bereits am Samstagmorgen an den Grenzübergängen zwischen Bosnien und Serbien lange Staus gebildet. Zahlreiche Bürger Bosniens und Nordmazedoniens brachten in den sozialen Medien ihre Dankbarkeit gegenüber Serbien zum Ausdruck. In den beiden kleineren Balkanländern sind die Impfungen zum Schutz gegen Erkrankungen durch das Coronavirus noch kaum in Gang gekommen.

Die serbische Regierung bemühte sich, die Impfaktion als geplante Massnahme für Geschäftsleute aus der gesamten Region darzustellen, um die regionalen Handelsbeziehungen anzukurbeln. Die Serbische Handelskammer habe zu diesem Zwecke entsprechende Vereinbarungen mit den Partnerorganisationen geschlossen.

Dem widersprachen Medienmeldungen und Erlebnisberichte in Internet- Plattformen. Demnach habe es genügt, an den Impfstationen etwa einen bosnischen Reisepass vorzuweisen, um ohne Voranmeldung eine Impfung zu erhalten. Der Kommunalpolitiker Nikodijevic räumte ein, dass viele «Geschäftsleute» ihre Angehörigen mitgebracht hätten und dass am Ende niemand abgewiesen worden sei.

Serbien steht bei den Corona-Impfungen verhältnismässig gut da. Bis zum Sonntag hatten 20 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Impfung, 13 Prozent auch eine zweite erhalten. Das Land mit knapp sieben Millionen Einwohnern setzt neben den westlichen auch massiv russische und chinesische Impfstoffe ein. (sda/dpa)
epa09100967 People wait in line in front of the Belgrade Fair vaccination center in Belgrade, Serbia, 27 March 2021. Thousands of vaccine-seekers from neighboring countries like Bosnia and Herzegovina, North Macedonia and Montenegro have crowded the Belgrade's main vaccination center after Serbian authorities offered free coronavirus jabs for foreigners if they show up over the weekend.  EPA/ANDREJ CUKIC
10:12
Oberster Gesundheitsdirektor Engelberger fordert schnellere Lockerungen
Lukas Engelberger, Praesident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), spricht an einer Medienkonferenz zur Covid-19 Situation, am Donnerstag, 22. Oktober 2020, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider).
Der Präsident der kantonalen Gesundheitsdirektoren, Lukas Engelberger, sieht bereits für April Spielraum für Lockerungen der Corona-Massnahmen trotz steigender Fallzahlen. Grössere Veranstaltungen sollten wieder möglich sein für Personen, die negativ getestet oder bereits geimpft seien. Solche Modelle müssten in Form von Pilotprojekten ausprobiert werden, sagte er im Interview mit der «SonntagsZeitung». Ab April seien alle Risikogruppen geimpft, die Test-Offensive trage Früchte und Selbsttests seien im Einsatz, begründete Engelberger seinen Vorstoss.

Er ruft ferner den Bundesrat dazu auf, die Grenzwerte bei den Corona-Massnahmen zu überdenken. Die Zahl der Neuinfektionen sollte nicht so stark gewichtet werden. Vor allem müsste der Fortschritt der Test-Offensive besser berücksichtigt werden. (sda)
7:23
Erstes Grosskonzert in Barcelona mit 5000 Fans – nach Schnelltest
People attend a music concert in Barcelona, Spain, Saturday, March 27, 2021. Five thousand music lovers are set to attend a rock concert in Barcelona on Saturday after passing a same-day COVID-19 screening to test its effectiveness in preventing outbreaks of the virus at large cultural events. The show by Spanish rock group Love of Lesbian has the special permission of Spanish health authorities. While the rest of the country is limited to gatherings of no more than four people in closed spaces, the concertgoers will be able to mix freely while wearing face masks. (AP Photo/Emilio Morenatti)
Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie hat es in Barcelona am Samstagabend wieder ein grosses Popkonzert mit 5000 Zuschauern gegeben. Der Auftritt der Indie Popband Love of Lesbians in der für bis zu 24'000 Gäste ausgelegten Mehrzweckhalle «Palau de Sant Jordi» hatte Pilotcharakter und war offiziell genehmigt. Es ging darum zu testen, ob solche Grossveranstaltungen trotz Corona bei ausreichenden Vorsichtsmassnahmen sicher sein können.

Für die Fans war der Abend auf jeden Fall ein voller Erfolg. «Es war super, eigentlich noch besser als vor Corona, weil alle Leute so unglaublich glücklich und ausgelassen waren, weil sie endlich mal wieder in einem Konzert sein konnten. Viele tanzten und haben unter der Maske mitgesungen», erzählte Rubén Casado der Deutschen Presse-Agentur.

Vor und während des Konzerts galten strenge Schutzmassnahmen, die von einem Ärzteteam überwacht wurden. Alle Zuschauer mussten am Samstag in einem von drei speziellen Testzentren zwischen 08.00 Uhr und 16.00 Uhr einen Schnelltest machen. Nur 6 der 5000 Tests seien positiv ausgefallen, schrieb die Zeitung «La Vanguardia».

Eingelassen wurden nach Angaben der Veranstalter zudem nur registrierte Besucher im Alter zwischen 18 und 65 Jahren, die ein neueres Smartphone besassen, um ein Programm für das Test-Ergebnis herunterladen zu können. Zudem mussten die Zuschauer einwilligen, dass ihre Daten mit denen der Gesundheitsbehörden abgeglichen werden.
epa09101745 Members of the audience take a selfie as the Spanish band Love of Lesbian performs on stage in front of 5,000 people at the Palau Sant Jordi arena in Barcelona, Catalonia, Spain, 27 March 2021. This is the first crowded concert in Spain since the beginning of the COVID-19 coronavirus pandemic a year ago. People had to go through a PCR test and were given FPP2 masks before entering the test concert venue.  EPA/Alejandro Garcia
(sda/dpa)
6:34
Lange Staus vor Urlaubsgebiet in Rio am Corona-«Super-Feiertag»
Am ersten Wochenende des «Super-Feiertags» mit Lockdown als Anti-Corona-Massnahme haben sich vor einem beliebten Touristenziel in Rio de Janeiro Verkehrsstaus gebildet. Eine kilometerlange Fahrzeugschlange verstopfte am Samstag die Zufahrt zu einem Gebiet mit Seen, das sich im Osten Rios an der Küste entlangzieht. Der Stau erreichte zu Spitzenzeiten mehr als zehn Kilometer, wie etwas das brasilianische Nachrichtenportal «G1» berichtete. Die Wartezeit betrug demnach bis zu drei Stunden. Verschiedene Zugänge zu den Städten entlang der Strasse mit den Lagunen und Stränden waren versperrt, der Zugang zu den Stränden angesichts des erwarteten Ansturms verboten.

Der Corona-Hotspot Brasilien hatte am Freitag einen Tageshöchstwert bei den Corona-Toten registriert. Das Gesundheitsministerium in Brasília meldete 3650 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 innerhalb 24 Stunden. Zudem registrierte das Land vor kurzem erstmals mehr als 100 000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag. Das Gesundheitssystem ist inzwischen vielerorts zusammengebrochen oder dabei zusammenzubrechen. Medikamente, unter anderem zur Intubation von Covid-19-Patienten, gehen zur Neige. (sda/dpa)
22:35
Wann gibt die Impfung für Kinder und Jugendliche?
Der Tages-Anzeiger greift in einem am Samstag veröffentlichten Artikel die Frage auf, wann sich junge Menschen gegen das neue Coronavirus impfen lassen können.

Die wohl für viele enttäuschende Antwort: Das stehe noch nicht fest. Sicher sei jedoch, dass alle, die darauf warten, Geduld brauchten. «Der Impfstoff für Kinder unter 12 Jahren kommt wohl erst 2022, auch beim Impfstoff für Jugendliche bin ich skeptisch, ob er bis im Spätherbst/Winter schon da sein wird», zitiert der Tages-Anzeiger Christoph Berger, Kinderarzt, Infektiologe und Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffragen.
Christoph Berger, Kinderarzt und Impfkommissionspräsident.
Einzig für die 16- bis 18-Jährigen gebe es Hoffnung. Der Impfstoff von Pfizer/Biontech sei als einziger bereits ab 16 Jahren zugelassen. Sobald in der Schweiz genügend Pfizer-Impfstoff vorhanden sein werde und alle Risikogruppen an der Reihe waren, könnten sich auch die über 16-Jährigen impfen lassen. Ob es jedoch noch vor den Sommerferien so weit sein werde, sei nicht klar.

Hier gehts zum Tagi-Artikel.
19:32
200 demonstrieren in Zürich – 5 Festnahmen
In Zürich haben am Samstagnachmittag laut Polizei rund 200 Personen demonstriert. Der nicht bewilligte sogenannte Corona-Spaziergang unter dem Motto «Wir tragen eure Krise nicht» wurde von den Ordnungshütern im Kreis 4 mit Gummischrot gestoppt. Fünf Personen wurden vorläufig festgenommen, eine Person wird der Staatsanwaltschaft zugeführt.

Auf verschiedenen Plattformen in den sozialen Medien war für Samstagnachmittag zu einer Demonstration aufgerufen worden. Gegen 14.15 Uhr habe die Stadtpolizei Zürich in der Umgebung des Hardplatzes mehrere kleinere Gruppierungen festgestellt, die offensichtlich dem Aufruf gefolgt seien, hiess es in einer Polizei-Mitteilung vom Samstagabend.

Mehrere Dutzend Personen seien kontrolliert und auch weggewiesen worden, weil in Zürich die maximale Teilnehmerzahl an Versammlungen im öffentlichen Raum auf 15 Personen beschränkt sei. Die Polizei sei vor Ort gewesen, habe aber nach dem Prinzip der Verhältnismässigkeit gehandelt.

Später besammelten sich um den Bullingerplatz im Kreis 4 rund 200 Personen und marschierten durch verschiedene Strassen des Quartiers. Gegen 16.30 Uhr löste sich die Demonstration nach Polizeiangaben auf. Meldungen über verletzte Personen oder Sachbeschädigungen lagen nicht vor.

(sda)
17:41
200 demonstrieren im Wallis gegen Corona-Massnahmen
In Sitten VS haben am Samstag rund 200 Personen friedlich gegen die Hygiene- und Verhaltensregeln im Kampf gegen die Corona-Pandemie demonstriert. Der Anlass war von der Stadtgemeinde bewilligt worden.

Ein Sonderaufgebot der Kantonspolizei und der Regionalpolizei Sitten/Siders habe die Einhaltung der Auflagen der Gemeinde sichergestellt, teilte die Kantonspolizei Wallis am Samstag mit. Nach rund zwei Stunden sei die Kundgebung ohne Zwischenfälle beendet worden.

(sda)
16:55
Impfdosen an Lehrer gespritzt – Impfungen an Dubliner Klinik gestoppt
Weil 20 überzählige Impfdosen an Lehrkräfte einer Privatschule verteilt wurden, haben die irischen Behörden die Impfungen an einer Dubliner Klinik gestoppt. «Die Verteilung von Impfstoffen durch das Beacon Hospital an eine Schule war völlig unangemessen und komplett inakzeptabel», teilte Gesundheitsminister Stephen Donnelly am Samstag mit. Eine Untersuchung soll die Umstände aufklären. Die Privatklinik entschuldigte sich für die Entscheidung, die unter Zeitdruck getroffen worden sei.

«Es ist wichtig, dass das Programm gemäss der vereinbarten Priorisierung durchgeführt wird, um den Nutzen des Impfprogramms und die Geschwindigkeit zu maximieren, mit der Irland aus den Covid-19-Massnahmen aussteigt», sagte Donnelly. In dem EU-Staat mit etwa 4,9 Millionen Einwohnern haben – Stand 24. März – etwa 530'000 Menschen eine erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten.

(sda/dpa)
16:26
Randale für St. Galler Stadtpräsidentin «inakzeptabel»
Die St. Galler Stadtpräsidentin Maria Pappa hat die Ausschreitungen in der Nacht auf Samstag als «inakzeptabel» bezeichnet. Die Jugendlichen hätten es in der Pandemie zwar alles andere als leicht, aber Gewalt sei keine Lösung.

Dass die Situation aus dem Ruder gelaufen sei, habe sie nicht verwundert, sagte Pappa gegenüber dem «St. Galler Tagblatt» am Samstag. Denn in den sozialen Medien sei schon im Vorfeld zum Trinken und zu Gewalt aufgerufen worden.

Appell auch an die Erwachsenen
«Wenn sich Frust anstaut und Alkohol im Spiel ist, ist die Eskalationsgefahr gross», sagte Pappa. Doch man dürfe nicht alle in den gleichen Topf werden. Von den 200 Beteiligten hätten vermutlich nur einige wenige Gewalt ausgeübt. Das sei ein kleiner Teil. «Die meisten Jugendlichen verhalten sich tadellos», auch wenn ihnen in der Corona-Krise die Perspektiven fehlten, sie von Ängsten geplagt seien und die Nerven blank lägen.
Maria Pappa (SP), Kandidatin fuer das Stadtpraesidium, posiert bei Vadian-Denkmal, am Donnerstag, 10. September 2020, in St. Gallen. In der Stadt wird am 27. September gewaehlt. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Maria Pappa, St.Galler Stadtpräsidentin. (Bild: Keystone)

Die Stadtpräsidentin appelliert aber auch an die Erwachsenen: Wenn diese sich beschwerten und das Tragen von Masken und das Einhalten von Abständen als unsinnig bezeichneten, «dann stossen die Jungen ins gleiche Horn und fangen an, Partys zu feiern». Deswegen müssten jetzt Jung und Alt Ruhe bewahren.

(sda)
13:01
Zahl der Neuinfektionen in den USA steigt wieder an
In den USA sind am Freitag 80'716 neue Corona-Fälle und 1265 Tote nach einer Infektion gemeldet worden. Dies geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Samstagmorgen (MEZ) hervor. Am selben Tag der Vorwoche waren es 61'527 Neuinfektionen und 1184 Tote. Die bisherigen Höchstwerte wurden am 2. Januar mit 300'416 neuen Fällen sowie am 12. Januar mit 4477 Toten registriert. (sda/dpa)
12:14
Selbsttests ab dem 7. April verfügbar
In der Schweiz werden die ersten Coronavirus-Selbsttests in den Apotheken ab dem 7. April zur Verfügung stehen. Das sagte Bundesrat Alain Berset in der SRF-Samstagsrundschau.

Ab dem 7. April seien «gute Mengen» verfügbar, sagte der Gesundheitsminister. Danach werde es immer schneller möglich sein, diese Selbsttests zu erhalten.

In einer Pandemie gebe es immer Knappheiten. Deswegen brauche es auch noch ein wenig Zeit, bis alles gut funktioniere, sagte Berset. Aber das werde sehr rasch der Fall sein. Leider reiche es nicht mehr vor Ostern. «Aber wir sind eine Woche früher als geplant.»

Mit den Selbsttests können sich Personen mittels eines einfachen Nasenstäbchens zuhause selber auf das Coronavirus testen. Der Test verwendet Proben von der vorderen Partie der Nase statt aus dem Nasen-Rachen-Raum. Sobald die Tests erhältlich sind, kann jede Person in der Schweiz pro Monat fünf Kits kostenlos in einer Apotheke beziehen. (sda)
Bundesrat Alain Berset, spricht an einer Medienkonferenz zur Lieferung von Impfdosen und die laufende Impfkampagne, am Donnerstag, 25. Maerz 2021 in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)
10:30
Iran: Sanktionen blockieren Einfuhr von Impfstoffen
Die US-Sanktionen gegen den Iran blockieren laut Präsident Hassan Ruhani weiterhin die Einfuhr von Corona-Impfstoffen. «Wir bestellen die Vakzine, bezahlen sie auch, aber vor der Einfuhr wird uns mitgeteilt, dass die Hersteller immer noch Angst vor den US-Sanktionen haben», sagte Ruhani am Samstag im Staatsfernsehen. Daher komme es entweder zu Verspätungen oder Stornierungen.

«Dieser Wirtschaftsterrorismus, den (der ehemalige US-Präsident Donald) Trump gegen uns verhängt hat, dauert an», sagte der Präsident. Ruhani nannte keine Einzelheiten, aber es handelt sich anscheinend um Probleme mit Indien, wo letzte Woche die indische Staatsanwaltschaft wegen der US-Sanktionen die Ausfuhr von 370'000 Dosen blockiert hat. (sda/dpa)
10:28
Britische Regierung rechnet mit Impf-Auffrischungen ab September
Zum Schutz gegen neue Varianten des Coronavirus sollen die Menschen in Grossbritannien eine dritte Impfung erhalten. Über 70-Jährige könnten diese «Booster»-Impfung bereits im September bekommen, sagte der zuständige Staatssekretär Nadhim Zahawi der Zeitung «Daily Telegraph» (Samstag). Auch medizinisches Personal und Pflegekräfte sollen dann ihre dritte Dosis innerhalb von zehn Monaten bekommen. Bis zum Herbst würden vermutlich acht verschiedene Impfstoffe zur Verfügung stehen, sagte Zahawi. «Wie auch immer das Virus sich verhält - wir werden bereit sein.»
FILE - In this Friday, March 19, 2021 file photo Britain's Prime Minister Boris Johnson gestures after receiving the first dose of the AstraZeneca vaccine administered by nurse and Clinical Pod Lead, Lily Harrington at St.Thomas' Hospital in London. (AP Photo/Frank Augstein, Pool)
7:34
180 Uno-Länder sprechen sich für fairen Zugang zu Impfstoff aus
Ein Grossteil der 193 Uno-Mitgliedsstaaten hat sich für einen gleichberechtigten Zugang zu den Corona-Impfstoffen ausgesprochen. Lediglich 13 Staaten hätten die bei der Sitzung der Vollversammlung vom Libanon eingebrachte politische Erklärung nicht unterstützt, teilten die Vereinten Nationen am Freitag mit. Unter ihnen seien Nordkorea, Myanmar, Syrien, die Zentralafrikanische Republik, der Südsudan und die Seychellen.

In der Erklärung zeigen sich die Unterzeichnerstaaten zutiefst besorgt, dass allen internationalen Vereinbarungen, Initiativen und Erklärungen zum Trotz die Covid-Impfstoffe immer noch weltweit ungleich verteilt seien, und zwar nicht nur zwischen, sondern auch in den Ländern. (sda/afp)
7:26
Frankreich weitet Lockdown
Wegen der dritten Corona-Welle weitet Frankreich seinen Lockdown aus: Ab Samstag schliessen in drei weiteren Départements Geschäfte. Die Bewegungsfreiheit der Bürgerinnen und Bürger wird eingeschränkt. Insgesamt betreffen die verschärften Corona-Auflagen 19 Verwaltungsbezirke mit mehr als 23 Millionen Menschen.

Seit einer Woche gilt der Lockdown bereits im Pariser Grossraum und Teilen Nord- und Südfrankreichs. Ab Samstag sind auch das Département Rhone um die Grossstadt Lyon betroffen sowie die Verwaltungsbezirke Aube südöstlich von Paris und Nièvre südlich der Hauptstadt. (sda/afp)
7:24
Brasilien registriert Tageshöchstwert an Corona-Toten
Brasilien hat erneut einen Tageshöchstwert bei den Corona-Toten registriert. 3650 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 in den vergangenen 24 Stunden meldete das Gesundheitsministerium in Brasília am Freitagabend (Ortszeit). Am Dienstag hatte Brasilien erstmals mehr als 3000 Corona-Tote an einem Tag erfasst. Damit stieg die Zahl der Corona-Toten auf 307'112.

Das Gesundheitssystem ist vielerorts zusammengebrochen oder dabei zusammenzubrechen. Medikamente, unter anderem zur Intubation von Covid-19-Patienten, gehen zur Neige. Wie das Nachrichtenportal «G1» unter Berufung auf die Forschungseinrichtung «Fundação Oswaldo Cruz» (Fiocruz) berichtete, deuten jüngste Daten auf eine Zunahme der Krankheit bei Jüngeren hin. Sorgen bereitet die Mutation P1, welche in weiten Teilen Brasiliens bereits dominant ist. Sie ist möglicherweise ansteckender als die bisher bekannten Mutationen.

>>> Mehr zur dramatischen Lage in Brasilien erfährst du hier
epa09099727 People attend a funeral in the cemetery Campo de Esperanza, in Brasilia, Brazil, 26 March 2021. Brazil joined the club of the nations producing its own vaccine against Covid-19, in order to confront the Covid-19 pandemic that has come to kill a person every half a minute in Brazil.  EPA/Joedson Alves
20:42
Tschechien verlängert Corona-Notstand um zwei Wochen
In Tschechien wird der Corona-Notstand um zwei weitere Wochen bis zum 11. April verlängert. Im Parlament in Prag stimmten am Freitagabend 53 Abgeordnete dafür. Dagegen waren 34. Ministerpräsident Andrej Babis sagte, es gebe Hoffnung, dass dies der letzte Lockdown sein könnte. Zugleich bat er seine Landsleute um Geduld. Der Notstand gibt der Regierung mehr Vollmachten und ermöglicht es, Grundrechte auszusetzen.
Czech Prime Minister Andrej Babis with face mask listen to Slovenia's Prime Minister Janez Jansa, Bulgaria's Prime Minister Boyko Borissov and Austrian Chancellor Sebastian Kurz behind plexiglass shields during a joint press conference at the federal chancellery in Vienna, Austria, Tuesday, March 16, 2021. (AP Photo/Ronald Zak)
In Tschechien darf man seinen Wohnbezirk - vergleichbar einem Landkreis - derzeit nur in Ausnahmefällen verlassen. Eine Mehrheit der Abgeordneten forderte die Regierung auf, diese Massnahme spätestens nach Ostern aufzuheben. Zudem solle die Maskenpflicht entfallen, wenn man allein auf der Strasse ist.

Die Corona-Lage verbessert sich in dem EU-Land nur langsam. Innerhalb von 7 Tagen stecken sich nach aktuellen Zahlen immer noch mehr als 500 Menschen je 100 000 Einwohner mit dem Virus an. In Deutschland liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 119. Seit Beginn der Pandemie gab es in dem 10,7-Millionen-Einwohner-Land mehr als 1,5 Millionen Infektionen und 25 639 Todesfälle. (sda/dpa)
20:16
WHO bittet um Impfdosen für arme Länder
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat reiche Länder aufgerufen, so schnell wie möglich Impfstoffdosen für ärmere Staaten zu spenden. Innerhalb der nächsten Tage seien zehn Millionen Dosen erforderlich, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitagabend in Genf. Dann könnten auch 20 Länder, die ansonsten bis Anfang April nicht beliefert würden, mit Impfungen starten. «Es gibt jede Menge Länder, die es sich ohne grossen Einfluss auf ihre eigenen Impfkampagnen leisten könnten, Impfdosen zu spenden.»

Das Projekt Covax, das vor allem ärmere Länder mit Impfstoffen versorgen soll, hat grosse Schwierigkeiten mit dem Nachschub. Ein Problem sind Exportkontrollen in Indien, wo ein erheblicher Anteil produziert wird. Wegen steigender Infektionszahlen will Indien mehr Impfstoff für die eigene Bevölkerung nutzen.

Covax wollte bis Mai eigentlich 237 Millionen Impfdosen an mehr als 100 Länder liefern. Fast die Hälfte davon sollte vom Serum-Institut in Indien kommen, das Astrazeneca-Impfstoff produziert. 90 Millionen Dosen, die zur Auslieferung im März und April vorgesehen waren, verzögern sich wegen der Kontrollen. (sda/dpa)
18:02
Kommission fordert mehr Geld für die Erforschung von Long-Covid
Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats (SGK-N) will den Bundesrat beauftragen, genügend finanzielle Mittel für die Erforschung von Long-Covid zur Verfügung zu stellen. Sie hat eine entsprechende Motion eingereicht.

Der Entscheid für den Vorstoss fiel mit 16 zu 5 Stimmen bei einer Enthaltung, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Ebenfalls mit deutlicher Mehrheit reichte die Kommission zudem ein Postulat ein, das vom Bundesrat einen Bericht über die finanziellen Auswirkungen von Long-Covid auf Betroffene und Sozialversicherungen verlangt.

Die beiden Vorstösse ergänzen laut der SGK-N das vom Ständerat an den Bundesrat überwiesene Postulat zur «Sicherstellung einer angemessenen Behandlung und Rehabilitation für Menschen mit Long Covid».

Eine Motion aus dem Ständerat, die vom Bundesrat ein «besseres Datenmanagement im Gesundheitsbereich» fordert, empfiehlt die Kommission zur Annahme. In einem Brief fordert die SGK-N die Landesregierung schliesslich auf, die Swiss-Covid-App so weiterzuentwickeln, dass diese auch die Funktionalität von Registrierungs-Apps für öffentlich zugängliche Orte umfasst. (sda)
16:27
Kostenübernahme durch Bund führt in Freiburg zu mehr Tests
Im Kanton Freiburg sind vergangene Woche 23 Prozent mehr Corona-Tests durchgeführt worden als in der Woche zuvor. Die kantonale Gesundheits- und Sozialdirektion (GSD) führt dies auf neue Bestimmungen und die Kostenübernahme der Tests durch den Bund zurück.

Im Kanton Freiburg können Tests im Forum Freiburg, in einigen Apotheken und bei Hausärztinnen und Hausärzten durchgeführt werden. Das Forum Freiburg hat eine Kapazität von 500 Tests pro Tag. Geprüft wird, ob dort künftig auch Tests für Kinder angeboten werden sollen.

Seit Mitte März übernimmt der Bund nach den zugelassenen Kosten für die PCR-Tests auch jene für Schnelltests in allen bis anhin zugelassenen Testinstitutionen. Kostenpflichtig bleiben nur PCR-Tests, die man für die Einreise in ein anderes Land benötigt. (sda)
16:23
Deutschland: Frankreich wird Hochinzidenzgebiet - Tirol, Tschechien zurückgestuft
Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen stuft die deutsche Regierung Frankreich ab Sonntag als Hochinzidenzgebiet mit Testpflicht bei der Einreise ein. Das österreichische Bundesland Tirol sowie Tschechien und die Slowakei werden gleichzeitig von der Liste der Virusvariantengebiete gestrichen, wie das Robert Koch-Institut am Freitag mitteilte.

Die Infektionslage in Frankreich hatte sich in den vergangenen Wochen kontinuierlich verschlechtert. Täglich melden die Behörden etwa 30 000 neue Ansteckungen. Die Situation in den Krankenhäusern ist in mehreren Regionen extrem angespannt. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche liegt aktuell bei mehr als 300. Die Einstufung als Hochinzidenzgebiet erfolgt ab einem Inzidenzwert von 200. In Deutschland lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz laut dem Robert-Koch-Institut am Freitagmorgen bei 119,1, Tendenz auch hier steigend.

Wer aus den genannten Gebieten einreist, muss einen negativen Corona-Test bei Einreise dabei haben. Für Pendler treffen die jeweiligen Bundesländer in der Regel spezielle Regelungen. Die Grenzregion Moselle war bereits Anfang März als Virusvariantengebiet eingestuft worden. Dort gibt es damit schon eine Testpflicht bei Einreise. Kontrolliert wird sie wahrscheinlich auch künftig nur stichprobenartig hinter der Grenze im Rahmen der sogenannten Schleierfahndung. Stationäre Grenzkontrollen sind nicht geplant. (sda/dpa)
15:38
Kanton Schaffhausen startet repetitive Coronavirus-Tests
In den nächsten drei Wochen werden im Kanton Schaffhausen an Schulen und in Betrieben versuchsweise repetitive Massentests durchgeführt. Die Teilnahme ist freiwillig. Ziel der Tests sei es, möglichst viele Ansteckungen mit dem Coronavirus zu entdecken, teilte das Gesundheitsamt des Kantons Schaffhausen am Freitag mit.

Die Tests sollen mittels Speichelproben durchgeführt werden. Die Proben von jeweils etwa zehn Personen sollen zu einer Mischprobe vereint werden. Fällt die Analyse einer Mischprobe positiv aus, soll mit Einzelproben herausgefunden werden, welche Personen infiziert sind.

Die repetitiven Tests sind seit dem 15. März Bestandteil der Teststrategie des Bundes. Für die Umsetzung sind die Kantone zuständig. (sda/bal)
14:57
Tessin: Massentests für Firmen ab Mitte April
Tessiner Firmen können ab Mitte April ihre Belegschaft regelmässigen Coronavirus-Tests unterziehen. Voraussetzung ist, dass mindestens 60 Prozent der Mitarbeitenden zu den Tests einwilligen, wie Gesundheitsdirektor Raffaele De Rosa am Freitag vor den Medien erklärte.

Im Vorfeld müsse zudem geklärt werden, ob die Mitarbeitenden einer Firma einem erhöhtem Risiko für eine Coronavirus-Infektion ausgesetzt seien oder nicht, fuhr De Rosa fort. Bei einem erhöhten Risiko muss die Firma mindestens zehn Mitarbeitende zählen, um Massentests durchführen zu können. (sda)
14:37
Vatikan will 1200 Bedürftige vor Ostern gegen Corona impfen
Der Vatikan will in der Karwoche vor Ostern 1200 Arme gegen die Krankheit Covid-19 impfen. Es handele sich um Menschen, die aufgrund ihrer Situation am meisten dem Virus ausgesetzt seien, teilte der Päpstliche Wohltätigkeitsdienst im Vatikan am Freitag mit.

Der Heilige Stuhl habe die Impfdosen von Biontech/Pfizer über das italienische Institut für Infektionskrankheiten Lazzaro Spallanzani gekauft, hiess es weiter.
ARCHIV - Polizeiautos und Beamte patrouillieren auf dem leeren Petersplatz. Die Neuordnung der Geldströme im Vatikan soll mehr Transparenz bringen. Foto: Andrew Medichini/AP/dpa
Zu Beginn der Impfkampagne im Januar hatte der Vatikan schon einmal Bedürftige geimpft. Damals erhielten rund 50 meist obdachlose Menschen, die um den Petersdom lebten und vom Päpstlichen Wohltätigkeitsdienst unterstützt wurden, eine Impfung. Papst Franziskus hatte immer wieder betont, dass der Impfstoff allen zugänglich gemacht werden müsse. Er forderte die Menschen zudem immer wieder dazu auf, sich aus Verantwortung anderen gegenüber impfen zu lassen. (sda/dpa)
14:17
Durchimpfung könnte 25 Millionen Franken pro Tag bringen
Mit jedem Tag, an dem die Durchimpfung schneller erreicht wird, könnte die Schweiz 25 Millionen Franken einsparen. Davon geht die wissenschaftliche Taskforce des Bundes aus. Auch teure Massnahmen zur Beschleunigung hätten deshalb ein gutes Nutzen-Kosten-Verhältnis.

Im Vergleich zu einer Welt ohne Corona beliefen sich die Verluste beim Bruttoinlandprodukt (BIP) in der Schweiz allein im Januar und Februar auf drei Milliarden Franken pro Monat, schreibt die Taskforce in ihrem neuesten Policy Brief am Freitag. Das entspreche einem Wertschöpfungsausfall von 100 Millionen Franken pro Tag.

Dieser werde jeweils ungefähr zur Hälfte durch die international geschwächte Konjunktur und die «staatlichen Eindämmungsmassnahmen und spontane Verhaltensänderungen» verursacht. Würde man also über Nacht alle Schweizerinnen und Schweiz impfen, dann könnte man 1,5 Milliarden Franken pro Monat oder 50 Millionen Franken pro Tag einsparen.

Weil das nicht machbar ist, gingen die Forscherinnen und Forscher «von einer weitgehenden Durchimpfung» von 75 Prozent aller Erwachsenen aus. Und sie nahmen an, dass die Durchimpfung und die Normalisierung des Wirtschaftslebens linear erfolgen würden.

Unter diesen Umständen betrüge der Wertschöpfungsverlust über sechs Monate von März bis August rund 4,5 Milliarden Franken. Das bedeute, dass dieser Verlust mit jedem Tag, um den der Endpunkt der Impfkampagne verschoben wird, um 0,55 Prozent reduziert werden könnte. Und das entspräche 25 Millionen Franken pro Tag. (sda)
13:42
1'347'740 Dosen bisher verimpft
Vom 18. März bis 24. März sind in der Schweiz 166'650 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag auf seiner Website veröffentlichte.

Pro Tag wurden damit durchschnittlich 23'807 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor stieg die Impfkadenz um 17 Prozent. Insgesamt wurden bis Mittwoch 1'347'740 Impfungen durchgeführt. Bislang sind 506'559 Personen vollständig geimpft, das heisst 5,9 Prozent der Bevölkerung haben bereits zwei Impfdosen erhalten. Bei 334'622 Personen wurden bislang nur die Erstimpfung durchgeführt.

Bereits an die Kantone ausgeliefert, aber noch nicht eingesetzt, sind momentan 365'735 Impfdosen. Zudem sind noch 106'100 Impfdosen beim Bund gelagert. (sda)



Sars-Cov-2, Covid-19, Coronavirus – die wichtigsten Begriffe
Coronaviren sind eine Virusfamilie, die bei verschiedenen Wirbeltieren wie Säugetieren, Vögeln und Fischen sehr unterschiedliche Erkrankungen verursachen.

Sars-Cov-2 ist ein neues Coronavirus, das im Januar 2020 in der chinesischen Stadt Wuhan identifiziert wurde. Zu Beginn trug es auch die Namen 2019-nCoV, neuartiges Coronavirus 2019 sowie Wuhan-Coronavirus.

Covid-19 ist die Atemwegserkrankung, die durch eine Infektion mit Sars-Cov-2 verursacht werden kann. Die Zahl 19 bezieht sich auf den Dezember 2019, in dem die Krankheit erstmals diagnostiziert wurde.

Die wichtigsten Fakten zum Coronavirus: Symptome, Übertragung, Schutz.

Das Coronavirus in der Schweiz – eine Chronologie

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So kam das Coronavirus in die Schweiz – eine Chronologie

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