Schweiz
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Liveticker

Erstmals über 7000 neue Fälle in GB +++ Weihnachtsmarkt in Montreux soll stattfinden



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Team watson
21:23
Merkel will Restaurants bei Falschangaben in die Pflicht nehmen
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will bei Falscheinträgen in Gästelisten die Betreiber von Restaurants stärker in die Pflicht nehmen. Gastronomen, aber auch Friseursalons seien für die Einhaltung der Hygieneregeln verantwortlich und müssten darauf achten, dass die Angaben der Besucher auch stimmten, sagte Merkel am Dienstag nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten. «Im Zweifelsfalle, also bei Donald Duck ist die Sache ja nicht schwierig (...), aber im Zweifelsfalle muss man sich eben dann auch noch mal den Ausweis zeigen lassen oder Fahrerlaubnis oder was auch immer», sagte Merkel. Ob die Betreiber nur eine Kontrollpflicht haben oder bei Falschangaben auch selbst zur Kasse gebeten werden, wurde nicht klar. Merkel sagte, die Verschärfung der Regeln sei verhältnismässig und wichtig, um den Gesundheitsämtern beim Nachverfolgen von Infektionsketten langwierige Prozesse zu ersparen. Angesprochen auf Kritik an teils offen ausliegenden Listen, machte Merkel deutlich, dass Diskretion für die Besucher als «Kundenservice» angebracht sei. Zu Kritik an Zugriffen von Sicherheitsbehörden auf solche Listen, sagte Merkel, es gehe um einen eng umgrenzten Bereich. Änderungen an der Strafprozessordnung seien hierzu nicht geplant. (sda/dpa)
21:11
Weihnachtsmarkt in Montreux findet reduziert statt
In diesem Jahr gibt es in Montreux VD keinen Weihnachtsmarkt in der üblichen Form. Die Organisatoren arbeiten aber an einer «Familien- und Regionalausgabe».Mit der Zunahme der Corona-Fälle sei es schwierig, eine solche Veranstaltung zu organisieren, sagte der Präsident und Direktor Yves Cornaro am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er bestätigte damit eine Information von Radio Chablais und der Zeitung «24 heures». Es sei zudem unmöglich zu garantieren, dass dieser grosse Weihnachtsmarkt nicht zu einem Anstieg von Coronavirus-Fällen führen würde.Die Organisatoren wollen aber eine kleinere Veranstaltung durchführen. Sie soll bereits Ende November beginnen und weniger (15 bis 20) Marktstände haben. In normalen Jahren sind am Weihnachtsmarkt in Montreux rund 170 Aussteller vor Ort. Im vergangenen Jahr lockte der Markt rund 600'000 Besucherinnen und Besucher an. (sda)
19:32
Israel steckt mitten in einer zweiten Corona-Welle
Die Zahl der in der Corona-Krise schwer Erkrankten liegt in Israel nur noch knapp unterhalb einer kritischen Marke. Wie das Gesundheitsministerium am Dienstagabend mitteilte, wurden zuletzt 778 solcher Fälle registriert. Als kritische Marke für eine Überlastung des Gesundheitssystems hatten Experten zuletzt 800 Schwerkranke genannt.Israel steckt mitten in einer zweiten Corona-Welle. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen hatte Ende vergangener Woche mit fast 8500 einen Rekordwert erreicht. Mit einem kompletten Lockdown will die Regierung die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems sichern.Für den Montag wurden 1151 Neuinfektionen registriert. Die Zahl der Tests fiel am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur sehr gering aus, allerdings wurden davon 15 Prozent positiv getestet. Der Erreger Sars-CoV-2 ist seit Beginn der Pandemie bei insgesamt 235'465 Menschen in Israel nachgewiesen worden. 1523 Menschen sind in Verbindung mit einer Corona-Infektion gestorben. (sda/dpa)
19:30
Bayern will vor neuen Corona-Risikogebieten vorgewarnt werden
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU, links im Bild) fordert vom Robert Koch-Institut künftig eine rechtzeitige Vorwarnung vor der Ausweisung neuer internationaler Corona-Risikogebiete. Derzeit würden neue Gebiete quasi über Nacht benannt, sagte Söder am Dienstag nach einer Schaltkonferenz der Länder-Regierungschefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin (Bild). Da wäre aber eine Vorwarnung extrem wichtig, sagte der CSU-Chef, er sprach von einem Zeitraum von etwa zwei Tagen. Söder wandte sich strikt gegen neue Grenzschliessungen: «Zu den Prioritäten sollte auch gehören, dass die Grenzen offen bleiben.»Der Bayer kündigte zudem ein Treffen mit Österreichs Kanzler Sebastian Kurz an, um alle aktuellen bilateralen Corona-Fragen zu besprechen. Unter anderem das direkt an Bayern grenzende österreichische Bundesland Tirol war vom RKI vor wenigen Tagen zum Corona-Risikogebiet erklärt worden. (sda/dpa)
18:56
Frankreichs Regierung will Gastrobranche unter die Arme greifen
Frankreichs Regierung will die unter den Corona-Auflagen leidenden Bars und Restaurants weiter unterstützen. Die Kurzarbeit im Hotel- und Gastrosektor werde bis zum 31. Dezember verlängert und ausserdem zu 100 Prozent finanziell ausgeglichen, kündigte die Regierung in Paris am Dienstag an. Die Regelung hätte eigentlich Anfang November auslaufen sollen. Gaststätten- und Hotelverbände lobten zwar die Massnahme – forderten aber ein Ende der Schliessungen ihrer Läden.

In Paris und anderen grossen Städten müssen Bars aufgrund der angespannten Corona-Lage um 22 Uhr schliessen. Restaurants dürfen ab dieser Zeit nur noch Alkohol zusammen mit einem Essen servieren. In der südfranzösischen Hafenstadt Marseille sind Restaurants und Bars vorerst sogar komplett geschlossen. Vielerorts hatte es Proteste gegen die Regelungen gegeben.

Für die Gastrobranche sind die Massnahmen der Regierung unzureichend. «Sehr gut, Herr Premierminister, aber wie sieht es mit der schnellstmöglichen Wiedereröffnung unserer Einrichtungen aus?», reagierte der Hotel- und Gastroverband GNI auf Twitter. «Und was ist mit dem Problem mit den Mieten? Und was ist mit unseren Caterern, die Empfänge organisieren?» (sda/dpa)
18:28
Neuer Rekord in Grossbritannien mit über 7000 neue Corona-Fälle
In Grossbritannien sind am Dienstag zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie mehr als 7000 neue Corona-Fälle gezählt worden. Insgesamt gab es 7142 Neuinfektionen, wie die zuständige Regierungsbehörde mitteilte. Zudem verdoppelte sich die Zahl der neuen Todesfälle innerhalb einer Woche: Lag die Zahl der Todesfälle mit einer Corona-Infektion in der vergangenen Woche noch bei 37 Fällen an einem Tag, waren es am Dienstag 71 Todesfälle. Auch die Zahl der Corona-Patienten in Krankenhäusern stieg merklich an.Angesichts der stark steigenden Zahlen gelten in grossen Teilen des Landes wieder schärfere Schutzmassnahmen: So dürfen sich im Nordosten Englands, aber auch in Nordirland und Schottland bis auf wenige Ausnahmen keine Angehörige verschiedener Haushalte mehr treffen. In England müssen Pubs und Restaurants um 22 Uhr schliessen. Premier Boris Johnson wollte am Mittwoch mit führenden Gesundheitsberatern vor die Presse treten. (sda/dpa)Bild: Anti-Corona-Demo in London, 26. September 2020. (keystone)
17:34
Merkel beunruhigt über steigende Infektionszahlen in Deutschland
Die steigenden Corona-Neuinfektionszahlen sind nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel ein Grund zur Beunruhigung. Merkel sagte am Dienstag in Berlin nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder, es gebe einen deutlichen Anstieg der Infektionszahlen vor allem in Ballungsräumen. Ein erneuter Shutdown müsse unbedingt verhindert werden. Deshalb werde man regional und lokal zielgenau auf Ausbrüche reagieren. Deutschland sei gut durch den Sommer gekommen, nun stehe mit dem Herbst und Winter aber eine «schwierigere Zeit» bevor. Man könne sich dem aber entgegenstellen mit den richtigen Massnahmen. Diese könnten nur durchgesetzt werden, wenn es die Bereitschaft der Bürger gebe, die Regeln zu befolgen, damit sich die Seuche nicht weiter ausbreite. Vorrang habe, die Wirtschaft so weit es gehe am Laufen zu halten und dass Kinder in Schulen und Kitas gehen könnten. (sda/dpa)
17:30
SRG muss wegen Corona 50 Millionen sparen und streicht 250 Stellen
Die Auswirkungen der Coronakrise erhöhen den Spardruck bei der Schweizerischen Radio und Fernsehgesellschaft SRG. Das Unternehmen hat deshalb einen Sparplan in Höhe von 50 Millionen Franken angekündigt. Vorgesehen ist ein Abbau von 250 Vollzeitstellen bis 2024.Die SRG rechnet mit rund 65 Millionen Franken weniger kommerziellen Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr, wie sie am Dienstag mitteilte. Die Coronakrise habe die Trends der rückläufigen Werbeeinnahmen und der verstärkten, digitalen Mediennutzung beschleunigt.Von 2021 bis 2024 soll deshalb ein neuer Sparplan von 50 Millionen Franken umgesetzt werden. Unternehmensweit werde mit einem Abbau von rund 250 der aktuell 5500 Vollzeitarbeitsplätzen gerechnet. (sda) Hier liest Du den Artikel auf watson dazu.
17:26
Deutschland begrenzt Feiern auf 50 Teilnehmende
Bund und Länder wollen angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen Feiern in öffentlichen oder angemieteten Räumen auf maximal 50 Teilnehmer beschränken. Dies gelte, wenn in einem Landkreis innerhalb von sieben Tagen mehr als 35 Neuinfektionen auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner auftreten. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag von Teilnehmern des Treffens von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder. (sda/dpa)
16:08
UBS rechnet mit schwächerem Wirtschaftseinbruch – wegen der Schweizer Pharma
Die Ökonomen der Grossbank UBS rechnen in diesem Jahr neu mit einem etwas schwächeren Wirtschaftseinbruch als bisher. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) soll demnach in diesem Jahr noch um 4,5 statt wie vorher prognostiziert um 5,1 Prozent sinken. Grund dafür ist die am Montag präsentierte Daten-Revision des Bundes.2019 entwickelte sich das BIP etwas schwächer als ursprünglich geschätzt. Das widerspiegle sich in einem positiven Basiseffekt, teilte die UBS am Dienstag mit. Zudem werde neu Kleinunternehmen in den Erhebungen mehr Rechnung getragen. Insgesamt fielen mit der Revision die Quartalszahlen für das laufende Jahr etwas weniger düster aus als bislang. In der ersten Jahreshälfte schrumpfte die Wirtschaft demnach um 5,3 statt um 6,1 Prozent.Die Pharmaindustrie sowie der Transithandel hätten einen stärkeren Einbruch der Schweizer Wirtschaft verhindert, hiess es weiter. Davon ausgehend erhöht die UBS ihre Prognose für 2020 und senkt die Schätzung für 2021 geringfügig auf 3,9 von bisher 4,0 Prozent. Die Aussicht einer graduellen Erholung der Schweizer Wirtschaft bleibe damit unverändert intakt, schreiben die Ökonomen der Grossbank. (awp/sda)
15:45
Grossbritannien setzt auf College-Kurse gegen Massenarbeitslosigkeit
Grossbritannien erwartet wegen der Corona-Pandemie einen massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit - und will dieser mit einem Weiterbildungsprogramm für Erwachsene begegnen.«Während alte Formen der Arbeit wegfallen, eröffnen sich neue Möglichkeiten mit atemberaubender Geschwindigkeit», sagte Premierminister Boris Johnson am Dienstag im britischen Exeter bei der Ankündigung eines neuen Programms zur Umschulung und Weiterbildung von Erwachsenen. Die Pandemie habe den Trend zum Online-Shopping und zu neuen Formen der Kommunikation massiv beschleunigt.Die Massnahmen richten sich vor allem an Menschen ohne Abitur oder einen vergleichbaren Abschluss. Für sie soll es ab April kostenlose, vom Staat finanzierte College-Kurse geben, in denen Qualifikationen für die Arbeitswelt nach der Pandemie gelernt werden können. Dafür will die Regierung zusätzliche 2,5 Milliarden Pfund (rund 3.3 Milliarden Schweizer Franken) in die Hand nehmen. Bislang haben in Grossbritannien nur Menschen unter 23 Jahren das Anrecht auf eine kostenlose Bildung. Auch betriebliche Ausbildungen sollen mit dem neuen Programm gestärkt werden. (awp/sda/dpa)
15:26
Berner Ferienmesse fällt 2021 aus, aber Zürcher Fespo findet statt
Die Ferienmesse Bern fällt 2021 aus. Wegen der Corona-Pandemie und deren wirtschaftlichen Folgen soll die älteste Tourismusmesse der Schweiz erst 2022 wieder durchgeführt werden.Das teilte die Veranstalterin Bernexpo am Dienstag mit. Sie will mit dem frühzeitigen Entscheid «Transparenz und Planungssicherheit gegenüber den Ausstellenden schaffen». Diese seien von den Reisebeschränkungen besonders hart betroffen. Die Messe findet traditionell im Januar statt und zieht stets rund 35'000 Besucher an. Die Durchführung der Ferienmesse in einer reduzierten Version kommt für die Veranstalter nicht in Frage. Festgehalten wird an der «Fespo – World of Travel» in Zürich, die ebenfalls von der Bernexpo Groupe durchgeführt wird (im Bild). Die Veranstalterin setzt nach eigenen Angaben alles daran, die Messe wie geplant vom 14. bis 17. Januar zu veranstalten. Die Situation werde aber fortlaufend beurteilt. (sda)
14:53
BAG-Direktor Pascal Strupler: «Ohne Fax hätte es mehr Probleme gegeben»
Der abtretende BAG-Direktor Pascal Strupler hat in einem Interview eine positive Bilanz der Arbeit seines Amtes gezogen. Die Pandemie habe Probleme offengelegt, die nicht nur das BAG beträfen. So auch beim Fax.Dass das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Meldeformulare der Ärzte zu Beginn der ersten Welle der Pandemie noch per Fax entgegengenommen hatte, sorgte für Verwunderung und Spott. Nun hat sich BAG-Direktor Pascal Strupler anlässlich seines Rücktritts noch einmal öffentlich zu den Vorwürfen geäussert, sein Amt sei ungenügend vorbereitet gewesen und habe die Digitalisierung verschlafen.Die Pandemie sei ein Stresstest für die gesamte Gesellschaft und das ganze Gesundheitssystem gewesen, sagte Strupler am Dienstag im «Tagesgespräch» von Radio SRF. «Es gibt eben auch Ärzte, die nur Fax haben», sagte Strupler: «Hätten wir Fax abgestellt, hätte es noch mehr Probleme gegeben.» Überhaupt sei die Digitalisierung im Schweizer Gesundheitswesen nicht sehr weit fortgeschritten. Der BAG-Direktor verwies auf die Einführung elektronischer Patientendossiers, für die er sich immer stark gemacht habe.Auch der anfängliche Mangel an Masken und Schutzausrüstung sei nicht auf Versäumnisse des BAG zurückzuführen. Spitäler und Ärzte hätten wegen der hohen Kosten kaum Interesse daran gehabt, Lagerhaltung zu betreiben. Schliesslich sei es das BAG gewesen, das den Nachschub organisiert habe. Dieses habe sein oberstes Ziel erreicht: Zu verhindern, dass das Schweizer Gesundheitssystem in der Pandemie zusammen breche.Die wachsende Kritik nach dem Ende des sogenannten «Lockdowns» wertete Strupler als normales Phänomen einer jeden Krise. Das BAG habe sich nun auch personell neu aufgestellt, um die Kräfte wieder bündeln.
13:35
Swiss nimmt im Winter 85% der ursprünglichen Ziele ins Programm
Die Swiss fliegt ab Oktober neu wieder nach Boston und Johannesburg. Auch München und Wroclaw in Polen werden wieder in den Flugplan aufgenommen. Dagegen werden die afrikanischen Städte Nairobi in Kenia und Daressalam in Tansania im Winter 2020/21 nicht angesteuert.Insgesamt hat die Swiss 85 Prozent der ursprünglichen Destinationen im Programm, wie sie am Dienstag mitteilte. Dabei werden ab Zürich 67 Ziele angeflogen, ab Genf 21. Allerdings wird dieser Flugplan mit deutlich weniger Flügen als eigentlich geplant umgesetzt. Aufgrund der Vielzahl der Reisebeschränkungen und Quarantänebestimmungen liegt er bei 30 bis maximal 40 Prozent des Vorjahres, wie die Swiss bereits in der vergangenen Woche angekündigt hatte.Zuvor hatte die Swiss gehofft, auf 50 Prozent zu kommen. Der Flugplan habe nun aber deutlich nach unten korrigiert werden müssen und sehe nunmehr erst gegen Ende des Winters das ursprünglich bereits für Oktober geplante Flugvolumen vor, schreibt die Fluggesellschaft. Sie will sich weiterhin für die Einführung von Corona-Schnelltests stark machen, um Reisen wieder sinnvoll ermöglichen zu können.
12:53
Jeder zehnte Tessiner hatte das Coronavirus bereits
Erste Ergebnisse der Tessiner Studie über Corona-Antikörper im Blut der Bevölkerung zeigen, dass elf Prozent der Menschen zwischen 20 und 64 Jahren mit dem Virus bereits in Kontakt waren. Das teilte die Fachhochschule der italienischen Schweiz (Supsi) am Dienstag mit.Für die Studie «Corona Immunitas Ticino» wurden 8000 Tessinerinnen und Tessinern seit Juli 2020 nach und nach Blut abgezapft. Die Zahlen sind laut Supsi repräsentativ für den gesamten Kanton. Demnach seien von den rund 210'000 im Tessin lebenden Erwachsenen bis heute rund 23'000 mit dem Virus in Kontakt gekommen.Eine frühere Studie zwischen Mai und Juli ergab, dass etwa neun Prozent der Tessiner Bevölkerung Antikörper gegen das Virus aufwiesen. Demnach stieg dieser Anteil bis heute um zwei Prozentpunkte.
12:42
BAG meldet 225 neue Fälle
Das Bundesamt für Gesundheit meldet am Dienstag 225 neue Fälle bei insgesamt 5959 neuen PCR-Tests. Das ergibt eine Positivitätsrate von 3,8 Prozent. Ausserdem meldet das BAG 10 neue Hospitalisationen und 2 neue Todesfälle.

9:27
Während Lockdown hat fast jeder Zweite im Home Office gearbeitet
Der coronabedingte Lockdown hat bekanntlich dem Home Office zu einem Boom verholfen. Nun fasst das Bundesamt für Statistik (BFS) diesen Trend in Zahlen: Zwischen April und Juni hat fast jeder Zweite (44,2%) Angestellte mindestens gelegentlich von zu Hause aus gearbeitet.Zum Vergleich: Im Vorjahr zur selben Zeit leisteten erst 29,2 Prozent der Angestellten Heimarbeit, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag gestützt auf die Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE) mitteilte.Fast flächendeckend von zu Hause aus arbeiteten im zweiten Quartal etwa Angestellte in den Bereichen Information und Kommunikation, Kredit- und Versicherungsgewerbe sowie Erziehung und Unterricht. Dort betrug der Home-Office-Anteil zwischen 77 und 87 Prozent. Aufgrund der Schulschliessungen arbeiteten etwa viele Lehrer aus dem Home Office.
8:15
Schweizer Labors verlangen Änderung der Test-Strategie
Preisdruck und Lieferengpässe machten das Ziel von 40'000 Coronatests pro Tag unrealistisch, sagt Laborverbandspräsident Willi Conrad. Er fordert eine Änderung der Teststrategie.«Viele Kollegen waren richtig sauer», sagt Willi Conrad, Präsident des Schweizer Laborverbands, in einem am Dienstag ausgestrahlten Interview mit Radio SRF. Grund dafür ist die Strategie des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Denn zum einen will das BAG die Testkapazitäten auf die kalte Jahreszeit hin auf 40'000 pro Tag erhöhen. Gleichzeitig will es aber die Kosten senken. Die Labors erhalten für den einzelnen Test weniger Geld.Nun stünden die Labors vor einer schwierigen Situation, kritisiert Conrad im Radio. Einerseits habe man mit einem hohen Preisdruck zu kämpfen. Gleichzeitig sei die benötigte Ware auf dem Weltmarkt knapp geworden. Seit zwei Wochen schon würden weniger Tupfer und Chemikalien geliefert als man benötige, um die jetzige Testmenge längerfristig zu halten, sagt Conrad. Ausserdem seien auch die Maschinen, mit denen die Tests durchgeführt werden, knapp geworden.Willi Conrad fordert deshalb eine Neuausrichtung der Teststrategie. «Möglichst viele zu testen, ist nicht das Richtige», sagt er im Interview mit SRF: «Wenn wir nur beschränkte Testkapazitäten haben, ergibt es mehr Sinn, wenn diese den Patienten zugute kommen, die diese am nötigsten brauchen.»
6:34
Schwedens Chefepidemiologe zieht lokale Lockdowns in Betracht
Der Architekt von Schwedens Sonderweg, Chefepidemiologe Anders Tegnell, sagte letzte Woche gegenüber Medien, dass Schweden in die falsche Richtung gehe: «Wir in den letzten Wochen einen leichten Aufschwung erlebt. Nicht annähernd so dramatisch wie in anderen Ländern Europas, aber es geht langsam aber sicher in die falsche Richtung», wird er etwa in The Local zitiert.Und weiter: «Es sieht leider so aus, als würden wir auf eine neue Rekordwoche zusteuern. Die Kurve, die letzte Woche begann, setzt sich diese Woche weltweit fort. Es gibt eine ganze Reihe von Ländern, die in letzter Zeit einen dramatischen Anstieg verzeichnet haben.»Falls Schweden die Zahlen nicht mit Homeoffice und Hygieneregeln in den Griff kriegen, erwägt Tegnell auch «lokale Lockdowns für maximal zwei bis drei Wochen verhängt, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen.» Tegnell macht die Abkehr vom Homeoffice für die steigenden Zahlen verantwortlich. Schweden verzichtete bis anhin auf Lockdowns – es könnte zum grössten Strategiewechsel seit März kommen.
3:56
UN-Chef: Million Tote sind «Qualvoller Meilenstein»
UN-Generalsekretär António Guterres hat die Zahl von mehr als einer Million Menschen, die nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sind, als «qualvollen Meilenstein» bezeichnet. «Es ist eine betäubende Zahl», sagte Guterres laut Mitteilung in der Nacht zum Dienstag in New York. «Trotzdem dürfen wir nie die einzelnen Leben aus dem Blick verlieren: Es waren Väter, Mütter, Ehefrauen, Ehemänner, Brüder, Schwestern, Freunde und Kollegen.»Guterres rief die Menschen weltweit auf, sich weiter an die Abstands- und Hygieneregeln zu halten sowie Masken anzuziehen. «Wir können diese Herausforderung überwinden.» Dafür brauche es verantwortungsbewusste Führungsstärke, Wissenschaft und weltweite Zusammenarbeit.
2:55
US-Forscher: Mehr als eine Million Corona-Tote weltweit
Seit Beginn der Corona-Pandemie sind US-Wissenschaftlern zufolge weltweit bereits mehr als eine Million Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das ging am Montagabend (Ortszeit) aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Mehr als 33,2 Millionen Infektionen wurden nachgewiesen. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Rund ein Fünftel aller erfassten Todesfälle beklagt die USA, wo mehr als 205'000 Menschen starben. In Brasilien sind mehr als 142'000, in Indien mehr als 95'000 Menschen gestorben.Die Opferzahl in den USA, wo rund 330 Millionen Menschen leben, ist weltweit die bislang höchste in absoluten Zahlen. Relativ zur Einwohnerzahl ist die Zahl der Toten jedoch in einigen europäischen Ländern höher. In den USA starben den Daten der Johns-Hopkins-Universität zufolge rund 63 Menschen pro 100'000 Einwohner, in Grossbritannien liegt dieser Wert ein wenig höher. In Spanien kommen 67 Tote auf 100'000 Einwohner, in Deutschland 11.Die Webseite der Hopkins-Universität wird regelmässig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen zuletzt aber auch wieder nach unten korrigiert. Der WHO erfasste bis Montag mehr als 996'000 Todesfälle und gut 33 Millionen bekannte Infektionen. (sda/dpa)
0:01
US-Regierung baut Corona-Testkapazität deutlich aus
Rund fünf Wochen vor der Präsidentschaftswahl in den USA baut die Regierung von Präsident Donald Trump die Testkapazität in der anhaltenden Corona-Pandemie deutlich aus. Trump sagte am Montag (Ortszeit) im Weissen Haus, in den kommenden Wochen werde seine Regierung 150 Millionen Coronavirus-Schnelltests verteilen, die binnen 15 Minuten ein Ergebnis lieferten. In der vergangenen Woche hätten die USA den hundertmillionsten Coronavirus-Test seit Beginn der Pandemie ausgeführt - «viel mehr als jedes andere Land», sagte der Präsident.Trump sagte, 50 Millionen der 150 Millionen neuen Schnelltests sollten bedrohten Bevölkerungsgruppen etwa in Alten- oder Pflegeheimen direkt zugute kommen. 100 Millionen Tests würden den Bundesstaaten zur Verfügung gestellt. Damit sollten Bemühungen unterstützt werden, die Wirtschaft und Schulen in den Bundesstaaten schnellstmöglich wieder zu öffnen und auch offen zu halten.«Die Unterstützung meiner Regierung würde es beispielsweise jedem Bundesstaat ermöglichen, jeden Lehrer, der das benötigt, in sehr regelmässigen Abständen zu testen», sagte der Präsident. Er fügte hinzu: «In kurzer Zeit hat meine Regierung das fortschrittlichste Testsystem der Welt aufgebaut.» Trump sagte, mit der Zunahme der Tests würden auch mehr Infektionen festgestellt werden.
21:39
Tschechische Regierung will wieder Ausnahmezustand verhängen
Angesichts steigender Corona-Zahlen will Tschechien wieder den Ausnahmezustand verhängen. Das sei sicherlich notwendig, sagte Regierungschef Andrej Babis von der populistischen Partei ANO am Montagabend im Fernsehsender Nova. Er gehe davon aus, dass das Kabinett am Mittwoch in Prag zu einer Sondersitzung zusammenkommen werde, um diesen Schritt zu beschliessen.Der Ausnahmezustand galt bereits im Frühjahr für zwei Monate und war Ende Mai ausgelaufen. Er ermöglicht es der Regierung unter anderem, Bürgerrechte wie die Versammlungsfreiheit auszusetzen. Zudem können die Gerichte höhere Strafen verhängen.In Tschechien sollen am Freitag und Samstag Regionalwahlen sowie Ergänzungswahlen in einem Drittel der Wahlkreise zum Senat, dem Oberhaus des Parlaments, stattfinden. Eine Verschiebung hatte die Regierung zuletzt ausgeschlossen. Bei der Stimmabgabe soll eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.Tschechien hatten in den letzten 14 Tagen die höchste Zahl an Neuinfektionen je 100'000 Einwohner in Europa nach Spanien und Frankreich. Am Sonntag kamen 1305 Fälle hinzu, wie aus Behördendaten hervorging. Das war der höchste Zuwachs an einem Sonntag seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung überstieg die Schwelle von 600. Deutschland hat eine Reisewarnung für ganz Tschechien ausgesprochen. (sda/dpa)
19:55
Niederlande verschärfen Corona-Regeln für drei Wochen
Die Niederlande verschärfen angesichts schnell steigender Fallzahlen ihre Corona-Regeln für zunächst drei Wochen. «Jeder hat die alarmierenden Berichte gesehen», sagte Ministerpräsident Mark Rutte am Montagabend in Den Haag. Daraus müssten jetzt Konsequenzen gezogen werden.Dazu gehört, dass ab Dienstagabend alle Sportveranstaltungen ohne Publikum stattfinden müssen. Cafés und Restaurants müssen um 22.00 Uhr schliessen und dürfen ab 21.00 Uhr keine neuen Gäste mehr einlassen. Ausserdem dürfen insgesamt nur noch 30 Menschen zugleich in einem Lokal sein, im Freien 40.Für alle Kontaktberufe wie Friseur oder Masseur ist eine Registrierung der Kunden verpflichtend. Mund- und Nasenschutz wird für Geschäfte empfohlen, ist aber nicht Pflicht. Die Niederlande sind bei Gesichtsmasken bisher sehr zurückhaltend gewesen. Zuhause soll man nur noch drei Gäste empfangen. Ausserdem sollen alle wieder möglichst von zu Hause aus arbeiten.«Entweder wir schaffen es, die Zahl der Infizierungen zu senken oder wir schaffen es nicht», sagte Gesundheitsminister Hugo de Jonge. «Dann sind härtere Massnahmen nötig.» Dies könne die Stilllegung des gesamten Gastronomie-, Sport- und Kultursektors sein. Es gehe dann wieder in Richtung Lockdown.Die Zahl der Corona-Infektionen ist in den Niederlanden zuletzt stark angestiegen. Am Samstag gab es laut der Universität Johns Hopkins rund 2760 Neuinfektionen in dem Land mit rund 17,5 Millionen Einwohnern. Die täglichen Fallzahlen waren damit höher als in Deutschland, das mehr als viermal so viele Einwohner hat. (sda/dpa)Ministerpräsident Mark Rutte
18:37
Gastronomen in Paris verärgert über neue Corona-Regeln
Bei Pariser Gastronomen wächst der Ärger über die neuen Corona-Massnahmen. Das Schliessen von Bars ab 22 Uhr sei ungerechtfertigt, diskriminierend und kontraproduktiv, prangerte der Hotel- und Gastroverband GNI am Montag an. Der Verband betonte, dass Restaurants und Bars strenge Hygienemassnahmen einhalten würden.

Die Regierung hatte in der vergangenen Woche angeordnet, dass in Paris und anderen grösseren Städten wie Toulouse oder Lille ab Montag Bars zwischen 22 und 6 Uhr geschlossen bleiben müssen. Für Grossveranstaltungen gilt nun ausserdem eine Begrenzung von 1000 Personen – im öffentlichen Raum dürfen sich nicht mehr als zehn Menschen treffen. Sporthallen müssen geschlossen bleiben.

Paris ordnete an, dass der Verkauf von Alkohol zum Mitnehmen und der Konsum auf öffentlichen Plätzen ab 22 Uhr verboten ist. In dieser Zeit sei auch das Abspielen von Musik auf der Strasse nicht erlaubt, so die Stadt. Restaurants dürfen auch nach 22 Uhr geöffnet bleiben - Alkohol darf allerdings nur zusammen mit einer Mahlzeit verkauft werden.

In Marseille mussten Bars und Restaurants aufgrund der angespannten Corona-Lage komplett schliessen. Gastronomen hatten am Wochenende in der südfranzösischen Hafenmetropole dagegen demonstriert. Die örtlichen Behörden warfen der Regierung in Paris vor, ohne Absprache über ihre Köpfe hinweg entschieden zu haben. Sie konnten durchsetzen, dass die Schliessungen vorerst nur 7 statt 15 Tage andauern sollen. (sda/dpa)
18:26
UN: Nur eines von acht Ländern schützt Frauen in Corona-Krise
Weltweit haben Frauen nach einem Bericht der Vereinten Nationen durchschnittlich nur in einem von acht Ländern besonderen Schutz vor den sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie. Für den Bericht seien Beschlüsse in 206 Ländern und Territorien ausgewertet worden, teilte die UN-Organisation für Geschlechtergerechtigkeit am Montag in New York mit. 42 davon hätten seit Beginn des Pandemie gar keinen Schutz für Frauen verabschiedet. Nur in 25 gebe es Massnahmen, die zum Beispiel Gewalt gegen Frauen und Mädchen zum Thema machen oder deren finanzielle Absicherung stärken.Der Grossteil aller neuen Beschlüsse – etwa 70 Prozent – soll Frauen und Mädchen vor Gewalt schützen, beispielsweise mit speziellen Zufluchtsorten oder Not-Telefonnummern. Die meisten seien in Europa verabschiedet worden. Nicht alle Pläne seien aber ausreichend finanziert, kritisierte UN Women. (sda/dpa)
14:05
Öffentliche Haushalte nach guten Jahren vor tief roten Zahlen
Die Finanzlage der öffentlichen Haushalte ist 2018 und 2019 laut dem Eidg. Finanzdepartement erfreulich positiv gewesen.
2020 würden die öffentlichen Haushalte wegen der Covid-19-Pandemie die grösste Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten zu überwinden haben und tief rote Zahlen schreiben, hält das EFD fest. Die Bruttoschulden der öffentlichen Haushalte dürften deshalb deutlich ansteigen. Es wird mit einem Defizit im Staatssektor von hohen 3,7 Prozent des BIP gerechnet. Beim nominalen BIP wird ein Rekordeinbruch mit entsprechenden Steuerausfällen auf allen Staatsebenen erwartet.

2021 dürften demnach die öffentlichen Haushalte ihre Finanzierungsrechnung mit einer Defizitquote von minus 1,2 Prozent des BIP abschliessen. Beim nominalen BIP wird laut EFD dank Nachholeffekten mit einem substanziellen Wachstum gerechnet. Bei dieser wirtschaftlichen Entwicklung dürften auch die Steuereinnahmen im Staatssektor 2021 wieder steigen.

Im internationalen Vergleich blieben die öffentlichen Finanzen der Schweiz jedoch in solider Verfassung, schreibt das EFD. Sie dürften die Corona-Krise besser überstehen als die Finanzen der meisten anderen Industrieländer. (sda)

13:44
Corona in Ischgl: Kommission will Bericht am 12. Oktober vorlegen
Der folgenschwere Ausbruch des Coronavirus im österreichischen Skiort Ischgl und die Rolle der Tiroler Behörden sind von einer Kommission aufgearbeitet worden. Am 12. Oktober wollen die unabhängigen Experten ihren Bericht über das Krisenmanagement der Tiroler Landesregierung vorlegen, wie sie am Montag mitteilten.Die Kommission war im Mai vom Landtag eingesetzt worden. Dem Land und seiner Tourismusbranche wird vorgeworfen, nicht schnell genug auf die Ausbreitung reagiert und den Betrieb zu spät gestoppt zu haben.Die Kommission hat nach eigenen Angaben 53 Beteiligte befragt. Dazu zählten neben Politikern auch Corona-Patienten, Ärzte und Verantwortliche der Tourismusindustrie. Der Skibetrieb in Tirol wurde erst Tage nach dem ersten positiven Corona-Test bei einem Barkeeper in Ischgl sowie Warnungen über erkrankte Ischgl-Rückkehrer aus anderen Ländern beendet.Trotz Quarantäne-Verordnungen durften Touristen und Saisonkräfte unter teils chaotischen Umständen ausreisen. Verbraucherschützer haben Musterklagen auf Schadenersatz eingereicht. (sda/dpa)
12:34
782 neue Coronavirus-Ansteckungen innert drei Tagen gemeldet
In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag 782 Coronavirus-Ansteckungen innerhalb von drei Tagen gemeldet worden. Es wurden 22'189 Tests gemacht. Die Positivitätsrate beträgt 3.4 Prozent. Zudem registrierte das Amt zwei neue Todesfälle. 26 Personen mussten ins Spital eingewiesen werden. Am letzten Wochenende waren 1095 Fälle zusammengekommen, 365 pro Tag. (sda)

12:01
Corona-Ausbruch in einem Neuenburger Altes- und Pflegeheim
In einem Alters- und Pflegeheim im neuenburgischen Couvet haben sich neun von 33 Bewohnern mit dem Coronavirus angesteckt. Sechs Mitarbeitende des Pflegepersonals wurden ebenfalls positiv getestet. Der Kanton zeigt sich besorgt.

Nachdem ein am Freitag durchgeführter Corona-Test bei einem Bewohner positiv ausgefallen war, unterzogen sich alle Bewohner der Einrichtung sowie alle Mitarbeiter im Laufe des Samstags einer Untersuchung, wie das Heim am Sonntagabend mitteilte.

Die Verantwortlichen sprachen von einer «ernsten Situation». Besuche im Alter- und Pflegeheim wurden bis auf weiteres verboten. Der Präsident des Stiftungsrates, Claude-Alain Kleiner, sagte gegenüber dem Newsportal arcinfo.ch, dass es den infizierten Bewohnern im Moment gut gehe und dass ihr Zustand stabil sei.

Der Kanton Neuenburg äusserte in einem Communiqué seine Besorgnis über die Zunahme von Ansteckungsherden in Institutionen, Privatfesten und Ausgangslokalen. Bereits Anfang September hatte es in einem anderen Neuenburger Pflegeheim einen schweren Ausbruch von Covid-19 gegeben: Zwei Drittel der Bewohner wurden positiv getestet. 22 Mitarbeiter waren infiziert und weitere Personen im Umfeld des Pflegepersonals. Es gab drei Todesfälle und mehrere Spitaleinweisungen waren notwendig. (sda)
9:27
Indien hat 6 Millionen Corona-Fälle - noch 1 Million hinter USA
Indien hat jetzt mehr als sechs Millionen Corona-Infektionen erfasst – noch rund eine Million weniger als in den USA, wo es die meisten bekannten Fälle gibt. In absoluten Zahlen gerechnet steigen die bekannten Neuinfektionen in der südasiatischen Nation seit Wochen schneller als in jedem anderen Land. In den vergangenen 24 Stunden kamen nach offiziellen Angaben vom Montag mehr als 82 000 neue Fälle dazu.Indiens Gesundheitsminister Harsh Vardhan warnte die Bürger seines Landes vor Nachlässigkeit. Ärzte warnen davor, dass sich das Virus in den kommenden Wochen stark verbreiten könnte: Zum einen stehen Wahlen im Bundesstaat Bihar mit 72 Millionen Wählern an und zum anderen mehrere wichtige hinduistische Feste, bei denen sich oft grössere Menschenansammlungen bilden.Indien verzeichnete bisher die drittgrösste Zahl von Menschen, die im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben sind – mehr als 95 000. Auf die Bevölkerung gerechnet sind dies zwar weniger als in anderen Ländern. Die geringe Todesrate könnte an der besonders jungen Bevölkerung Indiens liegen. Viele Experten gehen aber davon aus, dass viele Tote nicht in der offiziellen Statistik auftauchen. Die Testrate pro Kopf ist in dem 1,3 Milliarden-Einwohner-Land noch deutlich niedriger als in vielen anderen Ländern.Trotz der schnellen Pandemie-Verbreitung lockert die Regierung seine Corona-Massnahmen und versucht damit die Wirtschaft wieder etwas in Schwung zu bringen. Wegen eines früheren strikten Lockdowns ist die Wirtschaftsleistung des Landes stark eingebrochen, Millionen menschen verloren ihre Jobs, viele hatten Angst zu verhungern. (sda/dpa)
7:31
Nasenspray hemmt Coronavirus in Tierversuchen
Die australische Biotechfirma Ena Respiratory hat in Tierversuchen festgestellt, dass ein von ihr entwickeltes Nasenspray das Wachstum von Coronaviren hemmt. Dies teilte das Unternehmen am Montag mit.Das Spray sei eigentlich entwickelt worden, damit das menschliche Abwehrsystem besser gewöhnliche Erkältungs- und Grippeviren bekämpfen könne. In einer Studie an Frettchen habe sich gezeigt, dass das Medikament die Menge der Coronaviren um bis zu 96 Prozent senken könne, teilte Ena Respiratory weiter mit. In einigen Monaten könne man mit Tests an Menschen beginnen. Das Spray könne etwa in Kombination mit einem Coronavirus-Impfstoff eingesetzt werden, hiess es weiter. (sda/reu)
Sars-Cov-2, Covid-19, Coronavirus – die wichtigsten Begriffe
Coronaviren sind eine Virusfamilie, die bei verschiedenen Wirbeltieren wie Säugetieren, Vögeln und Fischen sehr unterschiedliche Erkrankungen verursachen.

Sars-Cov-2 ist ein neues Coronavirus, das im Januar 2020 in der chinesischen Stadt Wuhan identifiziert wurde. Zu Beginn trug es auch die Namen 2019-nCoV, neuartiges Coronavirus 2019 sowie Wuhan-Coronavirus.

Covid-19 ist die Atemwegserkrankung, die durch eine Infektion mit Sars-Cov-2 verursacht werden kann. Die Zahl 19 bezieht sich auf den Dezember 2019, in dem die Krankheit erstmals diagnostiziert wurde.

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