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Die Basler Tageswoche wurde 2011 ins Leben gerufen.
Die Basler Tageswoche wurde 2011 ins Leben gerufen.Bild: KEYSTONE

Basler Tageswoche stellt Betrieb ein – sämtliche Arbeitsverhältnisse gekündigt

Die TagesWoche ist am Ende. Am Montagabend teilte die Stiftung für Medienvielfalt mit, dass das Basler Medium den Betrieb einstellt. Die TagesWoche wurde 2011 als Reaktion auf die Übernahme der «Basler Zeitung» durch Christoph Blocher gegründet.
05.11.2018, 17:5705.11.2018, 18:53

Das Ende der Tageswoche wurde am Montagabend per Medienmitteilung verkündet. Die Schliessung erfolge auf Entscheid des Stiftungsrats der Stiftung für Medienvielfalt in Basel hin, dem der Entscheid laut Mitteilung leid tue, «auch wenn sie unvermeidlich ist».

Dem Medienprojekt ging das Geld aus. Alle Beteiligten müssen feststellen, «dass die für den Erhalt der Tageswoche in ihrer aktuellen Form notwendige massive Steigerung der Einnahmen nicht möglich ist in einer Zeit, in der alle Medien mit schwindenden Einnahmen aus Inserateverkauf und Abonnements kämpfen.» Die eine Million, die künftig von der Stiftung pro Jahr in Aussicht gestellt worden war, reiche nicht aus, um das verbleibende Defizit zu decken.

Die bestehenden Arbeitsverhältnisse werden aufgehoben, wie es weiter heisst, ein grosszügiger Sozialplan federe die daraus entstehenden Härten ab. Die Betreiberin der Tageswoche, die Neue Medien Basel AG, werde liquidiert. Dafür stellt die Stiftung ein neues Medienprojekt in Aussicht, das bestenfalls schon 2019 starten solle.

Gestartet war das Medienprojekt 2011 auf einen grosszügigen finanziellen Einsatz der Basler Roche-Erbin Beatrice Oeri hin. Die Tageswoche war eine Reaktion auf die Übernahme der «Basler Zeitung» durch Christoph Blocher. Seit diesem Jahr gehört die Zeitung dem Zürcher Verlagshaus Tamedia. Erst vergangene Woche wurde dort die Nachfolge von Chefredaktor Markus Somm vorgestellt, es handelt sich um den ehemaligen Sportchef Marcel Rohr, der sich zwischenzeitlich verschiedentlich von dezidiert politisch gefärbtem Journalismus distanzierte. (bzbasel.ch)

Schwieriges Umfeld
Die Medienlandschaft Basel befindet sich im Umbruch: Im Oktober wurde die «Basler Zeitung» (BaZ) in die Tamedia-Gruppe integriert. Seit Mitte August ist das Portal «Prime News» des ehemaligen Lokalchefs der «BaZ», Christian Keller, online. Seit 1998 stellt zudem Peter Knechtlis «OnlineReports» News und Geschichten gratis ins Netz, nach eigenen Angaben mit schwarzen Zahlen.

Multimedial unterwegs sind alle regionalen Anbieter, neben den Zeitungen auch Telebasel, das seinen Internet-Kanal stark forciert. 2015 ins Netz gegangen war als letztes das Onlineportal Barfi.ch des einstigen Radio-Basilisk-Mitgründers Christian Heeb. Mangels Werbeeinnahmen ist Barfi.ch heute in Nachlassstundung und sucht Partner. (sda)
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26 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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jangoB
05.11.2018 18:09registriert Januar 2015
Das war zu befürchten. Leider. Ich erinnere mich noch, wie enthusiastisch die TW gestartet ist. Ich hoffe, dass die nachfolgenden neuen Projekte, wie Watson, nau.ch und die Republik nicht den gleichen Weg gehen werden. Wär schade für die Vielfalt der Schweizer Medienlandschaft...

Cheers,
Markus
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Skip Bo
05.11.2018 18:40registriert August 2014
Basel verliert gleich zwei mal Medienvielfalt.
Die zeitliche Nähe zur BAZ Metamorphose ist kaum zufällig.
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tromboner
05.11.2018 18:24registriert Juni 2015
Schade! Im Sommer "barfi.ch" und jetzt die "TagesWoche". Was bleibt ist Einheitsbrei?!
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