Schweiz
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Die Schüler von Gossau ZH posieren für Facebook mit ihren Edelweiss-Hemden.
bild: facebook

Edelweiss ist Edelweiss, nur Rassist ist keiner: Gossau steckt im Nebel fest

In Gossau ZH steht die Welt Kopf: Hier gehen Eltern an die Medien, Schulleiter verurteilen ihre Fachkräfte und Schüler verteidigen ihre Lehrerin. Eine Geschichte über Adlerpullis, Edelweiss-Hemden, geheime Whatsapp-Chats und kalte Eisen.



Am ehrlichsten ist vielleicht die «Kafi Huus»-Wirtin im Zentrum Gossaus – klipp und klar und gerade heraus: «Sie wollen wissen, was die Leute sagen? Das kann ich Ihnen schon sagen: Die Lehrerin ist schuld an dem Ganzen! Dass die sowas verbietet! Aus einer Mücke einen Elefanten machen», ruft die 53-Jährige. «Ein Kopftuch darf man tragen an der Schule, aber ein Edelweiss-Hemd nicht?», fragt sie.

Dass an der Sekundarschule Gossau keine einzige Schülerin ein Kopftuch trägt, überrascht die Wirtin dann doch ein bisschen. «Tatsächlich?», stutzt sie, und sie muss sich versichern: «Kein einziges Kopftuch? Ok gut, aber sonst haben wir alles hier!»

Aussprache am Montagmorgen

Der Nebel liegt tief in Gossau und niemand hat mehr so richtig den Durchblick. Am Freitag war etwas passiert, dass am Montag dann doch wieder nichts war. Eine Lehrerin hatte zehn Schülern verboten, ein Edelweiss-Hemd zu tragen, weil es rassistisch sei. Unbekannte steckten das der «Sonntags Zeitung».

Am Montagvormittag gab es dann eine Aussprache, die Lehrerin entschuldigte sich bei drei 15-jährigen Schülern. Diese erklärten, bloss «stolze Patrioten» zu sein und deswegen die Hemden getragen zu haben. Das werde ja wohl noch erlaubt sein. An einem Edelweiss-Hemd gebe es ja nun wirklich nichts auszusetzen. Da sind sich alle einig. Nichtsdestotrotz sind alle schrecklich aufgeregt.

gossau edelweiss sekundarschule

Schüler am Montag vor der Sekundarschule Gossau. 
Bild: watson

Fabrizio*, Annalena* und Leon* kriegen sich im Innenhof der Schule beinahe in die Haare: «Zehn von denen sind so in die Schule gekommen», ruft Fabrizio. Sie alle drei gehen in die gleiche Klasse wie die Edelweiss-Crew. «Es ist einfach ein Unterschied, wenn einer so in die Schule kommt oder ob zehn so in die Schule kommen», sagt Fabrizio aufgeregt. «Ach was», erwidert Annalena, «es hätte auch Sprüche gegeben, wenn nur einer so gekommen wäre.» Annalenas Wangen werden rot. Sie schaut bittend: «Sie wollten nicht provozieren!»

«Aber nur deswegen ist es so eskaliert wie jetzt! Sogar der Schulleiter hat Angst gekriegt», sagt Fabrizio. Leon nickt, sodass seine Locken wippen: «Ja, wenn nur einer im Hemd gekommen wäre, wäre er niemals gebeten worden, es auszuziehen. Sie haben es geplant und abgemacht.»

«Sie», das sind rund zehn Jugendliche der dritten Sekundarklasse. Am Freitag verabredeten sie sich, Edelweiss-Hemden zu tragen, um zu zeigen, wie stolz sie auf die Schweiz sind. Am Tag zuvor hatte das Schülerparlament das Edelweiss-Hemd debattiert. Es ging darum, ob man es nun tragen dürfe oder nicht. Es war nicht das erste Mal, dass einer im Hemd erschien. Das Resultat der Debatte war noch nicht verkündet. 

Der ominöse «Chat»

Fabrizio und Annalena hätten am Freitag auch ein Hemd tragen sollen. «Sie haben gefragt, ob ich mitmache», sagt Annalena. «Ich wollte aber nicht, obwohl ich Schweizerin bin.» Von den zehn Schülerinnen und Schülern seien sowieso höchstens drei richtig patriotisch, sagt sie. Die anderen wüssten gar nicht, was sie tun.

Die Albaner hätten halt manchmal Adler-Pullis getragen und so. Aber nie zu zehnt. Deshalb wollte auch Fabrizio nicht mitmachen. «Das wäre ja komisch gewesen, ich als Mischling», sagt der dunkelhaarige 15-Jährige. Er sei auch nicht im «Chat» dabei, sagt er: «Gott sei Dank.»

gossau edelweiss sekundarschule

Die Sekundarschule Berg in Gossau.
Bild: watson

Vom «Chat» redet die ganze Schule. «Die wahren Schweizer», soll er heissen. «Jeder weiss, dass die, die drin sind, Ausländer hassen», sagt Paula* nach dem Mittag. Ihre langen schwarzen Haare verraten ihre südländischen Wurzeln. Sie ist auch in der betroffenen Klasse: «Das weiss auch die Klassenlehrerin», sagt sie weiter. «Deshalb hat sie gesagt, sie sollen es besser ausziehen.» Sie könne einem leid tun, die Lehrerin. Das alles komme ja nicht von nichts. Paula schreit beinahe.

Die Mutter von Paulas Freundin habe sogar schon mal einen anderen Lehrer angerufen, wegen «den Sprüchen». Und die Kommentare auf Instagram unter dem Edelweiss-Bild seien auch recht eindeutig gewesen. Nett ausgedrückt habe da «Scheiss Ausländer» gestanden. Sie sind mittlerweile alle gelöscht.

Von diesen Kommentaren weiss Sarah* nichts. Sarah hatte die Idee für die Edelweiss-Aktion. Wer die Geschichte den Medien gesteckt hat, weiss sie auch nicht: «Wir wollten nicht provozieren», sagt die 15-Jährige abends am Telefon: «Das ging nicht gegen Ausländer. Wir wollten bloss zeigen, dass wir Patrioten sind.» Jeder sollte stolz sein auf sein Heimatland, findet Sarah. «Ich verstehe nicht, warum es diese ganze Diskussion überhaupt gibt.»

gossau edelweiss sekundarschule

Die Schüler sind in den Klassenzimmern.
Bild: watson

Dass die Junge SVP ihre Aktion so unterstützt, freut Sarah dennoch: «Ich bin froh, dass die JSVP hinter uns steht». Und jetzt habe sich die Lehrerin ja entschuldigt. Sie habe einen Fehler gemacht. 

Das steht auch in der Medienmitteilung der Schule, die am Montagabend an die Medien geht. Die Schule hält darin fest, «dass die Schüler und Schülerinnen mit ihrem Auftreten und ihrer Kleidung keinerlei Regeln verletzt haben». Die Lehrperson habe sich bei den Jugendlichen für ihre Aussagen vom Freitag entschuldigt. Sie habe unbedacht und emotional reagiert. «Die Entschuldigung wurde von den drei Jugendlichen angenommen», heisst es weiter. 

Der Fall soll weiter diskutiert werden

Damit ist wieder alles gut. Das hofft zumindest Patrick Perenzin. Der Schulleiter hatte am Vormittag die Aussprache geleitet, auf die die Medienmitteilung folgte. Alle waren anwesend: Die betroffenen Schüler, die Lehrerin, der Präsident des Schülerparlaments, die Schulleitung, das Elternpräsidium und der Schulsozialarbeiter.

«Es sind pubertierende Jugendliche, die sich abgrenzen wollen», sagt Perenzin. An der Sekundarschule Gossau herrsche Respekt und Toleranz. Man werde den Vorfall noch weiter thematisieren. Wie genau, sei noch offen. Sofort wird es wohl nicht sein, wenn es nach dem Leitspruch des Schulleiters geht: «Schmiede das Eisen, wenn es kalt ist.»

* Namen von der Redaktion geändert

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141Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ramon Pokemon 16.12.2015 21:33
    Highlight Highlight Schuluniform einführen, Problem gelöst
  • So en Ueli 16.12.2015 13:24
    Highlight Highlight Ok, das ist jetzt etwas provokant. (Jeder der sich jetzt empört wurde vorgewarnt, also nicht weiter lesen, wenn du die Provokation nicht magst.)

    Wie wäre es wenn wir präventiv nach Herkunft getrennte Klassen haben? Reine Schweizer Klassen und reine Ausländer Klassen. Und diese noch so getrennt, dass sich Volksgruppen, welche sich nicht mögen auch getrennt sind. So herrscht, zumindest auf ethnischer Ebene, Frieden. Und so kann kein Streit über Herkunft und Rasse entstehen.
    Ja dieser Vorschlag ist politisch nicht durchsetzbar, darum ist diese Frage nur rein hypotetisch zu betrachten.
    • Anam.Cara 16.12.2015 13:58
      Highlight Highlight @_saem_
      Darauf werde ich gerne auch hypothetisch antworten.

      Nehmen wir einmal an, wir hätten getrennte Klassen. Abgesehen Umsetzungsschwierigkeiten (z.T. gibt es nur 1 Schüler pro Ethnie) würde es m.E. dazu führen, dass sich die Schüler in ihrer Muttersprache unterhalten und sich noch mehr abgrenzen.
      Die Querelen auf dem Schulhof wären vermutlich noch schlimmer als jetzt.
      Und zu ende gedacht würde das langfristig vielleicht zu einer Art Ghettoisierung führen, die wir ja nicht möchten.

      Wenn wir es schaffen, dass sich die Jugendlichen gegenseitig als Mensch respektieren, haben wir gewonnen.
    • Angelo Hediger 21.12.2015 08:21
      Highlight Highlight Funktioniert im ersten moment vielleicht halbwegs. Doch später im Berufsleben werden sie sowieso wieder aufeinandertreffen.
  • pun 16.12.2015 08:13
    Highlight Highlight Ich bin selbst Lehrer und wenn mein Schulleiter mich derart im Stich lassen würde, müsste ich mir eine Kündigung sehr schwer überlegen. Ich hoffe, dass wenigstens aus dem Kollegium Zuspruch kam.

    Die Lehrerin hat absolut richtig gehandelt, um eine "Gang"-Bildung möglichst abzuklemmen.
    Die Aussagen in diesem Artikel zeigen, dass die Edelweisstragenden wahrscheinlich in der Kerngruppe tatsächlich aus rassistischen Motiven heraus handelten. Vielleicht hat die Lehrerin auch nur das angesprochen und es wurde dann falsch kolportiert.

    Schwach von der Sonntagszeitung und schwach vom Schulleiter....
    • opwulf 16.12.2015 11:45
      Highlight Highlight Hallo Pun, da muss ich wiedersprechen. Ich finde nicht dass die Lehrerin absolut richtig reagiert hat. Verbote sind kein gescheites Mittel um Sachen oder Situationen zu meistern. Diese Lehrerin war sehr wahrscheinlich überfordert mit der Situation - ja - und Verständnis sollte man auch haben - aber eine falsche Reaktion in etwas Richtiges zu verkehren nur weil man Verständnis gegenüber der Person hat ist meines Erachtens völlig falsch und zeigt einfach Parteinahme. Bei allem Druck der auf Lehrpersonen herrscht, sollten wir doch objektiv bleiben. Sie hat ja zugegeben dass es falsch war!
    • FrancoL 16.12.2015 11:50
      Highlight Highlight Eine wenig gelesene klare Sicht der Aktion der Lehrerin und das Verurteilen der Reaktion des Schulleiters! danke für diesen Beitrag.
    • So en Ueli 16.12.2015 13:13
      Highlight Highlight @pun

      Beim zweiten Teil deines Kommentars kann ich dir nicht zustimmen. Die Lehrerin hat doch nicht in die Freiheit des einzelnen Schülers einzugreifen und ihm oder ihr vorzuschreiben, was er oder sie tragen oder nicht tragen darf. Das würde ja einer Zensur gleichkommen. Kann doch jeder selber entscheiden zu was er oder sie steht und zu was nicht. So lernt man Selbstverantwortung und eigenständiges Denken.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gleiser 15.12.2015 23:05
    Highlight Highlight Sie haben diese "Kleider" ja getragen, weil sie es den Ausländern zeigen wollten. Das ist meiner Meinung nach ein rassistischer, schlimmer Grundgedanke. Wäre ich die Lehrperson gewesen, hätte ich mich nie dafür entschuldigt. Sie haben absolut bewusst provoziert und sind dafür bestraft worden. Mich entrüstet aber vor allem, das Alter der Rassisten, das waren keine 50-Jährige SVP Wähler, die sind höchstens ein Jahr jünger als ich. Das man in meinem Alter schon solch unhumanitäre Gedanken hat macht mich betroffen und lässt nicht darauf hoffen, dass die SVP bald Wähler verliert
  • elmono 15.12.2015 21:21
    Highlight Highlight Mich interessiert eigentlich nur eine Sache - wieso hat ein Sekundarschüler so ein hässliches Hemd im Schrank? Nie im Leben hätte ich als Jugendlicher (auch heute noch nicht) solch einen langweiligen Fummel getragen!
    • Bulwark 16.12.2015 07:31
      Highlight Highlight Wie wärs mit Tradition? vieleicht gibt es da ja auch den einen oder anderen Schwing-, bzw. Jodelfan, da sind solche Hemden nichts spezielles..
  • Triesen 15.12.2015 19:56
    Highlight Highlight Der gefällt mir: Kein einziges Kopftuch an der Schule. "Tatsächlich? Aber dafür haben wir sonst alles." Ich bin sicher irgend etwas wird sich schon noch finden, liebe Wirtin. Der Stammtisch färbt manchmal doch ab oder war es umgekehrt?
  • So en Ueli 15.12.2015 17:48
    Highlight Highlight Das aus solch einer langweiligen und nichtssagenden Geschichte ein Politikum wird, finde ich tragisch. Wie wenn nichts wichtigeres in unserer Schweiz vorgeht. Also Watson, könnt ihr bitte euer Niveau von Blick auf hoch umstellen.
    • Rafaela Roth 15.12.2015 21:12
      Highlight Highlight wir hätten also gar nicht über die Geschichte schreiben sollen?
    • dä dingsbums 15.12.2015 21:57
      Highlight Highlight Rafaela: Eine sehr gute Frage. Was sollen Medien in so einer Situation machen? Die Mehrheit der Medien und ein paar Politiker haben sich leider entschieden das Thema aufzubauschen.
      Watson hat eine andere Sicht auf das Thema geboten. NZZ.ch hat das Thema auf das reduziert was es ist: Ein Shitstorm und unwichtig.
      Offenbar kann nicht einmal die NZZ es sich leisten, nicht über dieses Thema zu schreiben. Watson als Boulevard Medium schon gar nicht.
      Zusätzlich anheizen muss man die Situation trotzdem nicht. Aus dieser Sicht: Gut gemacht Watson.
    • So en Ueli 16.12.2015 02:34
      Highlight Highlight Hallo Rafaela, natürlich müssen die Medien, und auch Watson, Themen aufgreifen, die ihre Leser beschäftigen. Jedoch sollen sie meiner Meinung nach objektiv informieren, Facts liefern und nicht subjektive Berichterstattungen oder gar Meinungen bilden. Ich will Fakten und Tatsachen und nicht irgendeine Meinung eines dahergelaufenen Journalisten, der eine Depeschenmeldung abschreibt und seine Meinung dazu kundtut. Demnach hätte zu diesem Thema eine schlichte Info, zu dem was passiert ist, genügt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • robben 15.12.2015 17:23
    Highlight Highlight ich bin nicht stolz, schweizer zu sein. aber ich bin sehr glücklich, schweizer zu sein. wie wärs damit als leitgedanke?

    • Sauraus 15.12.2015 18:02
      Highlight Highlight Ich bin ganz deiner Meinung. Ich finde man kann nur stolz auf etwas sein, dass man selbst geschaffen hat. Die Schüler zB können stolz auf eine gute Note sein. Aber auf ein Land kann niemand stolz sein, schon gar nicht Jugentliche (wie ich übrigens auch einer bin). Alles was wir können ist dankbar sein. Dieses Glück dürfen wir aber nicht für uns beanspruchen, (denn dazu haben wir kein Recht) sondern sollten es mit andern Teilen.
    • FrancoL 15.12.2015 21:10
      Highlight Highlight Stolz auf ein Land zu sein ist problematisch. Wie jedes andere Land hat auch die Schweiz ihre Schattenseiten in der Vergangenheit und wenn sie auch häufig runtergespielt werden sind diese Schattenseiten nicht viel dunkler oder heller als die Schattenseiten der anderen Länder. Und wie kann man nun wirklich auf diese Schattenseiten stolz sein? Indem man nur auf die Guten Seiten stolz ist, somit eine Art Schönwetter Schweizer? wäre das nicht ein wenig billig?
  • angelozehr 15.12.2015 16:39
    Highlight Highlight Danke fürs Hingehen, Nachfragen und genauer Berichten
    • Rafaela Roth 15.12.2015 21:09
      Highlight Highlight danke dir!
    • pachnota 16.12.2015 12:08
      Highlight Highlight wow..! danke euch! Ihr zwei lieben...ihr seit sooo nett!
  • saukaibli 15.12.2015 14:27
    Highlight Highlight Patriotismus und Fremdenfeindlichkeit liegen leider oft sehr nahe bei einander. Mir kommt da immer ein Songtext von Kraftklub in den Sinn: "Und selbst wenn alles scheiße ist, du pleite bist und sonst nichts kannst
    dann sei doch einfach stolz auf dein Land...". Ich finde Teenies, die Stolz sind Schweizer zu sein, obwohl sie nichts dafür können und (noch) nichts für unser Land geleistet haben, einfach lächerlich. Stolz sein soll man auf Dinge die man erreicht hat und nicht auf Dinge die einem Geschenkt wurden, das gilt auch für Erwachsene.
    • Alnothur 15.12.2015 15:45
      Highlight Highlight Dann darf man aber auf nichts ausser sich selbst stolz sein, "ich bin stolz auf dich!" geht dann auch nicht mehr ;)

      Eigentlich ist Patriotismus ja auch nicht Stolz auf, sondern "Liebe" zu seinem Land. Wobei das diese Jugendlichen eher nicht begriffen haben.
    • RedWing19 15.12.2015 16:29
      Highlight Highlight Jeder Mensch auf der Welt ist stolz auf sein Land. Nur wenn's der Schweizer macht, ist's lächerlich..
    • EvilBetty 15.12.2015 16:58
      Highlight Highlight RedWing, falsch. Man kann stolz sein auf sein Land, weil man dazu etwas beiträgt, und auch wenn's nur durch die eigene Existenz ist. Man kann aber nicht stokz darauf sein eine Staatsangehörigket zu haben, Weil man dafür nichts geleistet hat. Die einzigen die stolz sein können Schweizer zu sein sind die, die eingebürgert wurden, denn die haben tatsächlich etwas leisten müssen um den Schweizer Pass zu bekommen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • opwulf 15.12.2015 13:20
    Highlight Highlight Ein Spruch aus dem Robin Hood Movie wo Morgan Freeman den Krieger aus dem Orient mimt und ein kleines Mädchen zu ihm kommt und ihn auf seine offensichtlich andere Hautfarbe wie folgt anspricht: "why did God paint you black?" - seine Antwort wird mir immer bleiben - "Because God loves the variety!" nun lassen wir Gott mal beiseite - die Vielfälltigkeit macht uns alle Reicher - an Erfahrungen, Begegnungen und millionen anderen Dingen - wir sollen Respekt geben aber auch Respekt verlangen dürfen. Von allen Seiten! Das gleiche gilt für das Verständnis für einander für ein besseres Miteinander
  • Starman 15.12.2015 13:02
    Highlight Highlight Offenbar gelingt es erwachsenen Menschen nicht, konstruktiv auf die Thematik zu reagieren, stattdessen wird Patriotismus (ob legitim oder nicht, sei dahingestellt) auf kindische und hysterische Weise missbraucht, um Stimmung zu machen. Schade, dass so viele darauf reinfallen..
    Vielleicht sollte man mit dieser Klasse mal "The wave" lesen und etwas reflektieren..So lernen wenigstens sie (hoffentlich) zwei Schritte weiter zu denken..
  • FrancoL 15.12.2015 13:02
    Highlight Highlight Es wird immer wieder die Frage gestellt ob man Stolz sein darf Schweizer zu sein. Ja doch kein Problem! Und wie wäre es wenn man auch etwas für diesen Stolz machen würde ausser mit geschwellter Brust herumzulaufen? So zB. eine gute Arbeit leisten, mithelfen das Land weiter zu bringen es weiter zu entwickeln, einen positiven Geist in der Gesellschaft fördern. Wenn man etwas für die Schweiz macht braucht es vielleicht keine stellvertretende Aktionen wie das Hemdentragen.
  • Angelo C. 15.12.2015 11:46
    Highlight Highlight Diese harmlosen Schweizer Hemden sind eine kleine und durchaus legitime Gegenwehr gegen das bekannte Machotum und das Zusammenstehen gewisser Osteuropäer gegen das sich heute manche einheimische Schüler nicht nur verbal verteidigen müssen. Und da die Letzteren meist physisch unterlegen sind und sich lieber gesitteter zu ihren Werten bekennen, wurde die Hemdensache angerissen. Instinktlos und dumm die Reaktion dieser Lehrerin, zumal ja Kopftuchtragen im Geiste des Bekennens bei Ausländern durch das höchste Schweizer Gericht geschützt wird.

    Daher : Gleiches Recht für Alle - ohne wenn und aber!
    • FrancoL 15.12.2015 12:04
      Highlight Highlight Wow da stellen Sie den Schülern schön unterschiedliche Zeugnisse aus! ob das wohl stimmt oder nur schön gefärbt ist? Auf beiden Seiten wird teilweise ungesittet gelabert! Ich bilde seit Jahren Lehrlinge aus und es ist mir nie aufgefallen dass Jugendliche aus dem Balkan sich weniger gesittet (so schönes Wort) am Arbeitsplatz benehmen. Ausfälle gibt es auf beiden Seiten.
    • Shlomo 15.12.2015 12:15
      Highlight Highlight Die armen schwachen kleinen Schweizer 😢
      So ein quatsch. Bei der ganzen Aktion hat es sich um Provokation gehandelt.
    • Anam.Cara 15.12.2015 12:17
      Highlight Highlight Ich empfehle Dir, die übrigen Kommentare zu lesen. Da wird dargelegt, warum Dein Vergleich (Hemd/Kopftuch) hinkt und warum die Reaktion der Lehrerin nicht bewertet werden kann (weil wir eben nicht die ganze Geschichte kennen).

      Wir waren nicht dabei und können nicht beurteilen, ob die Reaktion der Lehrerin im Moment der Konfrontation verständlich war. So wie wir den Sachverhalt heute kennen und bewerten, lag sie falsch. Dafür hat sie sich bei den Betroffenen entschuldigt.

      "Instinktlos und dumm" ist jedoch eine völlig unangemessene und respektlose Bezeichnung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rodolfo 15.12.2015 11:45
    Highlight Highlight ....und wie war das denn in den 70-er Jahren? Als viele Junge, vor allem Mädchen, diese Cheffiya-Tücher trugen! Yassir Arafat's Markenzeichen! Da gab es keine Kritik, es wurde einfach als "Modetrend" oder "Laune der Mode" abgetan. Waren wir damals toleranter? Denn Yassir Arafat war ja der Boss der Terrororganisation El Fatah.
    • Matrixx 15.12.2015 12:14
      Highlight Highlight Also, ich habe mir erst kürzlich ein neues Tuch gekauft und trage es gerne. Gitt uhuere warm, imfall!
    • Baba 15.12.2015 13:46
      Highlight Highlight @Rodolfo, ich (und ganz viele andere auch) habe in den 1970er Jahren mein weiss-schwarzes 'Arafat-Tuech' ganz klar als politisches Statement für einen eigenen, freien Palästinenser-Staat getragen - nicht als modisches Tüechli.
      Zum Modeaccessoire verkam es erst in den letzten Jahren, leider. Heute wird es von Chicks (sorry) getragen, die wirklich keinen Plan von der (damaligen) Symbolik der Kufija haben.
      Jassir Arafat war auch Träger des Friedensnobelpreises, gemeinsam mit Yzhak Rabin und Shimon Peres!
    • Rodolfo 16.12.2015 11:44
      Highlight Highlight Baba,
      Klar hast Du Recht. Es war eindeutig eine Symphatiekundgebung für die nach wie vor geknechteten Palästinenser. Ich habe auch ein solches Tuch getragen.
      Stell Dir vor, die Schweiz hätte damals - bevor er ein eigener Kanton wurde - den Jura so behandelt, wie die Zionisten auch heute noch die Palästinenser behandeln!
      Kufija auf aegyptisch-arabisch
      Cheffiya auf syrisch-arabisch
  • maxi 15.12.2015 11:44
    Highlight Highlight „Patriotismus heißt Heimatliebe, Respekt vor dem Land und Verachtung der Kriege“ 



    • Alnothur 15.12.2015 15:49
      Highlight Highlight Schön gesagt! Um noch etwas Brecht einzuwerfen:
      "Und weil wir dies Land verbessern
      Lieben und beschirmen wir's
      Und das Liebsten mag's uns scheinen
      So wie andern Völkern ihrs."
  • frankyfourfingers 15.12.2015 11:19
    Highlight Highlight ich (ohne jeglichen Migrationshintergrund) mag die Schweiz wirklich sehr. aber was mir einfach nicht in den kopf geht ist, wie man so dermassen stolz auf sein land sein kann. es ist einfach nur irrsinniges glück, dass wir im reichsten land der welt geboren wurden. Stolz bin ich nur auf Sachen, zu denen ich aktiv was beigetragen habe.

    • Daniel Caduff 15.12.2015 11:28
      Highlight Highlight Diese Frage wurde schon oft beantwortet. Aber nur selten so klar wie von Farin Urlaub.
      User Image
    • Anded 15.12.2015 11:40
      Highlight Highlight Ein stolzer Papa nach der Geburt geht also nicht? (Ausser er wäre stolz auf die Nacht vor 9 Monaten.) Man darf als Schweizer und auch als hier wohnhafter Ausländer stolz auf sie Schweiz sein. Es soll sogar Leute geben, die sogar aktiv etwas zur Schweiz beitragen! Unsinn ist es natürlich, wenn Leute stolz auf ihren Pass, ihren Namen oder auf ihren Stammbaum sind.
    • FrancoL 15.12.2015 11:54
      Highlight Highlight Daniel Caduff; Danke; Schweizer zu sein ist noch keine Leistung. Patriot zu sein ändert nichts an dieser Tatsache. Der Mensch wird an seinen Leistungen gemessen und nicht an dessen Passfarbe.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Waldorf 15.12.2015 11:16
    Highlight Highlight "Eidgenossen".... Wenn die wüssten, dass ein fremder französischer fötzel grösstenteils für die bildung unseres heutigen staates verantwortlich ist...huiiii nei du!
    • Monti_Gh 15.12.2015 13:03
      Highlight Highlight war das eine art Sarkozy ;-D
    • Waldorf 15.12.2015 15:48
      Highlight Highlight Nö. Sarkozy ist ein ungarischer name. Geht ja gar nicht dass der frankreich regiert hat. Man stelle sich das in der schweiz vor!
  • Pädi Müller 15.12.2015 11:16
    Highlight Highlight Linke sollten begreifen, dass Patriotismus nicht gleich Fremdenhass ist, und Rechte, dass Vaterlandsliebe keine Begründung dafür ist, andere Nationalitäten zu diskriminieren.
    • Matrixx 15.12.2015 12:19
      Highlight Highlight Ich bin auch Patriot und trage meine weltoffene, soziale Gesinnung voller Stolz in die Welt hinaus.
  • Pädi Müller 15.12.2015 11:10
    Highlight Highlight Ein Artikel, der sich vertieft mit der Sache auseinandersetzt. Dass es natürlich nicht nur um einfache Patrioten geht, sondern halt eben Auch eine politische Message getragen wird, die teilweise grenzwertig ist. Wie sagt man doch so schön, Kleider machen Leute, tragen also eine Botschaft mit sich. Meiner Meinung nach sind Edelweiss-Hemden oder Adler-Pullis, oder Kopftücher kein Problem. Das Problem scheint wohl die Message zu sein, die die Lehrerin unterbinden wollte. Und dies sollte früh genug geschehen, s. die Welle. Aber natürlich Auch bei Adler-Pullis, wenn sie falsche Messages verbreiten
  • zombie woof 15.12.2015 11:04
    Highlight Highlight Was heute eine JSVP macht, Jugendliche dazu aufzufordern zu denunzieren, ist nicht neu aber nach wie vor unterste, braune Schublade! Solche Aufrufe zum denunzieren können ungeahnte Folgen haben, angefangen vom blossen Auslachen bis hin zu Mord ist da alles möglich. Julius Streicher, Herausgeber der Zeitung "Der Stürmer" während der Nazizeit, hat das eindrücklich bewiesen wohin solche verabscheuungswürdige Aktionen führen. Vielleicht wäre es an der Zeit wieder mal die jüngere Geschichte an den Schulen zu lehren.....
  • Lowend 15.12.2015 11:00
    Highlight Highlight Ich habe das Gefühl, dass es langsam für die 70% Demokraten in der Schweiz an der Zeit ist, unsere Schweizer Symbole und das Recht auf die Liebe zu unserem Land wieder aus den Klauen der Rechtsextremisten zurückzuerobern, weil sonst die Werte und Traditionen unseres Landes von rechtsextremen Scheinpatrioten immer öfters für ihre üblen Ziele und Taten missbraucht werden.
    • Lowend 15.12.2015 11:49
      Highlight Highlight Und zu meinem Kommentar hat der NickR auch etwas zu sagen, oder geht es wie immer nur um den Überbringer der schlechten Nachricht zu schulmeistern? Übrigens für alle Langsammerker; Ich übertreibe genau gleich wie die Völkische Partei es tut, damit die Kontraste sichtbar werden. Bei den Völkischen ist alles Links, bei mir ist alles Rechts. ;-)
      PS: Die Wahrheit liegt in der linken Mitte!
    • opwulf 15.12.2015 12:26
      Highlight Highlight Lowend: Sorry aber diese Kritik musst du hinnehmen - du warst sehr oft sehr undifferenziert mit deinem was nicht meiner Meinung entspricht dem zieh ich schnell ne braune Uniform an gebashe. Wann kapieren wir endlich dass die Vielseitigkeit sehr viele gute Sachen hervor bringt - genau auch wie wenn man progressiv eingestellt ist - aber sei doch ein bisschen mehr Mensch der Empathie zeigt (nicht Sympathie das ist einfach) - es gibt Gutes von früher was man konservieren sollte und viel schlechtes wo es Sinn macht progressiv zu denken! Je nach Thema und Sache! Also zieht die Uniformen aus!
    • Anam.Cara 15.12.2015 14:40
      Highlight Highlight @ John D: Du machst es mir nicht einfach ein Herz oder einen Blitz zu drücken. Also:
      "wir brauchen keine intellektuell Frustrierten, sondern Menschen" -> Herz
      Wenn das "intellektuell" nicht im Satz stehen würde: Doppelherz.

      "Du bist "recht"schaffen oder nicht" -> Blitz
      Sorry, aber "Rechtschaffen" weckt bei mir sehr negative Assoziationen in der Art: "tue recht und scheue niemand".
      Anmerkung: Das war übrigens keine Unterstellung, sondern der Ausdruck meines persönlichen Unbehagens.
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  • Linus Luchs 15.12.2015 10:56
    Highlight Highlight Bei der ganzen Diskussion wird ein gravierendes Ereignis übersehen: Die Zürcher SVP-Fraktion ist dem dummdreisten Aufruf der JSVP gefolgt und gestern im Kantonsrat mit Edelweisshemden aufgetreten. Nicht Jugendliche, die mit Zugehörigkeitssymbolik ihr Selbstwertgefühl aufmöbeln, sondern erwachsene Politiker mit gesellschaftlicher Verantwortung, Repräsentanten eines Staatsorgans, demonstrieren mit einem Einheitshemd ihre nationalistische Gesinnung. Das erinnert stark an Deutschland vor 90 Jahren und ist der eigentliche Skandal. Wann werden wieder Armbinden getragen?
    • Linus Luchs 15.12.2015 13:24
      Highlight Highlight Nein, Hitz, materiell sind ein Hemd und eine Armbinde nicht dasselbe. Es geht aber um die Motivation, seinen „Patriotismus“ mit einheitlicher Kleidung zu bekunden. Die JSVP und die Zürcher SVP-Kantonsräte machen das Edelweisshemd zum Erkennungszeichen für eine national orientierte Einstellung. Auch die Armbinde symbolisierte eine Zugehörigkeit. Da gibt es einen gemeinsamen Nenner.
    • saukaibli 15.12.2015 14:46
      Highlight Highlight Das zeigt halt wieder mal die geistige Reife vieler SVP-Politiker.
      @Hitz: Habe noch nie Politiker in Fussball Shirts oder Pfadiuniform gesehen. Machst du nächstes mal ein Foto?
    • Linus Luchs 15.12.2015 14:58
      Highlight Highlight Einverstanden, Hitz, entscheidend ist die Bedeutung. "Ich bin Fan der Young Boys" ist meistens harmlos. "Ich bin in der Pfadi" ist immer harmlos. "Ich arbeite für die Migros" ist immer harmlos. Aber "ich bin Patriot!" ist nicht harmlos, und genau das wollten die Schüler in Gossau, die JSVP und Zürcher SVP-Kantonsräte doch zum Ausdruck bringen, oder? Die, die in Dresden marschieren und den übelsten Hassrednern applaudieren, nennen sich auch Patrioten.
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  • Chili5000 15.12.2015 10:50
    Highlight Highlight Das sagt doch alles: "Dass an der Sekundarschule Gossau keine einzige Schülerin ein Kopftuch trägt, überrascht die Wirtin dann doch ein bisschen" Das ist das Problem in diesem Land. Man kämpft gegen etwas oder für etwas das es einfach nicht Wert ist auch nur genannt zu werden. Haben wir keine grösseren Probleme in der CH?? Das selbe mit diesem ganzen Terroristen Schwachsinn. Die Gefahr besteht! Ja. Aber die Gefahr das ich am Herzinfarkt oder sonstigen Krankheiten sterbe ist viel Höcher. Bitte macht doch was dagegen! Das würde sich auch mal lohnen!
  • marsupi 15.12.2015 10:22
    Highlight Highlight Mich erinnert das Ganze ehrlich und trauriger Weise an den "Ice-Tea" Fall. Die sozialen Medien überfordern nach wie vor Schüler und deren Aufsichtspersonen. Dies führt zu Bewegungen, welche zuerst verdeckt passieren und urplötzlich als Welle hereinbrechen. Diese Welle mag niemand und schon gar nicht, wenn man sie nicht kommen sah.
    Dass dann die wirklichen Medien auch noch so toll mitmachen, führt zu einer noch grösseren Welle und zu einer noch grösseren Überforderung. Das was hilft, so was als Fallbeispiel zu betrachten und wie die Gossauer-Schule die Dynamik solcher Aktionen zu diskutieren.
    • dä dingsbums 15.12.2015 11:05
      Highlight Highlight Du hast absolut Recht. Die Mücke zum Elefanten haben die "sozialen Medien" und anschliessend die richtigen Medien gemacht.
      Ein paar Jugendliche provozieren, eine Lehrperson mach einen Fehler und schon haben wir einen veritablen Skandal und alle Medien und Politiker springen auf den fahrenden Zug und heizen die Geschichte zusätzlich an.
      Ein kleiner Vorfall an einer kleinen Schule in einer kleinen Gemeinde und die halbe Schweiz spricht darüber!
      Lasst die Schule und die Jugendlichen in Ruhe, sie können ihre eigenen Probleme sehr gut alleine lösen.
  • barbarodastice 15.12.2015 10:17
    Highlight Highlight Ich denke, man sollte den Vorfall selbst und die zirkushafte Reaktion darauf nicht überbewerten.
    Allerdings muss Rassismus an den Schulen stärker thematisiert werden. Ich habe eine Zeit lang an verschiedenen Schulen unterrichtet und es ist mir aufgefallen, dass es oft Gruppenbildungen zwischen Schweizern und Ausländern gibt, meist in Verbindung mit gegenseitigen (!) Anfeindungen. Vermehrt darüber zu sprechen ist die beste Lösung – auch Kinder und Jugendliche müssen verstehen, dass die Schweiz durch vielfältige Kulturen geprägt ist und dass das Zusammenleben nur durch Austausch funktioniert.
    • poga 15.12.2015 10:39
      Highlight Highlight Dein kommentar antizipiert dass die Schweizer Jugendlichen alleine Schuld sind an solchen Anfeindungen. Und dass ist ein riesen Fehler.
    • barbarodastice 15.12.2015 10:53
      Highlight Highlight Mit Verlaub, das schreibe ich eben genau nicht, sondern dass gegenseitige Anfeindungen stattfinden, und dass man einen gemeinsamen Dialog pflegen soll.
    • Markus86 15.12.2015 11:01
      Highlight Highlight Steht doch da: "...meist in Verbindung mit gegenseitigen (!) Anfeindungen..."
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  • NWO Schwanzus Longus 15.12.2015 10:11
    Highlight Highlight Ich habe nichts dagegen wenn andere Stolz sind auf ihr Land. Jedoch was ich nicht ausstehen kann ist, wenn Überpatrioten andere in Gruppen fertig machen nur weil sie keine Schweizer sind, das gleiche gilt auch bei Ausländer. Ich bin auch Schweizer Patriot, aber andere Fertig zu machen nur weil sie Türken sind oder sonstwas würde ich nie tun. Es kommt auf den Charakter an, nicht auf die Nationalität.
  • Alex_Steiner 15.12.2015 10:09
    Highlight Highlight Sarah versteht die Welt nicht mehr - aber zum glück ist die JSVP da um es ihr zu erklären. Die bösen Juden von der Zeitung bauschen deinen Wunsch zur Abgrenzung von Ausländern und Eidgenossen als etwas schreckliches auf. Fremdenfeindlich sollst du plötzlich sein - nur weil du alle Ausländer am liebsten los werden möchtest. Schwachsinn sowas - die JSVP findet das ganz doll von euch.
    • Alex_Steiner 15.12.2015 15:48
      Highlight Highlight Aha... ich beurteile sie also nach Dingen die sie gesagt hat. Nach was soll ich sie sonst beurteilen? Ihre Nationalität oder Hautfarbe?

      Ich weiss das sie das ganze organisiert hat um ihren Patriotismus zur Schau zu stellen. Ausserdem ist sie froh das die JSVP auf ihrer Seite ist. Wenn sie mehr zum Thema zu sagen hat soll sie das tun.
    • Alex_Steiner 16.12.2015 14:22
      Highlight Highlight @Hitz: Hab ich ja geschrieben - der böse Jude von der Zeitung dreht ihr ja eh das Wort im Mund um. Die JSVP weiss das - und steht ihr bei. Mehr Unterstützung braucht die junge Dame nicht. Bestimmt nicht von mir.
    • Alex_Steiner 16.12.2015 16:04
      Highlight Highlight @Hitz: Das müssen sie die Neona...ähm JSVP fragen wie sie auf den "Juden-Kram" kommen.
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  • Lowend 15.12.2015 10:02
    Highlight Highlight Dass ist doch einfach die Instrumentalisierung von Kindern durch Rechtsextremisten und im Grunde sollte sich die Schweiz daran gewöhnt haben, dass dieses Gespenst aus dunklen Zeiten auch in der Schweiz aktiv ist, aber viele sind halt ein wenig verwirrt, weil sich das Gespenst des Rechtsextremismus hier mit dem Mäntelchen der nationalistischen Traditionsrassisten deckt und sich selber als "bürgerlich" bezeichnet. Könnte sein, dass ihr hämisch grinsendes Cheflein im Edelweisshemd um sein Geld tanzt und dabei singt: "Ach wie gut dass niemand weiss, dass ich im Grunde Rechtsextremist heiss!"
  • Tom Garret 15.12.2015 10:01
    Highlight Highlight Verstehe das TamTam irgendwie nicht so ganz. Eine Lehrerin hat einen Fehler gemacht, sich entschuldigt und das wärs dann eigentlich. Es war sicherlich die falsche Massnahme um das offenbar bestehende Problem an zu gehen. Dass es gerade bei Jugendliche immer verschiedene Grüppchen gibt in Schulen ist ja nicht neu. Manchmal sind es Ausländer, dann Skater, dann Hip Hopper, Ultras, oder hier halt Patrioten, Das gabs schon zu meiner Zeit. Die Pupertät ist eine schwierige Phase, die Jugendlichen suchen nach ihrer eigenen Identität, das ist normal und gehört zum Erwachsen werden...
  • seventhinkingsteps 15.12.2015 09:57
    Highlight Highlight Darf ich Kraftklub an dieser Stelle zitieren? "Und selbst wenn alles scheiße ist, du pleite bist und sonst nichts kannst, dann sei doch einfach stolz auf dein Land. Oder gib die Schuld ein paar anderen armen Schweinen. Hey wie wäre es denn mit den Leuten im Asylbewerberheim". Seid stolz auf den fünfeinhalber in der Französisch Voci Prüfung aber nicht auf eure Herkunft. Und ja, das gilt auch für die Albaner mit Adlerpulli.
  • Oly 15.12.2015 09:46
    Highlight Highlight Wow! Tag 3 (oder 2 - aber egal) der weltbewegenden Berichterstattung... Da kann man doch noch mehr rausholen. Edelweiss-Experten, Hemdenfabrikanten... da müssen mehr Stimmen eingeholt werden. Das Thema brennt unter den Nägeln.
    Was war vorher. Das Kopftuch oder das Hemd? Die Lehrerin ist sicher eine Linke vom Gutmenschen-Clan. Hier gilt es noch mehr in Erfahrung zu bringen. Wahrscheinlich hat die Lehrerin auch schon mal gekifft!!! Ein Skandal der die Medienwelt sicher bis Weihnachten über Wasser hält....
    • Androider 15.12.2015 11:56
      Highlight Highlight Weihnachten 2016, oder? ^^
  • Sapere Aude 15.12.2015 09:45
    Highlight Highlight Jetzt alle zuerst einmal tief durchatmen. Die Welt ist nicht untergegangen und jeder darf noch sein Edelweisshemd tragen. Die JSVP hats endlich wieder einmal in die Presse geschafft und wird als lauter Dankbarkeit für die Gratis PR zwei Wochen nicht über die angeblich linke Presse jammern. Last but not least wird sich freut sich die Edelweissstoffindustrie. Seit gestern sind Kopftücher im Edelweisslook der letzte Schrei, selbst Reizwäsche für ein ein patriotisches Stelldichein.
  • FrancoL 15.12.2015 09:41
    Highlight Highlight Wieder ein Artikel. Aussagen und noch mehr Aussagen, Andeutungen; alles bringt wenig Licht in die verfahrene Situation. Was mich nachdenklich stimmt ist die Aussage der Kafi-Huus-Wirtin, nachdem man ihr klar gemacht hat dass im Schulhaus niemand ein Kopftuch trägt: "OK GUT, ABER SONST HABEN WIR ALLES HIER". Dies ist nicht die tief abschätzige Aussage einer Schülerin sondern die einer 53-jährigen Frau! Bleibt nur zu hoffen dass ihr Kaffee wesentlich besser ist als ihre Aussage und das ist schnell mal möglich.
  • ferox77 15.12.2015 09:40
    Highlight Highlight In Ländern mit einer odentlichen Regierung und einer funktionierenden Justiz würde sich der/die Justizminister/in bei austickenden Migranten fünf Minuten Sendezeit reservieren lassen und sagen:
    "Was ihr in euren Ländern macht, ist eure Sache, aber hier lebt ihr nach unseren Regeln. Wenn also einer von euch meint hier einen Sonderweg fahren zu müssen, dem wird zuerst die Sozialhilfe gestrichen und anschliessend wird er ausgewiesen. Überlegt euch gut, was ihr macht. Wir respektieren eure Gebräuche in euren Ländern, ihr respektiert unsere Gebräuche in unseren Ländern.
    Guten Abend."
    • Sapere Aude 15.12.2015 10:35
      Highlight Highlight Ehm haben wir nicht gerade ein neues ordentliches Parlament gewählt und dieses eine neue ordentliche Regierung? Haben wir soviele austickende Migranten? Ist mir nicht aufgefallen. Auch nicht, dass wenn jemand austickt, diese Person nicht zur Rechenschaft gezogen wirs.
    • tinmar 15.12.2015 10:39
      Highlight Highlight ? ... d.h. du wünscht dir, dass wir jetzt alle Edelweiss-Hemden tragen müssen?

      Aber ich bin Deutscher... wie & wo kann ich dann meine Kultur der spaßigen Mallorca-Prolo-Spruch-Tshirts noch ausleben? Ist selbst dafür kein geistiger Platz mehr in der stolzen Schweiz?
    • FrancoL 15.12.2015 10:47
      Highlight Highlight Die Aussage eines ewig gestrigen. Reich an Geist ist das ja nicht was Sie da schreiben. Es geht beim Fall Gossau mitunter auch um Ausgrenzung zwischen den Schweizern, den Patrioten und den Nichtpatrioten, die dann fast nicht mehr Schweizer sind. Die Schweiz mit 2 - 3 Schweizerklassen und diese gnädigste von den Patrioten definiert. Eine Manifestation der patriotischen Intelligenz.
    Weitere Antworten anzeigen
  • goalfisch 15.12.2015 09:36
    Highlight Highlight schmiede das eisen wenn es kalt ist ...
    HÄ???
  • Anam.Cara 15.12.2015 09:22
    Highlight Highlight Das ganze wurde ja erst zum "Skandal" als sich die JSVP über soziale Medien über die "Ungerechtigkeit" beschwerte und das "Hemdverbot" mit dem Bundesgerichtsentscheid über Kopftücher auf die selbe Ebene stellte.
    Oder irre ich mich da?

    Eine Aktion des Heimatstolzes wurde beinahe zu einer staatspolitische Affäre hochstilisiert (bei der wir die Vorgeschichte immer noch nicht kennen).

    Dennoch zeigt der Fall einmal mehr: Wir müssen über unsere Identität als Schweizer reden und unsere kulturellen Grenzen definieren. Sonst hört diese aufgeheizte Diskussion niemals auf.
    • NWO Schwanzus Longus 15.12.2015 10:05
      Highlight Highlight Das müssen wir sicher tun. Aber nicht nur bei den Schweizern sondern auch bei den Ausländern müssen wir das tun. Wir müssen auch aufpassen das die Leute nicht aufgewiegelt werden durch sowas. Deshalb braucht es Grenzen.
  • SVRN5774 15.12.2015 09:17
    Highlight Highlight Ich als Ausländerin kann den Edelweiss Club verstehen.
    Da kommen manche niveaulose Ausländer und beleidigen einen, nur weil man Schweizer ist (Hatte ich oft genug erlebt). Diese Ausländer tun so als wäre es das Beste ein Ausländer zu sein und Schweizer zu sein ist schlecht.
    Jetzt möchten sich halt die schweizer Kinder wehren.

    Aber ich finde das so bescheuert. xD
    Ich meine auf etwas stolz zu sein, für das man nichts geleistet hat ist schon richtig dumm ^^
    • Hierundjetzt 15.12.2015 10:01
      Highlight Highlight Somit bist Du nicht Stolz eine Frau zu sein und in Sicherheit zu leben?

      Selbstverständlich verneinst Du diese beiden Punkte. Daher meine Frage: müsste man Deinen Satz nicht anders formulieren? Ich denke, ja
    • SVRN5774 15.12.2015 12:13
      Highlight Highlight @hierundjetzt nein wieso sollte ich stolz sein eine Fraunzu sein?
      Wie lächerlich ist das den bitte?
      Ich bin auch nicht stolz in ein sicheres Land zu leben. Ich bin glücklich.
  • koks 15.12.2015 09:12
    Highlight Highlight diesen jugendlichen wird die bildung weggespart, aber sie enervieren sich lieber über ein kopftuch an der schule. sind das unsere zukünftigen bildungsfernen?
    • Wasmeinschdenndu? 15.12.2015 09:45
      Highlight Highlight Erstens wollten die Schüler selbst gar nicht an die Medien und zweitens wird in der Bildung gespart, weil unter anderem für die Wirtschaftsflüchtlinge mehr ausgegeben wird.
    • normaler Wahnsinn 15.12.2015 10:13
      Highlight Highlight Nein lieber FCZ1896, so pauschal stimmt das nicht, gerade letzte woche wurde der bildung und der forschung 5 millionen genommen und der landwirtschaft gegeben...
    • Shlomo 15.12.2015 11:14
      Highlight Highlight Lieber FCZ1896, bitte ändere deinen Nickname. Ändere doch zu Lazio Rom, das passt besser.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gibaue 15.12.2015 09:11
    Highlight Highlight Die Hemden sind das Problem. Und nicht der augenfällige Rassismus an dieser Schule. Ja ne, is klar.
  • Matrixx 15.12.2015 09:05
    Highlight Highlight Die Schweizer Version vom deutschen Schulexperiment, namentlich "Die Welle"?
  • meerblau 15.12.2015 09:03
    Highlight Highlight Typische Situation: Schule sagt: "Alles voll tolerant und so. Passiert nicht bei uns! Schwöre!". Schüler sagen: "Wollte nicht. Haben einfach nur. Nicht schlimm. Echt nicht! Schwöre!".
    Hintendurch tun's dann doch alle. Irgendwie. Ausser nachdenken über Konsequenzen... das tun dann nur wenige.
  • KenGuru 15.12.2015 09:02
    Highlight Highlight First world problems :D
  • Daniel Caduff 15.12.2015 09:01
    Highlight Highlight Ein Lehrstück darüber, wie Patriotismus und Nationalismus eben schon im Kleinen zu Abgrenzung und schliesslich Feindschaft führt. Ein Lehrstück auch darüber, wie heute aus jedem Blödsinn innert kürzester Zeit ein riesiger "Skandal" wird. Ein Lehrstück auch darüber, wie perfekt das Politmarketing der SVP funktioniert, die jeden "Skandal" sofort begeister aufnimmt und ihren geifernden Anhängern zum Frass vorwirft. Und nicht zuletzt auch ein weiteres Beispiel dafür, dass Leute, die sich selber "Patrioten" nennen, unter dem Strich eben halt doch oftmals nur plumpe Fremdenfeinde sind.
  • Olmabrotwurst 15.12.2015 08:54
    Highlight Highlight solange der weihnachtsmann nicht zipfelmännchen heisst ist alles noch in ordnung leute
    • Skianto 15.12.2015 09:40
      Highlight Highlight Ich konnte nicht widerstehen.
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Wie AfD-Weidel mit falschen Schweizer Asylzahlen Hetze gegen Ausländer macht

Alice Weidel schiesst aus allen möglichen Rohren gegen Kanzlerin Angela Merkel. Die Schweiz führt sie dabei als Vorbild ins Feld – und nimmt es mit den Fakten nicht so genau. 

Die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel mag die Schweiz. Sie wohnt mit ihrer Familie nicht nur zeitweise in Biel, sondern macht mit dem Schweizer Kreuz Wahlkampf für die Landtagswahlen in Bayern vom 14. Oktober. Seit Jahren schon schiesst die 39-Jährige wenn immer möglich gegen die Asyl- und Integrationspolitik der Regierung von Kanzlerin Angela Merkel. Und führt dabei die Schweiz als Vorbild ins Feld. 

Am Dienstag setzte das AfD-Aushängeschild folgenden Tweet ab: «60 Prozent …

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