Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Raser, Zwangsheirat, Blutrache – das war einmal: Jetzt sind die Kosovaren die Guten

Der Doppeladler thront über allem: Bauarbeiter feiern den Durchstich des Ceneri-Bahntunnels im Tessin. 
Bild: EPA/KEYSTONE

Die Debatte über Ausländerkriminalität war im Wesentlichen eine Balkan-Debatte. Wegen ihr stimmen wir über die Durchsetzungs-Initiative ab. Was aber wurde eigentlich aus den «kriminellen» Kosovaren von damals?

daniel fuchs / Aargauer Zeitung



Kaum jemand spricht heute mehr über die Kosovaren. Sie haben es aus den Schlagzeilen geschafft. Dabei ist die Durchsetzungs-Initiative, über die wir Ende Februar abstimmen, das Kind einer Zeit, in der in der Schweiz heftig über Ausländerkriminalität gestritten wurde. Die Initiative geht auf die Ausschaffungs-Initiative der SVP von 2012 zurück. Aus ihrer Sicht hat das umsetzende Parlament die Forderung verwässert, härter gegen kriminelle Ausländer vorzugehen.

Mit Ausländern waren häufig die «Jugos» gemeint. Vor allem die seit Mitte der 1990er-Jahre stark ansteigende Zahl der Kosovo-Albaner. Wofür man sie alles verantwortlich machte: Raser waren sie, Schläger, Sozialschmarotzer und Messerstecher.

So spuckt die Suche in der Schweizer Mediendatenbank nach Kosovaren, Balkan und Ausschaffungs-Initiative in den zwei Jahren vor der Ausschaffungs-Abstimmung Ende November 2010 gut 100 Online- und Zeitungsartikel aus. Sucht man hingegen nach denselben Personenkreisen, kombiniert mit Durchsetzungs-Initiative, so findet man für die letzten beiden Jahre weniger als 20 Artikel. Den Schlusspunkt zur Angstmache vor Kosovo-Albanern setzte quasi das Plakat mit der Aufschrift «Kosovaren schlitzen Schweizer auf» anlässlich der Masseneinwanderungs-Initiative im Februar 2014.

svp kosovaren schlitzen schweizer auf

Trauriger Höhepunkt der Kosovaren-Ressentiments: Abstimmungsplakat «Kosovaren schlitzen Schweizer auf».
Bild: pd

In den Jahren 1998 und 1999 sorgten die Kosovaren wegen des Kriegs in ihrer Heimat für die höchsten Asylzahlen in der Schweiz. Letztes Jahr baten hierzulande knapp 40'000 Menschen um Asyl. Darunter sehr viele Eritreer, Afghanen und Syrer.

Mit der Kölner Silvesternacht, in der sich vor allem Nordafrikaner an Frauen vergangen haben sollen, sind die Kosovaren weiter aus dem Scheinwerferlicht gerückt. Ist das ein Zeichen dafür, dass die Kosovo-Albaner nun in der Schweiz integriert und akzeptiert sind? Eine Kosovo-Albanerin, ein Albanologe und eine Forscherin, welche die kosovarische Diaspora in der Schweiz untersucht hat, geben Antworten.

Die Italiener von damals

Ähnlich wie heute, ebnete eine Flüchtlingswelle das Terrain für die Debatte um kriminelle Ausländer. Als Gastarbeiter waren Kosovaren schon seit den 1960ern in die Schweiz gekommen. Sie waren Saisonniers und verdienten hierzulande gutes Geld, das sie ihrer Familie in der Heimat schicken konnten. Mit Ausbruch der Balkankriege in den 1990er-Jahren stieg ihre Zahl rapide an. Es kamen vor allem politische Flüchtlinge dazu. Und in den Rekordjahren 1998/1999 baten über 50'000 Kosovaren in der Schweiz um Asyl. Die meisten von ihnen hatten bereits Verwandte in der Schweiz.

Wie Jugoslawien zerbrach: Vom Ende des Kommunismus bis Kosovo

Doch ihre Integration stellte sich als schwierig heraus: Bis heute ist die Kriminalitätsrate unter Kosovo-Albanern in der Schweiz hoch und das Bildungsniveau tief. Mangels Qualifikationen haben noch immer viele Mühe, im Arbeitsleben Fuss zu fassen.

Das erging anfänglich auch der Familie von Kaltrina Ahmetaj nicht anders. Die heute 29-jährige Kosovo-Albanerin kam als 7-Jährige in die Schweiz. Zusammen mit ihrer Familie, ein Jahr später nur, nachdem ihr Vater 1993 hier politisches Asyl erhielt. Vater Ahmetaj war ein im Kosovo politisch aktiver Englischlehrer und wurde deshalb verfolgt. In der Schweiz fand er zu Beginn keinen Job.

Wie gut kennst du die Schweiz? Beweise es hier im Quiz!

«Früher hatte ich als Dozent an der PH nie albanische Studenten, das hat sich prägnant geändert.»

Basil Schader, Dozent an der PH

Doch Kaltrina Ahmetaj wurde gefördert und studierte in Zürich und Basel visuelle Kommunikation. Sie sagt, dass die Zahl der albanisch-stämmigen Studenten stark ansteigt: «2008 habe ich in Zürich mit meinem Studium begonnen. Den albanischen Studentenverein der Uni Zürich gab es schon damals. Das waren aber erst etwa zehn Nasen.»

Albanerinnen und Albaner in der Schweiz

Vieles auf dem Balkan ist kompliziert. Und ebenso kompliziert sind Aussagen über die Albanerinnen und Albaner in der Schweiz. Zu 70 bis 80 Prozent stammen sie aus dem Kosovo, der bis zu seiner Unabhängigkeit 2008 Teil Serbiens war. Das sind – vorsichtig geschätzt – um die 170'000 Kosovo-Albaner in der Schweiz. Rund 100'000 von ihnen sind kosovarische Staatsangehörige. Der Rest hat den Schweizer Pass. Die zweitgrösste Gruppe stammt aus Mazedonien, wo die Albaner die grösste Minderheit stellen. Nur wenige Albaner in der Schweiz kommen aus dem heutigen Serbien oder Montenegro. Und gerade einmal 1300 stammen aus Albanien selbst. Grösstenteils sind die Albaner Muslime. Es gibt aber auch eine kleine katholische Minderheit. Denn die Albaner waren katholischen Glaubens, ehe die Mehrheit von ihnen im Osmanischen Reich zum Islam konvertierte. Muslime mussten im Osmanischen Reich weniger hohe Steuern bezahlen. (dfu)

Heute spricht der albanische Studentenverein der Uni Zürich von 200 Mitgliedern. Ähnlich Zahlen nennen die Vereine in Bern, Basel oder Freiburg. Und der Albanologe und Dozent an der PH Zürich, Basil Schader, bestätigt Ahmetajs Beobachtung: «Früher hatte ich als Dozent an der PH nie albanische Studenten, das hat sich prägnant geändert», sagt er. Viele liessen sich ausserdem für Kaderstellen der Spitalpflege oder im kaufmännischen Bereich ausbilden. «Dort sind albanische Sprachkenntnisse ein grosser Vorteil, weil sie den Zugang auch zu jenen Albanern ermöglichen, welche die Landessprache noch nicht angemessen beherrschen.»

«Früher hatten die Italiener einen schlechten Ruf, später waren es die Kosovaren. Solche Dinge ändern sich, Italiener wie Kosovaren haben einen ähnlichen Prozess durchlaufen.»

Barbara Burri, Entwicklungshelferin

Vielen kosovo-albanischen Jugendlichen erging es anders als Kaltrina Ahmetaj. Manche von ihnen kamen erst, als der Krieg längst ausgebrochen war. Einige waren traumatisiert. Die Kosovo-Albaner hatten Mühe mit Schule und Jobsuche. Manche wurden arbeitslos, rutschten in die Sozialhilfe. Nicht wenige wurden kriminell. Fälle von Rasern, Blutrache und Zwangsheiraten sorgten für Schlagzeilen.

Und so ging es nicht lange, bis die Debatte über Ausländerkriminalität Aufschwung erhielt.

Barbara Burri hat die kosovarische Bevölkerung in der Schweiz in einer Studie für den Bund untersucht. Die Entwicklungshelferin ist verheiratet mit einem Kosovo-Albaner und sagt: «Früher hatten die Italiener einen schlechten Ruf, später waren es die Kosovaren. Solche Dinge ändern sich, Italiener wie Kosovaren haben einen ähnlichen Prozess durchlaufen.»

Syrer: Die Kosovaren von heute?

Burri ist zuversichtlich, dass die Kosovaren der Anerkennung durch Schweizer einen wichtigen Schritt näher gekommen sind. Weil sie eine Entwicklung durchgemacht haben, die sie wie folgt beschreibt: Vor der Befreiung Kosovos im Jahr 1999 haben sich die Kosovo-Albaner in der Schweiz sehr stark mit der Unabhängigkeitsbewegung und mit den Freiheitskämpfern der UÇK sympathisiert und zu deren Unterstützung viel Geld in den Kosovo geschickt. Zuvor haben sie bereits das parallele Gesundheits- und Bildungssystem finanziert.

Ist die Integration der Kosovaren gelungen?

Ungefähr ab 2003 änderte sich das: Die Kosovaren begannen in dieser Zeit nicht nur, Wohneigentum zu erwerben, sondern gründeten vermehrt eigene Geschäfte, vor allem im Bau-, Reinigungs- und Gastgewerbe. Zudem engagierten sie sich in den politischen Parteien in der Schweiz.

Gemäss dem Albanologen Schader ist die Mehrheit der Kosovaren bestens integriert, führt ein unauffälliges und arbeitsames Leben. Viele der Kosovaren sind mittlerweile eingebürgert. Manche Kosovo-Albaner geben sich schweizerischer als die Schweizer selbst. Eine Beobachtung, die die Studentin Kaltrina Ahmetaj macht: «Mir fällt jeweils auf, wie sie beim Warten auf den Flug in den Kosovo am Flughafen stolz den Schweizer Pass in ihren Händen halten.»

Kaltrina Ahmetaj sieht ihre Volksgruppe immer besser integriert. Auch wenn sie selbst Fragezeichen stellt. So seien die Kosovaren in der Schweiz eher unter sich. Das zeige sich besonders bei der Wahl des Ehepartners. «Meine Brüder haben sich in den Ferien im Kosovo verliebt, die Frauen geheiratet, worauf diese in die Schweiz kommen konnten», erzählt sie. Und betont, selbst nicht die Herkunft als Bedingung zur Wahl des Partners, sondern ähnliche Interessen und Vorstellungen zu stellen.

Fragen zur Identität begleiten ihr Leben. So hat sich Kaltrina Ahmetaj überlegt, für eine Weile in den Kosovo zurückzukehren. «Denn der Grund, weshalb meine Eltern in die Schweiz gekommen sind, ist mittlerweile behoben. Der Krieg ist vorbei, politisch würden wir nicht mehr verfolgt.» Doch seien Korruption und Arbeitslosigkeit hoch. Das Leben dort sei schwierig und die Standards liessen sich nicht mit den hiesigen vergleichen.

«Die meisten haben realisiert, dass ihre Zukunft eher in der Schweiz liegen wird, weil sich in ihrer alten Heimat sowohl ökonomisch als auch politisch wenig zum Besseren veränderte», sagt Barbara Burri, die die kosovarische Diaspora untersucht hat.

Die Kosovaren haben sich mit dem Leben hier arrangiert. Und die Schweizer mit den Kosovaren? Albanologe Schader hofft, dass die Syrer, Eritreer und Nordafrikaner die Kosovaren nicht nur temporär von der Rolle als Sündenböcke abgelöst haben. Und, dass ihre Integration ebenfalls gelingen wird.

>> Interaktive Grafiken zur Situation der Kosovaren in der Schweiz findest du hier. 

Mehr zur umstrittenen Durchsetzungs-Initiative:

7 Gründe, warum das Nein zur DSI ein historischer Entscheid ist

Link zum Artikel

DSI-Nein: Ein Stimmvolk, das sich schlau macht, ist ein übermächtiger Gegner für die SVP

Link zum Artikel

Die SBB erliegen dem heissesten Abstimmungskampf seit Jahren – wie jeden Winter dem ersten Schnee

Link zum Artikel

Der «Appenzeller Volksfreund» schreibt etwas vom Besten über die DSI und sorgt damit für einen Dorf-Knatsch

Link zum Artikel

DSI-«Arena»: Ein alter Berner Secondo sagt, wie's ist – und Guts und Amstutz' Abend ist gelaufen

Link zum Artikel

Tippspiel zur Abstimmung: 47,5 Prozent legen ein Ja zur DSI ein

Link zum Artikel

Das Hakenkreuz ist weg – dafür hat die SBB jetzt einen Shitstorm am Hals

Link zum Artikel

NEIN, NO, NON – die DSI-Gegner kaufen eine ganze Seite in der «Weltwoche» 

Link zum Artikel

Weil wir stimmen, wie wir liken: Siegt die Durchsetzungs-Initiative, dann auch wegen des Namens 

Link zum Artikel

21 aktive oder ehemalige SVPler, die sich nicht ans Gesetz hielten

Link zum Artikel

Die Eindrittel-Rösti: Der «Club» zur Durchsetzungsinitiative in Zahlen

Link zum Artikel

Von der Härtefall- zur Täterschutzklausel: Wie die SVP die Sprache instrumentalisiert

Link zum Artikel

SVP-Nationalrat Heinz Brand: «Die Durchsetzungs-Initiative ist möglicherweise nicht perfekt, aber ...»

Link zum Artikel

Durchsetzungs-«Arena»: SVPler amüsieren sich über hässige Sommaruga 

Link zum Artikel

Alles auf einen Blick: So verschärft sollen wir nach dem 28. Februar ausschaffen

Link zum Artikel

Staatsanwälte schalten sich in die Durchsetzungs-Debatte ein: «Die Initiative ist nicht praktikabel»​

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Supreme-Court-Richterin Ginsburg verstorben

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

71
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
71Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • pamayer 27.01.2016 22:14
    Highlight Highlight Guten Tag Frau Ahmetaj
    ich freue mich sehr, die guten Nachrichten von Ihnen zu lesen. Als Sie 1993 in die Schweiz kamen, kamen Sie zu mir in Integrationsklasse für Fremdsprachige in Winterthur im Schulhaus Gutschick. Ich erinnere mich noch an Sie als eine gute und ruhige Schülerin, ebenso an Ihren Vater, den Englischlehrer. Es freut mich ausserordentlich, dass Sie in der Schweiz eine gute Bildung absolvieren konnten.
    Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie alles Gute auf Ihrem weiteren Lebensweg.
    • Kaltersia 31.01.2016 16:33
      Highlight Highlight Lieber Herr Mayer
      Ich habe mich sehr über Ihren Kommentar gefreut, vielen Dank! Ich kann mich genau an die Zeit im Gutschick erinnert – Sie haben oft Gitarre gespielt und wir dazu gesungen. Es war eine gute Zeit, die mich positiv geprägt hat. Vielen Dank dafür!
      Liebe Grüsse
      Kaltrina
  • teufelchen7 26.01.2016 23:40
    Highlight Highlight lieber watson, wenn wir von integration sprechen, wäre es prima, wenn wir mehr über die gelungenen integrationen lesen könnten. wegen der ablehnung der flüchtlinge und DSI las man oft nur über die probleme. dabei haben sich so viele, wenn nicht die allermeisten ausländer gut integriert. ich habe viele tolle freunde aus x verschiedenen nationen, die ich nicht missen möchte.
  • PPP 26.01.2016 19:39
    Highlight Highlight Ich glaube, es ist gerade das Problem, das viele Kosovaren sich in ihre Heimat, Verheiraten gehen. Oft haben die Jungen keine Chance sich selbst für einen Partner zu entscheiden. Vor allem die im Kosovo geheirateten Frauen, können, (dürfen) sich hier nicht integrieren. Sie ziehen dann auch einen entsprechenden Nachwuchs auf. Für mich lässt sich die Integration, nicht mit jener, der Italiener vergleichen.
    • FrancoL 26.01.2016 22:27
      Highlight Highlight Ich gehe mit Dir teilweise einig mit dem grossen ABER: Vor 30-40 Jahren schien die Integration der Italiener auch nicht so richtig klappen zu wollen und heute scheint oder ist es eine gelungene Sache.
      Es ist nicht zu vernachlässigen dass die Balkanvölker nochmals eine Intergartionsstufe mehr überwinden müssen. Ihre Religion. Die Italiener, Spanier und Portugiesen konnten ihre Religion ohne Probleme hier weiter leben, was für manchen auch eine gute Stütze bei der Integration dargestellt hat.
  • stookie 26.01.2016 17:26
    Highlight Highlight Alle Kommentare betreffend Integration die ich bisher gelesen habe gehen in eine Richtung (tendenziell). Die Frage ist sooft "was ist Integration" oder "wann ist man integriert".Da diese offenbar niemand wirklich beantworten kann frage ich mal umgekehrt "wer muss sich Integrieren"?
    Müssen sich die sog. Ansässigen nicht auch "Integrieren" in diese neue Umgebung?
    Bring- oder Holschuld ist glaube ich die falsche Frage.
    • Mora 26.01.2016 18:25
      Highlight Highlight Danke :)
    • Kookaburra 26.01.2016 18:36
      Highlight Highlight Usurpation, nennt man das...
    • FrancoL 26.01.2016 19:26
      Highlight Highlight @Iker; kann er die Verwendung des Wortes Usurpation erläutern? Bin schon ganz gespannt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DavidP38 26.01.2016 16:46
    Highlight Highlight ja man muss die Hintergründe besser kennen um ein wahres Bild zu bekommen von der Strategie, wie sich wer Integriert.. deshalb hier ein bisschen zu wenig Tatsachen gefunden und kann keine nützlichen Infos aus diesem Bericht ziehen
  • Der Beukelark 26.01.2016 15:13
    Highlight Highlight Gut gemeinter Artikel, aber doch nicht wirklich objektiv und zu sehr auf der persönlichen Meinung des Journalisten basierend.
  • Dä Brändon 26.01.2016 14:15
    Highlight Highlight Das Thema Integration ist eine never ending Story. Ich bin eigentlich ein Fan von Multikulti, muss aber hier meine Heimat in Schutz nehmen. Ich finde es nicht ok wenn man mit dem Doppeladler jubelt oder im Militär posiert. Ich finde es auch nicht ok die albanische Flagge über der schweizer Flagge zu hängen. Beim Bau des Ceneri waren die Albaner mit Garantie in der Minderheit, da gabe es zig weitere Nationalitäten die mitwirkten und somit finde ich das respektlos gegenüber den anderen. Meine Wurzeln sind polnisch aber das schöne Leben hat mir die Schweiz gegeben also bin ich auch Schweizer!
    • TanookiStormtrooper 26.01.2016 14:28
      Highlight Highlight Schön gesagt. Mich nervt es auch, wenn Albaner ihren Doppeladler zur Schau stellen, wobei mich auch das Schweizerkreuz etwas nervt. Damit grenzt man sich nur von anderen ab. Wie hat meine Mama mal so schön gesagt: "Arschl***er kennen keine Rasse."
    • Amanaparts 26.01.2016 15:08
      Highlight Highlight Ich finde es auch richtig und wichtig, dass du eine Meinung dazu hast. Die Frage ist doch, sind wir bereit die Entscheidung derjeniger welcher zu akzeptieren, die halt beim Torjubel oder im Militär den Doppeladler machen oder verurteilen wir Menschen nur weil uns persönlich etwas nicht gefällt. Viele sind Moslems und beten vor dem Spiel. Wollen wir das auch verbieten? Man könnte auch alle zum Singen der Nationalhymne zwingen.
    • Dä Brändon 26.01.2016 15:24
      Highlight Highlight Mir persönlich gefällt das überhaupt nicht und deshalb möchte ich und werde es auch nicht akzeptieren. Es ist wie in der Berufswelt, wenn man den Arbeitgeber wechselt sollte man versuchen sich mit der neuen Firma zu identifizieren.
  • Amanaparts 26.01.2016 12:59
    Highlight Highlight hmmm... Mit der Integration ist es so eine Sache. Es gibt keinen Leitfaden oder Checkliste wo man Sachen Abhaken kann. Für die einen bin ich nicht integriert, weil ich es OK finde, wenn jemand beim Torjubel der Schweizer Nati den Doppeladler macht. Für die anderen bin ich integriert, weil das Weihnachtsessen mit Freunden und Familie ein Raclette Abend mit einem feinen Fendant ist.

    Die Schweiz hat halt nicht EINE Identität und für manche bedeutet Integration Assimilation. Wenn Integration bedeutet, dass ich mich allen anpassen muss... Nein Danke. Ehner weniger. Ich will nicht so sein wie ihr.
    • Stellklaus 26.01.2016 14:30
      Highlight Highlight Niemand verlangt einen Einheitsbrei, das ist mir auch zuwider, ausserdem gibt es selbst in der Schweiz massive regionale Unterschiede.

      Problematisch ist eher die Tatsache, dass selbst zweitgenerationen von zb Kosavaren deutlich unterdurchschnittliche Einkommen und Bildungserfolge vorweisen, immernoch deutlich überproportional kriminell und sozialhilfeabhängig sind. Laut dem Staatssekretariat für Migration: "Der soziale Aufstieg
      von der ersten zur zweiten Generation
      ist bisher bescheiden. ".
    • Amanaparts 26.01.2016 14:54
      Highlight Highlight Klar, der soziale Aufstieg resp. Unterschied ist aber auch immer ganz eng mit Chancengleichheit und Diskriminierung verbunden.

      Integration geht in beide Richtungen: Es braucht Menschen, die sich integrieren wollen und auf der anderen Seite Menschen, die sie integrieren wollen. Auf beiden Seiten haben wir noch ganz ganz viel Potential!

      Alleine schon die Reduktion dieser Diskussion auf Kosovaren alleine und dein "überproportional" zeugen von unserer selektiven Wahrnehmung. Mal davon abgesehen, dass deine Aussagen falsch sind.
    • Stellklaus 26.01.2016 15:20
      Highlight Highlight Im Artikel gehts nun mal um Kosovaren, ausserdem ist die Wahrnehmung nicht selektiv sondern faktisch belegt und die Aussagen stammen nicht von mir sondern vom SEM.

      Die Schuld für den Misserfolg der Integration bei der Aufnahmegesellschaft zu suchen ist ziemlich unsinnig, da andere Einwanderergruppen, zb Ostasiaten trotz massivem kulturellen Unterschied, schon nach der ersten Generation überdurchschnittliche Erfolge vorzeigen.

      Dass schlechte Erfahrungen mit gewissen Migrantengruppen zu einem Mass an Pauschalisierung führen unter dem Andere leiden ist leider wahr.
  • Asmodeus 26.01.2016 12:14
    Highlight Highlight Geile Logik.

    "Die Medien berichten mehr über Syrer und Afrikaner, darum sind die Albaner jetzt integriert"

    George W. Bush Jr. wird auch nicht nachträglich zu einem guten Präsidenten, nur weil Trump gewählt wird ;)


    Die Albaner haben sich in den letzten 20 Jahren entwickelt und werden es weiter tun. Einige integrieren sich besser, andere machen noch in 30 Jahren bei jedem Tor den Doppeladler ;)
  • Muhammad imad Bruce Lee 26.01.2016 11:27
    Highlight Highlight Integration? Hm ein grosses Thema in unserer integrierten Schweiz. Nur mal so eine These. Wir, ja wir Deutschschweizer reden, nein wir dozieren, Integration. Doch verblüffen uns immer wieder, wie schlecht die Westschweizer oder unsere Trapattonis aus dem Tessin sich in unsere Arbeitskultur Integriert haben ;). Doch die leben alle schon länger als 20 Jahre in der Schweiz. Aj aj ajaj. Wir haben da wohl was falsch gemacht bis zum heutigen Tag. Meiner Meinung nach, ist Integration einfach. Respekt jedem gegenüber, nicht mehr nicht weniger.
    • Muhammad imad Bruce Lee 29.01.2016 10:35
      Highlight Highlight Hm.. Deine Aussage hört sich interessant an. Da ich Sie leider nicht ganz verstehe und keinen Sinn ergibt für mich, wäre interessant, wenn du es erläutern könntest. Sagen wir. Ich erbringe die "Bringpflicht", dann erhalte ich den nötigen Respekt und werde respektiert. Urteilen über die Tessiner, Westschweizer darf man nicht. Weil ich ja Migrant bin ob seit 3 Jahren oder schon CH-Bürger. Und wenn ich jetzt in die Westschweiz ziehe? Neu integrieren? kein Urteil bilden über die Deutschweizer? Was ist denn das genaue Jargon der Integration? Resp. Was beinhaltet Integration "Regeln?"
  • fuegy 26.01.2016 11:01
    Highlight Highlight Ich bin mir nicht sicher, ob man nach so "kurzer" Zeit von gelungener Integration sprechen kann. Um sich voll zu integrieren gehört mehr als 20 Jahre in einem anderen Land zu Leben. Auch als Secondo erster oder sogar zweiter Generation, ist man da wirklich integriert oder sucht man nicht eher nach seiner Identität?
    Damit will ich nichts gegen Integration sagen! Ich denke nur, dass Integration viel länger dauert als 20/25 Jahre...
    • FrancoL 26.01.2016 12:51
      Highlight Highlight Die Integration ist ein langsamer Prozess der viele Rückschläge erleidet; einer ist zB. die DI die diesen Prozess für einige Zeit lähmt. Aber auch Gewalttaten von Migranten gehören zum Hemmmechanismus.
  • Mate 26.01.2016 10:37
    Highlight Highlight ich denke mal, wenn es zuviel freien platz im blick hätte, hätten sie keine mühe wieder einen "jugo-skandal" auszupacken. im moment aber scheint die flüchtlingskrise mehr leute zu interessieren.
  • Luca Brasi 26.01.2016 10:21
    Highlight Highlight Der Infokasten ist bezüglich Religion der Albaner ungenau. Es wird ja von allen Albanern gesprochen und behauptet, dass christliche Albaner katholisch waren. Mir fehlen da die christlich-orthodoxen Albaner, die vor dem Kommunismus eine beträchtliche Anzahl stellten und v.a. im Süden des Staates Albanien immer noch vertreten sind.
  • dukedelbloque 26.01.2016 10:14
    Highlight Highlight Ich (Albaner) habe an meiner Schule als letzter ein Praktikum gefunden. Ihr könnt euch nicht vorstellen was mir für Fragen am Vorstellungsgespräch gestellt wurden. Ich besitze seit der 3. Generation einen Schweizer Pass. Die Ausbildnerin einer bekannten Internetfirma (Man kann dort sein Handy verkaufen🌚) Hat sich gewundert wieso ich keinen Slang hätte. Den Rest könnt ihr euch vorstellen. Ich finde es ist an der Zeit gekommen, die typischen Vorurteile beiseite zu legen und uns als normale Menschen zu behandeln.
    • Human 26.01.2016 11:55
      Highlight Highlight Problem sind immer die einzelnen - ich kenne so viele wie denen es ähnlich geht - mein Kollege ist so ein Bünzli obwohl er erst mit 10 Jahren in die Schweiz gekommen, du würdest nie drauf kommen das er kein Schweizer ist - aber dann hab ich welche in der Klasse, zweite/dritte Generation die den Kosovo in den Himmel loben und traurig sind nicht dort leben zu können (weil den Luxus der Schweiz schätzt man dann doch) - irgendwie versteh ich das nicht das die zweiten Generationen oft mehr Probleme haben und sich fremd fühlen?
  • Emperor 26.01.2016 09:48
    Highlight Highlight Ich bin schwer geschockt von den Kommentaren hier... Wie es scheint sind die braunen Kleinbürger mit ihren nationalistischen Reflexen langsam auch bei Watson eingesickert und alles was den Idealen des Humanismus folgt ist jetzt böse, dumm und linksextrem...
    • CindyA 26.01.2016 10:04
      Highlight Highlight "langsam bei watson eingesickert" - warum sollten sie nicht watson lesen? ..und wenn sie es lesen, warum sollten sie es nicht auch kommentieren? "braune Kleinbürger" - Sagen Sie mal, disriminieren Sie hier gerade eine Personengruppe? ;-)
    • Emperor 26.01.2016 10:22
      Highlight Highlight Menschenverachtung akzeptiere ich nicht als Meinung, tut mir Leid.... nicht.

      Und ja, lange konnte man hier differenzierte und tiefgreifende Diskussionen führen ohne auf solche Platitüden zu stossen ^^ wenn das so weiter geht könnte das aber schlecht aussehen in Zukunft... wir fahren gerade volle Kanne Richtung 20min/Blick...
  • Keller Baron 26.01.2016 09:43
    Highlight Highlight Also ich bin Stolz darauf hier sein zu dürfen.
    Benutzer Bild
    • Dä Brändon 26.01.2016 14:09
      Highlight Highlight Ich finde das Bild nicht wirklich ok. Für mich sieht es so aus als wärst du durch und durch Albaner und erntest nur die Früchte die am Baum hängen. Ich prahle auch nicht mit meinen polnischen Wurzeln. Ich bin in der Schweiz geboren und bin auch Schweizer.
    • Keller Baron 26.01.2016 14:55
      Highlight Highlight Ich prahle auch nicht damit das ich Albaner bin. Man kann auch alles verdrehen. Ich bin Schweizer, sogar zum grösseren Teil als Albaner. Aber meine Wurzeln liegen immer noch in Albanien. Der Baum ist die Schweiz, und genau dass sieht man auch und alles andere liegt im verborgenen, wie die Wurzeln. Also was soll daran nicht ok sein?
    • lily.mcclean 26.01.2016 16:12
      Highlight Highlight Mr.Kr, du bist allen Kosovo- Albanern die ich kenne weit voraus!!! Bitte mehr mit deiner Einstellung!
  • CindyA 26.01.2016 09:26
    Highlight Highlight Von mir aus gesehen, sind sie besser, aber nicht vollständig integriert. Dieser Artikel möchte doch nur die Wogen glätten? Schaut in die Gefängnisse an, lest die Herkunft der Täter bei Straftaten, das kann man doch nicht einfach alles ignorieren. Was dieser Artikel für mich als Hauptinformation enthält, ist, dass die ehemaligen Asylbewerber nach dem Krieg (etc.) nicht zurück in ihre Heimat gehen. Und das halte ich für das grösste Problem!
    • Emperor 26.01.2016 09:40
      Highlight Highlight Also ich halte es für ein grösseres Problem, dass Menschen nicht denken, nicht lesen und nicht fähig sind Empathie zu empfinden ;)
    • Scenario 26.01.2016 09:48
      Highlight Highlight @TaZe: nicht die Herkunft macht dich zum Kriminellen, sondern eher die gesellschaftliche Schicht in der man sich bewegt oder aufgewachsen ist... (Ich habs jetzt auch so salopp formuliert, damit auch du das verstehst)
      Würde dir nicht schaden etwas mehr Wissen anzueignen, bevor man solchen Mi** rauslässt.

      und zum Thema Integration: Was für manche Integration ist, ist für andere Assimilation... ist nun mal ein schmaler Grad.
    • CindyA 26.01.2016 10:08
      Highlight Highlight @ scenario: Zuerst bedanke ich mich für das Kompliment, wie taktvoll :) Nun zum Inhalt des Kommentars: Das ist mir bewusst, jedoch ändert das nichts an den Tatsachen? Hier geht nicht darum!Der Grund, weshalb diese Gruppen zum Teil kriminell sind, ändert nichts an der Tatsache, dass sie es sind. Oder?
  • Grundi72 26.01.2016 09:08
    Highlight Highlight Es ist eben wichtig, dass die Politik Probleme aufzeigt und in der Gesellschaft diskutiert werden. Die Debatte setzte dann eben die "Jugos" unter Druck und sie merkten, dass ihr Verhalten in der Schweizer Gesellschaft anscheinend nicht allzu gut ankommt und es ihnen ihre Zukunft verbauen kann. Also haben sie sich angepasst und die Schweizer haben das nun auch annerkannt. Ich gratuliere beiden Seiten dafür.

    Und ich gratuliere der SVP, dass sie solche Probleme thematisiert. Ginge es nach den Linken, dürften solche Diskussionen gar nicht geführt werden. Weil Vogelstrauss und Redsradikal und so..
    • unejamardiani 26.01.2016 09:39
      Highlight Highlight Ja klar die SVP hat mich dazu bewegt nicht kriminell zu werden. Eigentlich wurde ich ja geboren um zu prügeln, vergewaltigen, dealen, rasen und was weiss ich noch alles. Danke für deinen sehr fundierten Beitrag mir war das bisher nicht bewusst. Danke auch der SVP das sie mich auf den rechten weg geführt hat. Merkt Ihr eigentlich wie absurd euro Argumente sind?
    • Wolfsblut 26.01.2016 09:40
      Highlight Highlight @Grundi72: Bessere Integration Dank der SVP? Sie, die Meisterin in Sachen Ausgrenzung und Diffamierung? Wenn diese verdrehte Folgerung nicht so deprimierend verlogen wäre, und auch ein Merkmal dieser Partei, wäre sie zum Lachen.
    • Emperor 26.01.2016 09:47
      Highlight Highlight Auf den rechten Weg der SVP will niemand ;-) wir wollen uns ja nicht immer den Arm anhauen, wenn wir durch eine Türe gehen.
  • Big ol'joe 26.01.2016 08:23
    Highlight Highlight "Die Kosovoalbaner hatten Mühe mit Schule und Jobsuche" 😂 da fehlt doch der Artikel...kein Wunder hatten sie Mühe ;) nein..sorry 😅
    Aber ja, Artikel super. Etwas das wir wohl schon lange wissen aber irgendwie versteht es einfach nicht jeder... Komisches Kollektives Verhalten. Gibt es dazu gründlichere studien, Forschungen oder Literatur? Kennt jemand was Interessantes zu dem Thema?
  • dumpster 26.01.2016 08:04
    Highlight Highlight Vor den den Kosovaren waren da noch ein paar Tamilen, die "überall herumlungerten" und die Schweiz zu "überschwemmen" drohten. Wer kam vor den Tamilen? Der sterbende Wald?
  • dracului 26.01.2016 08:04
    Highlight Highlight Und irgendwann dazwischen waren dann noch auch noch die Tamilen - auch "vergessen".
    • revilo 26.01.2016 08:22
      Highlight Highlight Mittlerweile sind sie auch fast vergessen. Meiner Meinung nach eine der best-integrierten Völker hier in der Schweiz. Selten so ehrgeizige und lustige Leute, wie Tamilen gesehen. Manche reden sogar reineres Schweizer Deutsch als wir hier. Und sie durchmischen sich auch.
    • Maett 26.01.2016 11:40
      Highlight Highlight @revilo: Tamilen sind zweifelsfrei sehr angenehme Zeitgenossen und nette Menschen, die gut integriert sind. Aber nur ins Bildungssystem und den Arbeitsmarkt. Ich kenne in der Schweiz keine Gruppierung die ausserhalb der ökonomischen Realität so extrem unter sich bleibt. Damit meine ich die vielen rein-tamilischen Feste die man so oft in der Agglomeration sieht und ja nicht gerade selten gefeiert werden (meinen tamilischen Freunden zufolge). Da entzieht sich kaum jemand, umgekehrt nehmen sie aber auch keine Schweizer mit, weil "das eben nicht geht" (O-Ton von einem dieser Freunde).
    • revilo 26.01.2016 11:53
      Highlight Highlight @Maett
      Sicherlich gibt es auch bei den Tamilen Gruppen, welche sich weniger integrieren und verschlossener sind. Doch solche Feste werden doch von uns allen gefeiert? Egal ob Italiener, Schweizer oder eben Tamilen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Daniel Caduff 26.01.2016 07:58
    Highlight Highlight Danke für diesen sehr guten Artikel! Leider braucht der Nationalismus ein Feindbild, gegen das die Wutbürger aufgebracht werden können. Als es mit den "Jugos" nicht mehr klappte, gab es ein kurzes Intermezzo mit den Deutschen, denen diese Rolle zugewiesen wurde. Als das nicht gut genug funktionierte, schwenkte man wieder um auf Muslime und die "Neger". Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass wir irgendwann dazulernen und durch eine bessere (schnellere) Integration in Zukunft nicht mehr so viel Zeit verlieren und damit auch die Begleitprobleme der Kriminalität besser im den Griff bekommen.
    • poga 26.01.2016 08:38
      Highlight Highlight @Daniel Caduff Ich weiss nicht wie genau du sen Artikel gelesen hast. Ich wurde ein wenig stutzig als ich gelesen habe, dass die Kriminalitätsrate immer noch über Durchschnitt ist. Darum behaupte ich, dass die "Neger" wie du so schön schreibst oder auch die Muslime sich schlicht vorgedrängt haben. Gepaart mit dem Umstand, dass die Albaner noch nicht komplett integriert sind, denke ich dass diese "Nationalisten" wohl einfach nicht immer und immer wieder den Kraftakt Integration machen wollen, wenn es den nicht unbedingt sein muss. Nur so als anderer Blick auf das ganze.
    • Chlinae_Tigaer 26.01.2016 08:55
      Highlight Highlight Zitat; Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass WIR irgendwann dazulernen und durch eine bessere (schnellere) Integration.... Zitatende.

      Genau hier liegt doch der Denkfehler der Linken.

      Nicht WIR haben uns zu integrieren, sondern die Zuzüger.


      P.S Ertappt.

      Denjenigen, den es betrifft, wird's schon wissen.



    • MisterM 26.01.2016 09:14
      Highlight Highlight Die vielen Blitze (und Herzen) unter Ihrem Kommentar sind ein trauriges Abbild unserer zerrissenen Gesellschaft in Sachen Integration und Flüchtlinsfragen.

      Leider sind solch gute Artikel in der Minderzahl. Integration eines Volkes in ein anderes Land ist nicht einfach. Eine gute Basis bilden Offenheit, Bildung, Kulturvereine, Austausch.

      Als Dreifachbürger (CH/IT/ES) erlebe ich dies in meinem Umfeld zur Genüge. Zudem bin ich mit unzähligen Kosovaren, Italos, Spaniern, Serben, Griechen, Deutschen usw. in die Schule gegangen. Da gab es - wie bei allen Nationen - liebe und weniger liebe Leute.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wilhelm Dingo 26.01.2016 07:25
    Highlight Highlight EIn gute Analyse, danke. Sie zeigt auch schön auf, dass Integration gelingen kann aber sehr viel Zeit und Ressourcen braucht. Und es braucht auch die Geduld der Menschen welche unter der erhöhten Kriminalität und hohen Sozialhilfebezügen leiden. Das ist auch der Grund, warum die Zwanderung nicht grenzenlos sein kann, irgendwann stinkt es vielen Leuten einfach.
    • zipper 26.01.2016 11:28
      Highlight Highlight sehr schön.. dies ist der wahrscheinlich objektivste Kommentar zu diesem Artikel .. Dankeschön ;)
    • Maett 26.01.2016 11:42
      Highlight Highlight @Wilhelm Dingo: ich schliesse mich nipp an - sehr objektiv und neutral gehalten. Integration kann - in Massen - sehr wohl funktionieren und ein Land bereichern.

CS-Studie zu Corona-Krise: Zuwanderung gebremst, Wirtschaft erholt sich langsam

Die Ökonomen der Credit Suisse bleiben optimistisch, was die Erholung der Schweizer Wirtschaft angeht. Bis die Wirtschaftsleistung aber wieder das Vor-Krisen-Niveau erreicht, dürfte es laut den Prognosen dauern.

Die Schweizer Wirtschaft erholt sich nach dem Wirtschaftseinbruch im ersten Halbjahr rasch, schreiben die Credit-Suisse-Ökonomen in einer Mitteilung vom Mittwoch zu ihrem neuen «Monitor Schweiz». Deshalb halten sie für dieses Jahr auch an ihrer «vergleichsweise optimistischen» Prognose von einem BIP-Rückgang um 4.0 Prozent fest. Es zeichne sich derzeit jedoch auch ab, halten sie fest, dass die wirtschaftliche Erholung in den nächsten Monaten an Schwung verlieren dürfte.

Grund sind einerseits die …

Artikel lesen
Link zum Artikel