Schweiz
ÖV

In keinem Land fahren Leute mehr Zug als in der Schweiz

In keinem anderen Land Europas fahren Leute häufiger Zug als in der Schweiz

48 Bahnfahrten pro Person: Niemand in Europa fährt mehr mit dem Zug als die Schweizerinnen und Schweizer. Das zeigt ein Ländervergleich.
19.12.2022, 12:1819.12.2022, 12:18
André Bissegger / ch media

Die Schweizerinnen und Schweizer sind ein Volk von Zugreisenden: Jede Einwohnerin und jeder Einwohner ist im Jahr 2021 im Schnitt 48 Mal mit dem Zug gefahren und hat dabei eine Strecke von 1628 Personenkilometern (Pkm) zurückgelegt. Die Schweiz bleibt damit sowohl bezüglich Anzahl als auch Distanz Europameisterin im Bahnfahren. Das zeigt ein am Montag veröffentlichter europäischer Ländervergleich von Litra, dem Informationsdienst für den ÖV.

ARCHIVBILD ZUR VERGABE DER FERNVERKEHRSKONZESSIONEN DURCH DAS BAV, AM MONTAG, 23. OKTOBER 2017 - In Berne, Switzerland, travelers step into an InterCity double-deck train of the Swiss Federal Railways ...
Leute betreten einen Zug am Bahnhof Bern.Bild: KEYSTONE

Hinter der Schweiz folgen Luxemburg (26 Bahnfahrten), Österreich (24), Dänemark (23) und Deutschland mit 21 Bahnfahrten. Am anderen Ende der Rangliste finden sich die Bewohnerinnen und Bewohner von Litauen und Griechenland wieder: Sie fuhren lediglich einmal mit dem Zug. Je drei Bahnfahrten pro Person gab es immerhin in Bulgarien, Rumänien, Irland und Kroatien.

Die Schweiz ist klare Zug-Spitzenreiterin:

Bild

Zahlen hinken Vor-Corona-Zeit hinterher

Allerdings zeigt sich in den Zahlen, wie sich die Coronapandemie auf die Nachfrage ausgewirkt hat. So gab es im vergangenen Jahr in ganz Europa weniger Bahnfahrten pro Person als vor der Krise. Im Schnitt fuhren die Europäerinnen und Europäer 13 Mal Zug. Das ist zwar eine Fahrt mehr als 2020, aber noch deutlich weniger als 2019. Damals waren es durchschnittlich 18 Bahnfahrten.

Auch bezüglich Personenkilometern liegt die Schweiz mit ihren über 1600 Pkm noch um 35 Prozent unter dem Niveau von 2019. Sie verweist allerdings Frankreich (1118 Pkm), Österreich (933 Pkm) und Schweden mit 768 Pkm auf die hinteren Plätze. Frankreich hat damit Österreich überholt und verzeichnet mit einem Minus von 22 Prozent gegenüber 2019 auch einen kleineren Corona-Rückgang als die Schweiz. Am Schluss der Rangliste befinden sich laut Litra die gleichen Länder wie bei den Personenfahrten - mit Ausnahme von Rumänien.

Für das laufende Jahr rechnet der Informationsdienst mit einer steigenden Nachfrage. Dies zeichne sich zumindest in der Schweiz ab, wie ein Blick auf das dritte Quartal 2022 zeige - dem bislang stärksten Quartal im laufenden Jahr. Die gefahrenen Personenkilometer liegen demnach bereits auf ähnlichem Niveau wie vor der Coronakrise. Gegenüber dem Rekordwert aus dem dritten Quartal 2019 verbleibt laut Litra aber ein Minus von 4.9 Prozent. (aargauerzeitung.ch)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
17 Bilder, die zeigen, wir wir früher im Zug reisten
1 / 19
17 Bilder, die zeigen, wir wir früher im Zug reisten
Füsse raus, Dose auf, Stumpen rein: Dieser Herr lässt es sich 2003 in der ersten Klasse zwischen Schüpfheim-Konolfingen gutgehen.
quelle: keystone/martin ruetschi
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Das könnte dich auch noch interessieren:
Trockenheit setzt Igeln zu: Das «Tier des Jahres» kämpft ums Überleben
Als «Tier des Jahres» 2026 hat der Igel ein Jahr des Überlebenskampfes erlebt. Ein heisser und trockener Sommer führte zu massiver Nahrungsknappheit, was sich in aussergewöhnlich vielen verwaisten Jungigeln und geschwächten Muttertieren zeigte.
Zur Story