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Kita-Chef kämpft nach Pädo-Skandal mit den Tränen: «Dafür gibt es keine Worte»

St.Galler Kita-Chef kämpft nach Pädo-Skandal mit den Tränen: «Dafür gibt es keine Worte»

Ein ehemaliger Mitarbeiter einer St. Galler Kindertagesstätte (Kita) steht im Verdacht, Buben sexuell missbraucht zu haben. Die Verantwortlichen der betroffenen Kita sind bestürzt und wollen die Abläufe bei der Kinderbetreuung überprüfen.
07.02.2019, 14:0507.02.2019, 17:07
Jacques Hefti, Verwaltungsratspraesident der Fiorino Kinderbetreuung, spricht an einer Medienkonferenz ueber einen Kindsmissbrauchsfall in einer Kita in St. Gallen, am Donnerstag, 7. Februar 2019, in  ...
Bild: KEYSTONE

Am Mittwoch wurde die Geschäftsleitung der Fiorino AG von der St. Galler Staatsanwaltschaft informiert, dass der dringende Verdacht bestehe, dass ein Bub in einer Fiorino-Kita St. Gallen Ost sexuell missbraucht wurde. «Wir sind zutiefst erschüttert», sagte Fiorino-Verwaltungsratspräsident Jacques Hefti am Donnerstagmittag vor den Medien.

Pädophiler Übergriff in Kita St. Gallen

Video: srf/Keystone

Die ganze Fiorino-Familie leide, Eltern und Mitarbeitende seien sehr stark betroffen. «Wir mussten uns zuerst um die Eltern, um die Kinder und um die Mitarbeitenden kümmern», sagte Hefti.

«Wir wissen nicht, wie es der ehemalige Mitarbeitende geschafft hat, mit dem Kind alleine zu sein», erklärte er. Bei Fiorino werde immer in Gruppen und bei offener Türe gearbeitet. «Wir werden alles unternehmen, dass so etwas nie wieder geschieht.» Es seien bei den Abläufen keine Lücken gefunden worden. Sie würden aber nochmals überprüft.

Staatsanwaltschaft informierte Eltern

In den vergangenen Tagen wurden mehrere Eltern von der Staatsanwaltschaft kontaktiert. Inzwischen seien sämtliche Eltern und Mitarbeitende umgehend über die neusten Entwicklungen informiert worden. Gleichzeitig wurde das Kinderschutzzentrum St. Gallen um Unterstützung angefragt, etwa beim Elternabend, der am Donnerstagabend stattfinden wird.

Wegen des Verdachts auf Verbreitung von Kinderpornografie im Darknet führte die St. Galler Staatsanwaltschaft im vergangenen Juli Hausdurchsuchungen durch, darunter in der Kita St. Gallen Ost der Fiorino. Im Fokus der Ermittlungen stand ein 33-jähriger Schweizer.

Die Staatsanwaltschaft hat den dringenden Verdacht, dass der Mann an zwei kleinen Buben sexuelle Handlungen vorgenommen hat; die Kinder waren damals weniger als zwei Jahre alt. Dabei soll er Videos erstellt haben, die er zum Teil im Darknet verbreitete.

Eines der beiden Kinder soll er im privaten Rahmen missbraucht haben. Der zweite Bub sei «im Rahmen der beruflichen Tätigkeit des Beschuldigten bei der von der Hausdurchsuchung betroffenen Kindertagesstätte» missbraucht worden. (aeg/sda)

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